AMZVZusammensetzungWirkstoff: Butamirati dihydrogenocitras. Hilfsstoffe Tropfen: Aromatica, Sorbitolum, Acesulfamum, Conserv.: E 210. Excip. ad solutionem. Tabletten: Excip. pro compr. Hinweis für Diabetiker DemoTussol ist zuckerfrei; in den Tropfen werden Sorbitol und Acesulfam als Süssmittel eingesetzt. 1 ml der Tropfenlösung (ca. 30 Tropfen) entspricht ca. 0,02 BW. 1 Tablette entspricht 6,8 kJ/1,6 kcal, d.h. ca. 0,05 BW.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit1 ml der Tropfenlösung (ca. 30 Tropfen) oder 1 Tablette enthält 22,5 mg Butamirati dihydrogenocitras, corresp. 13,95 mg Butamiratum.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenHusten und Reizhusten bei Erkältungen.
Dosierung/AnwendungDemoTussol Tropfen Kleinkinder von 2–6 Jahren: 3× tgl. 10 Tropfen. Kinder von 6–12 Jahren: 3× tgl. 20 Tropfen. Jugendliche ab 12 Jahren: 3× tgl. 30 Tropfen. Erwachsene: 4× tgl. 30 Tropfen. Die Tropfen werden verdünnt mit etwas Wasser eingenommen. DemoTussol Tabletten Jugendliche ab 12 Jahren: 3× tgl. 1 Tablette. Erwachsene: 4× tgl. 1 Tablette. DemoTussol Tropfen und Tabletten sind möglichst vor den Mahlzeiten einzunehmen. Letzte Dosis vor dem Schlafengehen.
KontraindikationenÜberempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe, gemäss Zusammensetzung. Tropfen Kinder unter 2 Jahren. Fruktose-Intoleranz, z.B. bei hereditärem Fruktose-1,6-diphosphatase-Mangel (beim metabolischen Abbau des in den Tropfen enthaltenen Süssstoffes Sorbit entsteht Fruktose). Tabletten Kinder unter 12 Jahren, aufgrund des hohen Wirkstoffgehalts.
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenFalls nach 7 Behandlungstagen der Husten nicht aufgehört hat oder nicht stark gedämpft ist oder falls er sich noch verschlimmert hat, muss die Behandlung vom Arzt bzw. von der Ärztin neu überprüft werden. Bei Patienten mit einem produktiven Husten kann die gleichzeitige Verabreichung mukolytischer oder sekretolytischer Substanzen zu einem unerwünschten Sekretstau in den Bronchien mit einer Erhöhung des Risikos einer Atemwegsinfektion und eines Bronchospasmus führen. DemoTussol Tabletten enthalten Laktose.
InteraktionenGleichzeitige Verabreichung eines Expectorans oder Mucolytikums: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen». Spezifische Studien zu Interaktionen liegen nicht vor. Aus grundsätzlichen Erwägungen wegen des vermuteten zentralen Wirkungsmechanismus der Hustendämpfung kann eine Wirkungsverstärkung gleichzeitig verabreichter zentral dämpfender Substanzen einschliesslich Alkohol nicht ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft/StillzeitReproduktionsstudien beim Tier haben kein fetales Risiko gezeigt. Es liegen jedoch keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor. Deswegen wird empfohlen, DemoTussol während der Schwangerschaft nicht anzuwenden, es sei denn, es ist klar notwendig. Der Übergang von DemoTussol in die Muttermilch ist nicht untersucht worden und das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Ein diesbezüglicher negativer Einfluss des Arzneimittels ist jedoch aus grundsätzlichen Erwägungen wegen des vermuteten zentralen Wirkungsmechanismus der Hustendämpfung in Betracht zu ziehen.
Unerwünschte WirkungenNervensystem Gelegentlich (0,1–1,0%): Schwindel, Schläfrigkeit. Gastrointestinale Störungen Gelegentlich (0,1–1,0%): Übelkeit, Diarrhö. Haut Selten (0,01–0,1%): Exanthem, Urtikaria.
ÜberdosierungEine akzidentelle Überdosierung von DemoTussol kann Schläfrigkeit, Übelkeit, Diarrhö, Gleichgewichtsstörungen und Hypotonie hervorrufen. Bei einer leichten Intoxikation können Aktivkohle und salzhaltige Abführmittel angezeigt sein, eine schwere Intoxikation erfordert die üblichen Notfallmassnahmen.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code: R05DB13 Butamiratzitrat, der einzige Wirkstoff von DemoTussol, ist ein Hustensedativum und chemisch oder pharmakologisch nicht mit den Alkaloiden des Opiums verwandt. Eine zentrale Wirkung wird vermutet, der genaue Wirkungsmechanismus ist aber unbekannt. Neben seiner Wirkung gegen Husten wird gleichermassen eine Tendenz zur Senkung des Atemwegswiderstandes beobachtet, die sich in einer leichten Verbesserung der spirometrischen Werte manifestiert.
PharmakokinetikDie Pharmakokinetik ist insgesamt nur unvollständig bekannt. Absorption Aufgrund der vorhandenen Daten kann angenommen werden, dass der Ester Butamirat vollständig zu Phenyl-2-Buttersäure und Diethylaminoethoxyethanol hydrolysiert, sowie schnell und gut resorbiert wird. Zum alkoholischen Hauptmetaboliten liegen keine Humandaten vor. Der Einfluss durch Nahrungsaufnahme wurde nicht untersucht. Es ist unbekannt, ob Dosislinearität der Bioverfügbarkeit vorliegt. Tabletten: Die maximalen Plasmawerte des Hauptmetaboliten Phenyl-2-Buttersäure betragen durchschnittlich 1,9 µg/ml nach Verabreichung von 2 Tabletten (45 mg Butamiratzitrat). Durchschnittlich beträgt die T max auch 1,1 Stunden. Distribution Das Verteilungsvolumen im Menschen ist nicht bekannt. Metabolismus Die Hydrolyse von Butamirat, die hauptsächlich zu Phenyl-2-Buttersäure und Diethylaminoethoxyethanol führt, erfolgt schnell und vollständig. Aufgrund von Untersuchungen an verschiedenen Spezies wird angenommen, dass beide Hauptmetaboliten eine hustenlindernde Wirkung entfalten. C-14 Untersuchungen am Menschen zeigen eine starke Plasmaproteinbindung (ungefähr zu 95%, aus methodischen Gründen nur für Phenyl-2-Buttersäure erwiesen). Die Phenyl-2-Buttersäure wird durch Hydroxylierung in para-Stellung teilweise weiter metabolisiert. Es ist nicht bekannt, ob Butamirat die Plazentarschranke passiert und ob es in die Muttermilch übergeht. Elimination Die Ausscheidung der drei Metaboliten vollzieht sich vorwiegend über die Niere, wobei die sauren Metaboliten nach Konjugation in der Leber in grossem Massstab an Glukuronsäure gebunden sind. Die gemessenen Ausscheidungs-Halbwertzeiten streuen stark und liegen durchschnittlich bei 27 Stunden Kinetik spezieller Patientengruppen Es ist nicht bekannt, ob Leber- oder Nierenfunktionsstörungen die pharmakokinetischen Parameter von Butamirat beeinflussen.
Präklinische DatenTierversuche und in vitro Experimente zur akuten und chronischen Toxizität wie zur Reproduktionstoxizität von Butamirat ergaben keine Hinweise auf Sicherheitsrisiken, welche für die therapeutische Anwendung des Präparates von Relevanz wären. Abgesehen von Chromosomenaberrationen in humanen Lymphozyten bei 5000 µg/ml, gab es keine weiteren Hinweise auf mutagene Eigenschaften.
Sonstige HinweiseHaltbarkeit Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Besondere Lagerungshinweise Ausserhalb der Reichweite von Kindern und bei Raumtemperatur (15–25 °C).
Zulassungsnummer53966, 53967 (Swissmedic).
Packungen
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| SM
| Rückerstattungskat.
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| DEMO TUSSOL Hustentabletten | 20 Stk |
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| DEMO TUSSOL Hustentropfen | 30 ml |
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ZulassungsinhaberinVifor SA, Villars-sur-Glâne.
Stand der InformationOktober 2011.
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