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Fachinformation zu Xalkori®, Kapseln:Pfizer AG
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Interaktionen

Crizotinib ist ein Substrat von CYP3A4/5 und ein moderater Inhibitor von CYP3A. Zudem ist Crizotinib ein P-gp Inhibitor.
Einfluss von Crizotinib auf andere Arzneimittel
Gleichzeitige Verabreichung von Crizotinib und CYP3A Substraten
Bei Komedikation von Midazolam mit Crizotinib 250 mg zweimal täglich betrug die AUC von Midazolam nach oraler Gabe das 3.7-Fache (90% CI: 2.63-5.07) im Vergleich zur AUC nach alleiniger Gabe von Midazolam.
Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Crizotinib in Kombination mit Arzneimitteln, die vorwiegend durch CYP3A metabolisiert werden, insbesondere bei CYP3A-Substraten, die einen engen therapeutischen Index aufweisen wie zum Beispiel Alfentanil, Ciclosporin, Fentanyl, Chinidin*, Sirolimus und Tacrolimus (*In der Schweiz nicht zugelassen).
Eine Komedikation von Crizotinib mit CYP3A-Substraten mit engem therapeutischem Index, die mit lebensbedrohlichen Arrhythmien assoziiert werden, sollte vermieden werden. Dazu gehören unter anderem Dihydroergotamin, Ergotamin, Pimozid*, Astemizol*, Cisaprid* und Terfenadin* (*In der Schweiz nicht zugelassen).
Gleichzeitige Verabreichung mit CYP2B6 Substraten
In-vitro ist Crizotinib ein CYP2B6-Inhibitor und kann daher möglicherweise die Plasmakonzentration von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, die vorwiegend durch CYP2B6 metabolisiert werden, erhöhen (z.B. Bupropion, Efavirenz und (S)-Ketamin).
Gleichzeitige Verabreichung mit Arzneimitteln, die Substrate von Transportern sind
Bei der Anwendung von Crizotinib in Kombination mit Arzneimitteln, bei welchen P-gp eine überragende Rolle in der Disposition spielt, ist Vorsicht geboten (z.B. Digoxin).
Crizotinib ist in-vitro ein Inhibitor von OCT1 und OCT2 und kann daher möglicherweise die Plasmakonzentrationen von Arzneimitteln erhöhen, welche Substrate von OCT1 oder OCT2 sind.
In-vitro Studien zeigen, dass Crizotinib in klinisch relevanten Konzentrationen kein Inhibitor der hepatischen Transportproteine (OATP1B1, OATP1B3), der renalen Transportproteine (OAT1, OAT3) oder der Gallensalz-Exportpumpe (BSEP) ist.
Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Crizotinib
Gleichzeitige Verabreichung von Crizotinib und CYP3A Inhibitoren
Bei Verabreichung von 150 mg Crizotinib mit Ketoconazol (200 mg zweimal täglich), einem starken CYP3A Inhibitor waren die AUCinf und Cmax für Crizotinib um das 3.2-Fache bzw. 1.4-fache im Vergleich zur Verabreichung von Crizotinib ohne Ketoconazol erhöht.
Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A Inhibitoren wie Atazanavir, Clarithromycin, Indinavir, Itraconazol, Ketoconazol, Nefazodon*, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin*, Troleandomycin* und Voriconazol (*in der Schweiz nicht zugelassen) sollte vermieden werden. Auch Grapefruit oder Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentration von Crizotinib erhöhen und sollte vermieden werden.
Gleichzeitige Verabreichung von Crizotinib und CYP3A Induktoren
Bei Verabreichung von Crizotinib (250 mg zweimal täglich) mit Rifampin (600 mg einmal täglich), einem starken CYP3A Induktor, war die Steady State AUCtau und Cmax von Crizotinib um 84% bzw. 79% reduziert.
Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A Induktoren wie Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifabutin, Rifampin und Johanniskraut sollte vermieden werden.
Gleichzeitige Verabreichung von Crizotinib und Arzneimitteln, welche den Magensaft-pH erhöhen
Die Wasserlöslichkeit von Crizotinib ist pH-abhängig, wobei ein niedriger (saurer) pH die Löslichkeit erhöht. Bei Verabreichung einer Einzeldosis von 250 mg Crizotinib im Anschluss an eine 5-tägige Behandlung mit Esomeprazol 40 mg einmal täglich war die Crizotinib-Exposition (AUCinf) um ca. 10% reduziert, Cmax blieb unverändert. Die Veränderung der Gesamtexposition war nicht klinisch relevant. Eine Anpassung der Dosierung bei gleichzeitiger Verabreichung mit Arzneimitteln, welche den Magensaft-pH erhöhen (wie z.B. Protonenpumpenhemmer, H2-Rezeptor Antagonisten oder Antazida), ist daher nicht notwendig.

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