Wirkstoff: Magnesium ut Magnesii oxidum leve.
Hilfsstoffe: Cyclamas, Saccharinum natricum, Aspartamum, Aromatica Vanillinum (Solmag 300 mit Himbeeraroma), Conservans E220 (Solmag 300 mit Orangenaroma) Excipiens pro compr. efferv.
1 Brausetablette (Himbeer- oder Orangenaroma) enthält: Magnesii oxidum leve 498 mg (entsprechend Magnesium 300 mg [12,4 mmol]).
Magnesiummangel infolge ungenügender Zufuhr, infolge Malabsorption, erhöhter intestinaler und/oder renaler Ausscheidung (chronische Diarrhöe, Laxantienabusus, Interaktionen mit bestimmten anderen Medikamenten).
Tachykarde Herzrhythmusstörungen, namentlich solche, die gegenüber anderen Antiarrythmika resistent sind.
Zur Deckung eines erhöhten Bedarfs im Hochleistungssport und während der Schwangerschaft.
Kann dem Patienten bei Neigung zu Wadenkrämpfen und Muskelzuckungen empfohlen werden.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1× täglich 1 Brausetablette. Zur Einnahme die Brausetablette in einem Glas Wasser (ca. 1,5 dl) auflösen. Die Anwendung und Sicherheit von Solmag 300 bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.
Niereninsuffizienz, AV-Block, Exsiccose, Calcium-, Magnesium- oder Ammonium-phosphatstein-Diathese, Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe.
Vorsicht ist bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei AV-Überleitungstörungen geboten.
Die Resorption von Tetracyclinen kann bei gleichzeitiger Einnahme vermindert werden.
Bei einer gleichzeitigen Einnahme von Eisenpräparaten kann die Aufnahme von Eisen gestört sein.
Die Resorption von gleichzeitig verabreichten H 2-Blockem, von Phenytoin und seinen Derivaten sowie von Chinidin und Herzglycosiden kann vermindert werden.
Im Falle einer gleichzeitigen Gabe von Magnesium und Cholecalciferol besteht Tendenz zu Hypercalcämie.
Zentralnervös dämpfende Substanzen wie Barbiturate und Opiate etc. können bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium in ihrer Wirkung verstärkt werden.
Solmag 300 kann wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.
Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine fötalen Risiken im Verlauf des ersten Trimenons aufgezeigt; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im Verlaufe der weiteren Monate hinweisen. Die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.
Es sind keine Wirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt, welche durch die Einnahme von Solmag 300 in der empfohlenen Dosierung verursacht werden.
Gastrointestinaltrakt
Solmag 300 kann namentlich in höheren Dosen gelegentlich Durchfall verursachen.
Bei einer oralen Magnesiumtherapie und intakter Nierenfunktion treten auch bei Überdosierung keine Intoxikationserscheinungen auf. Es können allerdings Durchfälle auftreten, die sich durch Reduzierung der Tagesdosis beheben lassen. Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es sowohl bei der oralen als auch parenteralen Therapie zur Kumulation von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen. Pharmakologische und toxikologische Effekte erhöhter Magnesium-Plasmaspiegel sind: Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen, Depression des Zentralnervensystems, Hyporeflexie, EKG-Veränderungen, beginnende Atemdepression, Koma, Herzstillstand, Atemlähmung. Gegenmassnahme: Verabreichung von Calcium i.v.
ATC-Code: A12CC10
Wirkungsmechanismus
Die Solmag 300 Brausetabletten enthalten Magnesium. Magnesium hat eine ganze Reihe physiologischer Funktionen: Das Kation ist Cofaktor aller an der Phosphatübertragung beteiligten Enzyme, spielt eine wichtige Rolle bei der neurochemischen Übertragung und bei der Regulation der Muskelerregung. Zudem ist Magnesium am Herzen der Gegenspieler des Calciums. Die tägliche Zufuhr von 200-400 mg (8,2-16,4 mmol) gilt als ausreichend für eine ausgeglichene Bilanz. In den USA wird eine tägliche Zufuhr von 300 mg (12,3 mmol) für Frauen und eine solche von 350-400 mg (14,35-16,4 mmol) für Männer empfohlen. Die wichtigste Magnesiumquelle in der Nahrung ist das grüne Gemüse. Unter einer entsprechenden Ernährung tritt nur selten ein Magnesiummangel
auf. Im Falle von Mangelernährung, Alkoholabusus, Malabsorption, einer Erhöhung des Bedarfs (Schwangerschaft und Stillzeit, proteinreiche Kost, calciumreiche Kost) oder einer Störung der renalen Reabsorption bei Hypercalcämie, Hyperaldosteronismus, Hyperthyreose sowie unter Diuretica-Therapie kann jedoch ein Mangel auftreten, der unter Umständen mit der Nahrung nicht mehr behoben werden kann.
Absorption
Nutritive Dosen von peroral verabreichtem Magnesium werden zu etwa 30%, hauptsächlich im Dünndarm, resorbiert, der Rest verlässt den Organismus mit den Faeces.
Distribution
Als Normbereich des Plasmaspiegels wird ein solcher von 0,8-1,1 mmol/l angegeben. 32% des Magnesiums sind an Proteine gebunden, 55% liegen in ionisierter Form vor.
Metabolismus/Elimination
Verteilung und Ausscheidung des resorbierten Magnesiums unterliegen der physiologischen Homöeostase, wobei die Ausscheidung überwiegend durch glomeruläre Filtration in den Nieren erfolgt. Die Ausscheidung wird durch tubuläre Reabsorption beschränkt. Diese unterliegt der Konkurrenz durch Calcium.
Kinetik bei bestimmten Patientengruppen
Im Falle einer Niereninsuffizienz besteht Kumulationsgefahr. Bei Diarrhöe, Malabsorption, Alkoholismus und Diabetes mellitus kann die Resorption vermindert sein.
Solmag 300 enthält Magnesium in physiologischer Dosierung. Daher bestehen keine präklinischen Untersuchungen.
Haltbarkeit
Solmag 300 Brausetabletten bleiben bis zum auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum haltbar.
Besondere Lagerungshinweise
Solmag 300 ist in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern zu lagern.
53751 (Swissmedic).
Nutrimed AG, 4051 Basel.
September 2007.