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Fachinformation zu Lyrica®:Pfizer AG
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Unerwünschte Wirkungen

An dem klinischen Studienprogramm nahmen mehr als 9000 Patienten teil, die Pregabalin erhielten. Von diesen wurden mehr als 5000 in doppelblinde, plazebokontrollierte Studien aufgenommen. Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse waren Benommenheit und Schläfrigkeit. Der Schweregrad der unerwünschten Ereignisse war in der Regel leicht bis mässig. Bei allen kontrollierten Studien lag die Abbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen bei 13% bei Patienten unter Pregabalin und bei 7% bei Patienten unter Plazebo. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, die unter Pregabalin zu einem Abbruch der Therapie führten, waren Benommenheit und Schläfrigkeit.
Nachfolgend sind alle unerwünschten Ereignisse aufgelistet, die mit grösserer Häufigkeit als unter Plazebo und bei mehr als einem Patienten auftraten, geordnet nach Organsystem und Häufigkeit (sehr häufig [>1/10], häufig [>1/100 und <1/10], gelegentlich [>1/1000 und <1/100], selten [<1/1000]).
Die angeführten unerwünschten Ereignisse können auch mit der Grunderkrankung und gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln zusammenhängen.
In den kontrollierten Studien über 5–12 Wochen wurde unter Pregabalin-Behandlung bei 5,2% der diabetischen Patienten eine Gewichtszunahme um mindestens 7% des Körpergewichts beobachtet.
Bei der Behandlung von zentralen neuropathischen Schmerzen bei Rückenmarksverletzung war die Häufigkeit der Nebenwirkungen im Allgemeinen, von zentralnervösen Nebenwirkungen und hier insbesondere der Schläfrigkeit, erhöht (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Nach Absetzen einer Kurzzeit- oder Langzeit-Therapie von Pregabalin wurden bei einigen Patienten Entzugssymptome beobachtet. Die folgenden Ereignisse wurden berichtet: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Grippesymptome, Nervosität, Depressionen, Schmerzen, Schwitzen und Benommenheit. Der Patient sollte zu Beginn der Behandlung hierüber informiert werden.
Es gibt keine Angaben zu Häufigkeit und Schwere der beobachteten Entzugssymptome in Abhängigkeit von Behandlungsdauer und Dosierung nach Absetzen einer Langzeitbehandlung von Pregabalin.

Nebenwirkungen bei Pregabalin-Patienten in kontrollierten klinischen Studien
Selten: Neutropenie.

Stoffwechsel und Ernährung
Häufig: Gesteigerter Appetit.
Gelegentlich: Anorexie.
Selten: Hypoglykämie.

Psychiatrische Störungen
Häufig: Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, verringerte Libido.
Gelegentlich: Halluzinationen, Panikattacken, Ruhelosigkeit, Agitiertheit, Depression, Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Depersonalisation, zunehmende Schlaflosigkeit, Wortfindungsstörungen, abnorme Träume, gesteigerte Libido, Anorgasmie, Apathie.
Selten: Enthemmung, gehobene Stimmung.

Nervensystem
Sehr häufig: Benommenheit (28%), Schläfrigkeit (22%).
Häufig: Ataxie, Koordinationsstörungen, Tremor, Dysarthrie, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Parästhesie.
Gelegentlich: Synkopen, Stupor, Myoklonus, psychomotorische Hyperaktivität, Gesichtsfeldeinengung, Geschmacksverlust, Dyskinesie, orthostatischer Schwindel, Intentionstremor, Nystagmus, kognitive Störungen, Sprachstörungen, verringerte Reflexe, Hypästhesie, Amnesie, Hyperästhesie, brennendes Gefühl.
Selten: Hypokinesie, Parosmie, Schreibstörungen.

Augen
Häufig: Verschwommenes Sehen, Diplopie.
Gelegentlich: Sehstörungen, geschwollene Augen, verminderte Sehschärfe, Augenschmerzen, Schwachsichtigkeit, Augentrockenheit, verstärkter Tränenfluss.
Selten: «Tunnelblick», Oszillopsie, verändertes räumliches Sehen, Photopsie, Augenreizungen, Mydriasis, Schielen, Lichtempfindlichkeit.

Ohr und Innenohr
Häufig: Schwindel.
Selten: Hyperakusis.

Herz
Gelegentlich: Tachykardie.
Selten: AV-Block ersten Grades, Sinustachykardie, Sinusbradykardia, Sinusarrhythmie.

Gefässe
Gelegentlich: Gesichtsrötung, Hautrötung mit Wärmegefühl.
Selten: Hypotonie, Hypertonie, kalte Extremitäten.

Atmungsorgane
Gelegentlich: Dyspnoe, trockene Nase.
Selten: Epistaxis, Engegefühl im Hals, Nasopharyngitis, Husten, verstopfte Nase, Rhinitis, Schnarchen.

Gastrointestinaltrakt
Häufig: Erbrechen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Flatulenz.
Gelegentlich: Aufgeblähter Bauch, gastroösophagealer Reflux, vermehrter Speichelfluss, orale Hypästhesie.
Selten: Aszites, Pankreatitis, Dysphagie.

Haut
Gelegentlich: Papulöser Ausschlag, Schwitzen.
Selten: Urtikaria, kalter Schweiss.

Muskelskelettsystem
Gelegentlich: Muskelzuckungen, Gelenkschwellung, Muskelkrämpfe, Myalgie, Arthralgie, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, Steifigkeit der Muskulatur.
Selten: Rhabdomyolyse, Verspannung der Nackenmuskulatur, Nackenschmerzen.

Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Harninkontinenz, Dysurie.
Selten: Nierenversagen, Oligurie.

Reproduktionssystem und Brust
Häufig: Erektile Dysfunktion.
Gelegentlich: Verzögerte Ejakulation, Störungen der Sexualfunktion.
Selten: Amenorrhö, Absonderungen aus der Brust, Schmerzen in den Brüsten, Dysmenorrhö, Brustvergrösserung.

Generelle Erkrankungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Häufig: Gangstörungen, Trunkenheitsgefühl, Müdigkeit, periphere Ödeme, Ödeme.
Gelegentlich: Sturzbedingte Verletzungen, Engegefühl in der Brust, Asthenie, Durst.
Selten: Unterhautödem (Anasarca), Fieber, Steifigkeit, verstärkte Schmerzen.

Untersuchungen
Häufig: Gewichtszunahme.
Gelegentlich: Erhöhung der Kreatininphosphokinase, Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase, erniedrigte Thrombozytenzahl.
Selten: Hyperglykämie, Hypokaliämie, erniedrigte Leukozytenzahl, erhöhte Kreatininwerte, Gewichtsverlust.

Die folgenden zusätzlichen unerwünschten Wirkungen wurden im Rahmen der Post-Marketing Überwachung beobachtet
Immunsystem: Angioödem, allergische Reaktionen, Hypersensitivität.
Nervensystem: Kopfschmerzen, Bewusstseinsverlust, Beeinträchtigung des psychischen Zustandes.
Augen: Keratitis.
Herz: Herzinsuffizienz.
Atmungsorgane: Lungenödem.
Gastrointestinaltrakt: Nausea, Diarrhö, geschwollene Zunge.
Nieren und Harnwege: Harnverhalt.
Haut und Unterhautzellgewebe: Schwellungen im Gesicht, Pruritus, Stevens-Johnson-Syndrom.

Ältere Patienten (über 65 Jahre)
Die Behandlung mit Pregabalin wurde mit Benommenheit und Schläfrigkeit in Verbindung gebracht, was bei älteren Patienten zum häufigeren Auftreten von sturzbedingten Verletzungen führen könnte.

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