Unerwünschte WirkungenKlinische Studien
Über 1500 Personen wurden innerhalb klinischer Studien mit Cubicin behandelt; von denen die Mehrzahl eine Therapie über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen erhielt. Unerwünschte Wirkungen (d.h. Reaktionen, deren Zusammenhang mit dem Arzneimittel vom Prüfer als möglich, wahrscheinlich oder eindeutig eingestuft wurde) waren bei den Probanden in den Cubicin-Gruppen und bei Probanden unter Vergleichsregimen vergleichbar häufig zu dokumentieren. Folgende unerwünschte Wirkungen wurden bei Probanden in den Cubicin-Gruppen während der Therapie sowie während der Nachbeobachtung am häufigsten gemeldet: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Pilzinfektionen, Ausschlag, Reaktion an der Infusionsstelle, erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK) und abnormale Leberenzymwerte, Alanin-Aminotransferase (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST), alkalische Phosphatase. Die nachstehend aufgeführten unerwünschten Wirkungen wurden während der Therapie sowie während der Nachbeobachtung mit einer Häufigkeit von «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1000, <1/100), «selten» (>1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000) berichtet. Die unerwünschten Wirkungen sind innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppierungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet.
Infektionen
Häufig: Pilzinfektionen.
Gelegentlich: Harnwegsinfektionen.
Blut- und Lymphsystem
Gelegentlich: Thrombozythämie, Anämie, Eosinophilie.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Anorexie, Hyperglykämie.
Psychiatrische Störungen
Gelegentlich: Angst, Insomnie.
Nervensystem
Häufig: Kopfschmerzen.
Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Geschmacksstörung.
Herz
Gelegentlich: Supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystole.
Gefässe
Gelegentlich: Gesichtsrötungen (Flushes), Hypertonie, Hypotonie.
Gastrointestinale Störungen
Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
Gelegentlich: Obstipation, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Glossitis.
Leber und Galle
Gelegentlich: Ikterus.
Haut
Häufig: Ausschlag.
Gelegentlich: Pruritis, Urtikaria.
Muskelskelettsystem
Gelegentlich: Myositis, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Arthralgie.
Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Niereninsuffizienz.
Reproduktionssystem und Brust
Gelegentlich: Vaginitis.
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Häufig: Reaktionen an der Infusionsstelle.
Gelegentlich: Pyrexie, Schwäche, Erschöpfung, Schmerzen.
Untersuchungen
Häufig: abnormale Leberfunktionswerte (erhöhte AST, ALT und alkalische Phosphatase), erhöhte CPK.
Gelegentlich: Störung des Elektrolythaushalts, erhöhtes Serumkreatinin, erhöhtes Myoglobin, Laktatdehydrogenase (LDH) erhöht. Seit der Marktzulassung gemeldete, oben nicht aufgeführte unerwünschte Wirkungen:
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeit, manifestiert durch vereinzelte Spontanberichte über u.a. pulmonale Eosinophilie, vesikobullösen Ausschlag mit Beteiligung der Schleimhaut sowie Gefühl einer oropharyngealen Schwellung.
Sehr selten: Anaphylaxie.
Sehr selten: In vereinzelten Fällen ist es zu Reaktionen auf die Infusion gekommen, darunter folgende Symptome: Tachykardie, pfeifendes Atemgeräusch, Pyrexie, Rigor, Hitzewallungen, Vertigo, Synkope und metallischer Geschmack.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr selten: Rhabdomyolyse. Es liegen gemeldete Einzelfälle von Rhabdomyolyse vor. Wenn verfügbare klinische Informationen über die entsprechenden Patienten eine Beurteilung erlaubten, so handelte es sich bei rund 50% der Fälle um Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz oder unter gleichzeitiger Behandlung mit Medikationen, die bekanntlich Rhabdomyolyse verursachen.
Untersuchungen
In manchen Fällen von Myopathie, die mit erhöhten CPK-Werten und Muskelsymptomen einhergingen, wiesen die Patienten ausserdem erhöhte Transaminasen auf. Diese Transaminase-Erhöhungen standen wahrscheinlich mit den Wirkungen auf die Skelettmuskulatur in Zusammenhang. In der Mehrzahl entsprachen diese erhöhten Transaminasen den Toxizitätsgraden 1-3 und normalisierten sich bei Absetzen der Behandlung.
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