Perkutaner Muskelentspanner undEntzündungshemmer ZusammensetzungWirkstoff: Idrocilamid (INN). Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit:
Pro 1 g Salbe: 50 mg Idrocilamid, Propylenglykol.
Eigenschaften/WirkungenTherapeutische Wirkung/Wirkungsmechanismus
Das Idrocilamid, der einzige in Talval enthaltene Originalwirkstoff, besitzt muskelentspannende und entzündungshemmende Eigenschaften. Dank einer speziellen Salbengrundlage kann das Präparat gründlich einmassiert werden; hierdurch wird das Eindringen in das Gewebe direkt am Ort des pathologischen Geschehens erleichtert. Talval übt auch eine deutliche schmerzlindernde Wirkung aus.
PharmakokinetikEine Studie an isolierter Menschenhaut hat ergeben, dass 12 bis 15% der auf die Haut aufgetragenen Idrocilamidmenge in das behandelte Hautareal und die darunterliegenden Gewebe eindringen. Selbst nach wiederholten Anwendungen gelangt nur ein geringer Anteil, ungefähr 1%, in den grossen Kreislauf. Idrocilamid wird rasch im Harn ausgeschieden, seine Plasmahalbwertszeit beträgt ungefähr eine Stunde.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenZur lokalen Behandlung von schmerzhaften Muskelkontrakturen traumatischer oder rheumatischer Genese.
Dosierung/Anwendung1-3mal täglich, d.h. alle 4-6 Stunden: bei schmerzhaften Verletzungen kein Massieren sondern einfaches, sanftes Auftragen bis zu vollständigem Eindringen; in allen anderen Fällen, kräftiges und, falls notwendig, anhaltendes Einmassieren; bei verschlossenem Verband, 1mal täglich während 12 Stunden oder nachts; bei physiotherapeutischer Anwendung durch Ultraschall sowie bei Gelenk- oder Muskelionisation, eine Behandlung täglich zusätzlich zu 1-2 äusseren Anwendungen.
AnwendungseinschränkungenKontraindikationen
Nicht auf Wunden und Schleimhäute auftragen.
Vorsichtsmassnahmen
Verlängerte Anwendung auf grossen Flächen oder auf offenen Stellen (Ekzeme) ist zu vermeiden.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschafts-Kategorie B. Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
Unerwünschte WirkungenDie Verträglichkeit wird bei jeder Anwendungsart als ausgezeichnet beurteilt. Eine Rötung kann manchmal bei der Anwendungsstelle auftreten. Allergische Reaktionen sind sehr selten. Es sind keinerlei Anzeichen von Photosensibilisierung beobachtet worden.
InteraktionenBei lokaler Anwendung sind bisher keine Fälle von Unverträglichkeit bekannt.
ÜberdosierungBei versehentlicher Einnahme können die folgenden Symptome auftreten: Schwindel, Somnolenz, Hypotonie. Die Behandlung ist in diesem Fall rein symptomatisch.
Sonstige HinweiseHaltbarkeit
Unter normalen Bedingungen ist die gute Haltbarkeit des Präparates mindestens bis zu dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum gewährleistet.
Stand der InformationNovember 1992. RL88
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