Deutsch | English | Français - CHF | EUR | USD
Analysen | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGel | Services | Spital | Zulassungsinhaber
Sie befinden sich in - Arzneimittel A-Z - Patienteninformation zu Taloxa
Patienteninformation zu Taloxa®:Essex Chemie AG
Drucken 

Eigenschaften/Verwendungszweck

Was ist Taloxa und wann wird es angewendet?
Taloxa gehört zur Medikamentengruppe der Antiepileptika und enthält den Wirkstoff Felbamat.
Taloxa darf nur auf Verschreibung des Arztes verwendet werden. Es ist wirksam bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren zur Behandlung epileptischer Anfälle im Rahmen des sogenannten Lennox-Gastaut-Syndroms (sekundär generalisierte Anfälle), einer speziellen Epilepsieform. Taloxa wird nur zusammen mit anderen Antiepileptika und nur dann eingesetzt, wenn andere zur Verfügung stehende Mittel gegen Epilepsie nicht die erhoffte Wirkung gezeigt haben.

Ergänzungen

Was sollte dazu beachtet werden?
Im Zusammenhang mit der Einnahme von Taloxa kann es zu einer teilweisen Schädigung der Leber und des roten Knochenmarks, beides lebensbedrohliche Nebenwirkungen, kommen. Damit Ihr Arzt Anzeichen solcher Schädigungen frühzeitig erkennen kann, wird er Ihr Blut jede 2. Woche untersuchen.
Die Wirksamkeit von niedrig dosierten oralen Kontrazeptiva («Anti-Baby-Pille») kann vermindert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche andere zusätzliche Verhütungsmethoden.

Kontraindikationen

Wann darf Taloxa nicht angewendet werden?
Patienten, die bereits einmal an einer Störung des Blutbildes oder der Leberfunktion gelitten haben oder leiden, dürfen Taloxa nicht einnehmen. Auch bei bekannter Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Felbamat oder einen der Hilfsstoffe darf Taloxa nicht angewendet werden.
Kinder unter 4 Jahren dürfen das Medikament nicht einnehmen.

Vorsichtsmassnahmen

Wann ist bei der Einnahme von Taloxa Vorsicht geboten?
Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Antiepileptika, z.B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin, Valproat, Clonazepam, Oxcarbazepin, Vigabatrin oder Lamotrigin, ist es möglich, dass Ihr Arzt die Dosierung dieser antiepileptischen Medikamente ändert.
Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder stellen Sie sicher, dass jemand anders dies für Sie tut, falls irgendwelche der folgenden (gelegentlichen oder seltenen) Nebenwirkungen auftreten:
Gelbfärbung der Haut, starker Schwindel, Erbrechen, Fieber, Halsschmerzen, Geschwüre im Mund, geschwollene Drüsen oder Hautausschläge. Diese Symptome können frühe Anzeichen einer ernsten Schädigung Ihres Blutes, Ihrer Leber oder anderer Organe sein und könnten eine sofortige ärztliche Behandlung erfordern.
Wegen des hohen Risikos von schweren Störungen des Blutbildes und Leberschäden sollte Ihr Arzt alle zwei Wochen eine Blutanalyse durchführen, um erste Zeichen möglicher Schädigungen frühzeitig erkennen zu können. Es ist wichtig, dass Sie die von ihm angeordneten Kontrolluntersuchungen regelmässig durchführen lassen.
Taloxa darf nicht plötzlich abgesetzt werden, da dadurch ein Anfall ausgelöst werden könnte.
Informieren Sie auch Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie
an anderen Krankheiten leiden,
Allergien haben oder
andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Darf Taloxa während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Taloxa darf wegen einer möglichen Gefährdung des ungeborenen Kindes in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Sollten Sie während der Behandlung schwanger werden, so konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.
Da nicht bekannt ist, ob Felbamat in die Muttermilch übertritt, dürfen stillende Frauen Taloxa nicht einnehmen.

Dosierung/Anwendung

Wie verwenden Sie Taloxa?
Taloxa darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden. Halten Sie sich bitte genau an die Dosierungsanordnung Ihres Arztes.
Die Tabletten oder Suspension können Sie unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Die empfohlene Anfangsdosis von Taloxa beträgt 600 mg bis 1200 mg pro Tag, aufgeteilt in 2 bis 3 Einzelgaben. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Antiepileptika z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und/oder Valproinsäure, wird Ihr Arzt die Dosis dieser Medikamente zu Beginn der Behandlung mit Taloxa reduzieren. Ihr Arzt kann die Dosierung von Taloxa in Abständen von ungefähr einer Woche erhöhen, bis eine optimale Wirkung erzielt ist. Die Maximaldosis von täglich 3600 mg, verabreicht in 3 bis 4 Einzelgaben, darf nicht überschritten werden.

Kinder von 4 bis 14 Jahren
Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt 7,5 bis 15 mg/kg Körpergewicht/Tag, aufgeteilt in 2 bis 3 Einzelgaben. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Antiepileptika z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital und/oder Valproinsäure, wird Ihr Arzt die Dosis dieser Medikamente zu Beginn der Behandlung mit Taloxa reduzieren. Ihr Arzt kann die Dosierung von Taloxa in Abständen von ungefähr einer Woche erhöhen, bis eine optimale Wirkung erzielt ist. Die Maximaldosis von täglich 45 mg/kg Körpergewicht bzw. insgesamt 3600 mg, verabreicht in 3 bis 4 Einzelgaben, darf nicht überschritten werden.
Taloxa darf wegen des erhöhten Risikos eines Epilepsie-Anfalles nicht abrupt abgesetzt werden. Aus diesem Grund sollten Sie immer eine Packung vorrätig haben. Die Therapie darf nur auf ärztliche Anweisung und unter ärztlicher Überwachung abgebrochen werden.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Unerwünschte Wirkungen

Welche Nebenwirkungen kann Taloxa haben?
Es kann, besonders zu Beginn der Behandlung, zu Nebenwirkungen kommen, die jedoch nach einigen Behandlungstagen häufig ganz oder teilweise verschwinden. Bei der Einnahme von Taloxa kann es zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Störung der Bewegungskoordination, Bauchschmerzen und Dyspepsie (Verdauungsstörung) kommen.
Gelbfärbung der Haut, Fieber, Halsschmerzen, Hautausschläge, Geschwülste im Mund oder geschwollene Drüsen können ebenfalls - und zwar erst Wochen oder Monate nach Behandlungsbeginn - auftreten und auf eine Schädigung Ihres Blutes oder der Leber hinweisen. Beim Auftreten solcher Symptome konsultieren Sie bitte sofort Ihren Arzt, da diese Nebenwirkungen lebensbedrohlich sein können.
Durch Müdigkeit und Schwindel kann die Reaktionsfähigkeit im Strassenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Allgemeine Hinweise

Was ist ferner zu beachten?
Patienten, bei denen epileptische Anfälle auftreten, sollten nicht Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen.
Bewahren Sie das Medikament ausserhalb der Reichweite von Kindern, bei Zimmertemperatur auf.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Zusammensetzung

1 Tablette enthält als Wirkstoff 400 mg oder 600 mg Felbamat, als Hilfsstoff unter anderem Lactose.
5 ml Suspension enthalten als Wirkstoff 600 mg Felbamat, als Hilfsstoffe: Saccharin, den Aromastoff Vanillin, die Konservierungsmittel E 218 (Methylparaben), E 216 (Propylparaben) und E 211 (Natriumbenzoat).

Verkaufsart/Packungen

In Apotheken gegen ärztliches Rezept, das nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Erhältlich sind:
Packungen zu 100 Tabletten à 400 mg.
Packungen zu 100 Tabletten à 600 mg.
Flaschen zu 230 ml Suspension (600 mg/5 ml).

Vertriebsfirma

Essex Chemie AG, Luzern.

Stand der Information

November 1996.

LGPL2010 ywesee.com, Commit-ID
Hilfe | FAQ | Anmeldung | Kontakt | Home