Deutsch | English | Français - CHF | EUR | USD
Analysen | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGel | Services | Spital | Zulassungsinhaber
Sie befinden sich in - Suchresultat - Patienteninformation zu Trittico 100 mg
Patienteninformation zu Trittico®:Vifor SA
Drucken 

AMZV

Was ist Trittico und wann wird es angewendet?

Trittico ist ein Arzneimittel mit beruhigender, angstlösender und stimmungsaufhellender Wirkung.
Trittico Filmtabletten werden, nur auf Verschreibung und unter Kontrolle eines Arztes bzw. einer Ärztin, zur Behandlung von Verstimmungszuständen (Depressionen) angewendet.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es ist wichtig, dass Sie und Ihre Angehörigen oder die Pflegenden Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin jede Stimmungsänderung während der Behandlung mit Trittico melden.

Wann darf Trittico nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Trazodon (Wirksubstanz von Trittico) oder anderen Bestandteilen des Arzneimittels.
Trittico darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
Da es Laktose enthält ist dieses Arzneimittel nicht geeignet bei angeborener Galaktosämie, Glucose- und Galaktose-Malabsorptionssyndrom oder Lactasemangel.

Wann ist bei der Einnahme von Trittico Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Trittico können die Symptome der Depression, und insbesondere das Suizidverhalten, sich verschlechtern. In solchem Fall müssen Sie unmittelbar Ihren behandelnden Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin kontaktieren.
Die Beendigung der Behandlung darf nicht abrupt sein; der Entscheid darf in allen Fällen nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bzw. mit der behandelnden Ärztin vorgenommen werden; sonst können Entzugserscheinungen auftreten.
Bei Kindern und Jugendlichen, die an einer Depression oder an anderen psychiatrischen Beschwerden leiden, wurden während der Behandlungen Antidepressiva häufiger Verhaltensänderungen festgestellt darunter ein erhöhtes Risiko an Suizidgedanken, Selbstverletzungen und Suizid beobachtet.
Wird Trittico gleichzeitig mit Arzneimitteln eingenommen, die Ketoconazol, Ritanovir oder Indinavir enthalten, sind Interaktionen möglich; diese Arzneimittel können wesentliche Erhöhungen der Trazodon-Konzentrationen im Blut, mit möglichen Nebenwirkungen, verursachen. Dagegen wird die Trazodon-Konzentration im Blut durch gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin erniedrigt.
In solchen Fällen könnte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Trittico-Dosierung anpassen müssen.
Patienten, die gegenüber Azofarbstoffen oder Acetylsalicylsäure, sowie gegenüber antirheumatischen oder analgetischen Arzneimitteln (Hemmer der Prostaglandinsynthese) überempfindlich sind, dürfen Trittico Filmtabletten zu 50 mg nicht verwenden.
Bei gleichzeitiger Gabe kann Trittico die Wirkung anderer zentral wirksamer Substanzen (z.B. Barbiturate) und/oder von Anästhetika verstärken.
Da unter Trittico-Therapie eine vorübergehende Blutdrucksenkung auftreten kann, ist bei gleichzeitiger Gabe von blutdrucksenkenden Mitteln eine Wirkungsverstärkung möglich. Falls nötig wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung Ihres blutdrucksenkenden Arzneimittels vermindern.
Trittico setzt die Alkoholtoleranz herab.
Bei Patienten mit frischem Herzinfarkt soll dieses Arzneimittel nicht verschrieben werden.
Bei Patienten mit Herzrhythmus-Störungen ist Trittico nur unter ärztlicher Überwachung anzuwenden.
Falls Sie an Herzerkrankungen oder an Leber- oder Niereninsuffizienz leiden, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Trittico-Dosierung anpassen; er/sie wird Ihre Behandlung sorgfältig überwachen.
Falls Sie an Epilepsie leiden, müssen Sie unbedingt plötzliche Dosierungsschwankungen vermeiden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Trittico während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?

Für Trazodon wurde die Sicherheit bei der Schwangeren nicht geprüft; es könnte möglicherweise in die Muttermilch übergehen.
Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten oder wenn Sie stillen, sollten Sie Trittico nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin einnehmen.

Wie verwenden Sie Trittico?

Trittico Filmtabletten sind nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit einzunehmen. Die Einnahme der Tagesgesamtdosis kann entweder als Einzeldosis (abends beim Schlafengehen) oder aufgeteilt nach den Mahlzeiten (ggf. die höchste Teildosis am Abend einnehmen) erfolgen. Eine Dosisaufteilung empfiehlt sich bei älteren und empfindlichen Menschen und wenn die Dosis über 200 mg/Tag liegt.
Beim Absetzen der Behandlung ist die Tagesdosis langsam zu vermindern.
Die Behandlung sollte mit einer Einnahme am Abend beginnen.
Die Filmtabletten sind teilbar, um eine schrittweise Erhöhung oder Verminderung der Dosierung zu ermöglichen.
Dosierung und Dauer der Behandlung bestimmt der Arzt bzw. die Ärztin. Für Trittico gilt die folgende übliche Dosierung:
Anfangsdosis: 1,5 bis 3 Filmtabletten Trittico 50 mg pro Tag.
Die Dosierung kann auf 6 Filmtabletten Trittico 50 mg oder 3 Filmtabletten Trittico 100 mg pro Tag erhöht werden.
Bei Patienten im Spital kann die Dosis auf 6 Filmtabletten Trittico 100 mg pro Tag erhöht werden.

Ältere oder geschwächte Patienten
Anfangsdosis: 2 Filmtabletten Trittico 50 mg (oder 1 Filmtablette zu 100 mg) pro Tag.
Die Dosis kann je nach der klinischen Antwort durch den Arzt bzw. durch die Ärztin erhöht werden. Es ist unwahrscheinlich, dass 300 mg/Tag überschritten werden.
Die Anwendung und Sicherheit von Trittico bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht geprüft.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Trittico haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Trittico auftreten: Mit den Filmtabletten zu 50 mg, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und der Atmungsorgane, insbesondere bei Patienten, die an Asthma oder chronischer Urtikaria leiden oder gegenüber Acetylsalicylsäure oder anderen antirheumatischen oder analgetischen Arzneimitteln überempfindlich reagieren.
Vor allem zu Beginn der Behandlung kommt es oft zu einer gewissen Schläfrigkeit. Diese Wirkung ist in vielen Fällen therapeutisch gewünscht. Im Allgemeinen verschwindet diese mit der Fortsetzung der Behandlung.
Folgende Nebenwirkungen wurden gelegentlich beobachtet: Kopfschmerzen, Schwäche, Schwindel, Mundtrockenheit, Blutdruckabfall beim Stehen, Verlangsamung und Beschleunigung des Herzrhythmus, Magen-Darm-Beschwerden (Nausea, Erbrechen, Diarrhö), Schlaflosigkeit, Konzentrationsverminderung, Unruhe, Gewichtsverlust und Verwirrungszustände.
Gelegentlich, bei gleichzeitiger Einnahme von anderen psychoaktiven Mitteln, mögliche Konvulsionen (Krämpfe), Serotonin-Syndrom (Fieber, Desorientierung, Muskelsteifheit, Zittern, Konvulsionen).
In seltenen Fällen wurden Hautreaktionen (z.B. allergische Hautausschläge), Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, Anämie oder andere Änderungen des Blutbildes, Leberbeschwerden wie Gelbsucht, Obstipation (Verstopfung) und Gewichtszunahme gemeldet. In solchen Fällen ist die Behandlung unverzüglich zu unterbrechen und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren.
Mit Trazodon kann sehr selten ein Priapismus (Dauererektion des männlichen Gliedes) auftreten: Patienten, bei denen eine solche Reaktion auftritt, müssen unmittelbar die Behandlung unterbrechen und einen Arzt bzw. eine Ärztin kontaktieren.
Bei Kindern und Jungendlichen, die mit Arzneimitteln gegen Depressionen behandelt werden und an Depressionen leiden, oder für welche andere psychiatrische Diagnosen gestellt wurden, wurden häufiger Verhaltensstörungen festgestellt, insbesondere ein erhöhtes Risiko von suizidalen Gedanken, Selbstverstümmelungen und Suizid.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Präparaten, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können die Nebenwirkungen öfter auftreten.

Was ist ferner zu beachten?

Da es unter der Behandlung mit Trittico häufig zu Schläfrigkeit kommt, kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.
Hinweis für überempfindliche Personen: Trittico Filmtabletten enthalten Laktose.
Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15–25 °C), ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Es darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Trittico enthalten?

1 Filmtablette Trittico 50 mg enthält als Wirkstoff 50 mg Trazodonhydrochlorid; sie enthält zudem den Farbstoff Gelborange S (E110) und weitere Hilfsstoffe.
1 Filmtablette Trittico 100 mg enthält als Wirkstoff 100 mg Trazodonhydrochlorid: sie enthält zudem Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

46559 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Trittico? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Filmtabletten zu 50 mg : 30 und 100.
Filmtabletten zu 100 mg: 30 und 100.

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, Villars-sur-Glâne.

Herstellerin

A.C.R. Angelini Francesco S.p.A., Ancona.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

LGPL2010 ywesee.com, Commit-ID
Hilfe | FAQ | Anmeldung | Kontakt | Home