InteraktionenMAO-Hemmer
Die Kombination mit Beta-Blockern ist nicht zu empfehlen. Theoretisch kann bis zu 14 Tagen nach dem Absetzen des MAO-Hemmers eine stärkere Hypertonie auftreten.
Antidiabetika
Beta-Blocker, insbesondere solche ohne Beta1-Selektivität, können die Normalisierung des Blutzuckers nach Behandlung einer Hypoglykämie verzögern. Beta-Blocker sollten bei Patienten mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus mit Neigung zu hypoglykämischen Episoden vermieden werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Beta-Blocker können die normale hämodynamische Reaktion auf eine Hypoglykämie beeinträchtigen und einen mit einer schweren Bradykardie einhergehenden Anstieg des Blutdrucks verursachen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Calciumantagonisten
Die gleichzeitige Anwendung von oral verabreichten Beta-Blockern und Calciumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ bei Hypertonie oder Angina pectoris ist erfahrungsgemäss nützlich. Der Calciumantagonist darf jedoch wegen einer möglichen Beeinflussung der Herzkontraktilität und der Reizleitung nicht i.v. verabreicht werden. Aus dem gleichen Grund ist bei gleichzeitiger oraler Gabe eine sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich. Die Verabreichung von Beta-Blockern zusammen mit einem Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ soll deswegen vermieden werden.
Bei Patienten mit latenter Herzinsuffizienz kann die Möglichkeit einer starken Senkung des Blutdrucks und akuten kardialen Dekompensation nach gleichzeitiger Anwendung von Dihydropyridin-Derivaten wie Nifedipin mit Pindolol nicht ausgeschlossen werden.
Digitalisglykoside
Beta-Blocker und Digitalisglykoside können sich in ihren dämpfenden Wirkungen auf die myokardiale Erregungsleitung, insbesondere durch den Atrioventrikularknoten, gegenseitig verstärken. Es kann zu Bradykardie oder teilweise bis vollständiger Blockierung der Erregungsleitung kommen.
Cimetidin
Cimetidin ist ein mässiger Inhibitor mehrerer Cytochrom-Enzyme wie CYP2D6, CYP3A4, CYP2C19, CYP2E1, CYP2C9 und CYP1A2. Die gleichzeitige Anwendung von Cimetidin kann die hepatische Metabolisierung von Pindolol hemmen und zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Pindolol führen.
Barbiturate können zu einer erniedrigten Plasmakonzentration von Pindolol führen.
Antiadrenergika
Die antihypertensive Wirkung von Alphablockern wie Doxazosin oder Urapidil und Antisymathotonika wie Guanethidin, Reserpin, Alpha-Methyldopa oder Clonidin kann durch Beta-Blocker verstärkt werden. Beta-Blocker können die orthostatische Dysregulation, die bei einer Erstdosis von Alphablockern auftreten kann, verstärken.
Clonidin
Wenn eine Kombinationstherapie mit einem Beta-Blocker und Clonidin abgesetzt werden soll, so soll zunächst der Beta-Blocker über mehrere Tage hinweg langsam ausschleichend abgesetzt werden, bevor die Clonidin-Therapie abgebrochen wird. Damit wird das Risiko einer hypertensiven Krise nach dem Absetzen von Clonidin verringert.
NSAID
Die gleichzeitige Verabreichung nicht-steroidaler antiinflammatorischer Substanzen einschliesslich COX-2-Inhibitoren und einem Beta-Blocker kann dessen antihypertensive Wirkung abschwächen, möglicherweise deshalb, weil diese die renale Prostaglandinsynthese hemmen und zu einer Natrium- und Wasserretention führen.
Phenothiazine sowie Antihypertensiva, Diuretika und Vasodilatatoren
Bei gleichzeitigem Gebrauch mit Beta-Blockern kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung kommen.
Sympathomimetische Arzneimittel
Gleichzeitige Verwendung von sympathomimetischen Arzneimittel wie Adrenalin, Noradrenalin, Isoprenalin oder Ephedrin mit nicht-selektiven Beta-Blockern kann aufgrund von antagonistischen Effekten die blutdrucksteigernde Wirkung verstärken und zu einer Hypertonie führen.
Lokalanästhetika
Die lokale Verabreichung von Anästhetika, welche Sympathomimetika (z.B. Epinephrin) enthalten, kann bei Patienten unter Pindolol-Behandlung zu Herz-Kreislauf-Reaktionen wie Hypertonie oder Abnahme der Herzleisung führen.
Anästhetika
Beta-Blocker und bestimmte Anästhetika können sich in ihren kardial dämpfenden Wirkungen verstärken. Anästhetika welche eine myokadiale Dämpfung verursachen, wie beispielsweise Ether, Cyclopropan und Trichloroethylen, sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
Antiarrhythmika
Die gleichzeitige Verabreichung von Beta-Blockern mit Antiarrhythmika der Klasse I wie Disopyramid, Tocainid, Flecainid oder Amiodaron kann die Wirkung auf die atriale Überleitungszeit verstärken und eine negativ inotrope Wirkung induzieren. Auch wenn dieser Effekt unter der Behandlung mit Pindolol schwach ausgeprägt ist, kann die Möglichkeit einer Interaktion mit Antiarrhythmika bestehen bleiben.
Ergotalkaloide
Die gleichzeitige Verabreichung zusammen mit Beta-Blockern kann die vasokonstriktorische Wirkung von Ergotalkaloiden verstärken, und periphere Ischämien verursachen.
Alkohol
Die sedierende Wirkung der Beta-Blocker kann durch Alkohol verstärkt werden.
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