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Fachinformation zu Cobantril®:Interdelta SA
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoff: Pyrantelum ut pyranteli pamoas.
Hilfsstoffe
Kautabletten: Ethylcellulosum, Polyvidonum, Sorbitolum, Fructosum, Aroma limonis, Aroma aurantii, Acidum tartaricum (E 334), Magnesii stearas.
Suspension: Lecithinum (E 322), Acidum citricum (E 330), Sorbitolum 70 per centum, Glycerolum, Veegum K, Polysorbatum 80, Polyvidonum, Arom.: Vanillinum, Ethylvanillinum et alia (Crema sacchari tosti et ribes nigri), Antifoam Emulsion, Conserv.: Natrii benzoas (E 211), Aqua purificata.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kautabletten zu 250 mg Pyranthelum ut pyranteli pamoas pro compresso.
Suspension zu 50 mg Pyranthelum ut pyranteli pamoas pro 1 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Cobantril ist indiziert zur Behandlung von Infestationen, wenn die nachstehenden gastrointestinalen Parasiten als Einzel- oder Mischinfestationen vorliegen.
1.Enterobius vermicularis (Oxyuren).
2.Ascaris lumbricoides (Askariden).
3.Ancylostoma duodenale (Hakenwürmer).
4.Necator americanus (Hakenwürmer).
5.Trichostrongylus colubriformis und T. orientalis.
Beim Vorliegen einer Infestation durch irgendeinen der genannten Parasiten bei einem Mitglied einer Familie oder einer eng zusammenlebenden Gruppe kann es zur Ansteckung der anderen Personen kommen. Unter diesen Umständen wird die Behandlung der ganzen Familie oder der ganzen Gruppe empfohlen. (Eine rigorose Reinigung der Wohnräume und der Kleider wird empfohlen, um die Helmintheneier zu zerstören, und trägt zur Prävention von Reinfestationen bei.)

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Dosierung beträgt 10 mg/kg KG (Maximaldosis 1 g) als Einzeldosis verabreicht und ist während oder nach einer Mahlzeit einzunehmen.
Erwachsene und Kinder ab 6 Monaten
Die entsprechende Anzahl Kautabletten resp. Messlöffel Suspension geht aus folgender Tabelle hervor:

Gewicht

Kautabletten 250 mg

Suspension 50 mg/ml
Messlöffel zu 5 ml

<8 kg*


¼

8–15 kg

½

½

16–28 kg

1

1

29–40 kg



41–50 kg

2

2

51–62 kg



63–85 kg

3

3

>85 kg

4

4

* Die Anwendung bei Kleinkindern unter 6 Monaten wird nicht empfohlen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei schweren Infestationen durch Necator americanus wird eine Dosis von 20 mg/kg KG als Einzeldosis an 2 aufeinanderfolgenden Tagen mit max. 2 g/Tag, oder 10 mg/kg KG als Einzeldosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen empfohlen.
Eine Einzelinfestation durch Ascaris lumbricoides kann mit einer Einzeldosis von 5 mg/kg KG erfolgreich behandelt werden.
Weitere Informationen
Die in der Analgegend abgelegten Oxyureneier sind mikroskopisch klein. Die Einnahme der Eier durch den Mund führt zu Reinfestationen. Innert zwei Wochen nach Einnahme können sich neue Oxyuren entwickeln. Deshalb wird eine Wiederholung der Behandlung nach 2–3 Wochen empfohlen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Patienten mit Störungen der Leberfunktion sollte Cobantril mit Vorsicht angewendet werden, da in einem kleinen Prozentsatz der Patienten eine geringfügige vorübergehende Erhöhung der AST (SGOT) beobachtet wurde.
Anwendung bei Kindern
Die Verabreichung an Kinder unter 6 Monaten wird nicht empfohlen, da die Anwendung und Sicherheit in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Interaktionen

Piperazin und Pyrantel haben antagonistische Wirkungsmechanismen und sollten deshalb nicht zusammen verabreicht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.
Cobantril darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Pyrantel Pamoat in die Muttermilch ausgeschieden wird; deshalb soll abgestillt werden, falls die Anwendung des Präparates als unumgänglich betrachtet wird.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung von Pyrantel Pamoat auf die Fähigkeit ein Fahrzeug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen wurde nicht untersucht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pyrantel Pamoat diese Fähigkeiten in Einzelfällen beeinträchtigt (siehe «Unerwünschte Wirkungen/Störungen des Nervensystems»).

Unerwünschte Wirkungen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich (0,1%–1%): Anorexia.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich (0,1%–1%): Schlaflosigkeit.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig (1%–10%): Kopfschmerzen.
Gelegentlich (0,1%–1%): Schläfrigkeit.
Es wurde auch über Schwindel berichtet.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig (1%–10%): Abdominalkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.
Erkankungen der Leber und Gallenblase
Häufig (1%–10%): Vorübergehende Erhöhung der Transaminasen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich (0,1%–1%): Hautausschläge.

Überdosierung

Toxische Wirkungen, die auf eine Überdosis von Pyrantel Pamoat zurückzuführen wären, wurden keine beobachtet. Es gibt kein spezifisches Antidot zur Behandlung einer Überdosis von Pyrantel Pamoat. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: P02CC01
Pyrantel Pamoat ist ein Anthelminthikum gegen Infestationen durch Oxyuren (Enterobius vermicularis), Askariden (Ascaris lumbricoides), Hakenwürmern (Ancylostoma duodenale, Necator americanus) und Trichostrongylus colubriformis.
Cobantril übt eine neuromuskulär blockierende Wirkung auf empfindliche Helminthen aus. Dabei werden die Askariden immobilisiert und ausgeschieden, ohne Stimulierung oder Migration. Im Intestinaltrakt ist Cobantril wirksam gegen reife und unreife Formen der empfindlichen Würmer. Der normale Migrationszyklus der Würmer wird nicht beeinflusst.
Cobantril kann zur Behandlung von Einzel- und Mischinfestationen bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden. Es färbt nach Einnahme weder die Mundschleimhaut noch die Unterwäsche bei Ausscheidung.

Pharmakokinetik

Absorption
Pyrantel Pamoat wird im Gastrointestinaltrakt nur in sehr geringem Umfang resorbiert. Die Plasmaspiegel lagen 1–3 h nach einer Einmaldosis von 11 mg/kg KG bei 0,05–0,13 µg/ml.
Elimination
Nach oraler Einnahme werden mehr als 50% unverändert über die Faeces und weniger als 7% unverändert oder in Form von Metaboliten im Urin ausgeschieden.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung von Cobantril relevanten präklinischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» angegebenen Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) in der Originalpackung ausserhalb der Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

36199, 36200 (Swissmedic).

Packungen

Cobantril Kautabl 250 mg 3. (D)
Cobantril Susp 50 mg/ml 10 ml. (D)

Zulassungsinhaberin

Interdelta SA, 1762 Givisiez/FR.

Stand der Information

Januar 2010.

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