ZusammensetzungWirkstoff: Pyrantelum ut pyranteli pamoas.
Hilfsstoffe
Kautabletten: Ethylcellulosum, Povidonum K30, 375,75 mg Sorbitolum (E 420), 330 mg Fructosum, Aroma limonis, Aroma aurantii, Acidum tartaricum (E 334), Maltodextrinum, Magnesii stearas.
Suspension zum Einnehmen: Lecithinum ex soja (E 322), Acidum citricum (E 330), 504,6 mg/ml Sorbitolum (E 420) (ut sorbitolum liquidum non cristallisabile), Glycerolum (E 422), Magnesii alumminii silicas, Polysorbatum 80, Povidonum K25, Aromatica Crema sacchari tosti (cum 1,827 mg/ml Propylenglycolum (E 1520)), Aromatica ribes nigri (cum 1,033 mg/ml Propylenglycolum (E 1520), 0,0015 mg/ml Ethanolum), Simeticonum, Polysorbatum 65, Macrogoli stearas, Glyceroli stearas, Methylcellulosum, Xanthani gummi, Acidum sorbicum (E 200), 0,001 mg/ml Acidum benzoicum (E 210), Acidum sulfuricum (E 513), 3 mg/ml Natrii benzoas (E 211) (corresp. 0,47 mg/ml Natrium), Aqua purificata.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitKautabletten zu 250 mg Pyrantelum ut pyranteli pamoas pro compresso.
Suspension zum Einnehmen zu 50 mg Pyrantelum ut pyranteli pamoas pro 1 ml.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenCobantril ist indiziert zur Behandlung von Infestationen, wenn die nachstehenden gastrointestinalen Parasiten als Einzel- oder Mischinfestationen vorliegen.
1.Enterobius vermicularis (Oxyuren).
2.Ascaris lumbricoides (Askariden).
3.Ancylostoma duodenale (Hakenwürmer).
4.Necator americanus (Hakenwürmer).
5.Trichostrongylus colubriformis und T. orientalis.
Beim Vorliegen einer Infestation durch irgendeinen der genannten Parasiten bei einem Mitglied einer Familie oder einer eng zusammenlebenden Gruppe kann es zur Ansteckung der anderen Personen kommen. Unter diesen Umständen wird die Behandlung der ganzen Familie oder der ganzen Gruppe empfohlen. (Eine rigorose Reinigung der Wohnräume und der Kleider wird empfohlen, um die Helmintheneier zu zerstören, und trägt zur Prävention von Reinfestationen bei.)
Dosierung/AnwendungDie empfohlene Dosierung beträgt 10 mg/kg KG (Maximaldosis 1 g) als Einzeldosis verabreicht und ist während oder nach einer Mahlzeit einzunehmen.
Erwachsene und Kinder ab 6 Monaten
Die entsprechende Anzahl Kautabletten resp. Messlöffel Suspension geht aus folgender Tabelle hervor:
Gewicht Kautabletten 250 mg Suspension 50 mg/mlMesslöffel zu 5 ml
<8 kg* – ¼
8–15 kg ½ ½
16–28 kg 1 1
29–40 kg 1½ 1½
41–50 kg 2 2
51–62 kg 2½ 2½
63–85 kg 3 3
>85 kg 4 4
* Die Anwendung bei Kleinkindern unter 6 Monaten wird nicht empfohlen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei schweren Infestationen durch Necator americanus wird eine Dosis von 20 mg/kg KG als Einzeldosis an 2 aufeinanderfolgenden Tagen mit max. 2 g/Tag, oder 10 mg/kg KG als Einzeldosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen empfohlen.
Eine Einzelinfestation durch Ascaris lumbricoides kann mit einer Einzeldosis von 5 mg/kg KG erfolgreich behandelt werden.
Weitere Informationen
Die in der Analgegend abgelegten Oxyureneier sind mikroskopisch klein. Die Einnahme der Eier durch den Mund führt zu Reinfestationen. Innert zwei Wochen nach Einnahme können sich neue Oxyuren entwickeln. Deshalb wird eine Wiederholung der Behandlung nach 2–3 Wochen empfohlen.
Pädiatrische Population
Die Anwendung bei Kleinkindern unter 6 Monaten wird nicht empfohlen.
KontraindikationenÜberempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenBei Patienten mit Störungen der Leberfunktion sollte Cobantril mit Vorsicht angewendet werden, da in einem kleinen Prozentsatz der Patienten eine geringfügige vorübergehende Erhöhung der AST (SGOT) beobachtet wurde.
Cobantril Kautabletten:
Dieses Arzneimittel enthält 375,75 mg Sorbitol (E 420) und 330 mg Fructose pro Kautablette.
Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol oder Fructose- haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol oder Fructose über die Nahrung ist zu berücksichtigen. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Cobantril Suspension zum Einnehmen:
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium pro ml. d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Dieses Arzneimittel enthält 504,63 mg/ml Sorbitol.
Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol oder Fructose- haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol oder Fructose über die Nahrung ist zu berücksichtigen. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält 2,086 mg/ml Propylenglycol. Die gleichzeitige Anwendung mit einem Substrat der Alkoholdehydrogenase - wie Ethanol - kann schwerwiegende Nebenwirkungen bei Neugeborenen hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält 0,0015 mg/ml Alkohol (Ethanol). Die Menge in der Dosis dieses Arzneimittels entspricht weniger als 1 ml Bier oder 1 ml Wein.
Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.
Dieses Arzneimittel enthält 3 mg/ml Natriumbenzoat und 0,001mg/ml Benzoesäure. Eine Zunahme des Bilirubingehalts im Blut nach Verdrängung von Albumin kann einen Neugeborenenikterus verstärken und zu einem Kernikterus (nicht-konjugierte Bilirubinablagerungen im Hirngewebe) führen.
Anwendung bei Kindern
Die Verabreichung an Kinder unter 6 Monaten wird nicht empfohlen, da die Anwendung und Sicherheit in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.
InteraktionenPiperazin und Pyrantel haben antagonistische Wirkungsmechanismen und sollten deshalb nicht zusammen verabreicht werden.
Schwangerschaft, StillzeitEs liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.
Cobantril darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Pyrantel Pamoat in die Muttermilch ausgeschieden wird; deshalb soll abgestillt werden, falls die Anwendung des Präparates als unumgänglich betrachtet wird.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenDie Wirkung von Pyrantel Pamoat auf die Fähigkeit ein Fahrzeug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen wurde nicht untersucht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Pyrantel Pamoat diese Fähigkeiten in Einzelfällen beeinträchtigt (siehe "Unerwünschte Wirkungen/Störungen des Nervensystems" ).
Unerwünschte WirkungenStoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich (≥1/1000, <1/100): Anorexia.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich (≥1/1000, <1/100): Schlaflosigkeit.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig (≥1/100, <1/10): Kopfschmerzen.
Gelegentlich (≥1/1000, <1/100): Schläfrigkeit.
Es wurde auch über Schwindel berichtet.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig (≥1/100, <1/10): Abdominalkrämpfe, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig (≥1/100, <1/10): Vorübergehende Erhöhung der Transaminasen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Gelegentlich (≥1/1000, <1/100): Hautausschläge.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungToxische Wirkungen, die auf eine Überdosis von Pyrantel Pamoat zurückzuführen wären, wurden keine beobachtet. Es gibt kein spezifisches Antidot zur Behandlung einer Überdosis von Pyrantel Pamoat. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code:
P02CC01
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Pyrantel Pamoat ist ein Anthelminthikum gegen Infestationen durch Oxyuren (Enterobius vermicularis), Askariden (Ascaris lumbricoides), Hakenwürmern (Ancylostoma duodenale, Necator americanus) und Trichostrongylus colubriformis.
Cobantril übt eine neuromuskulär blockierende Wirkung auf empfindliche Helminthen aus. Dabei werden die Askariden immobilisiert und ausgeschieden, ohne Stimulierung oder Migration. Im Intestinaltrakt ist Cobantril wirksam gegen reife und unreife Formen der empfindlichen Würmer. Der normale Migrationszyklus der Würmer wird nicht beeinflusst.
Cobantril kann zur Behandlung von Einzel- und Mischinfestationen bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden. Es färbt nach Einnahme weder die Mundschleimhaut noch die Unterwäsche bei Ausscheidung.
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten vorhanden.
PharmakokinetikAbsorption
Pyrantel Pamoat wird im Gastrointestinaltrakt nur in sehr geringem Umfang resorbiert. Die Plasmaspiegel lagen 1–3 h nach einer Einmaldosis von 11 mg/kg KG bei 0,05–0,13 µg/ml.
Elimination
Nach oraler Einnahme werden mehr als 50% unverändert über die Faeces und weniger als 7% unverändert oder in Form von Metaboliten im Urin ausgeschieden.
Präklinische DatenEs sind keine für die Anwendung von Cobantril relevanten präklinischen Daten bekannt.
Sonstige HinweiseHaltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "Exp." angegebenen Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) in der Originalpackung ausserhalb der Reichweite von Kindern lagern.
Zulassungsnummer36199, 36200 (Swissmedic).
PackungenCobantril Kautabletten 250 mg 3. (D)
Cobantril Suspension zum Einnehmen 50 mg/ml 10 ml. (D)
ZulassungsinhaberinPerrigo Schweiz AG, Zürich.
Stand der InformationOktober 2024.
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