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Fachinformation zu Abführtee «H» neue Formulierung:Hänseler AG
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Gal.Form/Ther.Gr.Zusammens.Eigensch.Pharm.kinetikInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Anw.einschr.Unerw.Wirkungen
Interakt.Überdos.Sonstige H.Swissmedic-Nr.Stand d. Info. 

Laxans 

Zusammensetzung

Wirkstoff: Sennesblätter 60%.

Galenische Form: Kräuterteemischung.

Eigenschaften/Wirkungen

Der laxierende Effekt von anthranoidhaltigen Drogen und Zubereitungen beruht vor allem auf einer Beeinflussung der Kolonmotolität im Sinne einer Hemmung der stationären und einer Stimulierung der propulsiven Kontraktionen. Daraus resultieren eine beschleunigte Darmpassage und aufgrund der verkürzten Kontaktzeit eine Verminderung der Flüssigkeitsresorption. Zusätzlich werden, durch eine Stimulierung der aktiven Chloridsekretion, Wasser und Elektrolyte sezerniert.

Pharmakokinetik

Für die Spezialität liegen keine Daten vor.
Gemäss Literatur werden die verabreichten Hydroxyanthracenderivate erst nach der Spaltung der Glykosidbindungen im Darm und nachdem sie von Bakterien zu Anthronen bzw. Anthranolen reduziert wurden wirksam. Daher erfolgt der Wirkungseintritt erst nach ca. 8-10 Stunden. Die Hauptmenge der Anthrachinonderivate wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Nur ein geringer Teil der wasserlöslichen Glykoside wird im oberen Bereich des Darmtraktes resorbiert, in der Leber ab- und umgebaut und in der glucuronidierten oder sulfatierten Form entweder mit der Galle oder auf dem renalen Weg mit dem Harn ausgeschieden, wodurch dieser je nach Acidität gelb oder braun gefärbt sein kann.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur kurzfristigen Anwendung bei Obstipation.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene, Jugendliche ab 12 Jahren: 1-2 gehäufte Teelöffel Abführtee «H» neue Formulierung in ¼ l lauwarmem Wasser ansetzen und 15 Minuten ziehen lassen. Abends trinken.

Therapiedauer
Die Therapiedauer sollte 14 Tage nicht überschreiten. Bei längerer Anwendung besteht die Gefahr von Elektrolytverlusten, dies kann insbesondere zu einem Kaliummangel führen. Des weiteren kann die über eine kurzdauernde Anwendung hinausgehende Einnahme zu einer Verstärkung der «Darmträgheit» führen.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen
Darmverschluss, akut-entzündliche Erkrankungen des Darmes und des Magens, wie z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Appendizitis; abdominale Schmerzen unbekannter Ursache. Kleinkinder.

Vorsichtsmassnahmen
Die Anwendung des Produktes bei Kindern unter 12 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit darf nur auf ärztliche Verordnung erfolgen.

Schwangerschaft, Stillzeit
Schwangerschaftskategorie C.
Die Inhaltsstoffe von Sennesblättern könnten neben dem Dickdarm auch reflektorisch die Uterusmuskulatur anregen. Allerdings fehlen Hinweise.

Unerwünschte Wirkungen

Bei empfindlichen Patienten kann es gelegentlich zu Bauchkrämpfen, Blähungen oder Bauchgrimmen kommen. In diesen Fällen ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Interaktionen

Insbesondere bei chronischem Gebrauch/Missbrauch kann durch den Kaliummangel eine Verstärkung der Herzglykosidtoxizität sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Antiarrhythmika von Typus I und gewissen Antihistaminica wie z.B. Terfenadin auftreten. Kaliumverluste können durch Kombination mit Thiaziddiuretika, Nebennierenrindensteroiden und Süssholzwurzel verstärkt werden.

Überdosierung

Überdosierung verursacht Durchfall mit Leibschmerzen. Die Mineral- und Flüssigkeitsverluste sind zu ersetzen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Unter normalen Bedingungen über 30 Monate hinaus.

Aufbewahrung
Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

IKS-Nummern

41137.

Stand der Information

März 1999.

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