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Fachinformation zu Loramet® Tabletten:MEDA Pharma GmbH
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Pharmakokinetik

Absorption
Pharmakokinetikstudien haben gezeigt, dass Lormetazepam nach oraler Verabreichung rasch und vollständig absorbiert wird. Maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von ca. 1.5 Stunden erreicht (tmax) und betragen nach Einnahme von 1 mg Lormetazepam ca. 6-7 ng/ml.
Nach oraler Gabe wird Loramet während der ersten Leberpassage zu etwa 20% metabolisiert, so dass ca. 80% der Dosis bioverfügbar werden.
Distribution
Das Verteilungsvolumen von Lormetazepam liegt bei 4.6 L/kg Körpergewicht. Bei therapeutischen Konzentrationen sind etwa 85% des unveränderten Wirkstoffes an Plasmaproteine gebunden.
Metabolismus
Lormetazepam wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert, wo der grösste Teil des unveränderten Wirkstoffes (94%) direkt zum Glukuronid konjugiert und in dieser Form mit dem Urin eliminiert wird. Zirka 6% werden zu Lorazepam N-demethyliert, konjugiert und als Glukuronid mit dem Urin ausgeschieden. Die Glukuronidverbindungen von Lormetazepam haben keine nachweisbare Wirkung auf das ZNS.
Elimination
Lormetazepam ist ein relativ kurz wirksames Benzodiazepin mit einem biphasischen Ausscheidungsprozess. Die Eliminationshalbwertszeit der β-Phase (Distribution) beträgt ca. 2 Stunden, die der δ-Phase (Elimination) ca. 10 Stunden.
Lormetazepam wird hauptsächlich als Glukuronid über die Nieren ausgeschieden. Es kommt zu keiner Wirkstoffkumulation.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Ältere Patienten: Studien an älteren und jungen Personen haben gezeigt, dass die Pharmakokinetik von Lormetazepam durch das Alter nicht signifikant beeinträchtigt wird. In einer Pharmakokinetikstudie mit Lormetazepam wurde gezeigt, dass ältere Probanden höhere AUC- und niedrigere Plasmaclearancewerte aufwiesen als jüngere Probanden. Die Plasmahalbwertszeiten des glucuronisierten Metaboliten waren signifikant länger in älteren (ungefähr 20 Stunden) als in jüngeren Probanden (12-13 Stunden).
Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz: Generell ist bei Patienten mit Leberinsuffizienz keine klinisch signifikante Änderung der Kinetik zu erwarten. Dies obschon Studien zeigten, dass die Kinetik bei Patienten mit Zirrhose in geringem Masse beeinflusst wurde, was vermutlich auf eine reduzierte Durchblutung der Leber zurückzuführen ist.
Bei manifester Niereninsuffizienz liegt die metabolische Halbwertszeit von Lormetazepam im Normbereich. Die Eliminationshalbwertszeit des Lormetazepam-Glukuronids ist erhöht, was zu einer Kumulation dieses nicht wirksamen Metaboliten führt.
Verglichen mit gesunden Probanden erfolgte die Elimination des glukuronisierten Metaboliten in urämischen Patienten verzögert (31 ml/min/1.73 m2 vs. 0.5 ml/min/1.73 m2).
Wie unter «Überdosierung» aufgeführt, ist es wenig wahrscheinlich, dass Lormetazepam mittels Dialyse ausreichend eliminiert werden kann.

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