PharmakokinetikAbsorption
Untersuchungen beim Kaninchen mit lokal verabreichtem Gentamicin:
Konzentration in der Tränenflüssigkeit
Das geringe Tränenvolumen (7 µl) verglichen mit dem Volumen eines Tropfen (50 µl) erklärt die geringe anfängliche Verdünnung und somit hohe Konzentration in der das Auge benetzenden Tränenflüssigkeit bei Anwendung der Augentropfen oder Augensalbe. In der Tränenflüssigkeit bleibt die Konzentration von Gentamicin während ungefähr zwei Stunden erhöht und ist nach 4–6 Stunden nicht mehr messbar.
Intraokulare Konzentration
Am gesunden Auge und bei intakter Hornhaut erschwert die geringe Fettlöslichkeit von Gentamicinsulfat das Eindringen in das Kammerwasser (<0,2 µg/ml).
Bei Infektionen des vorderen Augenabschnitts und insbesondere bei Hornhautläsionen wird hingegen eine bedeutende und dauerhafte Konzentration im Kammerwasser erreicht. Nach einem durch Pseudomonas aeruginosa experimentell induzierten Hornhautulcus konnten beim Kaninchen mit 2%iger Gentamicinlösung (4 Tropfen alle 15 Minuten) Konzentrationen von 32 µg/ml nach einer Stunde im Kammerwasser erreicht werden.
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