AMZVZusammensetzungWirkstoffe: Tretinoinum, acidum salicylicum, dimethylis sulfoxidum (DMSO).
Hilfsstoffe: Pyroxylinum, ethylis acetas, antiox.: E320 (butylhydroxyanisolum), E321 (butylhydroxytoluolum), exipiens ad solutionem.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro EinheitLösung zur topischen Anwendung.
1 g Lösung enthält: Tretinoinum 10 mg, acidum salicylicum 100 mg, dimethylis sulfoxidum (DMSO) 100 mg.
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenWarzen.
Dosierung/AnwendungVerra-med wird 2–3× täglich auf jede Warze aufgetragen. Die gesamte behandelte Fläche soll nicht grösser als 25 cm² sein. Dabei ist darauf zu achten, dass das Arzneimittel möglichst nicht auf die gesunde Haut der Warzenumgebung gelangt.
Sind Hautareale mit dünner Epidermis von Warzen befallen, so ist Verra-med weniger häufig aufzutragen und der Therapieverlauf öfter zu kontrollieren, da es durch die stark hornschichterweichende Wirkung der in Verra-med enthaltenen Salicylsäure zu Narbenbildungen kommen kann. Bei Warzen mit sehr starker Verhornung (Plantarwarzen) ist es günstig, mit Salicylsäurepflaster vorzubehandeln.
Die durchschnittliche Anwendungsdauer beträgt 3–6 Wochen.
Verra-med hinterlässt nach dem Eintrocknen eine Lackschicht auf dem Applikationsort. Dieses Lackhäutchen sollte vor jedem neuen Auftragen entfernt werden, evtl. mit Nagellackentferner.
Nach erfolgreicher Therapie sollte noch ca. 1 Woche weiterbehandelt werden, um Rezidive zu vermeiden.
Erfahrungsgemäss kann es in Einzelfällen günstig sein, das unter der Verra-med-Behandlung abgestorbene Gewebe abzutragen.
Das Präparat sollte bei Säuglingen nicht angewendet werden.
KontraindikationenVerra-med ist nicht zur Anwendung auf grossen Hautflächen bestimmt (max. 25 cm²).
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem Inhaltsstoff des Präparates.
Nicht anwenden bei gleicher Lokalität von akuten Dermatitiden, Rosacea oder verletzter Haut.
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenVerra-med darf nicht mit den Augen und den Schleimhäuten in Berührung gebracht werden.
Übermässige Sonnenbestrahlung (auch Höhensonne/Solarium) sowie gleichzeitige lokale Anwendung herkömmlicher Schälmittel sind zu vermeiden. Die behandelte Hautfläche darf zusammen nicht mehr als 25 cm² betragen. Das Präparat soll nur unmittelbar auf die Warze aufgetragen werden. Der Kontakt mit der gesunden Haut ist zu vermeiden.
Bei periungualen und besonders bei subungualen Warzen ist darauf zu achten, dass die Nagelmatrix nicht geschädigt wird und Verra-med nicht in das Nagelbett gelangt.
InteraktionenBisher nicht bekannt.
Schwangerschaft/StillzeitBei Tierstudien wurden nach topischer Gabe von Tretinoin dosisabhängig unerwünschte Effekte auf den Fötus beobachtet. In einer retrospektiven Humanstudie wurde bei topischer Anwendung von Tretinoin keine erhöhte Missbildungsrate festgestellt.
Verra-med sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist eindeutig erforderlich.
Es ist nicht bekannt, ob Tretinoin in die Muttermilch übertritt, hingegen ist dies von der Salicylsäure erwiesen. Verra-med sollte deshalb von stillenden Frauen nicht angewendet werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Unerwünschte WirkungenBei der Therapie mit Verra-med kann eine Rötung oder ein Brennen an den behandelten Hautpartien auftreten. Bei unsachgemässer Anwendung kann es zu erosiven Hautreaktionen kommen.
In seltenen Fällen kann ein starkes Brennen auftreten, so dass die Therapie unterbrochen oder die Häufigkeit der Anwendung reduziert werden muss. Durch die starke hornschichterweichende Wirkung des Präparates kann es, insbesondere in der Umgebung der Warze, zu Abschilferungen der Haut und durch Tretinoin zu gelblichen Verfärbungen kommen.
ÜberdosierungNicht bekannt.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code: D11AF
Wirkungsmechanismus
Verra-med ist ein Warzenexternum mit den Wirkstoffen Tretinoin und Salicylsäure.
Tretinoin bewirkt eine Zunahme des epidermalen Zellwachstums im Stratum Germinativum. Die beschleunigte epidermale Zellproliferation führt dazu, dass die Warze abgestossen wird. Salicylsäure hat keratolytische Eigenschaften und begünstigt zusammen mit Dimethylsulfoxid und der okklusiven Wirkung der filmbildenden Grundlage die Penetration der Wirkstoffe in tiefere Hautschichten.
PharmakokinetikMit dem vorliegenden Präparat wurden keine Penetrations- und Resorptionsstudien durchgeführt. Unter normalen Bedingungen wird der Hauptwirkstoff Tretinoin nach lokaler Applikation beim Menschen nur in relativ geringen Mengen resorbiert, und die Plasmakonzentration liegt unter der Nachweisgrenze. Salicylsäure penetriert in Abhängigkeit von der Grundlage und dem Hautzustand rasch.
Berücksichtigt man die minimalen therapeutisch applizierten Wirkstoffmengen, findet wahrscheinlich mit Verra-med keine nennenswerte Resorption statt, und es ist nicht mit systemischen Wirkungen zu rechnen.
Präklinische DatenEs finden sich keine Hinweise auf mutagene Wirkungen von Tretinoin.
Oral verabreichtes Tretinoin erwies sich bei Ratten in hohen Dosen als teratogen, die jedoch weit über der topischen Humandosis liegen, welche mit Verra-med bei Anwendung auf max. 25 cm² erreicht werden. Aufgrund der sehr limitierten Absorption nach dermaler Anwendung ist kein relevanter Effekt beim Menschen zu erwarten.
Sonstige HinweiseHaltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nach jedem Gebrauch ist das Fläschchen gut zu schliessen, da das Präparat sonst schnell eintrocknet.
Flasche im Kühlschrank lagern (2–8 °C).
Feuergefährlich!
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Zulassungsnummer46148 (Swissmedic).
Packungen
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Menge
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Rückerstattungskat.
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VERRA-MED Lös
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13 ml
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17.65
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B
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SL
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ZulassungsinhaberinPermamed AG, 4143 Dornach.
Stand der InformationApril 2006.
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