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Fachinformation zu Heparin-Na B. Braun:B. Braun Medical AG
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Unerwünschte Wirkungen

Allgemein
Die häufigsten, aber in den meisten Fällen nicht schwerwiegenden, Nebenwirkungen sind lokale Reaktionen am Verabreichungsort.
Ausserdem können Blutungskomplikationen auftreten.
Eine heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II tritt selten auf (<1/1'000), kann aber schwerwiegend sein. Man nimmt an, dass es sich um eine durch spezifische Antikörper vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion handelt. Einzelheiten siehe weiter unten.
Zu weiteren Nebenwirkungen können lokale oder systemische allergische Reaktionen zählen.
Auflistung der Nebenwirkungen
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100 bis <1/10)
Gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100)
Selten (≥1/10'000 bis <1/1'000)
Sehr selten (<1/10'000)
Störungen des Blut- und Lymphsystems
Sehr häufig: In Abhängigkeit von der Heparindosis vermehrtes Auftreten von Blutungen, z.B. aus Haut, Schleimhäuten, Wunden sowie im Gastrointestinal- und Urogenitaltrakt. Blutungskomplikationen können auch Organe, z.B. Gehirn und Lungen, betreffen.
Häufig: Transitorische geringgradige Verminderungen der Thrombozytenzahl ohne Auswirkungen auf die Hämostase werden häufig beobachtet.
Nach 1–3 Wochen können klinisch relevante Thrombopenien mit einer paradoxen Neigung zu folgenschweren arteriellen Thrombosen auftreten. Bei einem solchen Zwischenfall muss die Heparintherapie sofort abgebrochen werden. Gegebenenfalls ist eine Thrombolyse in Betracht zu ziehen. Bei Verdacht auf Überempfindlichkeit gegen Heparin kann probeweise eine kleine Menge Heparin unmittelbar vor der ersten Dosis langsam verabreicht werden.
Unter der Behandlung mit Heparin müssen die Thrombozytenzahlen regelmässig kontrolliert werden. Siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Störungen des Immunsystems
Selten: Das Konservierungsmittel Benzylalkohol kann in seltenen Fällen toxische oder allergische Reaktionen verursachen.
Funktionstörungen der Gefässe
Gelegentlich treten im Verlauf der Heparinbehandlung Blutungen auf, z.B. Hämaturie, Hämatome in der Unterhaut an Druck- oder Injektionsstellen, meist infolge Überdosierung (siehe «Überdosierung»).
Je nach Ausdehnung können in Einzelfällen Schäden zurückbleiben. Vor jeder Verabreichung von Heparin-Na B. Braun ist deshalb der Patient sorgfältig auf Blutungen im Operationsgebiet, im Nierenlager, aus Stichkanälen von Injektionen sowie auf Hämatome an Druckstellen (Gesäss, Rücken) zu untersuchen.
Kleine Hämatome sind ohne Bedeutung, bei grösseren Blutungen sind die Applikationsintervalle zu verlängern, evtl. muss die Gabe von Heparin-Na unterbrochen werden. Bei schweren Blutungen lässt sich Heparin-Na mit Protaminhydrochlorid bzw. Protaminsulfat rasch neutralisieren (50 mg Protamin/5000 I.E. Heparin-Na).
Funktionsstörungen des endokrinen Systems
In sehr seltenen Fällen kann Heparin-Na einen Hypoaldosteronismus, verbunden mit Hyperkaliämie und metabolischer Azidose, besonders bei Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion und Diabetus mellitus induzieren.
Funktionstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Haarausfall, reversibel.
Über das Auftreten von Gewebsreaktionen an der Einstichstelle wie Rötungen, Verhärtungen, lokalen Überemfindlichkeitsreaktionen, kutanen und subkutanen Nekrosen wurde berichtet.
Muskelskelettsystem (Funktionstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen)
Eine Langzeitbehandlung kann Osteoporose begünstigen, vor allem, wenn gleichzeitig Kortikosteroide verabreicht werden.
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Selten: Unverträglichkeitsreaktionen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Juckreiz, Temperatursteigerungen).
Im Zusammenhang mit Benzylalkohol können lokale Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Unerwünschte Wirkungen wie Fieberreaktionen, Infektionen an der Injektionsstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venenreizung, von der Injektionsstelle ausgehende venöse Thrombosen oder Entzündungen oder Extravasation können durch die Art der Anwendung verursacht werden.
Unerwünschte Wirkungen können auch durch der Lösung zugesetzte Arzneimittel ausgelöst werden. Deren Wahrscheinlichkeit hängt von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab.

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