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Fachinformation zu NeoCitran Grippe/Erkältung für Erwachsene, Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen:Haleon Schweiz AG
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Phenylephrinhydrochlorid, Pheniraminhydrogenmaleat, Ascorbinsäure, Paracetamol.
Hilfsstoffe
Saccharose (ca. 20 g/Beutel), Citronensäure, Natriumcitrat (entspr. 28.5 mg Natrium/Beutel), Tricalciumphosphat, Äpfelsäure, Aroma (Grapefruit, Zitrone), Chinolingelb (E 104), Erythrosin (E 127), Titandioxid (E 171).
Hinweis für Diabetiker
NeoCitran Grippe/Erkältung für Erwachsene enthält ca. 20 g verwertbare Kohlenhydrate pro Beutel.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
1 Beutel enthält: Phenylephrinhydrochlorid 10 mg, Pheniraminhydrogenmaleat 20 mg, Ascorbinsäure 50 mg, Paracetamol 500 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur kurzfristigen, symptomatischen Behandlung von Grippe und Erkältungssymptomen bei Erwachsenen.

Dosierung/Anwendung

Die nachfolgend angegebene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, kein Paracetamol enthalten.
Eine Paracetamol Überdosierung kann zu sehr schweren Leberschäden führen.
Es sollte immer die niedrigste wirksame Dosis über die kürzest mögliche Behandlungsdauer eingenommen werden.
Die maximale kontinuierliche Anwendungsdauer beträgt ohne ärztliche Konsultation 3 Tage.
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Inhalt eines Beutels NeoCitran Grippe/Erkältung in einem Glas mit heissem Wasser (ca. 2,5 dl) auflösen und trinkheiss einnehmen. Bei Bedarf frühestens nach 4 Stunden wiederholen.
NeoCitran Grippe/Erkältung kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden, vorzugsweise aber abends oder vor dem Schlafengehen.
Zwischen zwei Einzeldosen sind mindestens 4 Stunden zu warten.
Maximale Tagesdosis: 3 Beutel innerhalb von 24 Stunden.
Spezielle Dosierungsanweisungen:
Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung sollte das minimale Einnahmeintervall gemäss der folgenden Tabelle angepasst werden.

    Kreatininclearance  Dosierungsintervall
cl ≥50 ml/min       4 Stunden
cl 10-50 ml/min     6 Stunden
cl < 10 ml/min      8 Stunden

Kontraindikationen

-Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe: Paracetamol (und verwandten Substanzen z.B. Propacetamol), Pheniramin, Phenylephrin, Ascorbinsäure oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhose und Aszites) / akute Hepatitis oder dekompensierte, aktive Lebererkrankung,
hereditäre konstitutionelle Hyperbilirubinämie (Morbus Meulengracht),
gleichzeitige oder nicht länger als 2 Wochen zurückliegende Behandlung mit MAO-Hemmern,
epileptische Patienten,
-Kinder unter 14 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Enthält Paracetamol. Nicht gleichzeitig mit anderen Paracetamol-haltigen Präparaten einnehmen, da dies zu einer Überdosierung führen kann. Eine Paracetamol Überdosierung kann zu Leberversagen führen, evtl. eine Lebertransplantation erfordern oder letal sein (siehe "Überdosierung" ).
Fälle von Leberfunktionsstörungen / -versagen wurden bei Patienten mit niedrigen Glutathion-Spiegeln berichtet, z.B. bei schwerer Mangelernährung, Anorexie, niedrigem Body-Mass-Index, chronisch starkem Alkoholkonsum oder Sepsis.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen abschwellenden Arzneimitteln oder Antihistaminika sollte vermieden werden.
In folgenden Fällen ist Vorsicht geboten, vor Behandlungsbeginn ist eine ärztliche Konsultation erforderlich:
-Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen. Eine zugrundeliegende Lebererkrankung erhöht das Risiko von einer Paracetamol-bedingten Leberschädigung (s. "Kontraindikationen" ).
-Gleichzeitiger Gebrauch von potenziell lebertoxischen oder leberenzyminduzierenden Arzneimitteln (s. "Interaktionen" ).
-Herz-/Kreislauferkrankungen
-Hypertonie
-Diabetes mellitus (siehe auch Information zu den Hilfsstoffen)
-Hyperthyreose
-Engwinkelglaukom
-Phäochromozytom
benigne Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
okklusive Gefässerkrankung (z.B. Raynaud-Syndrom).
Bei Patienten, die folgende Arzneimittel einnehmen ist Vorsicht geboten (siehe "Interaktionen" ):
-Beta-Blocker oder andere Antihypertonika
trizyklische Antidepressiva
andere Sympathomimetika
-Digoxin und Herzglykoside
-Mutterkornalkaloide (z.B. Ergotamin und Methysergid).
Bei älteren Patienten ist Vorsicht geboten, da sie häufiger zu unerwünschten Wirkungen neigen. Vermeiden Sie die Anwendung bei älteren Patienten mit Verwirrtheit.
Paracetamol kann in sehr seltenen Fällen schwere Hautreaktionen (wie z.B. Stevens-Johnson Syndrom (SJS), toxisch-epidermale Nekrolyse (TEN), akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)) auslösen, welche tödlich sein können. Patienten sollten über die Symptome schwerer Hautreaktionen informiert werden und die Anwendung des Arzneimittels sollte beim ersten Auftreten von Hautreaktionen oder anderer Anzeichen einer Überempfindlichkeit abgebrochen werden.
Auf die Einnahme von alkoholischen Getränken sollte verzichtet werden (s. "Interaktionen" ).
Der Patient muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Länger dauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Der Patient ist darauf hinzuweisen, dass bei chronischer Einnahme von Analgetika Kopfschmerzen auftreten können, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalt der Kopfschmerzen führen können (sogenanntes Analgetikakopfweh).
In folgenden Fällen ist eine ärztliche Konsultation erforderlich:
-Bei Atemproblemen wie Asthma, Emphysem oder chronischer Bronchitis,
wenn sich die Symptome innerhalb von 3 Tagen nicht bessern oder von hohem Fieber, von Fieber das mehr als 3 Tage anhält, von einem Hautausschlag oder anhaltenden Kopfschmerzen begleitet sind.
Fälle von metabolischer Azidose mit vergrösserter Anionenlücke (HAGMA) aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose wurden bei Patienten mit schweren Erkrankungen, wie schwerer Nierenfunktionsstörung und Sepsis, oder bei Patienten mit Mangelernährung oder anderen Ursachen für Glutathionmangel (z.B. chronischer Alkoholismus) berichtet, die mit einer therapeutischen Dosis von Paracetamol über einen längeren Zeitraum oder mit einer Kombination von Paracetamol und Flucloxacillin behandelt wurden.
Bei Verdacht auf HAGMA aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose wird ein sofortiges Absetzen von Paracetamol und eine engmaschige Überwachung empfohlen. Die Messung von Pyroglutaminsäure (5-Oxoprolin) im Urin kann nützlich sein, um Pyroglutaminsäure-Azidose als zugrunde liegende Ursache von HAGMA bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren zu erkennen.
Informationen zu den Hilfsstoffen:
Saccharose
NeoCitran Grippe/Erkältung für Erwachsene enthält ca. 20 g Saccharose pro Beutel. Vorsicht bei Diabetes mellitus. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose/Galactose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 28.5 mg Natrium pro Beutel, entsprechend 1.4% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Interaktionen

Paracetamol
-Hepatotoxische Substanzen können das Risiko einer Paracetamol-Akkumulation und Überdosierung erhöhen. Leber-Enzyminduktoren wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Isonicotinsäurehydrazid (Isoniazid, INH) und Rifampicin steigern die Hepatotoxizität von Paracetamol.
-Alkohol: (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Arzneimittel, welche die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin), senken die Absorptionsgeschwindigkeit.
-Arzneimittel, welche die Magenentleerung beschleunigen (z.B. Metoclopramid), steigern die Absorptionsgeschwindigkeit von Paracetamol und erhöhen dessen maximalen Plasmaspiegel. Ähnlich kann Domperidon die Absorptionsgeschwindigkeit von Paracetamol erhöhen.
-Chloramphenicol: Die Eliminationshalbwertszeit von Chloramphenicol wird durch Paracetamol um das 5-fache verlängert.
-Lamotrigin: Paracetamol kann durch Induktion der hepatischen Metabolisierung die Bioverfügbarkeit von Lamotrigin vermindern und möglicherweise dessen Wirkung reduzieren.
-Salicylamid verlängert die Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol und vermehrt den Anfall lebertoxischer Metabolite.
-Chlorzoxazon: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chlorzoxazon steigt die Hepatotoxizität beider Substanzen.
-Zidovudin: Durch die gleichzeitige Anwendung von Zidovudin und Paracetamol wird die Neigung zu einer Neutropenie verstärkt.
-Probenecid hemmt die Konjugation von Paracetamol mit Glucuronsäure und führt dadurch zu einer reduzierten Paracetamol-Clearance. Bei gleichzeitiger Einnahme sollte die Paracetamoldosis verringert werden.
-Colestyramin: Die Absorption von Paracetamol kann bei gleichzeitiger Gabe von Colestyramin vermindert sein. Deshalb sollte Colestyramin 1 Stunde später eingenommen werden.
-Der antikoagulierende Effekt von Warfarin und anderen Cumarinen kann bei langfristiger, täglicher Einnahme von Paracetamol verstärkt auftreten und damit das Risiko von Blutungen erhöhen. Gelegentliche Einnahmen haben keinen signifikanten Effekt.
-Flucloxacillin: Vorsicht ist geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet wird, da die gleichzeitige Anwendung mit einer metabolischen Azidose mit vergrösserter Anionenlücke aufgrund einer Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Pheniramin
Antihistaminika wie Pheniramin können die zentral-dämpfende Wirkung von verschiedenen anderen Substanzen verstärken, wie z.B. von trizyklischen Antidepressiva, MAO-Hemmern, Alkohol, Parkinson-Arzneimitteln, Barbituraten und Neuroleptika.
Pheniramin hat eine anticholinerge Wirkung und kann die anticholinergen Effekte von anderen Arzneimitteln verstärken.
Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Sedativa.
Die Wirkung von Cumarinderivaten kann reduziert werden.
Phenylephrin
-MAO-Hemmer: Phenylephrin kann die Wirkung von MAO-Hemmern verstärken und eine hypertensive Krise auslösen (s. "Kontraindikationen" ).
-Die gleichzeitige Anwendung von Phenylephrin mit anderen Sympathomimetika oder trizyklischen Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) kann das Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen erhöhen.
-Betablocker und andere Antihypertonika: Phenylephrin kann die Wirkung von Betablockern und anderen Antihypertonika (z.B. Debrisoquine, Guanethidin, Reserpin, Methyldopa) reduzieren; das Risiko für eine Hypertonie oder andere kardiovaskuläre Nebenwirkungen kann erhöht sein.
-Digoxin / Herzglykoside: Die gleichzeitige Anwendung von Phenylephrin mit Digoxin bzw. anderen Herzglykosiden kann das Risiko von Arrhythmien oder Herzinfarkt erhöhen.
-Mutterkornalkaloide: Die gleichzeitige Anwendung mit Mutterkornalkaloiden (Ergotamin, Methysergid) kann das Risiko für Ergotismus erhöhen.

Schwangerschaft, Stillzeit

NeoCitran Grippe/Erkältung sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, der erwartete Nutzen für die Schwangere / Mutter rechtfertigt das potenzielle Risiko für den Fötus / Säugling. Nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko Abwägung anwenden und die niedrigste wirksame Dosis und die kürzest mögliche Behandlungsdauer beachten.
Die Sicherheit von NeoCitran Grippe/Erkältung während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde nicht spezifisch untersucht. Die verfügbaren Daten der einzelnen Wirkstoffe werden folgend aufgeführt.
Schwangerschaft
Paracetamol: Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Das Risiko einer Paracetamol-Einnahme während der Schwangerschaft bezüglich Funktions- und Organschäden, Missbildungen und Adaptionsstörungen in korrekter Dosierung gilt zurzeit als gering.
Pheniramin: Für Pheniramin liegen keine adäquaten Daten zur Reproduktions-, Embryo- oder Fetotoxizität bei Tier und Mensch vor.
Phenylephrin: Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Phenylephrin bei Schwangeren vor. Vasokonstriktion der Uterusgefässe und verminderte Uterusdurchblutung nach Anwendung von Phenylephrin können zu einer fetalen Hypoxie führen.
In Abwesenheit von adäquaten Daten sollten Phenylephrin und Pheniramin während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Ascorbinsäure: Die empfohlene zulässige Höchstmenge (tolerable upper intake level, UL) für Ascorbinsäure beträgt 1'800 mg/Tag (Schwangerschaft <18 Jahre) und 2'000 mg/Tag (Schwangerschaft >18 Jahre). Der UL entspricht der maximalen täglichen Nährstoffaufnahme, bei der keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind.
Während der Schwangerschaft sollte NeoCitran Grippe/Erkältung nicht eingenommen werden.
Stillzeit
Paracetamol tritt in die Muttermilch über. Die Paracetamol-Konzentration in der Muttermilch ist ähnlich wie die momentane Konzentration im Plasma der Mutter. Über Hautausschlag bei gestillten Säuglingen wurde berichtet. Es sind jedoch keine bleibenden, nachteiligen Folgen für den Säugling bekannt.
Pheniramin: Es liegen keine Daten zum Übertritt von Pheniramin in die Muttermilch vor.
Phenylephrin: Es liegen keine Daten zum Übertritt von Phenylephrin in die Muttermilch vor.
In Abwesenheit von adäquaten Daten sollten Phenylephrin und Pheniramin von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.
Ascorbinsäure: Die empfohlene zulässige Höchstmenge (tolerable upper intake level, UL) für Ascorbinsäure beträgt 1'800 mg/Tag (Stillzeit <18 Jahre) und 2'000 mg/Tag (Stillzeit >18 Jahre). Der UL entspricht der maximalen täglichen Nährstoffaufnahme, bei der keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind.
Während der Stillzeit sollte NeoCitran Grippe/Erkältung nicht eingenommen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Pheniramin kann bei einigen Patienten Schläfrigkeit, Benommenheit, verschwommenes Sehen, eingeschränkte kognitive Funktion und motorische Koordination verursachen: die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen, kann erheblich beeinträchtigt sein, dies kann durch Alkohol oder andere Beruhigungsmittel noch verstärkt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10 000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10 000) oder nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
PARACETAMOL

         Systemorganklasse             Unerwünschte Wirkung                              Häufigkeit
Erkrankungen des Blutes und   Allergisch bedingte Thrombozytopenie (bisweilen   Selten
des Lymphsystems              unter Ausbildung von Blutergüssen und             
                              Blutungen), Leukopenie, Agranulozytose,           
                              Panzytopenie, Neutropenie, hämolytische Anämie    
Erkrankungen des Immunsystem  Allergische Reaktionen wie Quincke-Oedem          Selten
s                             (Angioödem), Atemnot, Bronchospasmus,             
                              Schweissausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis   
                              hin zu Schock. Ein kleiner Teil (5–10%) der       
                              Patienten mit Acetylsalicylsäure-induziertem      
                              Asthma oder anderen Manifestationen einer         
                              sogenannten Acetylsalicylsäure-Intoleranz kann    
                              in ähnlicher Weise auch auf Paracetamol           
                              reagieren (Analgetika-Asthma)                     
anaphylaktische Reaktion      Unbekannt
Stoffwechsel- und             metabolische Azidose (HAGMA) mit vergrösserter    Häufigkeit nicht
Ernährungsstörungen           Anionenlücke: Bei Patienten mit Risikofaktoren,   bekannt
                              die Paracetamol einnahmen, wurden Fälle           
                              vonmetabolischer Azidose mit vergrösserter        
                              Anionenlücke aufgrund vonPyroglutaminsäure-(5     
                              Oxoprolin-)Azidose beobachtet (siehe              
                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Eine    
                              Pyroglutaminsäure-Azidose kann bei diesen         
                              Patienten infolge eines niedrigen                 
                              Glutathionspiegels auftreten.                     
Leber und Gallenerkrankungen  erhöhte Leberenzyme                               Selten
Siehe unter "Warnhinweise     
und Vorsichtsmassnahmen"      
und "Überdosierung"           
Erkrankungen der Haut und     Erythematöse, urtikarielle Hautreaktionen und     Gelegentlich
des Unterhautgewebes          Hautrötungen                                      
schwerwiegende Hautreaktione  Sehr selten
n wie Stevens-Johnson         
Syndrom (SJS),  toxisch       
epidermale Nekrolyse (TEN,    
Lyell Syndrom) und akutes     
generalisiertes pustulöses    
Exanthem (AGEP) wurden        
berichtet                     

PHENIRAMIN

              Systemorganklasse                                  Unerwünschte Wirkung         Häufigkeit
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems       Leukopenie, Thrombozytopeni  Nicht bekannt
                                                   e, hämolytische Anämie       
Erkrankungen des Immunsystems                      anaphylaktischer Schock,     Selten
                                                   Angioödem, Überempfindlichk  
                                                   eitsreaktion, Urtikaria      
Psychiatrische Erkrankungen                        Erregungszustände (Unruhe,   Selten
                                                   Nervosität, Schlafstörungen  
                                                   )                            
Halluzinationen, Verwirrtheit                      Nicht bekannt
Erkrankungen des Nervensystems                     Schläfrigkeit**              Selten
Anticholinerge Symptome, beeinträchtigte           Nicht bekannt
motorische Koordination, Zittern, Gedächtnis-      
oder Konzentrationsstörungen*,                     
Gleichgewichtsstörungen*, Benommenheit*,           
Sedierung**                                        
Augenerkrankungen                                  Mydriasis, Akkomodationsstö  Nicht bekannt
                                                   rungen                       
Herzerkrankungen                                   Palpitation                  Selten
Gefässerkrankungen                                 orthostatische Hypotonie     Nicht bekannt
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts            Obstipation, Völlegefühl     Selten
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes     Ekzem, Purpura, Erythem,     Selten
                                                   Pruritus                     
Erkrankung der Nieren- und Harnwege                Harnretention                Nicht bekannt
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am         trockener Mund               Selten
Verabreichungsort                                                               

* häufiger bei älteren Patienten
** stärker ausgeprägt zu Beginn der Behandlung
PHENYLEPHRIN

         Systemorganklasse               Unerwünschte Wirkung                            Häufigkeit
Erkrankungen des Immunsystems   Überempfindlichkeitsreaktion, allergische       Selten
                                Dermatitis, Urtikaria                           
Psychiatrische Erkrankungen     Nervosität                                      Häufig
Erkrankungen des Nervensystems  Benommenheit, Kopfschmerzen, Insomnie           Häufig
Augenerkrankungen               akutes Winkelblockglaukom (v.a. bei Personen    Selten
                                mit Engwinkelglaukom), Mydriasis                
Herzerkrankungen                Tachykardie, Palpitation, Hypertonie            Selten
Erkrankungen des Gastrointesti  Übelkeit und Erbrechen                          Häufig
naltrakts                                                                       
Erkrankungen der Haut und des   Hautausschlag                                   Selten
Unterhautgewebes                                                                
Erkrankung der Nieren- und      Harnretention (v.a. bei Personen mit            Selten
Harnwege                        Blasenobstruktion wie Prostatahypertrophie),    
                                Dysurie                                         

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome
Im Falle einer Überdosierung mit NeoCitran Grippe/Erkältung werden die Symptome von einer Überdosierung mit Paracetamol am bedeutendsten sein.
Paracetamol:
Eine unverzügliche medizinische Betreuung ist im Falle einer Überdosierung notwendig, auch wenn die Symptome nicht präsent sind.
Eine Paracetamol Überdosierung kann ein Leberversagen verursachen, das eine Lebertransplantation erfordert oder zum Tod führen kann. Über akute Pankreatitis nach Einnahme von Paracetamol wurde berichtet, in der Regel zusammen mit Leberdysfunktion und Hepatoxizität.
Nach oraler Einnahme von 7,5 g–10 g Paracetamol bei Erwachsenen und von 140–200 mg/kg Körpergewicht beim Kind (bei prädisponierten Patienten wie z.B. solchen mit erhöhtem Alkoholkonsum oder verminderter Glutathionreserve bei Nahrungskarenz schon in geringeren Dosen) kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen.
Plasmakonzentrationen von >200 µg/ml nach 4 h, von >100 µg/ml nach 8 h, von >50 µg/ml nach 12 h und von >30 µg/ml nach 15 h führen zu Leberschäden mit tödlichem Verlauf im Coma hepaticum. Die Hepatotoxizität steht in direkter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.
Erste Anzeichen klinischer Symptome einer Leberschädigung sind gewöhnlich nach 1 bis 2 Tagen feststellbar und sie erreichen das Maximum nach 3 bis 4 resp. 6 Tagen.
Anzeichen und Symptome
1. Phase (= 1. Tag)
Übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, Blässe, Schwitzen.
2. Phase (= 2. Tag)
Subjektive Besserung, Lebervergrösserung, erhöhte Transaminasewerte (AST, ALT), erhöhte Bilirubinwerte, Thromboplastinzeit verlängert, Zunahme der Laktatdehydrogenase.
3. Phase (= 3. Tag)
Transaminasewerte (AST, ALT) stark erhöht, Ikterus, Hypoglykämie, Leberkoma.
Behandlung
Eine wirksame Therapie sollte bereits bei Verdacht auf eine Intoxikation unverzüglich eingeleitet werden und folgende Massnahmen umfassen:
-Magenspülung (ist nur innerhalb der ersten 1 –2 h sinnvoll), nachfolgend Verabreichung von Aktivkohle.
-Orale Gabe von N-Acetyl-Cystein oder Methionin. In Situationen, wo die orale Applikation des Antidots nicht oder nicht gut möglich ist (z.B. durch heftiges Erbrechen, Bewusstseinstrübung), kann N-Acetyl-Cystein intravenös verabreicht werden, wenn möglich innerhalb von 8 h. N-Acetylcystein kann nach 16 h noch einen gewissen Schutz bieten.
-Paracetamol-Konzentration im Plasma messen (nicht früher als 4 h nach Einnahme).
-Überwachung von Atmung und Kreislauf (kein Adrenalin!). Bei Konvulsionen (Krämpfen) kann Diazepam verabreicht werden.
Hepatische Tests müssen zu Beginn der Behandlung und alle 24 h durchgeführt und wiederholt werden. In den meisten Fällen normalisieren sich die hepatischen Transaminasen nach 1 bis 2 Wochen mit vollständiger Wiederherstellung der Leberfunktion. In sehr schweren Fällen, kann jedoch eine Lebertransplantation notwendig sein.
Detaillierte Informationen zur Therapie können beim Giftinformationszentrum erfragt werden.
Pheniramin:
Anzeichen und Symptome
Eine Pheniramin Überdosierung kann Krämpfe (insbesondere bei Kindern) auslösen, zu Bewusstseinsstörungen und Koma führen.
Behandlung
Eine supportive Behandlung erfolgt entsprechend den spezifischen Symptomen.
Phenylephrin:
Anzeichen und Symptome
Nach einer Phenylephrin Überdosierung sind ähnliche Effekte zu erwarten wie unter "Unerwünschte Wirkungen" aufgeführt. Weitere mögliche Symptome sind Reizbarkeit, Unruhe, Hypertonie und möglicherweise Reflexbradykardie. In schweren Fällen können Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfälle und Arrhythmien auftreten.
Behandlung
Ein spezifisches Antidot gibt es nicht. Es gelten die üblichen Notfallmassnahmen.
Stimulanzien sollten nicht verabreicht werden; bei einem Blutdruckabfall können Vasopressoren gegeben werden.
Eine schwere Hypertonie kann mit einem i.v. Alpha-Rezeptorenblocker behandelt werden.
Detaillierte Informationen zur Therapie können beim Giftinformationszentrum erfragt werden.
Ascorbinsäure:
Hohe Dosen Ascorbinsäure (> 3'000 mg) können zu vorübergehender osmotischer Diarrhöe und gastrointestinalen Symptomen wie Nausea und abdominalen Beschwerden führen. Die Auswirkungen einer Ascorbinsäure Überdosierung würden durch die schwere Lebertoxizität, welche durch Paracetamol verursacht wird, überlagert.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
N02BE51
Wirkungsmechanismus / Pharmakodynamik
Paracetamol
Paracetamol ist ein Analgetikum und Antipyretikum mit zentraler und peripherer Wirkung. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt.
Der analgetische Wirkungsmechanismus beruht auf der Hemmung der Prostaglandinsynthese, die vorwiegend zentral und geringer auch peripher erfolgt. Die antipyretische Wirkung beruht auf einer Hemmung des Effektes endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturregulationszentrum.
Paracetamol verfügt über keine ausgeprägte antiphlogistische Wirkung und hat keinen Einfluss auf die Hämostase oder die Magenschleimhaut.
Pheniramin
Pheniramin ist ein H1-Rezeptor-Antagonist und wirkt sekretionshemmend. Es wirkt gegen die üblichen allergischen Symptome, die mit einer Erkrankung der Atemwege verbunden sind. Es besitzt eine mässig sedierende Wirkung und eine antimuskarinische Aktivität.
Phenylephrin
Phenylephrin ist ein sympathomimetisches Amin mit vorwiegend direkter Wirkung auf die alpha-adrenergen Rezeptoren. Bei therapeutischer Dosierung zur Abschwellung der Nasenschleimhaut, ist die Wirkung auf die kardialen beta-adrenergen-Rezeptoren und das ZNS gering. Durch Vasokonstriktion wirkt es abschwellend auf die Nasenschleimhaut, Ödeme und Schwellung der Nasenschleimhaut werden reduziert.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure (Vitamin C) hilft, den während Fieber und Grippe erhöhten Vitamin C-Bedarf zu decken.
Klinische Wirksamkeit
Keine Angaben.

Pharmakokinetik

Absorption
Paracetamol
Die Absorption von Paracetamol aus dem Magen-Darm-Trakt erfolgt rasch und fast vollständig, wobei die höchsten Plasmakonzentrationen nach 30–60 Minuten auftreten.
Pheniraminhydrogenmaleat
Pheniraminhydrogenmaleat erreicht nach 1–2,5 Stunden die maximale Plasmakonzentration, die Halbwertszeit beträgt 16–19 Stunden.
Phenylephrinhydrochlorid
Phenylephrin hat nur eine beschränkte Bioverfügbarkeit aufgrund von ungleichmässiger Absorption im Gastrointestinaltrakt und einem first-pass Effekt in Darm und Leber, der durch Monoaminooxidase verursacht wird.
Die maximale Plasmakonzentration wird zwischen 45 Minuten und 2 Stunden erreicht und die Plasmahalbwertszeit liegt zwischen 2 und 3 Stunden.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure (Vitamin C) wird aus dem Verdauungstrakt rasch und vollständig resorbiert.
Distribution
Paracetamol
Paracetamol wird in die meisten Körperflüssigkeiten verteilt. Es passiert die Plazenta und tritt in die Muttermilch über.
Die Plasmaproteinbindung ist bei therapeutischer Konzentration vernachlässigbar, steigt aber mit zunehmender Konzentration.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure wird in alle Körperzellen verteilt. Die Plasmaproteinbindung beträgt 25%.
Metabolismus
Paracetamol
Paracetamol wird hauptsächlich in der Leber durch Konjugation mit Glukuronsäure und Schwefelsäure metabolisiert.
Elimination
Paracetamol
Die Elimination erfolgt vor allem renal als Glukuronid- und Sulfat-Konjugate.
Bei therapeutischen Dosen beträgt die Eliminationshalbwertszeit etwa 1–3 Stunden.
Pheniraminhydrogenmaleat
70–83% der oralen Dosis werden unverändert oder als Metaboliten im Urin ausgeschieden.
Phenylephrinhydrochlorid
Die Elimination erfolgt renal und fast ausschliesslich als Sulfatkonjugat.
Ascorbinsäure
Überschüssiges, vom Körper nicht benötigtes Vitamin C, wird als Metabolit renal ausgeschieden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Paracetamol:
Leberinsuffizienz:
Die Plasmahalbwertszeit ist bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz weitgehend unverändert. Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist sie jedoch erheblich verlängert.
In klinischen Studien mit oralem Paracetamol wurde anhand von erhöhten Paracetamol Plasma-Konzentrationen und längerer Eliminations-Halbwertszeit bei Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung einschliesslich bei Patienten mit durch Alkohol verursachte Leberzirrhose, ein mässig beeinträchtigter Metabolismus von Paracetamol gezeigt. Es wurde jedoch keine signifikante Paracetamol-Akkumulation beobachtet. Die erhöhte Paracetamol Plasma-Halbwertszeit wurde mit einem verminderten synthetischen Leistungsvermögen der Leber in Zusammenhang gebracht. Aus diesem Grund sollte Paracetamol bei Patienten mit einer Lebererkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden. Paracetamol ist kontraindiziert, wenn eine dekompensierte aktive Lebererkrankung besteht, insbesondere durch Alkoholüberkonsum verursachte Hepatitis (wegen der CYP2E1 Induktion, die zu einer erhöhten Bildung von hepatotoxischen Metaboliten des Paracetamols führt).
Niereninsuffizienz:
Im Falle einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatininclearance 10-30 ml/min) ist bei Paracetamol-Monopräparaten die Paracetamol-Elimination wenig verlangsamt, die Eliminationshalbwertszeit liegt zwischen 2 und 5,3 Stunden. Die Eliminationsgeschwindigkeit der Glucuronide und Sulfokonjugate ist 3-mal langsamer bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz als bei Gesunden. Bei dieser Population ist bei Paracetamol-Monopräparaten jedoch keine Dosisanpassung notwendig, da die Glucuronide und Sulfokonjugate nicht toxisch sind. Allerdings wird empfohlen, den Mindestabstand zwischen den einzelnen Anwendungen gemäss der Dosierungsempfehlung zu verlängern, wenn Paracetamol bei Patienten mit einer mässigen bis schweren Niereninsuffizienz (Kreatininclearance ≤50 ml/min) angewendet wird (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Bei Hämodialyse-Patienten kann die Halbwertszeit nach Gabe therapeutischer Paracetamol-Dosen um 40 – 50 % vermindert sein.
Ältere Patienten:
Die Halbwertszeit kann bei älteren Personen verlängert sein und mit einer Verminderung der Arzneimittel-Clearance einhergehen. Es ist normalerweise keine Dosisanpassung erforderlich.

Präklinische Daten

Es liegen keine präklinischen Studien mit NeoCitran Grippe/Erkältung vor. Paracetamol, Pheniramin, Phenylephrin und Ascorbinsäure sind aber gut dokumentiert.
Paracetamol
Sehr hohe akute Dosen von Paracetamol sind hepatotoxisch.
In verschiedenen Untersuchungen wurde ein genotoxisches Potential festgestellt. Dieses ist jedoch zu relativieren, da dosisabhängig. Aufgrund der mutmasslichen Mechanismen, welche diese Effekte auslösen, kann davon ausgegangen werden, dass bei Dosen unterhalb bestimmter Grenzwerte keine genotoxischen Wirkungen auftreten, wobei aber bei verminderter Glutathionreserve tiefere Schwellenwerte möglich sind. Die Schwellenwerte, ab denen im Tierversuch eine genotoxische Wirkung gezeigt werden konnte, liegen jedoch klar im toxischen Dosisbereich, welcher Leber- und Knochenmarkschädigungen verursacht. Zudem sind nicht-hepatotoxische Dosen (bis zu 300 mg/kg bei der Ratte und 1000 mg/kg bei der Maus) nicht karzinogen.
Es kann deshalb praktisch ausgeschlossen werden, dass therapeutische Dosen eine genotoxische oder karzinogene Wirkung haben.
Toxikologische Studien zeigten keine Effekte auf die Reproduktion und keine teratogene Wirkung bei den mit Paracetamol behandelten Tieren.
Mehrfachgabe hoher (hepatotoxischer) Dosen von Paracetamol führte zu testikulärer Atrophie bei Maus und Ratte. Die wiederholte Gabe sehr hoher Dosen von Paracetamol (≥500 mg/kg) an männliche Ratten resultierte in verminderter Fertilität (Beeinträchtigung von Libido und sexueller Leistung sowie Spermienbeweglichkeit).
Pheniramin und Phenylephrin
Präklinische Daten zur akuten Toxizität, Toxizität nach wiederholter Gabe, Genotoxizität, Mutagenität und Kanzerogenität liessen in den empfohlenen, therapeutischen Dosen keine spezielle Gefährdung des Menschen erkennen.
Da zur Fertilität, embryonalen, fötalen und peri- und postnatalen Toxizität nur ungenügende Daten vorliegen, soll das Arzneimittel während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.
Ascorbinsäure
In subchronischen und chronischen Untersuchungen an Ratten ergaben sich keine Hinweise auf substanzbedingte Effekte.
In Langzeituntersuchungen an Mäusen wurden keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial beobachtet.
Prüfungen an Zellkulturen bzw. im Tierversuch ergaben keine Hinweise auf eine mutagene Wirkung im therapeutischen Dosisbereich.
Untersuchungen an zwei Tierspezies in täglichen Dosen von 150, 200, 500 und 1000 mg/kg Körpergewicht ergaben keine fetotoxischen Effekte.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden
Paracetamol kann Harnsäure-Tests mit Phosphorwolframsäure beeinflussen.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Zulassungsnummer

47346 (Swissmedic).

Packungen

NeoCitran Grippe/Erkältung für Erwachsene, Pulver: 12 Beutel. [D]

Zulassungsinhaberin

Haleon Schweiz AG, Risch.

Stand der Information

September 2025

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