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Fachinformation zu Miacalcic® Nasalspray:Future Health Pharma GmbH
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H05BA01
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Alle Calcitonine bestehen aus einer Kette von 32 Aminosäuren mit einem Ring am N-Ende aus 7 Aminosäuren mit nach Spezies unterschiedlicher Sequenz. Salmcalcitonin wirkt aufgrund seiner höheren Affinität für die Rezeptorenbindungsstellen stärker und länger als Calcitonin von Säugetieren.
Salmcalcitonin hemmt die Aktivität der Osteoklasten über deren spezifische Rezeptoren und führt bei gesteigerter Knochenresorption wie beispielsweise bei der Osteoporose zu einer markanten Reduktion bis hin zur Normalisierung des Knochenumsatzes. Im Tiermodell und beim Menschen wurde gezeigt, dass Salmcalcitonin, vermutlich durch direkte Beeinflussung des zentralen Nervensystems, eine analgetische Wirkung hat.
Klinische Wirksamkeit
Miacalcic bewirkt beim Menschen bereits nach Applikation einer einzigen Dosis eine klinisch relevante biologische Response. Diese manifestiert sich durch erhöhte Ausscheidung von Calcium, Phosphor und Natrium im Urin (durch Reduktion der tubulären Rückresorption) und reduzierte Ausscheidung von Hydroxyprolin im Urin.
Kontrollierte Studien an kleineren Patienten-Kollektiven mit Miacalcic Nasalspray haben gezeigt, dass es zu einer signifikanten Reduktion der Marker des Knochen-Turnovers wie Serum C-Telopeptide (sCTX), Osteocalcin und skelettaler Isoenzyme der alkalischen Phosphatase kommt, zumindest für die ersten 3 Monate.
Miacalcic entfaltet insbesondere bei postmenopausalen Frauen mit hohem Knochen-Turnover günstige Effekte mit einer knochenstabilisierenden Wirkung, nebst der Analgesie, welche vor allem bei osteoporotischen Frakturen von Vorteil ist.
Eine Mitte 2011 publizierte Meta-Analyse, welche auf Schmerzbekämpfung nach Wirbel-Kompressionsfrakturen fokussiert war (Daten mit Nasalspray + Ampullen), fand signifikante Effekte für Calcitonin im Vergleich zu Placebo in den ersten 4 Wochen im Ruhezustand. Bei mobilen Gruppen war auch noch nach 6 Monaten ein kleiner (aber statistisch signifikanter) Effekt vorhanden.
In einem Kollektiv von 467 Patienten (10 Studien) war das Durchnittsalter um 67 Jahre und 90% waren Frauen; diese Daten zeigen also, dass die Wirksamkeit vor allem bei postmenopausalen Frauen gezeigt ist, während die Anwendung bei Männern und jüngeren Patienten nur beschränkt dokumentiert ist.
Calcitonin hemmt die Magen- und exokrine Pankreassekretion.

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