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Fachinformation zu Contra-Schmerz®-C:Dr. Wild & Co. AG
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoffe:Acidum acetylsalicylicum, Paracetamolum, Coffeinum, Acidum ascorbicum.
Hilfsstoffe:Arom.: Natrii cyclamas, Saccharinum natricum et alia, Conserv. E 200, Color: E 104, E 160 (b), Excip. pro. compr.
1 Brausetablette entspricht 1/13 Obstwert (entspricht 0,78 g verwertbare Kohlenhydrate).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Brausetablette enthält: Acidum acetylsalicylicum 375 mg, Paracetamolum 170 mg, Coffeinum 50 mg, Acidum ascorbicum 300 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Kurzzeitbehandlung von Fieber und Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen) bei Erkältungskrankheiten.
Contra-Schmerz C ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg:3–4mal täglich 1 Brausetablette, insgesamt nicht mehr als 5 Brausetabletten täglich.
Brausetabletten in einem Glas kaltem oder warmem Wasser zu einem Getränk auflösen und einnehmen.
Übliches Applikationsintervall:4–8 Stunden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen Salicylate, Paracetamol und verwandte Substanzen und/oder andere Entzündungshemmer (Antirheumatika). Überempfindlichkeit gegen Xanthine. Hämorrhagische Diathese. Magen-Darm-Ulcera.
Schwere Leberfunktionsstörungen, akute Hepatitis. Schwere Niereninsuffizienz. Hereditäre konstitutionelle Hyperbilirubinämie (Morbus Meulengracht).
Letztes Trimenon der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Relative Kontraindikationen sind
Nieren- und/oder Leberinsuffizienz.
Chronische oder rezidivierende Magen- oder Duodenalbeschwerden.
Asthma bronchiale oder allgemeine Neigung zu Überempfindlichkeit.
Nasenschleimhautpolypen.
Genetisch bedingter Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel.
Gleichzeitige Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten.
Zuständen mit erhöhter Blutungsgefahr (z.B. Dysmenorrhoe, Verletzungen).
Gleichzeitiger Gebrauch von potentiell lebertoxischen oder leberenzyminduzierenden Medikamenten.
Vorsicht ist geboten bei Alkoholüberkonsum. Alkohol kann die Hepatotoxizität von Paracetamol steigern, dies insbesondere bei gleichzeitiger Nahrungskarenz. In solchen Fällen kann bereits eine therapeutische Paracetamoldosis zu Leberschädigung führen.
Der Patient muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Aufgrund des arrhythmogenen Potentials von Coffein ist bei Patienten mit Arrhythmien und/oder Palpitationen besondere Vorsicht geboten.
Bei Kindern unter 12 Jahren, bei denen Verdacht auf Grippe oder Windpocken besteht, sollte die Anwendung von Acetylsalicylsäure mit Vorsicht erfolgen (Reye-Syndrom). Ein Kausalzusammenhang dieses Syndroms mit der Einnahme von salicylathaltigen Arzneimitteln ist bisher allerdings nicht eindeutig erwiesen.
Contra-Schmerz C ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren bestimmt.

Interaktionen

Acetylsalicylsäure
Verstärkung der Wirkung von Antikoagulantien, oralen Antidiabetika, Barbituraten, Lithium, Sulfonamiden und Trijodthyronin.
Erhöhung der Plasmakonzentration von Phenytoin und Valproat.
Verstärkung von Wirkung und Nebenwirkungen von allen nichtsteroidalen Antirheumatika.
Erhöhung der Methotrexat-Plasmakonzentration (Verstärkung der Nebenwirkungen von Methotrexat).
Abschwächung der Wirkung von Aldosteronantagonisten (z.B. Spironolacton), Schleifendiuretika, Urikosurika (z.B. Probenecid, Sulfinpyrazon).
Verlängerung der Plasmahalbwertszeit von Penicillinen.
Zusammen mit Kortikosteroiden steigt das Risiko von Magen-Darm-Blutungen.
Paracetamol
Enzyminduktoren wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin, Isonicotinsäurehydrazid (INH) und Rifampicin steigern die Hepatotoxizität von Paracetamol.
Alkohol: siehe unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Mittel, welche die Magenentleerung verlangsamen (z.B. Propanthelin) senken die Resorptionsgeschwindigkeit.
Mittel, welche die Magenentleerung beschleunigen (z.B. Metoclopramid) steigern die Resorptionsgeschwindigkeit.
Chloramphenicol: Die Eliminationshalbwertszeit von Chloramphenicol wird durch Paracetamol um das 5-fache verlängert.
Salicylamid: Salicylamid verlängert die Eliminationshalbwertszeit von Paracetamol und vermehrt den Anfall lebertoxischer Metabolite.
Chlorzoxazon: Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chlorzoxazon steigt die Hepatotoxizität beider Substanzen.
Durch die gleichzeitige Anwendung von Zidovudin und Paracetamol wird die Neigung zu einer Neutropenie verstärkt.
Coffein
Reduzierung der Wirkung von Sedativa wie Barbiturate, Antihistaminika.
Verminderung der Ausscheidung von Theophyllin.
Synergistische Wirkung gegenüber den tachykarden Wirkungen von z.B. Sympathomimetika, Thyroxin.
Erhöhung der Ausscheidung von Lithium.
Erhöhung des Abhängigkeitspotentials von Substanzen vom Typ des Ephedrin.
Orale Kontrazeptiva, Cimetidin und Disulfiram vermindern den Coffein-Abbau in der Leber, Barbiturate und Rauchen beschleunigen ihn.
Die gleichzeitige Verabreichung von Gyrasehemmstoffen des Chinoloncarbonsäure-Typs kann die Elimination von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verzögern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bei der Anwendung von Contra-Schmerz C in der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten.
Contra-Schmerz C sollte nur im ersten und zweiten Trimenon verabreicht werden und nur wenn eindeutig erforderlich.
Aufgrund bisheriger Erfahrung gilt eine Paracetamol-Einnahme in korrekter Dosierung während der Schwangerschaft bezüglich des Risikos von Funktions- und Organschäden, Missbildungen und Adaptationsstörungen z.Zt. als wenig bedenklich.
Salicylate und Coffein haben im Tierversuch unerwünschte Effekte (wie erhöhte Sterblichkeit, Wachstumsstörungen, Skelettanomalien, Salicylat-Intoxikationen) auf den Föten gezeigt, es existieren jedoch keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Aufgrund bisheriger Erfahrungen scheint das Risiko bei normalen therapeutischen Dosen allerdings gering zu sein. Im letzten Trimenon der Schwangerschaft kann die Einnahme von Salicylaten zu Wehenhemmung und Blutungen, zu einer Verlängerung der Gestationsdauer und vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus führen.
Paracetamol, Salicylate und Coffein gehen in die Muttermilch über. Konzentrationen der Wirkstoffe in der Muttermilch sind ähnlich oder sogar höher als die mütterliche Plasmakonzentration. Bei den üblichen kurzzeitig angewandten Dosen (für Analgesie) sind keine bleibenden, nachteiligen Folgen für den Säugling zu erwarten. Während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Contra-Schmerz C die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, es wurden jedoch keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinale Beschwerden
Häufig:Mikroblutungen (70%), Magenbeschwerden.
Gelegentlich:Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall.
Selten:Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Ulzerationen.
Immunsystem
Gelegentlich:Auftreten von Asthma.
Selten:Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von erythematösen/ekzematösen Hauterscheinungen, Urtikaria, Rhinitis, Bronchospasmus, Schweissausbruch, Übelkeit, angioneurotischem Ödem, Blutdruckabfall bis hin zum Schock.
Haut
Selten:schwere Hautreaktionen bis hin zum Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse.
Hepato-biliäres System
Siehe unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Renale Störungen
Selten:Nierenfunktionsstörungen.
Blut und blutbildende Organe
Verlängerte Blutungszeit.
Selten:Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Leukopenie, Neutropenie, aplastische Anämie.
ZNS-Reaktionen
Selten:Schlaflosigkeit, innere Unruhe.
Selten:Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Verwirrtheitszustände.
Sonstige
Selten:Hypoglykämie, Eisenmangelanämie, Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, Tachykardie.

Überdosierung

Acetylsalicylsäure
Schwere Vergiftungserscheinungen können sich langsam, d.h. innert 12–24 Stunden nach Einnahme entwickeln. Nach oraler Einnahme einer Dosis bis 150 mg ASS/kg KG ist mit leichten, bei Dosen >300 mg/kg KG mit schweren Intoxikationen zu rechnen.
Symptome
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Ohrensausen, Hörstörungen, Tremor, Verwirrtheitszustände, Hyperthermie, Hyperventilation, Störungen des Säure-Basengleichgewichts und der Elektrolyte, Exsikkose, Koma, Ateminsuffizienz.
Therapie
Angesichts der lebensbedrohenden Situation bei einer schweren Vergiftung müssen unverzüglich die notwendigen Massnahmen ergriffen werden: Verhinderung resp. Verminderung der Resorption, Magenspülung in Frühfällen (bis eine Stunde nach Einnahme), Aktivkohle repetitiv. Elektrolyte kontrollieren und korrigieren. Glukosezufuhr. Natriumbikarbonat zur Azidosekorrektur und zur Förderung der Ausscheidung (Urin-pH >8). Glycin: initial 8 g oral, dann alle 2 Stunden 4 g während 16 Stunden. Eventuell Hämoperfusion oder Hämodialyse (Indikationen können im Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum erfragt werden).
Paracetamol
Nach oraler Einnahme von 7,5–10 g Paracetamol bei Erwachsenen und von 150–200 mg/kg beim Kind (insbesondere bei prädisponierten Patienten wie z.B. solchen mit erhöhtem Alkoholkonsum oder verminderter Glutathionsreserve bei Nahrungskarenz schon in geringen Dosen) kommt es zu akuten Vergiftungserscheinungen an Zellen der Leber und des Nierentubulus in Form von lebensgefährlichen Zellnekrosen.
Plasmakonzentrationen von >200 µg/ml nach 4 h, von >100 µg/ml nach 8 h, von >50 µg/ml nach 12 h und von >30 µg/ml nach 15 h führen zu Leberschäden mit tödlichem Verlauf im Coma hepaticum. Die Hepatotoxizität steht in direkter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.
Symptome
1. Phase (= 1. Tag):Übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl.
2. Phase (= 2. Tag):Subjektive Besserung, Lebervergrösserung, erhöhte Transaminasewerte, erhöhte Bilirubinwerte, Thromboplastinzeit verlängert.
3. Phase (= 3. Tag):Transaminasewerte stark erhöht, Ikterus, Hypoglykämie, Leberkoma.
Therapie
Eine wirksame Therapie sollte bereits bei Verdacht auf eine Intoxikation unverzüglich eingeleitet werden und folgende Massnahmen umfassen:
Magenspülung (ist nur bis 1(–2) h nach Einnahme sinnvoll), nachfolgend Verabreichung von Aktivkohle.
Peroral N-Acetyl-Cystein. Wenn dies nicht möglich ist: i.v. Gabe von N-Acetyl-Cystein (möglichst innerhalb der ersten 8 h, aber auch später noch sinnvoll); Paracetamol-konzentration im Plasma messen (nicht früher als 4 h nach Einnahme).
Coffein
Plasmakonzentrationen ab etwa 15–20 µg Coffein/ml können toxische Reaktionen bewirken.
Symptome
Magenschmerzen, Delirium, Schlaflosigkeit, Diurese, Dehydratation.
Therapie
Neben resorptionsverhindernden Massnahmen (Emesis, Lavage) richtet sich die Behandlung einer Überdosierung mit Coffein nach den Symptomen. Zentralnervöse Symptome und Krampfanfälle bei Überdosierung von Coffein können mit Benzodiazepinen, eine supraventrikuläre Tachykardie kann mit Betablockern behandelt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02BE51
Wirkungsmechanismus
Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure (ASS) ist der Essig-Ester der Salicylsäure und gehört als Vertreter der Salicylate zur Arzneistoffgruppe der sauren nichtsteroidalen Analgetika/Antiphlogistika (NSAID). Die periphere analgetische Wirkung kommt durch Hemmung der Cyclooxygenase zustande. Dadurch wird die Bildung der Prostaglandine gehemmt, die an der Entstehung von Schmerzen beteiligt sind.
Die antipyretische Wirkung beruht auf einer zentralen Wirkung auf das hypothalamische temperaturregulierende Zentrum, wodurch eine periphere Dilatation der Hautgefässe mit Schwitzen und Wärmeverlust resultiert.
Die zentrale Wirkung beinhaltet wahrscheinlich auch eine Hemmung der Synthese der Prostaglandine, die den Effekt endogener Pyrogene im Hypothalamus übertragen.
Paracetamol
Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt. Für die analgetische Wirkung ist nachgewiesen, dass die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zentral stärker ist als peripher. Paracetamol verfügt über keine ausgeprägte antiphlogistische Wirkung und hat keinen Einfluss auf die Hämostase oder die Magenschleimhaut.
Coffein
Coffein ist ein Xanthinderivat. Es gibt Hinweise, dass es in Kombination mit ASS bzw. Paracetamol die analgetische Wirkung von ASS bzw. Paracetamol bei Kopfschmerzen verstärkt. Der genaue Wirkungsmechanismus ist noch nicht geklärt.
Coffein induziert eine Konstriktion von cerebralen Blutgefässen. Coffein wirkt vorwiegend als Antagonist an Adenosinrezeptoren. Dadurch wird die hemmende Wirkung des Adenosins im ZNS vermindert. Coffein selbst besitzt kein analgetisches Potential.

Pharmakokinetik

Absorption
Acetylsalicylsäure
Acetylsalicylsäure wird nach oraler Gabe im Magen und Darm schnell und vollständig resorbiert.
Paracetamol
Paracetamol wird nach oraler Gabe aus dem Gastrointestinaltrakt rasch und vollständig resorbiert.
Coffein
Coffein wird nach oraler Gabe rasch und vollständig im Magen-Darm-Kanal resorbiert.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure wird dosisabhängig begrenzt hauptsächlich im Duodenum über einen Na + -abhängigen aktiven Transport resorbiert.
Bei höheren Mengen erfolgt die Aufnahme durch passive Diffusion.
Bei oraler Einnahme bis zu etwa 180 mg werden 70–90% resorbiert.
Distribution
Acetylsalicylsäure
Die Plasmaeiweissbindung beträgt bei den üblichen Dosierungen 60–90%.
Paracetamol
Paracetamol wird nahezu gleichmässig in alle Körperflüssigkeiten verteilt.
Coffein
Coffein gelangt rasch in das Zentralnervensystem und in den Speichel und geht in die Muttermilch über.
Ascorbinsäure
Die Ascorbinsäure ist zu etwa 24% an Plasmaeiweiss gebunden. Die Verteilung im Organismus ist sehr unterschiedlich.
Die Serumkonzentrationen liegen normalerweise bei 8–14 mg/l.
Metabolismus
Acetylsalicylsäure
Die Spaltung der Acetylsalicylsäure in seinen aktiven Hauptmetaboliten Salicylsäure erfolgt mit einer Halbwertszeit von ca. 15 Minuten. Die Halbwertszeit beträgt bei 300 mg ca. 3 Stunden, bei 1000 mg ca. 5–6 Stunden. Die therapeutische Konzentration für die Analgesie resp. für die Antipyrese beträgt 20–100 mg/l, für die antiphlogistische Wirkung 100–250 mg/l.
Paracetamol
Die Bioverfügbarkeit ist dosisabhängig und beträgt 70–90%. Die Plasmahalbwertszeit beträgt 1–3 Stunden (bei älteren Menschen etwas länger).
Coffein
Der Abbau erfolgt teilweise durch Demethylierung und teilweise durch Oxydierung zu Harnsäurederivaten (z.B. 1-Methylharnsäure), nicht aber zu reiner Harnsäure.
Ascorbinsäure
Ascorbinsäure wird in der Leber und auch in der Niere metabolisiert.
Ascorbinsäure wird über eine reversible Oxidation zu Dehydroascorbinsäure oder Oxalsäure und L-Threonsäure metabolisiert.
Als weiterer Metabolit erscheint im Urin auch Ascorbinsäure-2-sulfat.
Bei überschüssiger Zufuhr wird Ascorbinsäure jedoch vorwiegend unverändert im Urin ausgeschieden.
Elimination
Acetylsalicylsäure
Die Ausscheidung der Salicylsäure und Konjugate erfolgt renal.
Paracetamol
Die Ausscheidung bis zu 98% erfolgt innert 24 Stunden im Urin; ein kleiner Teil unverändert und als Hauptbestandteil Acetaminophen-Glukuronid.
Coffein
Die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit beträgt 3½ Stunden.
Ascorbinsäure
Die Hauptmetaboliten werden über den Urin ausgeschieden.
Die Eliminationshalbwertszeit der Ascorbinsäure hängt von der Applikationsart, der zugeführten Menge und der Resorptionsgeschwindigkeit ab.
Bei Einnahme von weniger als 1–3 g Vitamin C pro Tag erfolgt die Hauptausscheidung über die Nieren.

Präklinische Daten

Paracetamol
Toxikologische Studien zeigten keine Effekte auf die Reproduktion und keine teratogene Wirkung bei den mit Paracetamol behandelten Tieren.
In verschiedenen Untersuchungen wurde ein genotoxisches Potential festgestellt. Auf Grund der mutmasslichen Mechanismen, welche dies Effekte auslösen, kann aber davon ausgegangen werden, dass bei Dosen unterhalb bestimmter Grenzwerte keine genotoxischen Wirkungen auftreten, wobei aber bei verminderter Glutathionreserve tiefere Schwellenwerte möglich sind.
Die Schwellenwerte, ab denen im Tierversuch eine genotoxische Wirkung gezeigt werden konnte, liegen jedoch klar im toxischen Dosisbereich, welcher Leber- und Knochenmarkschädigungen verursacht. Zudem sind nicht-hepatotoxische Dosen (bis zu 300 mg/kg bei der Ratte und 1000 mg/kg bei der Maus) nicht karzinogen. Es kann deshalb praktisch ausgeschlossen werden, dass therapeutische Dosen eine genotoxische oder karzinogene Wirkung haben.
Acetylsalicylsäure
Es sind keine für die Anwendung von Salicylaten relevanten präklinischen Daten vorhanden.
Coffein
Coffein hat bei sehr hohen Konzentrationen, die in keinem Verhältnis zu der täglichen Aufnahme stehen, in einigen in vitro Testsystemen ohne metabolische Aktivierung eine mutagene Wirkung gezeigt. In vitro mit metabolischer Aktivierung sowie in vivo ist Coffein nicht mutagen. Die experimentelle Mutagenität ist in Bezug zu den therapeutischen Dosen und der Einnahme als Genussmittel ohne Relevanz.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel nur bis zu dem auf der Packung mit EXP bezeichneten Datum verwenden.
Besondere Lagerungshinweise
Die Brausetabletten bei Raumtemperatur (15–25 °C) an einem trockenen Ort aufbewahren.
Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

48506 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

Abgabekat.

Rückerstattungskat.

CONTRA SCHMERZ C Brausetabl (aH 01/13)

10 Stk (aH 01/13)

D

Zulassungsinhaberin

Dr. Wild & Co. AG, 4002 Basel.

Stand der Information

Juli 2006.

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