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Fachinformation zu Tora-dol:Recordati AG
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Interaktionen

Nichtsteroidale Entzündungshemmer können die Wirkung von Antikoagulantien wie Warfarin verstärken. Tora-dol hemmt die Thrombozytenaggregation, verringert die Thromboxanspiegel und verlängert die Blutungszeit. Im Gegensatz zur lang anhaltenden Wirkung von Aspirin, normalisiert sich die Thrombozytenfunktion nach Absetzen von Tora-dol innerhalb von 24–48 Stunden.
Es besteht ein erhöhtes Risiko von gastrointestinalen Blutungen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), wenn Thrombozytenaggregationshemmer und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) mit nichtsteroidalen Entzündungshemmern kombiniert werden.
Nach Vorbehandlung mit Tora-dol und anschliessender zusätzlicher Verabreichung einer Einmaldosierung von 25 mg Warfarin wurden am Menschen keine signifikanten Veränderungen der Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik der Warfarin-Enantiomere festgestellt.
Eine gleichzeitige Anwendung mit Heparin führte zu keinen pharmakodynamischen Wirkungen der Kombination auf die üblicherweise festgestellte Blutungszeit oder die Kaolin-Cephalin-Gerinnungszeit.
In vitro vermindert Tora-dol nur leichtgradig (von 99,5% auf 99,3%) die Bindung von Warfarin an Plasmaproteine. Bei therapeutischen Konzentrationen von Salizylat (300 mg/ml) wurde in vitro die Bindung von Toradol von 99,2% auf 97,5% herabgesetzt. Therapeutische Konzentrationen von Digoxin, Warfarin, Ibuprofen, Naproxen, Piroxicam, Paracetamol, Phenytoïn und Tolbutamid veränderten die Proteinbindung von Tora-dol nicht.
Da Tora-dol nur in niedrigen Konzentrationen im Plasma vorhanden ist, ist es nicht wahrscheinlich, dass andere proteingebundene Arzneimittel massgeblich verdrängt werden.
Aufgrund von Tier- und Humanstudien ist nicht damit zu rechnen, dass Tora-dol die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel durch Enzyminduktion oder Hemmmechanismen verändert.
Die gleichzeitige Anwendung von Tora-dol und Probenecid bewirkt eine verminderte Ketorolac-Clearance und in der Folge einen Anstieg der Ketorolac-Plasmaspiegel sowie eine Verlängerung der terminalen Halbwertzeit. Tora-dol vermindert die Diurese-Reaktion auf Furosemide in Personen mit normalem Volumen um etwa 20%. Ketorolac kann bei gleichzeitiger Anwendung mit ACE-Hemmern das Risiko einer Nierenfunktionsstörung erhöhen.
Erfahrungen mit anderen Prostaglandin-Synthese-Hemmern schliessen die Möglichkeit einer Hemmung der renalen Lithium-Clearance nicht aus; auch die Ausscheidung von Methotrexat kann vermindert werden.
Nichtsteroidale Entzündungshemmer können die Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva vermindern. Das Risiko einer – im Allgemeinen reversiblen – akuten Niereninsuffizienz kann bei einzelnen Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (zum Beispiel dehydrierten oder älteren Patienten) erhöht sein, wenn ACE-Hemmer und/oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten mit nichtsteroidalen Entzündungshemmern kombiniert werden. Eine solche Kombination sollte daher, vor allem bei älteren Patienten, mit Vorsicht verabreicht werden. Die Patienten sollten adäquat eingestellte Dosen erhalten, und eine Überwachung der Nierenfunktion sollte nach Beginn der Kombinationstherapie und anschliessend in regelmässigen Abständen erwogen werden.
Tora-dol wurde gleichzeitig mit Morphin in verschiedenen klinischen Prüfungen an postoperativen Schmerzpatienten eingesetzt, ohne dass nachteilige Interaktionen auftraten.

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