Dosierung/AnwendungÜbliche Dosierung
Da die Resorption von Prinil Mepha durch Nahrung nicht beeinflusst wird, können die Tabletten vor, während oder nach den Mahlzeiten verabreicht werden. Die Verabreichung soll jedoch in einer einzigen Tagesgabe erfolgen, wenn möglich immer zur gleichen Tageszeit.
Essentielle Hypertonie
Die übliche empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg einmal täglich. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 20 mg/Tag, verabreicht als tägliche Einmaldosis. Die Dosierung ist abhängig von der Blutdruckreaktion. Wird der gewünschte therapeutische Effekt mit der festgelegten Dosis nicht innerhalb 2–4 Wochen erreicht, kann die Dosierung weiter erhöht werden. Die Maximaldosis, die in kontrollierten Langzeitstudien verabreicht wurde, beträgt 80 mg/Tag.
Eine niedrigere Anfangsdosis ist nötig bei:
– eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Dosierungsanpassung bei Niereninsuffizienz),
– wenn die Diuretikatherapie nicht abgesetzt werden kann,
– bei Volumen- und/oder Salzmangel beliebiger Ätiologie,
– bei renovaskulärer Hypertonie.
Renovaskuläre Hypertonie
Patienten mit renovaskulärer Hypertonie, besonders solche mit bilateraler Nierenarterienstenose oder einer Stenose der Arterie einer Einzelniere, können auf die erste Dosis von Prinil Mepha übermässig reagieren. Eine niedrigere Initialdosis zu 2,5 oder 5 mg ist deshalb angezeigt. Danach ist die Dosierung je nach Blutdruckreaktion zu wählen.
Stauungsherzinsuffizienz
Bei Patienten, deren Herzinsuffizienz sich mit Diuretika und/oder Digitalis nicht adäquat beherrschen lässt, kann die Therapie mit Prinil Mepha ergänzt werden. Dabei ist mit einer niedrigen Dosis von 2,5 mg 1× pro Tag zu beginnen. Der wirksame Dosisbereich beträgt normalerweise 5 bis 20 mg täglich, als Einmaldosierung verabreicht.
Bei Patienten mit hohem Risiko einer symptomatischen Hypotonie, d.h. bei Fällen mit Salzmangel mit oder ohne Hyponatriämie, Patienten mit Hypovolämie oder solchen, die eine intensive Diuretikabehandlung erhalten haben, sollten diese Zustände soweit möglich vor der Therapie mit Prinil Mepha korrigiert werden. Die Auswirkungen der ersten Dosis von Prinil Mepha auf den Blutdruck sind aufmerksam zu verfolgen, bis der Blutdruck sich stabilisiert hat.
Bei schwerer begleitender Herzinsuffizienz und maligner Hypertonie sollte der Therapiebeginn sowie jede Dosisanpassung stationär erfolgen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Pädiatrie
Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen wurde die Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen.
Ältere Patienten
In den klinischen Studien wurden keine altersabhängigen Veränderungen hinsichtlich Wirksamkeit oder Sicherheitsprofil von Prinil Mepha beobachtet. Wenn fortgeschrittenes Alter aber mit einer verminderten Nierenfunktion einhergeht, sollten die in der Tabelle gegebenen Richtlinien (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen», Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz) für die Initialdosis Prinil Mepha angewendet werden. Danach ist die Dosierung gemäss der Blutdruckreaktion zu bestimmen.
Patienten unter diuretischer Therapie
Nach Beginn der Behandlung mit Prinil Mepha kann eine symptomatische Hypotonie auftreten, vor allem bei Patienten unter Diuretikatherapie. Deshalb ist in Fällen, wo ein Volumen- und/oder Salzmangel vorliegt, Vorsicht geboten. Das Diuretikum ist 2 bis 3 Tage vor Behandlungsbeginn mit Prinil Mepha abzusetzen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Falls nötig, kann die Diuretikabehandlung in der Folge wieder aufgenommen werden.
Bei Hypertonikern, bei denen das Diuretikum nicht abgesetzt werden kann, sollte die Therapie mit Prinil Mepha mit einer Dosis von 5 mg begonnen werden. Die spätere Dosierung richtet sich nach der Blutdruckreaktion.
Dosierungsanpassung bei Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die Dosierung von der Kreatininclearance abhängig:
Kreatininclearance (ml/min) Anfangsdosis (mg/Tag)
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Zwischen 70 und 30 ml/min 5–10 mg
Zwischen 30 und 10 ml/min 2,5–5 mg
Kleiner als 10 ml/min
(einschliesslich
Dialysepatienten)** 2,5 mg*
* Dosierung und/oder Verabreichungshäufigkeit sollten dem Ansprechen des Blutdrucks angepasst werden.
** Siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» – Patienten unter Hämodialyse.
Die Dosierung kann erhöht werden, bis der Blutdruck unter Kontrolle ist oder bis zu einer Maximaldosis von 40 mg täglich.
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