InteraktionenLithium: Ansteigen des Lithiumspiegels mit Überdosierungssymptomen. Eine strikte Kontrolle der Lithiumserumwerte und Anpassung der Dosierung ist angezeigt. Auf die Kombination mit anderen Diuretika soll wegen möglicher Hypokaliämie verzichtet werden.
Digitalispräparate: Die toxischen Effekte der Digitalispräparate können durch Hypokaliämie manifest werden.
Medikamente, die torsades de pointes hervorrufen können wie Ia-Antiarrhythmika, Amiodaron, Sotalol, Erythromycin i.v., Halofantrin, Pentamidin, Terfenadin, Vincamin: Risikofördernde Faktoren sind Hypokaliämie, Bradykardie und Verlängerung des QT-Intervalls.
NSAR, hochdosierte Salicylate, Kortikoide, Tetracosactid: Verminderung der antihypertensiven Wirkung.
Baclofen, trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika: Verstärkung der antihypertensiven Wirkung.
Kalium-senkende Medikamente wie Amphotericin B, Kortikoide, Tetracosactid, Laxativa: Hypokaliämie. Kaliumsparende Diuretika (additive Wirkung): Hyperkaliämie (insb. bei Niereninsuffizienten oder Diabetikern).
ACE-Hemmer: Aufgrund einer evtl. vorhandenen Hyponatriämie besteht das Risiko einer abrupten arteriellen Hypotonie und/oder akuten Niereninsuffizienz. Bei essentieller Hypertonie soll bei Patienten, bei denen eine vorausgegangene Diuretikabehandlung möglicherweise eine Natriumdepletion hervorgerufen hat, entweder das Diuretikum 3 Tage vor Beginn der Therapie mit dem ACE-Hemmer abgesetzt und im Bedarfsfall ein kaliumsenkendes Diuretikum eingeführt werden, oder der ACE-Hemmer in kleinen Initialdosen verabreicht und die Dosis langsam gesteigert werden.
Bei kongestiver Herzinsuffizienz soll die Behandlung mit einer sehr kleinen ACE-Hemmer-Dosis, eventuell nach Reduktion der Dosis des gleichzeitig verabreichten kaliumsenkenden Diuretikums, begonnen werden.
In jedem Falle ist in den ersten Wochen der ACE-Hemmer-Therapie eine Überwachung der Nierenfunktion (Bestimmung des Serumkreatinins) erforderlich.
Metformin: Eine mögliche, durch ein Diuretikum ausgelöste funktionelle Niereninsuffizienz kann eine Laktazidose induzieren. Metformin soll nicht angewendet werden, wenn die Serumkreatininwerte 15 mg/l (135 µmol/l) beim Mann und 12 mg/l (110 µmol/l) bei der Frau überschreiten.
Jod-Röntgenkontrastmittel: Durch eine möglicherweise bestehende Dehydratation ist das Risiko einer akuten Niereninsuffizienz erhöht, insb. bei hohen Dosen.
Kalzium: Risiko einer Hyperkalzämie.
Ciclosporin: Risiko der Erhöhung der Serumkreatininwerte.
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