PharmakokinetikAbsorption
Nach einer Absorption von 90 - 95% im Magendarmtrakt unterliegt Isradipin einem ausgedehnten First-pass-Metabolismus, was eine Bioverfügbarkeit von ungefähr 16 - 18% zur Folge hat.
Nach oralen Dosen bis zu 20 mg verhalten sich sowohl die maximale Plasmakonzentration als auch der Bereich unter der Kurve linear zur Dosis.
Etwa 50% des in Lomir SRO-Kapsel enthaltenen Isradipins wird innerhalb von 10 Stunden resorbiert, und die maximale Plasmakonzentration wird etwa 5 - 7 Stunden nach der Verabreichung erzielt. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) beträgt 1 ng/ml nach einer Einzeldosis einer 5 mg Lomir SRO-Kapsel und 1.8 ng/ml im Fliessgleichgewicht.
Die Einnahme der Lomir SRO-Kapsel während des Essens führt zu etwas höheren maximalen Plasmaspiegeln und erhöht die Bioverfügbarkeit um ca. 20%.
Grapefruitsaft erhöht die Bioverfügbarkeit von Dihydropyridinen durch Hemmung des First-pass-Metabolismus.
Distribution
Isradipin ist zu ca. 95% an Plasmaproteine gebunden; sein scheinbares Verteilungsvolumen beträgt 283 l.
Metabolismus
Isradipin wird fast vollständig in der Leber metabolisiert durch Esterabspaltung und Aromatisierung der Dihydropyridin-Einheit. 95% von Isradipin werden zu 5 Metaboliten abgebaut.
In-vitro-Daten haben gezeigt, dass keiner dieser Metaboliten zu den kardiovaskulären Wirkungen von Isradipin beiträgt.
Elimination
Die Gesamtclearance von Isradipin beträgt 43 l/h. Seine Elimination ist zweiphasig; die terminale Halbwertszeit liegt bei 8.4 Stunden. Ca. 60 - 65% einer verabreichten Dosis wird über den Urin, 25 - 30% über die Faeces als Metabolite ausgeschieden. Im Urin lässt sich kein unveränderter Wirkstoff nachweisen.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Nierenfunktionsstörungen
Daten haben keine eindeutige Korrelation zwischen der Nierenfunktion und der Bioverfügbarkeit gezeigt. Sowohl ein Anstieg als auch eine Abnahme der Kreatinin Clearance und der systemischen Clearance von Isradipin wurden bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung beobachtet.
Ältere Patienten und Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Es wurde berichtet, dass bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion die Bioverfügbarkeit erhöht ist, wobei Erhöhungen von bis zu 27% erreicht wurden.
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