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Fachinformation zu Beloc ZOK® 25, 50, 100, 200:Recordati AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Patienten, die mit β-Rezeptor-Blockern behandelt werden, sollten keine intravenösen Verabreichungen von Calciumantagonisten des Verapamil-Typs erhalten.
Im Allgemeinen sollten wegen Bluthochdruck behandelte Patienten mit gleichzeitiger obstruktiver Atemwegserkrankung keine β-Rezeptor-Blocker erhalten. In Fällen, in denen entsprechende andere Medikamente z.B. Diuretika, nicht vertragen werden oder unwirksam sind, kann Beloc ZOK aufgrund seiner Kardioselektivität verabreicht werden. Dabei ist die geringste noch wirksame Dosis zu wählen und die Dosierung des β2–Stimulators neu einzustellen.
Beloc ZOK kann bei genetisch bedingtem Debrisoquin-Polymorphismus bei langsamen Metabolisieren zu einer erhöhten Plasmakonzentration führen.
Metoprolol beeinflusst die Freisetzung von Insulin und den Kohlenhydratstoffwechsel in geringerem Masse als nichtselektive Betablocker. Im Gegensatz zu nichtselektiven β-Rezeptor-Blockern werden die Symptome einer Hypoglykämie bei Diabetikern durch Metoprolol nur teilweise verdeckt. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Diabetische Patienten sind darauf hinzuweisen, dass β-Rezeptor-Blocker die bei Hypoglykämie auftretende Tachykardie abschwächen können; andere Zeichen einer Hypoglykämie wie Schwindel oder Schwitzen werden unter Umständen nicht wesentlich unterdrückt, Schwitzen kann sogar verstärkt werden.
Bei Patienten mit bestehender Herzdekompensation sollte diese vor und während der Metoprolol-Therapie behandelt werden.
Eine AV-Überleitungsstörung mässigen Grades kann zunehmen (bis zum AV-Block).
Metoprolol kann periphere arterielle Durchblutungsstörungen verstärken, hauptsächlich aufgrund seiner blutdrucksenkenden Wirkung.
Wird Metoprolol Patienten gegeben, bei denen ein Phäochromozytom bekannt ist, ist gleichzeitig ein α-Rezeptor-Blocker zu verabreichen (siehe „Kontraindikationen“).
Bei Leberzirrhose kann die Bioverfügbarkeit der β-Rezeptor-Blocker zunehmen, was zu höheren Plasmakonzentrationen führt.
Eine abrupte Unterbrechung der Therapie ist gefährlich, insbesondere bei Hochrisikopatienten und muss deshalb vermieden werden.
Die Medikation mit β-Rezeptor-Blockern sollte während einer Operation nicht unterbrochen werden. Vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird.
Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die nicht am Herzen vorgenommen wird, sollten keine akute Erstbehandlung mit hohen Metoprololdosen erhalten, da dies mit Bradykardie, Hypotonie und Schlaganfall (auch mit tödlichem Ausgang) bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht wurde.
Soll die Therapie mit Beloc ZOK abgeschlossen werden, muss die Metoprolol-Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen reduziert werden. Dabei wird empfohlen, jeweils die halbe Dosis (Tablette mit geringerem Wirkstoffgehalt) einzunehmen, bis zum letzten Schritt, bei welchem eine ½ Tablette à 25 mg eingenommen wird. Die letzte Dosierungsstufe von 12,5 mg muss während mindestens 4 Tagen eingenommen werden, bevor die Therapie beendet werden darf. Sollten während dieser Absetzphase Symptome auftreten, muss die Dosisreduktion langsamer erfolgen. Ein abrupter Therapieabbruch kann eine chronische Herzinsuffizienz verschlimmern und das Risiko eines Myokardinfarktes sowie des plötzlichen Herztodes erhöhen.
Während dieser Massnahme sind insbesondere Patienten mit einer ischämischen Herzkrankheit sorgfältig zu überwachen. Das Risiko für koronare Ereignisse, inklusive plötzlichem Herztod, kann während der Absetzphase des β-Rezeptor-Blockers erhöht sein.
Patienten, die β-Rezeptor-Blocker einnehmen, zeigen eine schwerere Verlaufsform beim anaphylaktischen Schock.

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