InteraktionenGewisse gleichzeitige oder in kurzem zeitlichen Abstand mit Natrium-o-iod[123I]hippurat verabreichte Arzneimittel erhöhen oder verringern den effektiven renalen Plasmafluss. Dies resultiert in falsch-positiven oder -negativen Einschätzungen der Nierenfunktion.
Dopamin erhöht den effektiven renalen Plasmafluss, wohingegen Dopamin-Antagonisten ihn vermindern.
Iodierte Kontrastmittel und Aminoglycoside erniedrigen ebenfalls den effektiven renalen Plasmafluss, abhängig vom Grad der vorher bestehenden Nierenerkrankung, der Menge des verabreichten Kontrastmittels und der Art der Verabreichung.
Renogramme, die unmittelbar nach einer Arteriographie oder nach einem Kontrastmittel-Computertomogramm durchgeführt wurden, sollten nicht als quantitative Basisstudie zum Vergleich mit späteren Untersuchungen verwendet werden.
Die Wirkung von iodierten Kontrastmitteln hält üblicherweise nicht länger als zwei Wochen an. Daher sollte eine quantitative Basis-Nierenuntersuchung mit Hippuran (I-123) injection Curium frühestens 1 - 2 Wochen nach einer Kontrastmitteluntersuchung erfolgen.
Cyclosporin und Cisplatin haben eine nephrotoxische Wirkung und können die Differentialdiagnose einer Nierenfehlfunktion beeinträchtigen. (Cyclosporin vermindert die tubuläre Funktion, und über Cisplatin wurde berichtet, dass es die Harnausscheidung vermindert).
Probenecid hemmt den renalen tubulären Transportmechanismus für organische Säuren und kann daher die Akkumulation und Ausscheidung von o-123I-Iodhippursäure reduzieren, so dass eine Beeinträchtigung der renalen tubulären Funktion vorgetäuscht wird.
Furosemid steigert den renalen Blutfluss durch Reduktion der vaskulären Widerstandskraft im Sinne einer vaskulären Dilatation. Relativ hohe Furosemid-Dosierungen können durch irreführende gute Renogramm- und Flow-Kurven zu falsch negativen Ergebnissen führen. Geringe Dosierungen haben den entgegengesetzten Effekt. Daher sollten grössere Änderungen der Dosierung von Furosemid innerhalb von 24 Stunden vor einer Untersuchung mit Hippuran (I-123) injection Curium vermieden werden.
Grundsätzlich sollten die hier aufgeführten oder andere Substanzen weder gleichzeitig mit Hippuran (I-123) injection Curium noch in kürzerem zeitlichem Abstand verabreicht werden, es sei denn, das Untersuchungsziel erfordere ein solches Vorgehen. In jedem Fall muss bei der Auswertung der Befunde die Medikation des Patienten zum Zeitpunkt der Untersuchung berücksichtigt werden.
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