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Fachinformation zu Human-Albumin 20% Behring:CSL Behring (Schweiz) AG
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Gal.Form/Ther.Gr.Zusammens.Eigensch.Pharm.kinetikInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Anw.einschr.Unerw.Wirkungen
Interakt.Überdos.Sonstige H.Swissmedic-Nr.Stand d. Info. 

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen
1. Überempfindlichkeit gegen Albuminpräparate.
2. Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere Bestandteile des Präparates.
3. Alle Zustände, bei denen Hypervolämie und deren Folgeerscheinungen (z. B. erhöhtes Schlagvolumen, erhöhter Blutdruck) oder Hämodilution ein spezielles Risiko für den Patienten bedeuten. Beispiele solcher Zustände sind:
- dekompensierte Herzinsuffizienz;
- Hypertonie;
- Ösophagusvarizen;
- Lungenödem;
- hämorrhagische Diathese;
- schwere Anämie;
- renale und postrenale Anurie.
4. Dehydrierung.

Vorsichtsmassnahmen
Die kolloidosmotische Wirkung von Humanalbumin 20% ist etwa viermal so hoch wie die des Blutplasmas. Daher ist bei der Anwendung von konzentriertem Albumin darauf zu achten, dass der Patient ausreichend hydriert wird. Die Patienten sollten sorgfältig auf Kreislaufüberlastung bzw. Überwässerung überwacht werden.
Wenn die verabreichte Dosis von Human Albumin 20% eine Menge von 200 ml übersteigt, sollten zusätzlich geeignete Elektrolytlösungen verabreicht werden, um ein normales Flüssigkeitsgleichgewicht zu erhalten. Als Alternative kann die Therapie auch mit Human Albumin 5% fortgesetzt werden.
Treten allergische oder anaphylaktoide Reaktionen auf, sollte die Infusion sofort abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Bei anaphylaktischem Schock sind die aktuellen medizinischen Standards zur Schockbehandlung zu befolgen.
Die Anwendung von Albumin zur Therapie des hypovolämischen Schocks sollte in Übereinstimmung mit den aktuellen Richtlinien erfolgen.
Besondere Vorsicht ist bei der Verabreichung von Albumin in pathologischen Situationen geboten, in denen die Permeabilität der Kapillargefässe erhöht sein kann, wie z.B. bei grossflächigen Verbrennungen.
Wenn vergleichsweise grosse Volumina ersetzt werden müssen, ist eine Kontrolle der Blutgerinnung und des Hämatokrits erforderlich. Auf eine ausreichende Substitution von anderen Blutbestandteilen (Gerinnungsfaktoren, Elektrolyte, Thrombozyten und Erythrozyten) ist zu achten.
Sind Dosis und/oder Infusionsrate zu hoch, kann es zur Hypervolämie kommen. Bei den ersten klinischen Zeichen einer Herz-Kreislauf-Überlastung (Kopfschmerzen, Dyspnoe, Halsvenenstauung) oder bei erhöhtem Blutdruck, erhöhtem Venendruck und Lungenödem muss die Infusion sofort abgebrochen werden.
Bei chronisch niereninsuffizienten Patienten mit Enzephalopathie, Osteopathie oder mikrozytärer Anämie, die durch Aluminiumintoxikation verursacht oder mitverursacht sein könnten, sollte eine zusätzliche Aluminiumzufuhr vermieden werden. In diesen seltenen Fällen sollten deshalb auch aluminiumhaltige Infusionslösungen, zu denen alle Humanalbumin-Lösungen gehören, vorsorglich nicht verabreicht werden. Auch bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz und erheblicher Aluminium-Vorbelastung ist Zurückhaltung in der Anwendung höherer Dosen von Albumin geboten.

Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaftskategorie C: Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Medikament bei Schwangeren oder stillenden Frauen nur verabreicht werden, wenn der erwartete Nutzen das foetale Risiko übersteigt. Aus der klinischen Erfahrung bei der Anwendung von Humanalbumin bei schwangeren Frauen haben sich jedoch bisher keine Hinweise auf schädigende Einflüsse auf die embryonale und/oder foetale Entwicklung ergeben.

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