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Fachinformation zu Maxalt®/- lingual:MSD Merck Sharp & Dohme AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Maxalt/Maxalt lingual sollte nur an Patienten abgegeben werden, bei denen die klare Diagnose einer Migräne gestellt wurde.
Es liegt keine Erfahrung vor bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz.
Maxalt/Maxalt lingual sollte nicht verwendet werden, um sog. «atypische» Kopfschmerzen zu behandeln, d.h. solche, die mit einem möglicherweise ernsthaften medizi­nischen Problem verbunden sein könnten (z.B. Schlaganfall, rupturiertes Aneurysma), bei welchen eine zerebrale Vasokonstriktion schwerwiegende Folgen haben könnte.
Bei dieser Klasse von Medikamenten, einschliesslich Maxalt (siehe «Unerwünschte Wirkungen»), wurde in seltenen Fällen über schwerwiegende koronare Ereignisse berichtet.
Bei einem der 3700 Patienten mit Migräne, welche in den klinischen Premarketing Studien mit Maxalt teilnahmen, wurde nach Verabreichung einer einzelnen 10 mg Dosis über Brustschmerzen mit möglichen ischämischen EKG-Veränderungen berichtet.
Bevor dieses Medikament verschrieben wird, sollte bei Patienten mit Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) (z.B. Patienten mit Hypertonie, Diabetes mellitus, Raucher und solche mit einer eindeutigen Familienanamnese für KHK) eine kardiovaskuläre Beurteilung in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit nachgewiesener KHK sollte Maxalt/Maxalt lingual nicht verschrieben werden (vgl. «Kontraindikationen»).
Zerebrovaskuläre Ereignisse und Fatalitäten in Verbindung mit 5-HT 1 -Agonisten: Bei Patienten, die mit anderen 5-HT 1 -Agonisten behandelt wurden, ist über zerebrale Blutungen, Subarachnoidalblutung, Schlaganfall und andere zerebrovaskuläre Ereignisse berichtet worden; einzelne haben zu einem fatalen Ausgang geführt. In mehreren Fällen scheint es möglich, dass die zerebrovaskulären Ereignisse primär vorhanden waren und die Agonisten im irrtümlichen Glauben verabreicht wurden, bei den vom Patienten wahrgenommenen Symptome handle es sich um eine Folge von Migräne, obwohl dies nicht zutraf. Es sollte beachtet werden, dass Patienten mit Migräne möglicherweise einem erhöhten Risiko für zerebrovaskuläre Ereignisse (wie z.B. Schlaganfall, Hämorrhagien, transitorische ischämische Attacken) unterworfen sein könnten.
Andere vasospasmusbezogene Ereignisse: 5-HT 1 -Agonisten können möglicherweise auch andere nicht koronar-arterielle Vasospasmen verursachen. Sowohl über periphere vaskuläre Ischämien, wie auch über Kolonischämien mit Abdominalschmerzen und blutiger Diarrhö wurde im Zusammenhang mit 5-HT 1 berichtet.
Erhöhung des Blutdrucks: In seltenen Fällen wurde bei Patienten unter 5-HT 1 -Agonisten, mit und ohne Hypertonie in der Vorgeschichte, über signifikante Erhöhungen des Blutdrucks, einschliesslich hypertensiver Krisen, berichtet. Bei gesunden männlichen und weiblichen Probanden, welche Maximaldosen Maxalt (10 mg alle 2 Stunden, 3 Dosierungen) bekamen, wurden geringe Erhöhungen des Blutdrucks (ungefähr 2–3 mmHg) beobachtet. Rizatriptan ist bei Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck kontraindiziert (s. «Kontraindikationen»).
Andere 5-HT 1B/1D Agonisten (z.B. Sumatriptan) sollten nicht gleichzeitig mit Maxalt/Maxalt lingual verwendet werden.
Die Verabreichung von Medikamenten des Ergotamin-Typs (z.B. Ergotamin, Dihydro-Ergotamin oder Methysergid) und Maxalt/Maxalt lingual innerhalb eines 6-Stunden-Abstands wird nicht empfohlen. Obwohl in einer klinisch pharmakologischen Studie mit 16 gesunden männlichen Probanden, welche oral Rizatriptan und parenteral Ergotamin erhielten, keine additiven vasokonstriktorischen Wirkungen beobachtet wurden, sind solche Additivwirkungen theoretisch möglich.
Die Laktosemenge in jeder Tablette (30,25 mg in der 5 mg Tablette und 60,50 mg in der 10 mg Tablette) ist wahrscheinlich nicht ausreichend, um spezifische Symptome einer Laktoseintoleranz hervorzurufen.
Serotonin Syndrom: Über Fälle von lebensbedrohlichem Serotonin-Syndrom wurde berichtet während der kombinierten Einnahme von Arzneimitteln mit serotonerger Wirkung wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehem­mern (SSRIs)/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRIs) und Triptanen. Falls die gleichzeitige Verwendung von Maxalt und einem SSRI (z.B. Sertralin, Escitalopram Oxalat, und Fluoxetin) oder einem SNRI (z.B. Venlafaxin, Duloxetin) klinisch nötig ist, sollte der Patient sorgfältig beobachtet werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei Dosiserhöhungen. Die Symptome des Serotonin-Syndromes können Veränderungen des Mentalzustandes (z.B. Erregung, Halluzinationen, Unruhe, Angst, Reizbarkeit, Delirium und Koma), autonome Instabilität (z.B. Tachykardie, labiler Blutdruck, Hyperthermie), neuromuskuläre Aberration (z.B. Hyperreflexie, Unkoordiniertheit) und/oder gastrointestinale Symptome (z.B. Nausea, Erbrechen, Durchfall) beeinhalten (s. «Interaktionen»).
Übermässige Anwendung von Arzneimitteln zur akuten Behandlung von Migräneanfällen wurde bei diesbezüglich empfindlichen Patienten mit einer Exazerbation der Kopfschmerzen in Verbindung gebracht (Medikamentenübergebrauchskopfschmerz).
Medikamentenübergebrauchskopfschmerz kann sich als Migräne-ähnliche tägliche Kopfschmerzen oder als eine deutliche Erhöhung der Frequenz von Migräneattacken präsentieren trotz (oder aufgrund) regelmässiger oder übermässiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Migräne. Es kann nötig sein, die Patienten zu detoxifizieren, inklusive Entzug der übermässig angewendeten Arzneimittel und Behandlung von Entzugssymptomen (was oft mit vorübergehender Verschlechterung der Kopfschmerzen einhergeht).

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