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Fachinformation zu Quixil®:Janssen-Cilag AG
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info.

AMZV

Zusammensetzung

Komponente 1
Wirkstoff:Gerinnungsfähiges humanes Protein (vorwiegend Fibrinogen und Fibronectin).
Hilfsstoffe:Acidum tranexamicum, Arginini hydrochloridum, Glycinum, Natrii chloridum, Natrii citras, Calcii chloridum, Aqua ad iniectabilia.
Komponente 2
Wirkstoffe:Humanes Thrombin, Calcii chloridum.
Hilfsstoffe:Albuminum humanum, Mannitolum, Natrii acetas, Aqua ad iniectabilia.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Quixil Humaner Fibrinkleber-Kit für die Chirurgie umfasst eine Zweikomponentenpackung, die Lösung einer biologischen Wirkkomponente (BAC) sowie eine Thrombin-Lösung enthält, sowie eine Packung mit dem Set zur Applikation.
Die beiden Komponenten setzen sich wie folgt zusammen:
Komponente 1
Lösung der biologischen Wirkkomponente (BAC) enthält pro ml Lösung:
Wirkstoff:Gerinnungsfähiges humanes Protein (vorwiegend Fibrinogen und Fibronectin) 40–60 mg, Gesamtproteinmenge 60–80 mg.
Hilfsstoffe:Acidum tranexamicum 85–105 mg, Arginini hydrochloridum 17–21 mg, Glycinum 7,2–8,6 mg, Natrii chloridum 6,9–7,1 mg, Natrii citras 2,4–2,9 mg, Calcii chloridum 0,14–0,16 mg, Aqua ad iniectabilia ad 1 ml.
Komponente 2
Thrombin-Lösung enthält pro ml Lösung:
Wirkstoffe:Humanes Thrombin 1000 IU, Calcii chloridum 5,6–6,2 mg.
Hilfsstoffe:Albuminum humanum 5,0–6,5 mg, Mannitolum 18,5–20,5 mg, Natrii acetas 2,5–2,7 mg, Aqua ad iniectabilia ad 1 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Indikationen
Quixil wird zur unterstützenden Behandlung in der Chirurgie zur Verbesserung der Blutstillung eingesetzt, wenn chirurgische Standardmassnahmen unzureichend sind.

Dosierung/Anwendung

Die Verwendung von Quixil ist erfahrenen Chirurgen vorbehalten.
Bei der Applikation von Quixil muss der Druck innerhalb des vom Hersteller des Sprühapplikators empfohlenen Bereichs liegen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Dosierung
Die zu applizierende Menge Quixil und die Anwendungshäufigkeit sollte sich stets nach der klinischen Situation des Patienten richten.
Die zu applizierende Dosis orientiert sich unter anderem an Faktoren wie der Art des chirurgischen Eingriffs, der Grösse der behandlungsbedürftigen Fläche, der Art der beabsichtigten Anwendung sowie der Zahl der Anwendungen.
Die Anwendung des Produktes muss vom behandelnden Arzt an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. In klinischen Prüfungen lagen die Dosen im typischen Fall bei 5 bis 10 ml des kombinierten Arzneimittels. Bei manchen Eingriffen (z.B. bei Lebertraumen oder beim Verschliessen grosser Brandwunden) können grössere Mengen Quixil erforderlich sein.
Die anfängliche Produktmenge, die auf eine bestimmte anatomische Stelle oder Gewebeoberfläche appliziert werden soll, muss ausreichend sein, um die gesamte behandlungsbedürftige Gewebefläche vollständig zu bedecken. Die Behandlung kann bei Bedarf wiederholt werden.
Quixil wird in kurzen Stössen (0,1–0,2 ml) auf das Gewebe aufgesprüht oder tropfenweise aufgebracht, so dass eine gleichmässig dünne Schicht entsteht.
Erwachsene
Die übliche Dosierung beträgt 5 bis 10 ml des kombinierten Produktes. Es dürfen nicht mehr als 20 ml verabreicht werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder und Jugendliche
Die Erfahrung mit Quixil in dieser Altersgruppe ist beschränkt (vgl. auch Rubrik «Klinische Wirksamkeit»). Die empfohlene Höchstdosis beträgt 10 ml, für Kleinkinder 5 ml des kombinierten Produktes. In der orthopädischen Chirurgie sind die verfügbaren Daten nicht ausreichend, um eine Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren zu empfehlen.
Anwendung
Nur zur lokalen Anwendung.
Die Lösungen werden in der in Kapitel «Sonstige Hinweise», Abschnitt «Hinweise für die Handhabung» beschriebenen Weise vorbereitet. Die Oberfläche der zu behandelnden Wunde soll möglichst trocken sein. Ausführlichere Hinweise sind Abschnitt «Hinweise für die Handhabung» zu entnehmen.

Kontraindikationen

Quixil darf nicht intravaskulär angewendet werden.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der Hilfsstoffe.
Produkte, die Tranexamsäure enthalten, dürfen nicht bei neurochirurgischen Eingriffen oder sonstigen Operationen eingesetzt werden, bei denen es zum Kontakt mit der Zerebrospinalflüssigkeit oderDura materkommen kann (z.B. bei chirurgischen Eingriffen im Bereich von Ohren, Nase, Augen und Wirbelsäule), weil ein Risiko für eine zerebrale Neurotoxizität (wie z.B. Ödeme oder Krampfanfälle) mit potentiell tödlichem Ausgang besteht.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nur zur lokalen Anwendung. Nicht intravaskulär verabreichen.
Vor der Anwendung von Quixil ist darauf zu achten, dass Teile des Körpers, die sich ausserhalb des gewünschten Anwendungsbereichs befinden, ausreichend geschützt (d.h. bedeckt) sind, um zu verhindern, dass der Fibrinkleber auf Stellen appliziert wird, wo er nicht erwünscht ist.
Über die Anwendung dieses Produktes zum Kleben von Gewebe, über die endoskopische Anwendung zur Behandlung von Blutungen oder bei gastrointestinalen Anastomosen liegen noch keine ausreichenden Daten vor.
Wenn das Produkt versehentlich intravaskulär angewendet wird, können lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen auftreten.
Bei der Verwendung eines Sprühapplikators mit Druckregler zur Verabreichung von Quixil sind Luft- oder Gasembolien aufgetreten. Diese Zwischenfälle scheinen in Zusammenhang zu stehen mit der Anwendung des Sprühapplikators bei höheren als den empfohlenen Drücken und/oder in zu geringem Abstand von der Gewebeoberfläche.
Bei der Applikation von Quixil mit einem Sprühapplikator muss der Druck innerhalb des vom Hersteller des Sprüh­applikators empfohlenen Bereichs liegen. Wenn keine spezifische Empfehlung vorliegt, darf der Druck 2,0–2,5 bar nicht überschreiten. Quixil darf nicht näher als mit dem vom Hersteller des Sprühapplikators empfohlenen Abstand aufgesprüht werden. Wenn keine spezifische Empfehlung vorliegt, darf Quixil nicht näher als 10–15 cm von der Gewebeoberfläche entfernt aufgesprüht werden. Beim Aufsprühen von Quixil sollten Veränderungen von Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und exspiratorischem CO 2 wegen der Gefahr einer möglichen Luft- oder Gasembolie überwacht werden.
Bei der Verwendung von separaten Zubehörspitzen mit diesem Produkt muss die Gebrauchsanweisung der Spitzen befolgt werden.
Wie bei jedem proteinhaltigen Produkt sind auch bei Quixil Überempfindlichkeitsreaktionen möglich. Anzeichen für Überempfindlichkeitsreaktionen sind Quaddeln, genera­lisierte Urtikaria, Engegefühl in der Brust, Keuchatmung, Hypotonie und anaphylaktischer Schock. Wenn diese Symptome auftreten, muss die Anwendung des Fibrinklebers sofort abgebrochen werden.
Im Fall eines Schockzustandes sind die gängigen medizini­schen Massnahmen der Schockbehandlung durchzuführen.
Standardmethoden zur Prävention von Infektionskrankheiten durch Arzneimittel, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt werden, beinhalten eine strenge Spenderauswahl, ein Testen der Einzelspenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker und die Einbeziehung wirksamer Inaktivierungs- und Eliminationsschritte in den Herstellungsprozess. Trotz dieser Massnahmen kann bei der Anwendung von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt sind, die Möglichkeit einer Übertragung von Infektionserregern nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für unbekannte oder neu aufgetretene Viren sowie andere Krankheitserreger.
Die eingesetzten Massnahmen gelten als wirksam gegen umhüllte Viren, wie z.B. HIV, HCV und HBV.
Die eingesetzten Massnahmen sind jedoch gegen nicht-umhüllte Viren, wie z.B. HAV und Parvovirus B19, möglicherweise von begrenzter Wirksamkeit.
Infektionen mit dem Parvovirus B19 können vor allem für Schwangere (Infektion des Feten) und für Menschen mit Immunschwäche oder gesteigerter Erythropoese (z.B. hämolytische Anämie) gefährlich sein.
Es wird dringend empfohlen, bei jeder Anwendung von Quixil die Bezeichnung und die Chargennummer des Produktes zu dokumentieren, um eine Verbindung zwischen dem Patienten und der Produktcharge herstellen zu können.

Interaktionen

Formale Interaktionsstudien wurden nicht durchgeführt. Wie vergleichbare Arzneimittel oder Thrombinlösungen kann der Fibrinkleber nach Exposition gegenüber alkohol-­, jod- oder schwermetallhaltigen Lösungen (wie z.B. antiseptischen Lösungen) denaturiert werden. Solche Substanzen müssen daher vor dem Auftragen des Fibrinklebers weitestgehend entfernt werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Zur Sicherheit von Fibrinklebern/Hämostatika während der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bisher keine kontrollierten klinischen Studien durchgeführt. Tierexperimentelle Studien reichen zur Beurteilung der Sicherheit im Hinblick auf die Fortpflanzung, die Entwicklung des Embryos oder Feten, den Verlauf der Schwangerschaft und die peri- und postnatale Entwicklung nicht aus. Das Produkt sollte Schwangeren und stillenden Müttern deshalb nur bei strenger Indikationsstellung verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht relevant.

Unerwünschte Wirkungen

Bei Patienten, die mit Fibrinkleber/Hämostatika behandelt wurden, können in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen auftreten (z.B. Ödem, Brennen und Stechen an der Applikationsstelle, Bronchiospasmen, Schüttelfrost, Hitzewallungen, genera­lisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Quaddeln, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Ruhelosigkeit, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Keuchatmung). In vereinzelten Fällen schritten diese Reaktionen zu einem schweren anaphylaktischen Schock fort. Solche Reaktionen treten besonders dann auf, wenn das Produkt mehrmals angewendet oder Patienten verabreicht wird, von denen eine Überempfindlichkeit gegen die Bestandteile des Produktes bekannt ist.
In seltenen Fällen kann es zur Bildung von Antikörpern gegen die Bestandteile des Fibrinklebers/hämostatischer Produkte kommen.
Die versehentliche intravaskuläre Injektion kann zu einem thromboembolischen Ereignis und disseminierter intravasaler Gerinnung (DIG) führen. Ferner besteht auch ein Risiko für eine anaphylaktische Reaktion (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Zur Sicherheit in Bezug auf übertragbare Erreger siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Überdosierung

Es sind keine Fälle von Überdosierung mit Quixil bekannt.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B02BC10
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Die Fibrin-Reaktion leitet die letzte Phase der physiologischen Blutgerinnung ein. Die Umwandlung von Fibrinogen in Fibrin erfolgt durch Spaltung des Fibrinogens in Fibrinmonomere und Fibrinopeptide. Die Fibrinmonomere ballen sich zusammen und bilden ein Fibringerinnsel. Faktor XIIIa, die durch Thrombin aktivierte Form von Faktor XIII, vernetzt das Fibringerinnsel. Für die Umwandlung von Fi­brinogen und für die Vernetzung von Fibrin sind Calciumionen notwendig.
Mit fortschreitender Wundheilung, induziert Plasmin eine erhöhte fibrinolytische Aktivität, was den Abbau von Fibrin zu Fibrinabbauprodukten einleitet. Der proteolytische Abbau von Fibrin wird durch Tranexamsäure gehemmt.
Klinische Wirksamkeit
Klinische Studien, die die Hämostasewirkung und Versiegelung belegen, wurden bei 222 Patienten mit orthopädischen Operationen (Hüfttotalendoprothese und Kniegelenksprothese) und bei 176 Patienten mit Leberoperationen (Leberresektion und Lebertransplantation) durchgeführt. In der Leberchirurgie-Studie waren 8 pädiatrische Patienten aufgenommen worden, von denen 5 jünger als 2 Jahre waren.
In einer Studie an 59 Patienten, die sich einer Kniege­lenksersatzoperation unterzogen, wurde die hämostatische Wirkung von Quixil an Patienten, die vor der Operation mit niedermolekularem Heparin behandelt worden waren, bestätigt. Ausserdem wurde eine Phase II-Studie bei 20 Patienten (10 unter Quixil, 10 in der Kontrollgruppe) im Bereich von Gefässen (Endarteriektomie der Karotis) durchgeführt.

Pharmakokinetik

Quixil ist nur für die lokale Anwendung vorgesehen. Die intravaskuläre Anwendung ist kontraindiziert und demzufolge wurden auch keine pharmakokinetischen Studien mit intravaskulärer Verabreichung am Menschen durchgeführt.
Zur Untersuchung der Absorption und Elimination von Thrombin und Tranexamsäure (ein synthetisches Antifibrinolytikum, das als Stabilisator für BAC dient) wurden Studien an Kaninchen durchgeführt, bei denen die Substan­zen auf die angeschnittene Leberoberfläche im Anschluss an eine partielle Hepatektomie appliziert wurden. Mit Hilfe von 125 I-Thrombin wurde nachgewiesen, dass eine langsame Absorption der biologisch inaktiven Peptide erfolgt, die beim Abbau von Thrombin entstehen, wobei nach 6–8 Stunden (T max ) die Maximalkonzentration C max von 1–2% der applizierten Dosis im Plasma erreicht wurde.
Eine Studie mit 3 H-Tranexamsäure zeigte eine sehr rasche Absorption; T max lag in den meisten Fällen zwischen 0,2 und 2 Stunden. Zehn Stunden nach der Behandlung war die Elimination aus dem Plasma abgeschlossen.
Die aus der Resorption von Quixil resultierenden Plasmaspiegel von Tranexamsäure können eine systemische antifibrinolytische Wirkung haben. Die Substanz wird jedoch rasch ausgeschieden.
Fibrinkleber/Hämostatika werden in derselben Weise metabolisiert wie endogenes Fibrin, nämlich durch Fibrinolyse und Phagozytose.

Präklinische Daten

Quixil wurde im primären Hautreizungstest als nicht reizend und im Augenreizungstest als leicht reizend eingestuft. Weder die BAC- noch die Thrombin-Lösung induzieren mutagene Wirkungen im Ames-Test.
Nach lokaler Applikation erfolgt eine langsame Absorption von Thrombin in das Plasma, wobei es sich in erster Linie um Thrombin-Abbauprodukte handelt, die eliminiert werden.
Durch die Lösungsmittel/Detergentien-Reagenzien (TnBP und Triton X-100), die im Virusinaktivierungsverfahren eingesetzt werden, sind keine toxikologischen Wirkungen zu erwarten, da die Restspiegel weniger als 5 µg/ml betragen.
Studien an Kaninchen haben ergeben, dass Tranexamsäure, einer der Bestandteile von Quixil, bei direktem Kontakt mit Liquor cerebrospinalis oder Dura mater neurotoxische Störungen auslösen kann.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Quixil darf nicht mit anderen Arzneimitteln vermischt werden und sollte stets mit dem zum Lieferumfang gehörigen Applikationsset (Applikatorset für 1 und 2 ml resp. Applikatorset für 5 ml) angewendet werden.
Haltbarkeit
Jede der Komponenten von Quixil (BAC- und Thrombin-Lösung) ist mit einem Verfalldatum versehen, das bei Lagerung bei ≤–18 °C 2 Jahre nach dem Herstellungsdatum abläuft. Das Kombinationsset ist ebenfalls mit einem Verfalldatum versehen, das sich an dem kürzeren der beiden Verfalldaten der Komponenten orientiert.
Nach dem Auftauen können die ungeöffneten Glasflaschen an einem lichtgeschützten Ort bei 2–8 °C für bis zu 30 Tage aufbewahrt werden.
Bei Raumtemperatur unter 25 °C sind die BAC- und Thrombin-Lösung für 24 Stunden stabil.
Sind die BAC- und Thrombin-Lösung in das Applikationsset aufgezogen, sollten sie sofort appliziert werden. Unverbrauchte Produktreste müssen entsorgt werden.
Lagerungshinweise
Die Glasflaschen müssen aufrecht stehend aufbewahrt werden.
Bei ≤–18 °C lichtgeschützt lagern. Aufgetaute Produkte dürfen nicht wieder eingefroren werden.
Hinweise für die Handhabung
Auftauen
Die Glasflaschen sind nach einer der folgenden Methoden aufzutauen:
Bei 2–8 °C (Kühlschrank):die Glasflaschen tauen innerhalb von einem Tag auf oder
bei 20–25 °C (Raumtemperatur):die Glasflaschen tauen innerhalb von einer Stunde auf oder
in einem vorgewärmten OMRIX Auftaublock (bei 37 °C):die Glasflaschen tauen innerhalb von 10 Minuten auf und dürfen der Temperatur von 37 °C nicht langer als 90 Minuten ausgesetzt sein.
Vorbereitung
Die Packung mit dem Applikationsset enthält ein Spezialinstrument zum Aufsprühen des Produktes auf den zu behandelnden Bereich sowie einen Luftschlauch mit einem bakteriologischen Filter von 0,2 µm, der das Applikationsset mit Druckgas versorgt, damit Quixil als Spray appliziert werden kann. Die Applikationssets sind bei ungeöffneter und unbeschädigter Verpackung steril und nur zum Einmalgebrauch bestimmt. Zur Vorbereitung von Quixil für die Verabreichung sind keine Nadeln erforderlich.
Der Inhalt beider Glasflaschen ist in das Applikationsset aufzuziehen.
Beide Spritzen sind mit der gleichen Menge zu füllen; es dürfen sich dabei keine Luftblasen in den Spritzen bilden.
Applikation durch Aufträufeln
Die Spitze des Applikators muss möglichst nahe an die Gewebeoberfläche herangeführt werden, aber das Gewebe darf während der Applikation nicht berührt werden. Die Lösung wird tropfenweise auf den zu behandelnden Bereich geträufelt. Die Tropfen müssen sich einzeln von der Spitze des Applikators lösen. Wenn die Spitze des Applikators verstopft ist, kann die Katheterspitze um 0,5 cm zurückgeschnitten werden.
Sprayapplikation
Quixil kann mit Hilfe von CO 2 oder Druckluft versprüht werden.
Den kurzen Luftschlauch am Applikationsset an den männlichen Luer Lock-Anschluss am langen Luftschlauch anschliessen. Den weiblichen Luer Lock-Anschluss des Luftschlauchs (mit dem bakteriostatischen Filter) an einen Luftregulator anschliessen, der einen Druck von 2 bis 3 bar erzeugen kann. Der Luftregulator ist entsprechend den Anweisungen des Herstellers zu verwenden.
Zum Versprühen des Fibrinklebers ist Druck von 2,0 bis 2,5 bar (Messung des Luftflusses) einzustellen.
Der Abstand zwischen der Düse und der Gewebeoberfläche sollte idealerweise 10 bis 15 cm betragen. Das Produkt wird in kurzen Stössen (0,1–0,2 ml) auf die Gewebeoberfläche aufgesprüht, so dass eine gleichmässige, dünne Schicht entsteht. Quixil bildet einen durchsichtigen Film auf der Applikationsfläche.
Bei Anwendung von Quixil unter Einsatz eines Sprayapplikators sollte der Druck innerhalb des vom Hersteller des Sprayapplikators empfohlenen Bereiches liegen. Quixil sollte nicht aus einem kleineren Abstand als vom Hersteller des Sprayapplikators empfohlen aufgesprüht werden. Während des Aufsprühens von Quixil sollten, aufgrund des möglichen Auftretens von Luft- oder Gasembolien, Änderungen des Blutdruckes, Pulses, der Sauerstoffsättigung und der endexspiratorischen CO 2 -Konzentration überwacht werden.
Unverbrauchte Reste des Produktes oder Abfälle sind entsprechend den lokalen Vorschriften zu entsorgen.
Die Lösung sollte klar bis leicht opaleszent sein. Lösungen, die trüb sind oder Ablagerungen aufweisen, dürfen nicht mehr verwendet werden.
Anleitung für den Gebrauch des Applikations-Sets
Vorbereitung:Spritzenzylinder mit einer Hand festhalten und Spritzenkolben durch Hin- und Herschieben lösen.
1. Die beiden Ampullen (BAC und Thrombin) in die zwei sterilen Becher einsetzen. Die Becher müssen steril ge­handhabt werden.
2. Becher mit der Ampulle in die Hand nehmen und die Ampulle mit dem Verschlussstopfen in den Anschluss am Applikator hineindrücken. Den Vorgang mit der zweiten Ampulle wiederholen.
3. Spritzenzylinder mit einer Hand festhalten und beide Spritzen langsam aufziehen (die Ampullen müssen dabei nach oben weisen). Um Luft zu entfernen, kann die Flüssigkeit gegebenenfalls wieder in die Ampulle zurückinjiziert und nochmals aufgezogen werden.
4. Spritzenzylinder mit einer Hand festhalten und den Ampullen-Anschluss mit der anderen Hand vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn drehen. Ampullen-Anschluss, Ampulle und Ampullenbecher lösen sich automatisch gemeinsam ab.
5. Wenn ein Aufsprühen erforderlich ist, wird der Schlauch an eine Druckluft-Quelle angeschlossen. Der Applikator ist nun einsatzbereit.

Zulassungsnummer

55968 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

Abgabekat.

Rückerstattungskat.

QUIXIL Gewebekleber 2x1ml

Set 1 Stk

B

QUIXIL Gewebekleber 2x2ml

Set 1 Stk

B

QUIXIL Gewebekleber 2x5ml

Set 1 Stk

B

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Baar, ZG.

Stand der Information

August 2011.

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