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Fachinformation zu IRESSA®:AstraZeneca AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Behandlung mit IRESSA sollte nur von einem in der Behandlung von Lungenkarzinomen erfahrenen Onkologen durchgeführt werden.
Vor der Anwendung von IRESSA ist es wichtig, dass die Bestimmung des EGFR-Mutationsstatus anhand von Tumorgewebe vorgenommen wird. Wenn eine Tumorprobe nicht auswertbar ist, kann zirkulierende Tumor-DNA (circulating tumour DNA - ctDNA) verwendet werden, die aus einer Blut-(Plasma-)Probe gewonnen wird. Der direkten Bestimmung des Mutationsstatus aus Tumorgewebe (z.B. durch Tumorbiopsie) sollte Vorzug gegeben werden, da diese eine höhere Sensitivität aufweist, als die Bestimmung des Mutationsstatus aus der zirkulierenden Tumor-DNA.
In allen Fällen sollten nur robuste, zuverlässige und sensitive Tests mit erwiesener Eignung für die Bestimmung des EGFR-Mutationsstatus von Tumoren oder ctDNA verwendet werden, um falsch negative oder falsch positive Bestimmungen zu vermeiden.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von IRESSA bei Patienten mit metastasiertem NSCLC, deren Tumor EGFR Mutationen ausser denjenigen von Exon 19 Deletion oder Exon 21 (L858R) Substitution aufweisen, wurden nicht belegt.
Unter Behandlung mit IRESSA wurden interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) beobachtet, welche akut auftreten können und in einigen Fällen tödlich verliefen. Wenn sich Symptome wie Dyspnoe, Husten oder Fieber verschlimmern, soll die Therapie mit IRESSA unterbrochen und die Ursache abgeklärt werden. Bei Diagnose einer ILD darf IRESSA nicht erneut verabreicht werden.
In einer japanischen Fallkontroll-Studie (siehe «Unerwünschte Wirkungen») wurden folgende Risikofaktoren zur Entwicklung einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD) und erhöhter Mortalität identifiziert: Rauchen, schlechter Performance-Status (PS≥2), Hinweise auf eine Reduktion der Lungenmasse (≤50%), neu diagnostiziertes NSCLC (<6 Monate), bestehendes ILD, Alter (≥55 Jahre) und gleichzeitige Herzerkrankungen.
Erhöhte Transaminasen wurden beobachtet, gelegentlich im Zusammenhang mit einer Hepatitis. Vereinzelt wurde über Leberversagen berichtet; in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang. Es wird empfohlen, periodisch Leberfunktionstests durchzuführen. Treten schwerwiegende Veränderungen auf, sollte ein Absetzen des Arzneimittels in Erwägung gezogen werden.
Arzneimittel, die eine signifikante, anhaltende Erhöhung des pH-Wertes im Magen bewirken, können die Plasmakonzentration von Gefitinib senken und somit zu einer verminderten Wirksamkeit führen (siehe «Interaktionen»).
Die Patienten sind darauf hinzuweisen, umgehend einen Arzt zu konsultieren, falls bei ihnen schwere oder persistierende gastrointestinale Symptome wie Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit auftreten. Die Behandlung dieser Symptome soll gemäss klinischem Verlauf erfolgen.
Patienten, bei denen Anzeichen und Symptome einer vermuteten Keratitis wie z.B. akute oder schlechter werdende Augenentzündung, Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, Augenschmerzen und/oder gerötete Augen auftreten sollten unverzüglich einen Ophtalmologen konsultieren.
Die Behandlung mit IRESSA sollte unterbrochen werden, wenn die Diagnose einer ulcerativen Keratitis bestätigt ist. Falls die Symptome nicht bessern oder bei Wiederaufnahme der Behandlung mit IRESSA wiederkehren, sollte ein permanenter Therapieabbruch in Betracht gezogen werden.
Daten zur Liquorgängigkeit von IRESSA liegen nicht vor.
Zerebrovaskuläre Ereignisse wurden in klinischen Studien mit IRESSA beobachtet.
Über vereinzelte Fälle von gastrointestinalen Perforationen wurde berichtet bei Patienten mit Risikofaktoren wie z.B. Begleitmedikation wie Steroiden, NSAIDs, zugrundeliegender gastrointestinaler Ulceration, Alter, Rauchen, Darmkrebsmetastasen am Ort der Perforation. Jedoch konnte kein kausaler Zusammenhang mit der IRESSA Anwendung nachgewiesen werden.
Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette d.h. es ist nahezu «natriumfrei».
Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

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