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Fachinformation zu Neo-Synephrine HCl:Pfizer AG
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Dosierung/Anwendung

Neo-Synephrine HCl wird im Allgemeinen subkutan, intramuskulär, langsam intravenös oder in einer verdünnten Lösung als kontinuierliche intravenöse Infusion verabreicht. Bei Patienten mit paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie und bei entsprechender Indikation in Notfällen wird Neo-Synephrine HCl direkt intravenös verabreicht. Die Dosis sollte an die Pressor-Antwort angepasst werden.
Dosisberechnungen

Benötigte Dosis

Anwendung von Neo-Synephrine HCl 1%

10 mg

1 ml

5 mg

0,5 ml

1 mg

0,1 ml

Zur Einfachheit bei intermittierender intravenöser Verabreichung wird 1 ml Neo-Synephrine HCl 1% mit 9 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke verdünnt, um 0,1% Neo-Synephrine HCl zu erhalten.
Verdünnte Anwendung

Benötigte Dosis

Neo-Synephrine HCl (0,1%)

0,1 mg

0,1 ml

0,2 mg

0,2 ml

0,5 mg

0,5 ml

Leichte oder mässige Hypotonie
Subkutan oder intramuskulär: Die übliche Dosis beträgt 2 mg bis 5 mg. Der Bereich liegt bei 1 mg bis 10 mg. Die Anfangsdosis sollte 5 mg nicht überschreiten.
Intravenös: Die übliche Dosis beträgt 0,2 mg. Der Bereich liegt bei 0,1 mg bis 0,5 mg. Die Anfangsdosis sollte 0,5 mg nicht überschreiten.
Die Injektionen sollten höchstens alle 10 bis 15 Minuten wiederholt werden. Eine intramuskuläre Dosis von 5 mg sollte den Blutdruck für ein bis zwei Stunden erhöhen. Eine intravenöse Dosis von 0,5 mg sollte den Blutdruck für ungefähr 15 Minuten erhöhen.
Starke Hypotonie und Schock – einschliesslich arzneimittelbedingte Hypotonie
Vor Verabreichung von Vasopressoren sollte eine Blutvolumendepletion stets möglichst vollständig behoben werden. Wenn als Notfallmassnahme der intraaortale Druck aufrechterhalten werden muss, um eine Ischämie der Zerebral- oder Koronar-Arterien zu vermeiden, kann Neo-Synephrine HCl vor und gleichzeitig mit dem Blutvolumenersatz verabreicht werden.
Überdosierung und Idiosynkrasie nach Verabreichung bestimmter Arzneimittel, insbesondere adrenerge und Ganglion blockierende Arzneimittel, Rauwolfia- und Veratrum-Alkaloide und Phenothiazin-Tranquilizer, können zu Hypotonie und gelegentlich zu schwerem Schock führen. Patienten, die ein Phenothiazin-Derivat vor einer Operation erhalten, sind für diese Reaktionen besonders anfällig. Als Hilfsmittel zur Behandlung solcher Episoden ist Neo-Synephrine HCl ein geeignetes Mittel zur Wiederherstellung des Blutdrucks.
Bei Patienten mit anhaltender oder unbehandelter starker Hypotonie oder Schock sind höhere Anfangsdosen und höhere Erhaltungsdosen von Neo-Synephrine HCl erforderlich. Eine intensivere Behandlung kann auch im Fall von Hypotonie notwendig sein, die durch wirkungsvolle periphere adrenerge Blocker, Chlorpromazin oder Pheochromozytomektomie ausgelöst wurde.
Kontinuierliche Infusion: Zu einer 500 ml Dextrose – oder Natriumchloridinfusion werden 10 mg des Arzneimittels (1 ml der 1%igen Lösung) hinzugefügt (das ergibt eine 1:50'000 Lösung). Um den Blutdruck schnell zu erhöhen, sollte die Infusion mit ungefähr 100 mcg bis 180 mcg pro Minute begonnen werden (auf Basis von 20 Tropfen pro ml entspricht dies 100 bis 180 Tropfen pro Minute). Wenn der Blutdruck stabil ist (auf einem für den Patienten niedrigen normalen Niveau) reicht üblicherweise eine Erhaltungsrate von 40 mcg bis 60 mcg pro Minute aus (auf Basis von 20 Tropfen pro ml entspricht dies 40 bis 60 Tropfen pro Minute). Falls die Tropfengrösse des Infusionssystems von 20 Tropfen pro ml abweicht, muss die Dosis entsprechend angepasst werden.
Wenn keine prompte anfängliche Pressor-Antwort erreicht wird, wird der Infusion schrittweise weiter Neo-Synephrine HCl (10 mg oder mehr) zugefügt. Die Flussrate wird solange angepasst, bis der gewünschte Blutdruck erreicht ist (in einigen Fällen kann ein wirkungsvollerer Vasopressor, wie Norepinephrinbitartrat notwendig sein). Eine Hypertonie ist zu vermeiden. Der Blutdruck sollte häufig überprüft werden. Kopfschmerzen und/oder Bradykardie können auf eine Hypertonie hinweisen. Arrhythmien sind selten.
Spinalanästhesie – Hypotonie
Zur Prophylaxe und Behandlung einer Hypotonie während einer Spinalanästhesie wird die routinemässig parenterale Anwendung von Neo-Synephrine HCl empfohlen. Die Verabreichung erfolgt am besten subkutan oder intramuskulär drei oder vier Minuten vor der Injektion des Spinalanästhetikums. Die benötigte Gesamtdosis beträgt üblicherweise 3 mg für hohe Narkoseniveaus und 2 mg für niedrigere. Im Notfall, bei hypotensiven Episoden während einer Spinalanästhesie kann Neo-Synephrine HCl intravenös mit einer Anfangsdosis von 0,2 mg verabreicht werden. Alle darauffolgenden Dosen sollten die vorherige Dosis nicht um mehr als 0,1 mg bis 0,2 mg überschreiten und in einer Einzeldosis sollten nicht mehr als 0,5 mg verabreicht werden.
Verlängerung einer Spinalanästhesie
Die zusätzliche Gabe von 2 mg bis 5 mg Neo-Synephrine HCl zur Narkoselösung verlängert die Dauer der motorischen Blockade um bis zu ungefähr 50 Prozent ohne Erhöhung der Inzidenz von Komplikationen wie Übelkeit, Erbrechen oder Blutdruckstörungen.
Vasokonstriktor für die Regionalanästhesie
Es wird ungefähr das Zehnfache der Konzentrationen, die bei Verwendung von Epinephrin als Vasokonstriktor verwendet werden, empfohlen. Die optimale Stärke liegt bei 1:20'000 (hergestellt durch Zugabe von 1 mg Neo-Synephrine HCl zu jeweils 20 ml der Lokalnarkoselösung). Bei Verabreichung von 2 mg oder mehr können einige Pressor-Antworten erwartet werden.
Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie
Es wird eine schnelle intravenöse Injektion (innerhalb von 20 bis 30 Sekunden) empfohlen. Die Anfangsdosis sollte 0,5 mg nicht überschreiten und darauffolgende Dosen, die von der anfänglichen Blutdruckreaktion bestimmt werden, sollten die vorhergehende Dosis nicht um mehr als 0,1 bis 0,2 mg überschreiten und niemals höher als 1 mg sein.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung und Sicherheit von Neo-Synephrine HCL, Injektionslösung bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen

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