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Fachinformation zu Paronex® 20/40:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Pharmakokinetik

Absorption
Paroxetin wird nach oraler Gabe gut resorbiert und unterliegt einem First-pass-Metabolismus. Die absolute Bioverfügbarkeit von Paroxetin ist variabel infolge eines First-pass-Metabolismus, der gesättigt werden kann. Die Resorption und Pharmakokinetik von Paroxetin werden durch die gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.
Nach täglichen Gaben von 20 mg betrugen die Steady-State-Werte von Cmax und Tmax 12−90 ng/ml (im Mittel 41 ng/ml) bzw. 3–7 Stunden (im Mittel 5 Stunden).
Distribution
Paroxetin wird extensiv im Gewebe verteilt (mittl. Verteilungsvolumen: 10–20 l/kg); nur 1% verbleibt im Plasma. Etwa 95% des bei therapeutischen Dosen im Plasma vorhandenen Paroxetins sind proteingebunden.
Metabolismus
Paroxetin wird zum grössten Teil in der Leber metabolisiert.
Elimination
Von einer Dosis Paroxetin werden 64% im Urin ausgeschieden (im Allgemeinen weniger als 2% der Dosis in unveränderter Form). Die übrigen 36% werden mit den Faeces ausgeschieden (höchstens 1% der Dosis unverändert).
Die Eliminationshalbwertszeit ist variabel (6−71 Stunden bei Steady-State), beträgt aber im Allgemeinen etwa einen Tag. Systemische Steady-State-Spiegel werden 7 bis 14 Tage nach Beginn der Behandlung erreicht. Die Pharmakokinetik scheint sich unter Langzeitbehandlung nicht zu verändern.
Paroxetin wird teilweise durch das Enzym Cytochrom P450 2D6 metabolisiert, welches mit dem Spartein/Debrisoquin Polymorphismus zusammenhängt (zirka 10% der weissen Bevölkerung sind «poor metabolisers» von Spartein und Debrisoquin). Weil dieses Enzym gesättigt werden kann, und weil dadurch die Menge an Paroxetin im Körper durch wiederholte Dosierung erhöht wird, wird die Clearance reduziert. Die Enzymsättigung führt zu einer überproportionalen Zunahme der Plasmakonzentrationen von Paroxetin während der Annäherung an den Steady-State. Dies ist jedoch nur bei Personen ausgeprägt, die anfänglich besonders tiefe Plasmakonzentrationen aufweisen. Im Steady-State, in welchem das Cytochrom P450 2D6-Enzym im Wesentlichen gesättigt ist, wird die Paroxetin-Clearance von anderen P450-Enzymen bestimmt, bei denen – im Gegensatz zu P450 2D6 – eine Sättigung nicht nachgewiesen werden kann. Zusammenfassend: allfällige nicht-lineare Veränderungen der Plasmakonzentrationen in Zusammenhang mit einer Erhöhung der Dosis nach Erreichen des Steady-State sind im Allgemeinen geringfügig und auf Personen beschränkt, die niedrige Konzentrationen bei tieferen Dosierungen aufweisen.
Die Elimination der Metaboliten ist biphasisch, initial bestimmt durch den First-pass-Metabolismus und anschliessend durch die systemische Elimination.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Höhere Plasmakonzentrationen von Paroxetin kommen bei älteren Personen (im Durchschnitt um etwa 75%) sowie bei Personen mit schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz vor.
Überdies wurde keine Korrelation zwischen den Plasmakonzentrationen von Paroxetin und der klinischen Wirkung (weder unerwünschte Wirkungen noch Wirksamkeit) gefunden.

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