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Fachinformation zu Primovist® 0,25 mmol/ml:Bayer (Schweiz) AG
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Pharmakokinetik

Dinatriumgadoxetat verhält sich im Organismus wie andere sehr hydrophile, biologisch inerte, über die Nieren und hepatobiliär ausgeschiedene Verbindungen.
Absorption
Nach intravenöser Verabreichung ist das Plasmakonzentration-Zeit-Profil von Dinatriumgadoxetat durch bi-exponentiellen Abfall charakterisiert. Dinatriumgadoxetat verteilt sich im Extrazellulärraum (Verteilungsvolumen im Steady-State ca. 0,21 l/kg). Die Substanz hat nur eine geringe Plasmaproteinbindung (weniger als 10%).
Untersuchungen an Tieren
Bei Ratten wurde gezeigt, dass die Blut-Liquor-Schranke ein möglicher Einstiegspunkt für GBCAs ist. Alle GBCAs können in ähnlichem und sehr geringem Ausmass via die Blut-Liquor-Schranke in das Gehirn gelangen. Dies wurde bewertet und in der neueren Literatur veröffentlicht.
Es wurde nachgewiesen, dass Gadolinium basierende Kontrastmittel (GBCAs) einschliesslich Gadoxetatsäure bei der Ratte die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und auch nur in geringem Ausmass durch die Plazenta-Schranke dringen.
Anwesenheit von Gadolinium in Gehirn und Körper:
Dinatriumgadoxetat ist ein lineares Gadolinium-haltiges Kontrastmittel. Studien haben ergeben, dass Gadolinium nach Gabe von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln im Körper angereichert wird. Dies schließt eine Anreicherung im Gehirn und in anderen Geweben und Organen ein.
Bei linearen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln kann dies – dosisabhängig – zu erhöhten Signalintensitäten in T1-gewichteten MR Bildern des Gehirns führen, vor allem im Nucleus dentatus, Globus pallidus und Thalamus. Nicht-klinische Daten legen nahe, dass geringe, aber signifikante Mengen von Gadolinium aus linearen Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln freigesetzt werden und an endogene Moleküle binden können. Publizierte Daten konnten in der nativen Bildgebung eine sichtbar erhöhte Signalintensität auch nach Gabe von Dinatriumgadoxetat bei normaler Nieren- und Leberfunktion sowie intakter Blut-Hirnschranke nachweisen.
In einigen zum Teil postmortalen Gewebeuntersuchungen konnten Spuren von Gadolinium nach Gabe verschiedener Gadolinium-haltiger Kontrastmittel (inkl. linearer und makrozyklischer Kontrastmittel) über einen längeren Zeitraum hinweg gemessen werden (in Gehirn, Knochen, Haut, Leber, weiteren Organen und Geweben).Die klinische Relevanz dieser Befunde ist nicht bekannt.
Distribution
Siehe auch unter «Absorption».
Metabolismus
Dinatriumgadoxetat wird nicht metabolisiert.
Elimination
Dinatriumgadoxetat wird vollständig ausgeschieden, zu gleichen Teilen renal und hepatobiliär.
Sieben Tage nach der intravenösen Injektion von Gd-EOB-DTPA wurde in den Körpern von Ratten und Affen deutlich weniger als 1% der verabreichten Dosis gefunden. Die höchsten Konzentrationen wurden in den Nieren und der Leber gefunden.
Beim Menschen beträgt die Halbwertszeit von Dinatriumgadoxetat bei Dosen von 0,01 bis 0,1 mmol/kg etwa 1 Stunde. Es wurde eine Gesamtclearance im Serum (Cltot) von ca. 250 ml/min nachgewiesen, die renale Clearance (Clr) entspricht hingegen ca. 120 ml/min. Dieser Wert entspricht auch in etwa der glomerulären Filtrationsrate bei gesunden Probanden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei Patienten mit mittelschwerer Nierenfunktionsstörung wurde ein Anstieg der Fläche unter der Kurve (AUC) auf 237 µmol × h/l beobachtet (bei gesunden Probanden lag der Wert bei 160 µmol × h/l). Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz war die Halbwertszeit deutlich verlängert (ca. 20 Stunden) und die Fläche unter der Kurve (AUC) auf etwa 903 µmol × h/l erhöht. Innerhalb der Beobachtungszeit von 6 Tagen wurden ca. 55% der applizierten Dosis in den Fäces wiedergefunden, davon der Hauptanteil innerhalb von 3 Tagen.
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung wurde ein leichter bis mittlerer Anstieg der Plasmakonzentration, Halbwertszeit und Exkretion durch den Urin sowie eine Abnahme der hepatobiliären Exkretion im Vergleich zu Probanden mit normaler Leberfunktion beobachtet.
Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung, insbesondere bei Patienten mit abnorm hohem Serum-Bilirubinspiegel (>3 mg/dl) ist die Plasmakonzentration und Halbwertszeit erhöht und geht mit einer deutlich verringerten hepatobiliären Exkretion und reduzierten hepatischen Signalverstärkung einher.
Dinatriumgadoxetat kann durch Hämodialyse aus dem Körper entfernt werden. Bei einer durchschnittlichen Dialysedauer von ca. 3 Stunden, beginnend 1 Stunde nach Applikation, wurden etwa 30% der Dinatriumgadoxetat-Dosis durch Hämodialyse eliminiert.

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