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Fachinformation zu Neupro®:UCB-Pharma SA
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Präklinische Daten

In Studien zu chronischer und Langzeit-Toxizität waren die wesentlichen Wirkungen assoziiert mit den mit Dopaminagonisten in Verbindung stehenden pharmakodynamischen Wirkungen und der daraus folgenden Herabsetzung der Prolaktinsekretion.
Wie auch für andere Dopaminagonisten berichtet, zeigte sich bei pigmentierten Ratten und Affen nach einer Einzeldosis Rotigotin eine Bindung an Melanin enthaltende Gewebe (d.h. Augen), die sich im Verlauf des 14-tägigen Beobachtungszeitraums jedoch allmählich zurückgebildet hatte.
In einer dreimonatigen Studie an Albinoratten wurde unter einer Dosis, die auf mg/m²-Basis dem 2,8-Fachen der für den Menschen empfohlenen Höchstdosis entspricht, mittels Transmissionsmikroskopie eine Retinadegeneration beobachtet, wobei die Effekte bei weiblichen Ratten stärker ausgeprägt waren. Zusätzliche Studien zur weitergehenden Evaluierung der spezifischen pathologischen Mechanismen wurden nicht durchgeführt. Bei der routinemässigen histopathologischen Augenuntersuchung wurde in keiner der Studien zur Toxikologie bei keiner untersuchten Tierart eine Retinadegeneration beobachtet. Die Relevanz dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt.
Reproduktionstoxizität und Mutagenität
Die potenziellen Wirkungen von Neupro wurden an Ratten, Kaninchen und Mäusen untersucht. Bei allen drei Spezies hat sich Neupro als nicht teratogen erwiesen. Bei Ratten und Mäusen führten maternal toxische Dosen allerdings zu embryotoxischen Wirkungen. Neupro hatte bei Ratten keine Auswirkungen auf die männliche Fertilität, verminderte jedoch aufgrund der im Fall von Nagetieren besonders signifikanten Wirkungen auf die Prolaktinspiegel eindeutig die weibliche Fertilität von Ratten und Mäusen.
Rotigotin induzierte im Ames-Test keine Genmutationen, zeigte jedoch im in vitro Mauslymphom-Test Effekte mit metabolischer Aktivierung sowie schwächere Effekte ohne metabolische Aktivierung. Dieser mutagene Effekt könnte auf eine klastogene Wirkung von Rotigotin zurückzuführen sein, wurde jedoch in vivo im Maus-Mikronukleustest und im Ratten-UDS-Test (Unscheduled DNA Synthesis) nicht bestätigt. Da dieser Effekt mehr oder weniger parallel mit einem verringerten relativen Zellwachstum insgesamt einherging, könnte er mit einer Zytotoxizität des Wirkstoffs im Zusammenhang stehen. Daher ist die Bedeutung des einen positiven In-vitro-Mutagenitätstests nicht bekannt.
Kanzerogenität
In einer Studie zur Kanzerogenität kam es bei männlichen Ratten zur Entwicklung von Leydigzelltumoren und -hyperplasie. Maligne Tumoren wurden vorwiegend im Uterus von weiblichen Tieren festgestellt, die mit mittleren und hohen Dosen behandelt wurden. Bei diesen Veränderungen handelt es sich um wohl bekannte Wirkungen von Dopaminagonisten bei Ratten nach lebenslanger Therapie, die für den Menschen als nicht relevant beurteilt werden.

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