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Fachinformation zu Carvedilol-Teva:Teva Pharma AG
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Interaktionen

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Carvedilol-Teva mit anderen Arzneimitteln sind folgende Interaktionen zu berücksichtigen:
Pharmakokinetische Interaktionen
Carvedilol ist sowohl ein Substrat wie auch ein Inhibitor von P-Glykoprotein. Demzufolge kann die Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln, die durch P-Glykoprotein transportiert werden, bei gleichzeitiger Verabreichung von Carvedilol erhöht werden. Ausserdem kann die Bioverfügbarkeit von Carvedilol durch Induktoren oder Inhibitoren von P-Glykoprotein verändert werden.
Inhibitoren wie auch Induktoren von CYP2D6, CYP1A2 und CYP2C9 können den systemischen und/oder präsystemischen Metabolismus von Carvedilol stereoselektiv verändern, was zu erhöhten oder verringerten Plasmakonzentrationen von R- und S-Carvedilol führt (siehe «Pharmakokinetik» und «Metabolismus»). Einige bei Patienten oder gesunden Probanden beobachtete Beispiele sind unten aufgeführt, wobei aber die Liste nicht vollständig ist.
Digoxin: Bei einer Kombinationstherapie mit Carvedilol-Teva und Digoxin kann es zu einer Erhöhung der Digoxinspiegel kommen. Carvedilol-Teva kann eine klinisch relevante Erhöhung der maximalen Digoxin-Plasmakonzentration (60%) verursachen. Die AUC von Digitoxin wird leicht erhöht (+13%). Es wird empfohlen, die Digoxin- und Digitoxin-Plasmaspiegel beim Beginn und Abschluss einer Behandlung mit Carvedilol-Teva sowie bei Dosierungsänderungen zu bestimmen (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Ciclosporin: Zwei Studien mit Nieren- und Herztransplantationspatienten, die orales Ciclosporin erhielten, zeigten einen Anstieg der Ciclosporin-Plasmakonzentration nach Beginn einer Carvedilol-Behandlung. Es scheint, dass Carvedilol die Absorption von Ciclosporin po über die Inhibition der P-Glykoproteinaktivität im Darm erhöht. Beim Versuch, die therapeutischen Ciclosporinspiegel aufrecht zu erhalten, war eine durchschnittliche Reduktion der Ciclosporindosis von 10–20% erforderlich. Wegen der breiten interindividuellen Variabilität der Ciclosporinspiegel wird deshalb empfohlen, die Ciclosporinkonzentration nach Beginn der Carvedilol-Behandlung engmaschig zu überwachen und die Dosierung von Ciclosporin entsprechend anzupassen (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Rifampicin: In einer Studie mit 12 gesunden Probanden senkte die Verabreichung von Rifampicin die Carvedilol-Plasmaspiegel höchstwahrscheinlich durch Induktion von P-Glykoprotein, was zu einer Abnahme der intestinalen Absorption von Carvedilol und zu einer Abnahme der antihypertensiven Wirkung führte.
Amiodaron: Bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz reduzierte Amiodaron die Clearance von S-Carvedilol vermutlich durch Inhibition von CYP2C9. Die mittlere R-Carvedilol-Plasmakonzentration wurde nicht verändert. Demzufolge besteht ein potenzielles Risiko für eine durch einen Anstieg der S-Carvedilol-Plasmakonzentration hervorgerufene verstärkte β-Blockade.
Fluoxetin: In einer randomisierten Crossover-Studie mit 10 herzinsuffizienten Patienten führte die Mitverabreichung von Fluoxetin, einem starken Inhibitor von CYP2D6, zu einer stereoselektiven Inhibition des Carvedilol-Metabolismus mit einer 77%-igen Zunahme der mittleren AUCdes R(+)-Enantiomers. Hingegen wurden zwischen den beiden Behandlungsgruppen keine Unterschiede bezüglich der unerwünschten Wirkungen, des Blutdrucks oder der Herzfrequenz festgestellt.
Pharmakodynamische Interaktionen
Insulin oder orale blutzuckersenkende Mittel: Die Wirkung von Insulin oder oralen blutzuckersenkenden Mitteln kann verstärkt werden. Die Symptome einer Hypoglykämie können maskiert oder abgeschwächt sein (besonders Tachykardie). Daher sind bei Diabetikern regelmässige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Digoxin: Die kombinierte Anwendung von Betablockern und Digoxin kann in einer additiven Verlängerung der atrioventrikulären (AV) Überleitungszeit resultieren (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Verapamil, Diltiazem, Amiodaron und weitere Antiarrhythmika: Wie bei anderen Beta-Blockern sollen orale Calcium-Antagonisten vom Verapamil und Diltiazem-Typ, Amiodaron und andere Antiarrhythmika nur mit Vorsicht gleichzeitig angewendet werden, da das Risiko von AV-Überleitungsstörungen durch die kombinierte Anwendung erhöht sein kann. Calcium-Antagonisten und Antiarrhythmika sollten während einer Behandlung mit Carvedilol-Teva nicht intravenös verabreicht werden.
Katecholaminspeicher entleerende Substanzen: Patienten, die sowohl Substanzen mit beta-blockierenden Eigenschaften als auch Substanzen einnehmen, die Katecholaminspeicher entleeren (z.B. Reserpin und Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer) sollten engmaschig auf Zeichen einer Hypotonie und/oder schweren Bradykardie überwacht werden.
Wie andere Beta-Blocker kann Carvedilol-Teva die Blutdruckreduktion anderer Arzneimittel, die eine blutdrucksenkende Wirkung in ihrem Wirkungs- oder Nebenwirkungsprofil besitzen, verstärken.
Nifedipin: Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin und Carvedilol-Teva kann es zu stärkerem Blutdruckabfall kommen.
Kalziumkanalblocker (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»): Es wurden Einzelfälle von Überleitungsstörungen (selten mit hämodynamischer Gefährdung) beobachtet, wenn Carvedilol zusammen mit Diltiazem verabreicht wurde. Wie auch bei anderen Substanzen mit beta-blockierenden Eigenschaften, wird bei gleichzeitiger oraler Gabe von Carvedilol und Kalziumblockern vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ eine Überwachung des EKGs und Blutdrucks empfohlen.
Clonidin: Eine gleichzeitige Verabreichung von Clonidin und Substanzen mit beta-blockierenden Eigenschaften kann die blutdruck- und herzfrequenzsenkende Wirkung verstärken. Wenn die gleichzeitige Verabreichung von Substanzen mit beta-blockierenden Eigenschaften und Clonidin abgebrochen werden muss, sollte zuerst die Substanz mit den beta-blockierenden Eigenschaften abgesetzt werden. Clonidin darf erst stufenweise abgesetzt werden, nachdem die Behandlung mit Carvedilol-Teva einige Tage zuvor beendet wurde (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die gleichzeitige Einnahme von Carvedilol-Teva und Herzglykosiden kann die atrioventrikuläre Erregungsleitung verlängern:
Hemmstoffe des oxidativen Metabolismus (z.B. Cimetidin) erhöhen die Plasmaspiegel von Carvedilol-Teva (AUC Carvedilol 30% erhöht).
Anästhetika: Bei einer Narkose wird wegen der synergistischen negativ inotropen und hypotensiven Wirkungen von Carvedilol-Teva und Narkotika die sorgfältige Überwachung der Vitalzeichen empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
NSAR: Die gleichzeitige Anwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und beta-adrenergen Blockern kann zu einem Anstieg des Blutdrucks und zu einer beeinträchtigten Blutdruckkontrolle führen.
Beta-agonistische Bronchodilatatoren: Nicht-kardioselektive Betablocker wirken den bronchodilatatorischen Effekten der beta-agonistischen Bronchodilatatoren entgegen. Es wird eine sorgfältige Überwachung der Patienten empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Anästhesie und grössere Operationen
Falls die Behandlung mit Carvedilol-Teva perioperativ fortgesetzt werden muss, ist bei der Verwendung von Narkosemitteln, welche die Myokardfunktion drosseln – beispielsweise Äther, Cyclopropan und Trichloräthylen –, besondere Vorsicht geboten. Siehe «Überdosierung» für Information über die Behandlung von Bradykardie und Hypotonie.

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