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Fachinformation zu Perindopril-Mepha® 4/8:Mepha Pharma AG
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Perindoprilum-tert.-butylaminum.
Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Tablette Perindopril-Mepha 4 (mit Bruchrille) enthält: Perindopril-tert.-Butylamin 4 mg entsprechend 3,34 mg Pe­rindopril.
1 Tablette Perindopril-Mepha 8 (mit Bruchrille) enthält: Perindopril-tert.-Butylamin 8 mg entsprechend 6,68 mg Pe­rindopril.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Arterielle Hypertonie.
Herzinsuffizienz.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierungen
Arterielle Hypertonie
Die Anfangsdosis für Patienten mittleren Alters ist die einmalige Einnahme von 4 mg am Morgen. Die Erhaltungsdosis ist im Allgemeinen die Gabe von 4 mg einmal täglich. Gegebenenfalls kann die Dosierung nach einmonatiger Anwendung auf 8 mg erhöht werden.
Bei älteren Patienten ist die Initialdosis niedriger: 2 mg pro Tag in einer Einnahme am Morgen (½ Tablette Perindopril-Mepha 4). Nach einmonatiger Behandlung kann die Erhaltungsdosis gegebenenfalls auf 4 mg pro Tag erhöht werden.
Herzinsuffizienz
Die Anfangsdosis ist einmal täglich 2 mg am Morgen (½ Tablette Perindopril-Mepha 4). Die Erhaltungsdosis kann bis zu 4 mg einmal täglich sein. Auf eine gute Toleranz hinsichtlich des Blutdruckes ist zu achten.
Bei schwerer Herzinsuffizienz und maligner Hypertonie müssen sowohl der Therapiebeginn als auch eventuelle Dosisumstellungen stationär überwacht werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Dosierung bei älteren Patienten
Bei über 70-jährigen Patienten wird empfohlen, die Behandlung mit einer Dosis von einmal täglich 2 mg (½ Tablette Perindopril-Mepha 4) zu beginnen.
Renovaskuläre Hypertonie
Es wird empfohlen, die Therapie mit einer schwächeren Dosierung zu beginnen: 2 mg/Tag (½ Tablette Perindopril-Mepha 4) sollten unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Kombinationsbehandlung mit Diuretika
Mit Perindopril kann es bei Therapiebeginn zu einem symptomatischen Absinken des Blutdruckes kommen, insbesondere wenn zuvor eine Behandlung mit Diuretika erfolgte. Es wird empfohlen, die Einnahme von Diuretika drei Tage vor der ersten Applikation von Perindopril zu unterbrechen. Sollte dies nicht möglich sein, so wird eine Pe­rindopril-Anfangsdosis von 2 mg (½ Tablette Perindopril-Mepha 4) empfohlen.
Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz muss die Perindopril-Dosis der Filtrationsleistung angepasst werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Bei einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/Min. wird eine Tagesdosis von 2 mg (½ Tablette Perindopril-Mepha 4) empfohlen. Bei einer Kreatinin-Clearance <30 ml/Min. siehe «Kontraindikationen».
Korrekte Art der Einnahme
Die Tabletten sind vor oder während der Mahlzeiten unzerkaut mit einem Glas Wasser einzunehmen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Perindopril oder anderen ACE-Hemmern (z.B. bei vorausgegangenem angioneurotischem Ödem).
Niereninsuffiziente Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/Min.
Schwangerschaft und Stillzeit (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Kinder: Bisher wurden keine Untersuchungen mit Perindopril an Kindern durchgeführt. Aufgrund des aktuellen Kenntnisstandes ist Perindopril für die Anwendung bei Kindern kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hypotonie
In seltenen Fällen wurde bei der Behandlung von Patienten mit unkompliziertem Bluthochdruck eine Hypotonie beobachtet. Symptomatische Blutdruckabfälle treten am häufigsten bei hypovolämischen Patienten bei gleichzeitiger Behandlung mit Diuretika, bei gleichzeitiger salzarmer Ernährung, Durchfallerkrankungen oder Erbrechen sowie bei Dialysepatienten auf.
Ein Blutdruckabfall kann bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz auftreten, sowie bei Patienten, die mit hochdosierten Schleifendiuretika behandelt werden und unter einer Hyponaträmie oder einer Niereninsuffizienz leiden.
Beim Auftreten einer Hypotonie sollte sich der Patient sofort hinlegen. Manchmal kann eine perorale oder intravenöse Volumensubstitution erforderlich sein (Infusion mit isotonischer Kochsalzlösung).
Niereninsuffizienz
Im Allgemeinen ist eine Reduktion der Dosis bei Niereninsuffizienz nötig (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Hämodialyse
Bei Dialysepatienten, die mit «High-Flux»-Membranen aus Polyacrylnitril (z.B. «AN 69») dialysiert und gleichzeitig mit ACE-Hemmern behandelt werden, wurden anaphylaktoide Reaktionen beobachtet.
Falls eine Dialyse angezeigt ist, sollte entweder eine andere Membransorte oder ein anderes Antihypertensivum (kein ACE-Hemmer) eingesetzt werden.
Weiterhin können anaphylaktische Reaktionen bei Patienten auftreten, die sich während der Einnahme von ACE-Hemmern einer Desensibilisierungstherapie mit Wespen- oder Bienengift unterziehen. Perindopril muss daher vor Beginn einer Desensibilisierung abgesetzt werden. In diesen Fällen darf das Arzneimittel auch nicht durch einen β-Blocker ersetzt werden.
Selten können allergische Reaktionen auch nach Insektenstichen auftreten.
Renovaskuläre Hypertonie
Die angemessene Therapie zur Behandlung der renovaskulären Hypertonie ist die Revaskularisation. Dennoch kann Perindopril bei Patienten eingesetzt werden, die auf einen entsprechenden Eingriff warten oder bei denen eine solche Massnahme nicht möglich ist. Die Therapie soll vorsichtig begonnen und die Nierenfunktion überwacht werden.
Überempfindlichkeit, angioneurotisches Ödem
Ein angioneurotisches Ödem des Gesichts, der Gliedmasse, Lippen, Zunge, Glottis und/oder des Kehlkopfes (siehe «Unerwünschte Wirkungen») wird nur selten unter der Therapie mit ACE-Hemmern beobachtet. In solchen Fällen muss Perindopril unverzüglich abgesetzt und der Patient bis zum Abklingen des Ödems beobachtet werden.
Ein Quincke-Ödem des Larynx kann lebensbedrohlich sein. In diesem Fall sind umgehend die erforderlichen Massnahmen wie z.B. subkutane Injektion von Adrenalin 1/1000 (0,3 bis 0,5 ml) einzuleiten.
Chirurgie/Anästhesie
Bei chirurgischen Eingriffen oder bei Verwendung von hypotensiv wirkenden Anästhetika kann eine prophylaktische Volumenexpansion jeglichen Blutdruckabfall ausgleichen.
Hypoglykämie beim Diabetiker
(Siehe «Interaktionen».)

Interaktionen

Die antihypertensive Wirkung von Perindopril kann durch die gleichzeitige Einnahme von Diuretika oder anderen Antihypertensiva verstärkt werden.
Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und kaliumsparenden Diuretika (z.B. Spironolacton, Triamteren und Amilorid) kann ebenso wie zusätzliche Kaliumgaben, insbesondere beim niereninsuffizienten Patienten, zu signifikant erhöhten Kaliumspiegeln im Blut führen. Die kombinierte Gabe dieser Substanzen erfordert grosse Umsicht und macht eine regelmässige Kontrolle der Kaliumspiegel unerlässlich.
Wie bei allen Arzneimitteln, welche die Elimination von Natrium begünstigen, kann die Elimination von Lithium durch Perindopril reduziert sein. Während einer Lithium-Therapie müssen daher die Lithiumplasmaspiegel stets überwacht werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Insulin oder oralen Antidiabetika und ACE-Hemmern kann es beim Diabetiker in seltenen Fällen zu einer Hypoglykämie kommen. Diese Patienten müssen daher über das mögliche Auftreten eines hypoglykämischen Zustandes informiert und entsprechend überwacht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Perindopril-Mepha darf im Allgemeinen während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Die Einnahme eines ACE-Hemmers während des zweiten und dritten Trimenons kann beim Fötus Schäden der Nieren und Missbildungen im Gesicht und am Schädel verursachen. Der Fötus im Mutterleib ist dem Risiko einer Hypotension ausgesetzt. Bei Neugeborenen wurden ein niedriges Geburtsgewicht, schlecht durchblutete Nieren sowie Anurie beobachtet. Die bei den Müttern festgestellte Oligohydrammnie kann möglicherweise auf eine reduzierte Nierenfunktion des Fötus zurückgeführt werden. Im Falle einer möglichen ACE-Hemmer-Exposition im Uterus müssen die Neugeborenen gründlich untersucht werden. Man sollte sich insbesondere von einer ausreichenden Nierenfunktion überzeugen. Weiterhin müssen die Kaliumspiegel und der arterielle Blutdruck kontrolliert werden. Falls erforderlich, sollten entsprechende Massnahmen ergriffen werden, wie beispielsweise eine Rehydratation oder eine Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem Blutkreislauf zu eliminieren.
Da keine Untersuchungen mit Perindopril während der Stillzeit vorliegen, ist Perindopril-Mepha während der Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen sollten Patienten bei aktiver Teilnahme am Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.

Unerwünschte Wirkungen

«Sehr häufig» (>1/10); «häufig» (>1/100, <1/10); «gelegentlich» (>1/1000, <1/100); «selten» (>1/10’000, <1/1000); «sehr selten» (<1/10’000).
Folgende unerwünschte Wirkungen werden häufig berichtet: Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Schwindel und Krämpfe.
Blut
Sehr selten: Agranulozytose, Thrombozytopenie, Neutropenie, Panzytopenie oder Anämie.
Nervensystem
Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Asthenie, Parästhesien, Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus, Seh- und Geschmacksstörungen.
Gelegentlich: Depressionen und Impotenz.
Kardiovaskuläre Effekte
Häufig: Hypotonie, Tachykardien und Herzklopfen.
Zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung kann es zu symptomatischen Blutdruckabfällen kommen. Dies betrifft insbesondere Patienten, die beispielsweise durch eine vorausgegangene Behandlung mit Diuretika einen Natrium- und Flüssigkeitsverlust erlitten haben oder unter Herzinsuffizienz bzw. schwerem Bluthochdruck leiden.
Häufig treten Tachykardien und Herzklopfen auf. Begleitsymptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Sehstörungen können auftreten.
Sehr selten: Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Myokardinfarkt, transitorische ischämische Attacke. Diese unerwünschten Wirkungen wurden im Falle eines gravie­renden Abfalls des arteriellen Blutdruckes unter der Behandlung mit ACE-Hemmern beobachtet.
Atmungsorgane
Häufig: Reizhusten.
Selten: Respiratorische Insuffizienz, Asthma, Sinusitis, Rhinitis, Glossitis oder Bronchitis.
Gelegentlich: In Ausnahmefällen wurden nach Einnahme von ACE-Hemmern anaphylaktoide Reaktionen oder angioneurotische Ödem an Larynx, Pharynx und/oder Zunge beobachtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Über anaphylaktoide Reaktionen wurde ebenfalls bei gleichzeitiger Dialyse mit Polyacrylnitril «High-Flux»-Membranen und der Therapie mit ACE-Hemmern berichtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Gastrointestinale Störungen
Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Obstipation.
Sehr selten: Stomatitis, Ileus, Pankreatitis.
Hepatobiliäre Störungen
Sehr selten: Cholestatischer Ikterus, Leberinsuffizienz, Hepatitis.
Haut
Allergische Reaktionen können auftreten.
Häufig: Exanthem, Pruritus.
Gelegentlich: Urtikaria.
Sehr selten: Erythema multiforme, Steven-Johnson-Syndrom und Alopezie.
Muskelskelettsystem
Sehr selten: In seltenen Fällen wurde über einen Symptomenkomplex mit Fieber, Myalgien, Arthralgien, Eosinophilie, Anstieg der Blutsenkungsgeschwindigkeit und/oder der antinukleären Antikörper berichtet.
Nieren und Harnwege
Gelegentlich können im Rahmen einer Behandlung mit ACE-Hemmern Nierenfunktionsstörungen auftreten oder bereits bestehende Nierenerkrankungen sehr selten verstärkt werden (akutes Nierenversagen, Urämie, Oligure, Anurie, Proteinurie, nephrotisches Syndrom).
Untersuchungen
Insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz, schwerer Herzinsuffizienz oder renovaskulärem Bluthochdruck kann es gelegentlich zu einem vorübergehenden Anstieg der Harnstoff- oder Kreatininkonzentration im Blut kommen.
Bei einigen ACE-Hemmern wurde selten ein Abfall des Hämoglobinwertes, des Hämatokrits sowie der Leukozyten- und Plättchenzahlen beschrieben. Ebenso kann es selten zu einem Anstieg der Leberenzyme und der Bilirubinkonzentration im Blut kommen.

Überdosierung

Es liegen bis heute keine Berichte von Überdosierungen vor. Die zu erwartenden Symptome müssten mit einem Blutdruckabfall in Zusammenhang stehen.
Neben einer Magenspülung ist das rasche Legen eines venösen Zugangs angezeigt, um die Infusion einer isotonischen Kochsalzlösung zu ermöglichen.
Perindopril ist dialysierbar (70 ml/Min.).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA04
Wirkmechanismus und Pharmakodynamik
Perindopril, der aktive Metabolit des Dipeptidderivates Perindopril ist ein Hemmstoff des Angiotensin-Converting-Enzyms, welches Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt.
Dieses Konversionsenzym oder Kininase ist eine Exopeptidase, die auf der einen Seite die Umwandlung von Angiotensin I in das stark vasokonstriktorisch wirkende Angiotensin II bewirkt, und auf der anderen Seite den Abbau des Vasodilatators in ein pharmakologisch unwirksames Heptapeptid.
Perindopril senkt auf diese Art und Weise den peripheren Gefässwiderstands und reduziert so den pathologisch erhöhten arteriellen Blutdruck, ohne gleichzeitig die Herzfrequenz zu steigern. Ein schwach diuretischer Effekt unterstützt die antihypertensive Wirkung.
Die vasodilatatorische Wirkung von Perindopril ist unmittelbar verantwortlich für die Senkung der Vor- und Nachlast.
Der renale Blutfluss wird verstärkt, die glomeruläre Filtrationsrate ändert sich jedoch nicht. Perindopril beeinflusst weder die Plasmalipide noch den Blutzuckerspiegel. Beim Menschen konnten sowohl vasodilatatorische als auch elastizitätsverbessernde Effekte an den grossen Arterien gezeigt werden. Ebenso wird ein Rückgang der linksventrikulären Hypertrophie beobachtet.
Arterielle Hypertonie
Die Wirksamkeit des Arzneimittels bleibt während 24 Stunden erhalten. Eine Senkung des Blutdruckes wird schnell erreicht, die Normalisierung tritt innerhalb eines Monats ein und bleibt durchgehend stabil. Die zusätzliche Gabe eines Diuretikums verstärkt den blutdrucksenkenden Effekt (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
In klinischen Langzeitstudien konnte sowohl die Wirksamkeit als auch die gute Verträglichkeit von Perindopril bestätigt werden: Mehrere Hundert Patienten wurden ein Jahr und länger behandelt.
Herzinsuffizienz
Man beobachtet eine über 24 Stunden dauernde gemischte Vasodilatation, die die Herzleistung verbessert.
2–4 mg Perindopril pro Tag sind gut verträglich.
Die Verbesserung der Herzfunktion kann vor allem anhand des Anstiegs der Arbeitsfähigkeit belegt werden.

Pharmakokinetik

Resorption
Nach peroraler Verabreichung wird Perindopril rasch und nahezu vollständig resorbiert (die resorbierte Menge stellt 65 bis 70% der verabreichten Dosis dar). Maximale Plasmaspiegel werden 1 Stunde nach Applikation erreicht. Die Plasma-Halbwertszeit beträgt 1 Stunde. Perindopril wird zu etwa 20% in Perindoprilat umgewandelt. Maximale Plasmaspiegel von Perindoprilat werden nach 3–4 Stunden erreicht. Die Resorption von Perindopril wird nicht durch Nahrungsaufnahme beeinflusst. Jedoch wird die Biotransformation des Prodrugs Perindopril zu Perindoprilat durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verlangsamt.
Distribution
Das Verteilungsvolumen von Perindoprilat beträgt etwa 0,2 l/kg. Die Plasmaprotein-Bindung ist gering aber dosisabhängig, weniger als 30%. Perindoprilat wird sowohl im Plasma als auch im Gewebe an das Angiotensin-Converting Enzym gebunden.
Metabolismus
Abgesehen von Perindoprilat entstehen aus Perindopril 5 weitere, jedoch pharmakologisch inaktive Metaboliten.
Elimination
Perindoprilat wird vorwiegend renal eliminiert. Die Halbwertszeit der ungebundenen Fraktion beträgt etwa 3–5 Stunden. Die Dissoziation der Bindung, des Perindoprilat-Anteils vom ACE, führt zu einer Eliminationshalbwertszeit von 25 Stunden.
Wiederholte Gabe
Die Pharmakokinetik wird durch wiederholte Gabe nicht beeinflusst. Ein Steady-state wird nach 4 Tagen erreicht.
Kinetik in besonderen klinischen Situationen
Bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit Herz- oder Niereninsuffizienz wird Perindoprilat verzögert ausgeschieden. Eine Dosisanpassung anhand der Abnahme der Kreatinin-Clearance ist in diesen Fällen empfehlenswert.
Perindopril ist dialysierbar (70 ml/Min.).

Präklinische Daten

Langzeitstudien bei Ratte und Maus haben keine Hinweise auf ein karzinogenes Potential für Perindopril gegeben.
Perindopril ist nicht mutagen.
In hohen Dosen bewirkt Perindopril beim trächtigen Tier eine hohe Mortalität sowie eine Dystozie. Die Gewichtszunahme beim Jungtier ist verlangsamt. Weiter wurden renale Schäden sowie eine postnatale Mortalität beobachtet.
Bei der Ratte tritt Perindopril in die Muttermilch über. Der Wirkstoff darf von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
«High-Flux» Dialysemembranen: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Perindopril-Mepha Tabletten sind in der Orginalpackung und bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lagern. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

57844 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

SM

Rückerstattungskat.

PERINDOPRIL Mepha Tabl 4 mg

30 Stk

20.60

B

SL G

90 Stk

40.30

B

SL G

PERINDOPRIL Mepha Tabl 8 mg

30 Stk

27.50

B

SL G

90 Stk

44.25

B

SL G

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Aesch/BL.

Stand der Information

Februar 2009.

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