Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenWenn die mit Erkältungshusten einhergehende übermässige Schleimbildung nach einer Behandlungsdauer von 2 Wochen nicht zurückgeht, sollte die Diagnose überprüft und eine allfällige maligne Erkrankung der Atemwege ausgeschlossen werden.
Die gleichzeitige Verabreichung eines Antitussivums ist medizinisch nicht sinnvoll. Sie kann über die Hemmung des Hustenreflexes und der physiologischen Selbstreinigung der Atemwege zu einem Sekretstau mit dem Risiko eines Bronchospasmus und einer Atemwegsinfektion führen.
Vorsicht ist bei Patienten mit einem Risiko für gastrointestinale Blutungen geboten (z.B. bei latentem peptischem Ulkus oder Ösophagus-Varizen), da oral verabreichtes Acetylcystein Erbrechen auslösen kann.
Wegen des Risikos von Bronchospasmen ist des Weiteren bei Patienten mit Asthma bronchiale und hyperreaktivem Bronchialsystem Vorsicht geboten.
Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen oder eines Bronchospasmus ist das Arzneimittel sofort abzusetzen, und gegebenenfalls sind geeignete Massnahmen zu ergreifen.
Die Anwendung von Acetylcystein kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zu einer Verflüssigung des Bronchialsekrets führen und den Auswurf fördern. Ist der Patient nicht in der Lage, dieses ausreichend abzuhusten, können unterstützend Lagerungsdrainage und Bronchialabsaugung durchgeführt werden.
Acetylcystein führt in vitro zu einer Hemmung der Diaminoxidase (DAO) um 20-50%. Daher ist bei Patienten mit Histamin-Intoleranz Vorsicht geboten.
Mukolytische Wirkstoffe können bei Kindern unter 2 Jahren zu Atembehinderungen führen. Wegen physiologischen Eigenheiten der Atemwege dieser Altersgruppe kann die Fähigkeit zur physiologischen Selbstreinigung limitiert sein. Deswegen sollten mukolytische Wirkstoffe nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden (siehe auch "Kontraindikationen" ).
Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Solmucol Erkältungshusten 600 mg, Granulat
Solmucol Erkältungshusten Granulat enthält Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose/Galactose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose- Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Das Granulat 600 mg enthält weniger als 23 mg Natrium, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Solmucol Erkältungshusten 600 mg, Brausetabletten
Die Brausetabletten 600 mg enthalten 194 mg Natrium entsprechend 9,7 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Hypertoniker, denen der Gebrauch von Salz absolut untersagt ist, müssen darauf aufmerksam gemacht werden. Bei solchen Patienten ist der Gebrauch eines salzfreien Acetylcystein-Präparates ratsam.
Solmucol Erkältungshusten 200 mg, Lutschtabletten
Die Lutschtabletten zu 200 mg enthalten 462 mg Sorbitol (E420) pro Lutschtablette. Patienten mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen Solmucol Erkältungshusten Lutschtabletten nicht einnehmen. Sorbitol kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und kann eine leicht abführende Wirkung haben.
Die Lutschtabletten 200 mg enthalten Aspartam (E951). Aspartam wird nach oraler Aufnahme im Gastrointestinaltrakt hydrolysiert. Eines der Haupthydrolyseprodukte ist Phenylalanin. Solmucol Erkältungshusten 200 mg Lutschtabletten kann daher bei Patienten mit Phenylketonurie (PKU) schädlich sein.
Die Lutschtabletten enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Lutschtablette, d.h. sie sind nahezu "natriumfrei" .
Solmucol Erkältungshusten 200 mg/10 ml, Sirup für Erwachsene
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Erwachsene enthält 10 mg pro 10 ml Natriumbenzoat (E211). Natriumbenzoat kann lokale Reizungen hervorrufen.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Erwachsene enthält Ethanol. Es ist unwahrscheinlich, dass die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel wahrnehmbare Auswirkungen hat.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Erwachsene enthält Benzylalkohol (E1519). Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Grosse Mengen sollten wegen des Risikos der Akkumulation und Toxizität ( "metabolische Azidose" ) nur mit Vorsicht und wenn absolut nötig angewendet werden, insbesondere bei Personen mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion sowie bei Schwangeren und Stillenden.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Erwachsene enthält Maltitol (E965) und 640 mg Sorbitol (E420) pro 10 ml. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz (HFI) sollten Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Erwachsene nicht einnehmen. Sorbitol kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und kann eine leicht abführende Wirkung haben.
Solmucol Erkältungshusten Sirup für Erwachsene enthält 50 mg Natrium pro 10 ml Sirup, entsprechend 2,5 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Die maximale tägliche Dosis dieses Arzneimittels entspricht 7,5 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme.
Solmucol Erkältungshusten 100 mg/5 ml, Sirup für Kinder
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Kinder enthält 5 mg pro 5 ml Natriumbenzoat (E211). Natriumbenzoat kann lokale Reizungen hervorrufen.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Kinder enthält Ethanol. Es ist unwahrscheinlich, dass die Alkoholmenge in diesem Arzneimittel Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche hat.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Kinder enthält Benzylalkohol (E1519). Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Wenden Sie dieses Arzneimittel bei Kleinkindern nicht länger als eine Woche an, ausser auf Anraten Ihres Arztes oder Apothekers bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Solmucol Erkältungshusten, Sirup für Kinder enthält Maltitol (E965) und Sorbitol (E420). Patienten mit seltener hereditärer Fruktose-Intoleranz dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Solmucol Erkältungshusten Sirup für Kinder enthält 25 mg Natrium pro 5 ml Sirup entsprechend 1.25% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Die maximale tägliche Dosis dieses Arzneimittels entspricht 5% der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme.
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