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Fachinformation zu Ciprofloxacin Redibag Baxter:Apotheke im Freihof
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Ciprofloxacin.
Hilfsstoffe: Glucosemonohydrat, Milchsäure, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösung à 2 mg/ml Ciprofloxacin.
Infusionsbeutel à 200 mg/100 ml.
Infusionsbeutel à 400 mg/200 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Ciprofloxacin Redibag Baxter eignet sich zur Behandlung von Infektionen, die durch Ciprofloxacin – empfindliche Erreger hervorgerufen werden.
Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.
Erwachsene
Infektionen der Atemwege.
Bei den im ambulanten Bereich häufigen Pneumokokken-Pneumonien ist Ciprofloxacin Redibag Baxter nicht das Mittel der ersten Wahl. Ciprofloxacin Redibag Baxter kann aber bei Pneumonien, verursacht durch z.B. Klebsiella, Enterobacter, Proteus, Pseudomonas, E. coli, Haemophilus, Branhamella, Legionella, Staphylococcus , angezeigt sein.
– Hals-Nasen-Ohren-Infektionen: Insbesondere wenn sie durch gramnegative Keime einschliesslich Pseudomonas oder durch Staphylococcus verursacht sind.
– Infektionen der Augen.
– Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege.
– Infektionen der Geschlechtsorgane, einschliesslich Gonorrhö und Adnexitis: Bei einer begleiteten Infektion durch Chlamydien/Mykoplasmen (nicht- resp. postgonorrhöische Urethritis) ist Ciprofloxacin Redibag Baxter nicht das Mittel der ersten Wahl. Eine begleitende Lues wird nicht beeinflusst.
– Infektionen des Magen-Darm-Traktes, der Gallenwege oder des Bauchfells (Peritonitis).
– Wund- und Weichteilinfektionen.
– Infektionen der Knochen und Gelenke.
– Mund-Zahn-Kiefer-Infektionen.
– Infektionen in Gynäkologie und Geburtshilfe.
– Sepsis.
– Infektionen oder drohende Infektionsgefahr (Prophylaxe) bei Patienten mit geschwächter körpereigener Abwehr (z.B. unter Behandlung mit Immunsuppressiva bzw. im neutropenischen Zustand)
Kinder und Jugendliche
Bei akuten, durch P. aeruginosa verursachten Infektionsschüben bei Kindern und Jugendlichen (5–17 Jahre) mit Mukoviszidose.
Milzbrand (Erwachsene und Kinder)
Zur Postexpositionsprophylaxe und zur Behandlung des Milzbrandes nach Inhalation des Erregers Bacillus anthracis . Die Wirksamkeit von Ciprofloxacin Redibag Baxter bei Milzbrand wurde tierexperimentell belegt (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Bei Kindern, Heranwachsenden und Schwangeren sollte nach Feststellung des Resistenzmusters des beteiligten Bacillus anthracis -Stammes die Möglichkeit einer Umstellung der Therapie auf (Amino-) Penicilline überprüft werden.

Dosierung/Anwendung

Dosierung bei Erwachsenen
Übliche Dosierung

Einzel-/Tagesdosen                                  
Einfache Infektionen der           2× 200 mg        
unteren und oberen Harnwege                         
----------------------------------------------------
Schwere Infektionen der Harnwege   2× 200 mg bis    
(je nach Schweregrad)              2× 400 mg        
----------------------------------------------------
Infektionen der Atemwege           2× 200 mg bis    
(z.B. Bronchitis)                  2× 400 mg        
----------------------------------------------------
Andere Infektionen                 2× 400 mg        
(vgl. «Indikationen»)                               
----------------------------------------------------
Schwere Infektionen                3× 400 mg        
(z.B. Osteomyelitis, Atemwegs-                      
infektionen bei Mukoviszidose)                      

Eine 60 Minuten dauernde Infusion mit 400 mg Ciprofloxacin Redibag Baxter, alle 8 Stunden, ist bezüglich der AUC gleichwertig einer oralen Gabe von 750 mg Ciprofloxacin alle 12 Stunden.
Bei akuter, unkomplizierter Gonorrhö der Frau und des Mannes (Urethritis) und bei einer akuten unkomplizierten Zystitis der Frau genügt im Falle einer parenteralen Verabreichung die einmalige Infusion von 200 mg.
Bei besonders bedrohlichen Infektionen , z.B. bei rezidivierenden Infektionsschüben bei Patienten mit Mukoviszidose, Pneumonien, Infektionen der Bauchhöhle, der Knochen und Gelenke, verursacht durch Pseudomonas, Staphylococcus oder Streptococcus pneumoniae kann die tägliche Dosis auf bis 3× 400 mg erhöht werden.
Dosierung bei Kindern und Jugendlichen
Zystische Fibrose
Bei Kindern und Jugendlichen (5–17 Jahre) mit zystischer Fibrose beträgt die empfohlene Dosierung bei akuten Infektionsschüben 3× 10 mg Ciprofloxacin pro kg Körpergewicht, verteilt auf 3 Einzelgaben in 8-stündigem Abstand. Die Tagesdosis soll 3× 400 mg nicht überschreiten. Die Infusionsdauer beträgt 60 Minuten.
Erfahrungen zur Dosierung bei Kindern mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion liegen nicht vor.
Dosierung bei Milzbrand
Erwachsene, Jugendliche und Kinder
Die Behandlung sollte unverzüglich nach einer vermuteten oder bestätigten Inhalation von Milzbranderregern einsetzen und zunächst mit intravenösem Ciprofloxacin begonnen werden.
Therapeutische Wirksamkeit kann nach Anwendung folgender Dosierungen aufgrund der Empfindlichkeit der Erreger in vitro und der jeweils zu erwartenden Plasmaspiegel angenommen werden (siehe auch «Eigenschaften/Wirkungen»).
Erwachsene: 2 mal täglich 400 mg (2 mal täglich 1 Beutel Ciprofloxacin Redibag Baxter 400 mg bzw. 2 mal täglich 2 Beutel 200 mg).
Kinder/Jugendliche: 2 mal täglich 10 mg/kg Körpergewicht.
Die maximale Einzeldosis bei Kindern sollte 400 mg nicht überschreiten.
Dosierung bei älteren Patienten
Ältere Patienten sollten die niedrigst mögliche Dosierung erhalten. Im Falle einer verminderten Nierenfunktion ist die Dosierung entsprechend anzupassen.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Ausmass der Nierenfunktionsstörung                  
----------------------------------------------------
Kreatinin-        Serum-Kreatinin-     Maximale     
Clearance         Wert                 Tagesdosis   
31–60 ml/         1,4–1,9 mg/100 ml    800 mg       
min/1,73 m²       (124–168 µmol/l)                  
----------------------------------------------------
<30 ml/           >2,0 mg/100 ml       400 mg       
min/1,73 m²       (177 µmol/l)                      

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialyse
Ciprofloxacin Redibag Baxter soll an den Dialysetagen, nach der Dialyse, gegeben werden. Dabei ist die Dosierung wie in obiger Tabelle für Kreatinin-Clearance <30 ml/min/1,73 m² vorzunehmen.
Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion
Bei eingeschränkter Leberfunktion ist die Ciprofloxacin-Elimination nur wenig verändert, es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion ist die Dosierung dem Grad der Nierenfunktionseinschränkung anzupassen.
Spezielle Dosierungsanweisungen für Kinder und Jugendliche
Erfahrungen zur Dosierung bei Kindern mit eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion liegen nicht vor.
Dauer der Behandlung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Erkrankung sowie nach dem klinischen und bakteriologischen Verlauf.
Grundsätzlich sollte die Behandlung wenigstens 3 Tage über die Entfieberung bzw. das Verschwinden klinischer Symptome hinaus konsequent weiter durchgeführt werden.
Durchschnittliche Behandlungsdauer bei Erwachsenen

Akute, unkomplizierte Gonorrhö der   1 Tag          
Frau und des Mannes (Urethritis);                   
akute, unkomplizierte Zystitis                      
der Frau                                            
----------------------------------------------------
Infektionen der Nieren, der          bis zu 7 Tage  
Harnwege und des Bauchraums                         
----------------------------------------------------
Bei Patienten mit geschwächter       über den ge-   
körpereigener Abwehr                 samten Zeitraum
                                     der neutrope-  
                                     nischen Phase  
----------------------------------------------------
Übrige Infektionen                   7–14 Tage      
----------------------------------------------------
Osteomyelitis                        maximal        
                                     2 Monate       

Bei Streptokokkeninfektionen sollte die Behandlungszeit wegen der Gefahr von Spätkomplikationen mindestens 10 Tage dauern.
Bei Infektionen der Harnwege mit Chlamydien sollte ebenfalls über mindestens 10 Tage behandelt werden.
Durchschnittliche Behandlungsdauer bei Kindern

Durch P. aeruginosa verursachte         10–14 Tage  
Infektionsschübe bei Mukoviszidose                  

Durchschnittliche Behandlungsdauer bei Milzbrand
Bei einer intravenös begonnenen Postexpositionsprophylaxe oder Behandlung nach Inhalation von Milzbranderregern kann nach klinischem Bild auf orale Weiterbehandlung umgestellt werden. Die Gesamtbehandlungsdauer (i.v. und oral) ist 60 Tage.
Art der Verabreichung
Vergleiche Rubrik «Hinweise für die Handhabung».

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Ciprofloxacin, einem anderen Wirkstoff vom Chinolontyp oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
Ciprofloxacin Redibag Baxter soll bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse nicht bei schwangeren oder stillenden Frauen angewandt werden.
Kinder und Jugendliche sollten bis zum Abschluss der Wachstumsphase nicht mit Ciprofloxacin Redibag Baxter behandelt werden, da auf Grund von Ergebnissen aus Tierversuchen Gelenkknorpelschädigungen beim noch nicht erwachsenen Organismus nicht ausgeschlossen werden können. Bezüglich der Anwendung bei Mukosviszidose und Milzbrand, siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
Die Kombination von Ciprofloxacin und Tizanidin ist kontrainidziert, da Ciprofloxacin den Serumspiegel von Tizanidin so weit erhöhen kann, dass klinisch relevante unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Tizanidin (Hypotonie, Somnolenz, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen, Leberfunktionsstörungen, Miosis, Atemdepression, Koma, Unruhe) auftreten könnten.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen sollte nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung begonnen werden. Zu berücksichtigen sind insbesondere mögliche unerwünschte Wirkungen auf Gelenke und/oder das umgebende Gewebe. Wie auch von anderen Gyrasehemmern bekannt, verursacht Ciprofloxacin Schädigungen an den gewichtstragenden Gelenken juveniler Tiere. Die Auswertung der Sicherheitsdaten von jugendlichen Patienten mit zystischer Fibrose (Mukoviszidose) zeigte keine Hinweise auf bleibende Gelenk-/Knorpelschädigungen.
Die heutigen Erkenntnisse bei Kindern und Jugendlichen stützen die Anwendung von Ciprofloxacin bei akuten, durch P. aeruginosa verursachten Infektionsschüben einer zystischen Fibrose und bei Milzbrand (siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten» und «Dosierung/Anwendung»). Ciprofloxacin wird bei anderen Indikationen nicht empfohlen.
Hinter schweren und anhaltenden Durchfällen während oder nach der Therapie kann sich eine pseudomembranöse Kolitis verbergen, die sofort behandelt werden muss. In solchen Fällen ist Ciprofloxacin Redibag Baxter abzusetzen und eine geeignete Diagnostik und Therapie einzuleiten (z.B. Vancomycin oral, 4× 250 mg täglich). Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.
In sehr seltenen Fällen wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen (z.B. Gesichts-, Gefäss- und Kehlkopfödem; Atemnot bis hin zum bedrohlichen Schock), teilweise schon nach Ersteinnahme, berichtet. In diesen Fällen ist Ciprofloxacin Redibag Baxter sofort abzusetzen, eine ärztliche Behandlung (z.B. Schocktherapie) ist erforderlich.
In seltenen Fällen kann Ciprofloxacin Photosensitivitätsreaktionen oder phototoxische Reaktionen verursachen. Patienten sollten es vermeiden, sich während der Therapie mit Ciprofloxacin längere Zeit dem Sonnenlicht auszusetzen. Falls dies nicht möglich ist, sollte eine Sonnenschutzcreme mit genügend hohem Lichtschutzfaktor verwendet und bedeckende Kleidung für Arme, Beine, evtl. Hut für Gesicht getragen werden.
Bei Epileptikern und Patienten mit anderer Vorschädigung des Zentralnervensystems (z.B. erniedrigte Krampfschwelle, Krampfanfälle in der Vorgeschichte, verringerte Hirndurchblutung, Veränderung in der Gehirnstruktur oder Schlaganfall) ist Ciprofloxacin Redibag Baxter nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anzuwenden, da diese Patienten wegen möglicher zentralnervöser Nebenwirkungen gefährdet sind.
Die intravenöse Gabe soll durch eine langsame Infusion über eine Dauer von 60 Minuten erfolgen. Lokale Reaktionen wurden nach der intravenösen Gabe von Ciprofloxacin beobachtet. Diese Reaktionen sind häufiger, wenn die Infusionsdauer 30 Minuten beträgt oder kleine Venen der Hand benützt werden.
Eine langfristige und wiederholte Anwendung kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen führen.
Auf die Möglichkeit einer Kreuzresistenz zwischen Cipro­floxacin und anderen Fluorochinolonen ist zu achten.
Da Ciprofloxacin vorwiegend über den Urin und weniger über das hepatobiliäre System ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten. Es wurde in seltenen Fällen von Kristallurie berichtet, weshalb die Patienten angewiesen werden sollten, genug zu trinken.
Ciprofloxacin sollte bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Sehnenerkrankungen/-schäden im Zusammenhang mit einer Chinolontherapie mit Vorsicht angewendet werden. In einzelnen Fällen wurde während der Gabe von Ciprofloxacin eine Achillotendinitis beobachtet. Einzelne Fälle einer teilweisen oder vollständigen Ruptur der Achillessehne wurden vor allem von älteren Patienten berichtet, bei denen eine systemische Behandlung mit Glucocorticosteroiden vorausgegangen war. Daher sollte bei Zeichen einer Achillotendinitis (z.B. schmerzvolle Schwellung) Ciprofloxacin abgesetzt werden.
Ciprofloxacin ist ein mässig starker Inhibitor von Cytochrom P450 1A2 Enzymen. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln, welche durch dieselben Enzyme metabolisiert werden (wie z.B. Theophyllin, Methylxanthin, Coffein, Tizanidin, Duloxetin oder Clozapin). Erhöhte Plasmaspiegel und arzneimittelspezifische Nebenwirkungen können durch Hemmung der Clearance dieser Arzneimittel entstehen (siehe «Kontraindikationen» und «Interaktionen»).
Patienten, bei denen ein Mangel an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase besteht oder in der Familiengeschichte vorkam, neigen zu hämolytischen Reaktionen auf Chinolone. Deshalb sollte Ciprofloxacin Redibag Baxter bei diesen Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden.

Interaktionen

Interaktionen mit Wirkstoffen, welche via Cytochrom P450 1A2 Isoenzyme metabolisiert werden
Ciprofloxacin ist ein mässig starker Inhibitor von Cytochrom P450 1A2 Enzymen. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln, welche durch dieselben Enzyme metabolisiert werden wie z.B. Theophyllin, Methylxanthin, Coffein, Tizanidin, Duloxetin oder Clozapin (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Tizanidin führte bei Probanden zu einer Erhöhung der Tizanidin-Serumspiegel. Der Wert für C max stieg um das 7-fache (Einzelwerte im Bereich 4- bis 21-fach), derjenige für das AUC um das 10-fache (Einzelwerte im Bereich 6- bis 24-fach). Die Erhöhung der Tizanidin-Spiegel ging einher mit einer Verstärkung der hypotonischen und sedativen Effekte wie Übelkeit, Erbrechen, Leberfunktionsstörungen, Miosis, Atemdepression, Koma oder Unruhe (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die gleichzeitige Einnahme von Duloxetin mit starken Inhibitoren des CYP450 Isoenzyms 1A2, wie z.B. Fluvoxamin, führte zu einer Erhöhung der Werte für C max und AUC für Duloxetine. Obwohl noch keine Berichte über eine solche Interaktion zwischen Ciprofloxacin und Duloxetin vorliegen, könnte eine solche bei gleichzeitger Gabe von Cipro­floxacin und Duloxetin auftreten.
Die Gabe von 250 mg Ciprofloxacin während 7 Tagen führte zu einer Erhöhung der Serumwerte für Clozapin und dessen Metaboliten N-Desmethylclozapin um 29% bzw. 31%.
Die gleichzeitige Einnahme von Ciprofloxacin mit Ropinirol (einem mässigen Inhibitor von CYP450 1A2) im Rahmen einer klinischen Studie führte zu einem Anstieg von C max und AUC für Ropinirol von 60% bzw. 84%. Obwohl die Behandlung mit Ropinirol im Allgemeinen gut toleriert wurde, legen einzelne Fallberichte zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen den Verdacht nahe, dass die gleichzeitige Einnahme von Ciprofloxacin und Ropinirol zu einer Interaktion zwischen diesen beiden Wirkstoffen führen kann.
Ciprofloxacin reduziert in gesunden Probanden die Elimination von i.v. verabreichtem Lidocain (einem weiteren mässigen Inhibitor von CYP450 1A2) um 22%. Obwohl die Verabreichung von Lidocain i.v. gut vertragen wurde, kann eine Interaktion mit Ciprofloxacin Redibag Baxter mit entsprechenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht ausgeschlossen werden.
Weitere Interaktionen
Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Theophyllin kann zu einem unerwünschten Anstieg der Theophyllin-Konzentration im Serum in toxische Bereiche führen. Auf diese Weise können durch Theophyllin verursachte Nebenwirkungen auftreten. Falls auf eine gleichzeitige Anwendung beider Präparate nicht verzichtet werden kann, soll die Serumkonzentration von Theophyllin kontrolliert und seine Dosierung angemessen reduziert werden.
Aus tierexperimentellen Untersuchungen ist bekannt, dass die Kombination sehr hoher Dosen von Chinolonen (Gyrasehemmern) und einigen nichtsteroidalen Antiphlogistika (wie z.B. Fenbufen, nicht aber Acetylsalicylsäure) Krämpfe auslösen kann.
Bei der zeitgleichen Gabe von Ciprofloxacin und Ciclosporin wurde in Einzelfällen ein vorübergehender Anstieg der Serumkreatininkonzentration beobachtet. Aus diesem Grund ist bei diesen Patienten eine engmaschige Kontrolle (2× wöchentlich) des Serumkreatininwertes erforderlich.
Die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Warfarin kann die Wirkung von Warfarin verstärken.
In Einzelfällen kann die gleichzeitige Gabe von Ciprofloxacin und Glibenclamid die Wirksamkeit von Glibenclamid verstärken (Hypoglykämie).
Probenecid beeinflusst die renale Sekretion von Ciprofloxacin. Die gleichzeitige Gabe von Probenecid (1000 mg) und Ciprofloxacin (500 mg) erhöhte die Serumkonzentration von Ciprofloxacin zu etwa 50%, die Eliminationshalbwertzeit blieb unverändert, was bei Patienten, welche diese beiden Medikamente gleichzeitig erhalten, beachtet werden sollte.
Metoclopramid beschleunigt die Aufnahme von Ciprofloxacin, wodurch die maximalen Plasmakonzentrationen schneller erreicht werden. Die Bioverfügbarkeit von Cipro­floxacin wird nicht beeinflusst.
Bei gleichzeitiger Gabe von Ciprofloxacin und Methotrexat kann durch kompetitive Hemmung der tubulären Sekretion von Methotrexat dessen Plasmaspiegel erhöht sein. Da dies zu einem gesteigerten Risiko Methotrexat bedingter toxischer Reaktionen führen kann, sollten die Patienten sorgfältig überwacht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Tierversuche haben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben, jedoch besteht die Möglichkeit einer Schädigung des wachsenden Knorpels.
Ciprofloxacin Redibag Baxter tritt in das Nabelschnurblut und das Fruchtwasser über. Es konnte in der Muttermilch in ähnlichen Konzentrationen wie im mütterlichen Serum nachgewiesen werden.
Ciprofloxacin Redibag Baxter sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig. Bezüglich der präventiven Anwendung nach Exposition mit Milzbranderregern siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten».

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt im verstärkten Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Folgende unerwünschte Arzneimittelwirkungen wurden mit Ciprofloxacin in klinischen Studien (n= 51’721 Patienten, Stichtag 15. Mai 2005) sowie im Rahmen der Marktüberwachung beobachtet:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich (0,1–1%): Candidose.
Selten (0,01–0,1%): Antibiotika-assoziierte Kolitis (in sehr seltenen Fällen ist ein fataler Ausgang möglich).
Störungen des Blut- und Lymphsystems
Gelegentlich (0,1–1%): Eosinophilie.
Selten (0,01–0,1%): Leukopenie, Anämie, Neutropenie, Leukozytose, Thrombozytopenie, Thrombozytämie.
Sehr selten (<0,01%): Hämolytische Anämie.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Agranulocytose, Panzytopenie (lebensbedrohlich), Knochenmarksdepression (lebensbedrohlich).
Störungen des Immunsystems
Gelegentlich (0,1–1%): Hautreaktionen (siehe «Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes»).
Selten (0,01–0,1%): Allergische Reaktionen, allergisches Ödem/Angioödem.
Sehr selten (<0,01%): Anaphylaktische Reaktionen, Arzneimittelfieber, anaphylaktischer Schock (lebensbedrohlich, teilweise schon nach Ersteinnahme).
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Überempfindlichkeitsreaktionen vom Typ der Serumkrankheit.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich (0,1–1%): Anorexie.
Selten (0,01–0,1%): Hyperglyzämie.
Psychiatrische Störungen
Gelegentlich (0,1–1%): Psychomotorische Hyperaktivität/Erregtheit.
Selten (0,01–0,1%): Verwirrung und Orientierungslosigkeit, Angstzustände, Albträume, Depressionen, Halluzinationen.
Sehr selten (<0,01%): Psychotische Reaktionen.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Psychosen.
Störungen des Nervensystems
Gelegentlich (0,1–1%): Kopfschmerzen, Benommenheit, Schlafstörungen, Geschmacksstörungen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit.
Selten (0,01–0,1%): Parästhesie, Dysästhesie, Hypoästhesie, Tremor, Krämpfe, Schwindel.
Sehr selten (<0,01%): Migräne, Geruchstörungen, intrakraniale Hypertonie, Zuckungen.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Koordinationsstörungen, Hyperästhesie, Anosmie (in der Regel reversibel bei Absetzung der Medikation), stechender Schmerz.
Augen
Selten (0,01–0,1%): Sehstörungen.
Sehr selten (<0,01%): Farbenfehlsichtigkeit, Diplopie.
Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs
Selten (0,01–0,1%): Tinnitus, Taubheit.
Sehr selten (<0,01%): Schwerhörigkeit.
Funktionsstörungen des Herzens
Selten (0,01–0,1%): Tachykardie, Synkopen.
Funktionsstörungen der Gefässe
Selten (0,01–0,1%): Vasodilatation, Hypotonie.
Sehr selten (<0,01%): Vaskulitis, Hitzewallung.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Hypertonie, intrakranielle Hypertonie.
Atmungsorgane (respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen)
Selten (0,01–0,1%): Dyspnoe (einschliesslich Asthmaanfälle).
Sehr selten (<0,01%): Brustschmerzen.
Gastrointestinale Störungen
Häufig (1–10%): Übelkeit, Durchfall, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit.
Gelegentlich (0,1–1%): Erbrechen, Schmerzen im gastrointestinalen Bereich/Unterleib, Dyspepsie, Flatulenz.
Sehr selten (<0,01%): Pseudomembranöse Colitis.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Pankreatitis.
Funktionsstörungen der Leber und der Galle
Gelegentlich (0,1–1%): Transaminasewerte vorübergehend erhöht, Bilirubinämie.
Selten (0,01–0,1%): Vorübergehende Leberfunktionsstörung, Ikterus, (nicht infektiöse) Hepatitis.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Leberzellnekrose (in sehr seltenen Fällen bis hin zum lebensbedrohlichen Leberausfall).
Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich (0,1–1%): Rash, Pruritus, makropapulärer Rash, Urtikaria.
Selten (0,01–0,1%): Photosensitivitätsreaktionen, unspezifische Schuppung, Hyperpigmentation.
Sehr selten (<0,01%): Erythema multiforme minor, hämorrhagische Bullae, Erythema nodosum.
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Petechien, Steven-Johnson-Syndrom (potenziell lebensbedrohlich), toxische epidermale Nekrolyse (potenziell lebendbedrohlich), Lyell-Syndrom.
Muskelskelettsystem (Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen)
Gelegentlich (0,1–1%): Arthralgie.
Selten (0,01–0,1%): Myalgie, Arthritis, erhöhter Muskeltonus, Verkrampfungen.
Sehr selten (<0,01%): Muskelschwäche, Verstärkung der Symptome bei Patienten mit Myasthenia gravis, Bein- und Rückenschmerzen, Sehnenscheidenentzündung
Meldungen aus Marktbeobachtungen: Tendinitis, partielle oder vollständige Sehnenruptur (vor allem der Achillessehne; siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Funktionsstörungen der Nieren und der ableitenden Harnwege
Gelegentlich (0,1–1%): Nierenfunktionsstörungen.
Selten (0,01–0,1%): Nierenversagen, Hämaturie, Kristallurie, interstitielle Nephritis.
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Häufig (1–10%): Überempfindlichkeitsreaktionen an der Injektions- oder Infusionsstelle.
Gelegentlich (0,1–1%): Unspezifische Schmerzen, Unwohlsein, Fieber.
Selten (0,01–0,1%): Ödeme, Schweissausbrüche.
Sehr selten (<0,01%): Gangstörungen, Phlebitis, allgemeines Schwächegefühl.
Untersuchungen
Gelegentlich (0,1–1%): alkaline Phosphatase erhöht.
Selten (0,01–0,1%): Prothrombinwerte ausserhalb der Norm, Lipase- und Amylasewerte erhöht.

Überdosierung

Symptome
Bei Vorkommen einer akuten, exzessiven Überdosierung wurde in einigen Fällen eine reversible Nierentoxizität beobachtet.
Massnahmen
Abgesehen von den üblichen Notfallmassnahmen empfiehlt es sich, die Nierenfunktion zu überwachen und Magnesium oder Calcium enthaltende Antazida zu geben, welche die Resorption von Ciprofloxacin verringern. Durch Hämo- oder Peritonealdialyse wird nur ein kleiner Prozentsatz von Ciprofloxacin (<10%) aus dem Körper entfernt.
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, um eine Kristallurie zu vermeiden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J01MA02
Wirkungsmechanismus
Ciprofloxacin Redibag Baxter ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Chinolone. Es besitzt eine antibakterielle Wirkung gegen ein Spektrum von gramnegativen und grampositiven Bakterien.
Ciprofloxacin Redibag Baxter verhindert, dass die für den normalen Stoffwechsel des Bakteriums notwendige Information vom Chromosom abgelesen werden kann. Dies führt zu einer schnellen Abnahme der Vermehrungsfähigkeit der Bakterien. Die Wirkung von Ciprofloxacin ist bakterizid.
Ciprofloxacin Redibag Baxter zeichnet sich ferner dadurch aus, dass aufgrund seiner besonderen Wirkungsweise keine generelle Parallelresistenz zu allen anderen Antibiotika ausserhalb der Chinolon-Gruppe besteht. Somit ist Ciprofloxacin Redibag Baxter z.T. auch wirksam bei solchen Bakterien, die resistent gegen z.B. Aminoglykoside, Penicilline, Cephalosporine, Tetracycline und andere Antibiotika sind.
Mikrobiologie
Auf Grund der in-vitro Untersuchungen können folgende Organismen als ciprofloxacinempfindlich angesehen werden (MHK 90 <1 µg/ml)
E. coli, Shigella, Salmonella, Citrobacter, Klebsiella, Enterobacter, Serratia, Hafnia, Edwardsiella, Proteus (Indol-positive und Indol-negative), Providencia, Morganella, Yersinia, Vibrio, Aeromonas, Plesiomonas, Pasteurella, Haemophilus, Campylobacter, Pseudomonas, Legionella, Moraxella, Acinetobacter, Brucella, Staphylococcus, Listeria, Corynebacterium, Chlamydia.
Folgende Organismen zeigen unterschiedliche Grade von Empfindlichkeit gegenüber Ciprofloxacin (MHK 90 = 1–4 µg/ml)
Neisseria, Gardnerella, Flavobacterium, Alcaligenes, Streptococcus agalactiae, Enterococcus faecalis, Streptococcus pyogenes, Streptococcus pneumoniae, Streptococci der Gruppe viridans, Mycoplasma hominis, Mycobacterium tuberculosis und Mycobacterium fortuitum.
Im Allgemeinen gelten folgende Organismen als resistent (MHK 90 >4 µg/ml)
Enterococcus faecium, Ureaplasma urealyticum, Nocardia asteroides.
Anaerobier, bis auf wenige Ausnahmen, sind mässig empfindlich (z.B. Peptococcus, Peptostreptococcus ) bis resistent (z.B. Bacteroides ) gegenüber Ciprofloxacin.
Gegen Treponema pallidum ist Ciprofloxacin nicht wirksam.
Resistenz
Resistenzentwicklung gegenüber Ciprofloxacin – wie auch gegenüber anderen Chinolonen – wurde bei Staphylococcus spp. beobachtet. Das gilt insbesondere für methicillinresistente Stämme von S. aureus . Eine Zunahme der Resistenz wurde ebenfalls bei Pseudomonas aeruginosa beschrieben. Wenn man die Literatur sorgfältig analysiert, zeigt sich, dass insbesondere solche Patienten gefährdet sind, die über lange Zeit eine Antibiotikatherapie erhalten müssen, wie bei zystischer Fibrose oder Osteomyelitis.
Ähnlich ist die Situation bei besonders infektionsgefährdeten Patienten einzuschätzen, die aus prophylaktischen oder therapeutischen Gründen eine intensive Antibiotikatherapie benötigen (z.B. Leukämiepatienten, bei denen eine selektive Suppression der Darmflora durchgeführt wird; polytraumatisierte oder chirurgische Patienten, die über längere Zeit intensivmedizinischer Massnahmen bedürfen).
Der Anteil resistenter Populationen unterliegt grossen lokalen Schwankungen. Eine regelmässige Überwachung der Resistenzsituation ist daher empfehlenswert. Über fluorochinolon-resistente Campylobacter -Stämme wurde im Zusammenhang mit dem weitverbreiteten Einsatz in der Geflügelindustrie berichtet.
Der oder die Mechanismen der Resistenzentwicklung gegenüber Ciprofloxacin konnte bisher nicht endgültig geklärt werden. Jedoch kommt es offensichtlich bei einigen Organismen zu Mutationen, die eine Veränderung der A-Untereinheit der (ATP-hydrolisierenden) DNA-Topoisomerase auslösen (die auch als DNA-Gyrase bezeichnet wird).
Resistenz kann auch durch eine Veränderung der äusseren Membranproteine (Porine) und/oder andere Faktoren zustande kommen, die die Permeabilität des Organismus für die Substanz beeinflussen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Resistenz gegenüber Ciprofloxacin ausschliesslich chromosomal bedingt und damit nicht übertragbar.
Zwischen den Fluorochinolonen liegt üblicherweise Kreuzresistenz vor (z.B. Ciprofloxacin, Enoxacin, Norfloxacin, Ofloxacin). Zwischen Ciprofloxacin und anderen antimikrobiellen Substanzen (Aminoglykoside, β-Laktam-Antibiotika, Sulfonamide einschliesslich Cotrimoxazol, Makrolide, Tetracycline) tritt grundsätzlich keine Kreuzresistenz auf.
Die zuvor genannte herabgesetzte Permeabilität ist möglicherweise dafür verantwortlich, dass selten Stämme von Pseudomonas aeruginosa oder aus der Gruppe der Enterobacteriaceae beobachtet wurden, die sowohl gegenüber Ciprofloxacin als auch nicht verwandten Substanzen (z.B. β-Laktamen, Aminoglykosiden) resistent waren.
Die Kombination von Ciprofloxacin Redibag Baxter mit anderen antibakteriell wirksamen Substanzen ergibt in vitro überwiegend additive oder indifferente Effekte.
Bei durch mässig empfindliche Keime verursachten Infektionen ist die Durchführung eines Empfindlichkeitstestes zu empfehlen, um eine eventuelle Resistenz ausschliessen zu können. Die Empfindlichkeit auf Ciprofloxacin kann anhand von standardisierten Verfahren, wie sie beispielsweise vom Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) empfohlen werden, mit Disk- oder Verdünnungstests bestimmt werden. Dabei werden vom CLSI die folgenden Parameter als Empfindlichkeitskriterien empfohlen:

                 Disktest (5 µg)     Verdünnungstest
                 Durchmesser (mm)    MHK (mg/l)     
----------------------------------------------------
Sensibel         >21                 <1             
Intermediär      16–20               2              
Resistent        <14                 >4             

Die Prävalenzen von Resistenzen für gewisse Mikroorganismen können zeitlich und geographisch variieren. Insbesondere bei der Behandlung von schweren Infektionen ist es empfehlenswert, sich auf lokale Resistenzdaten zu stützen. Die folgenden Angaben stellen nur ungefähre Richtwerte dar, ob ein Mikroorganismus auf die Behandlung mit Ciprofloxacin anspricht oder nicht.
MHK 50 - und MHK 90 -Werte von Ciprofloxacin für eine Auswahl von grampositiven und gramnegativen Bakterien:
MHK 50 = Minimale Hemmkonzentration bei 50% der Isolate.
MHK 90 = Minimale Hemmkonzentration bei 90% der Isolate.

Keime                      Zahl der  MHK 50   MHK 90
                           Isolate   (mg/l)   (mg/l)
Enterobakterien                                     
Escherichia coli           6315      0,03     0,10  
Shigella spp.              1664      0,03     0,04  
Salmonella spp.            1770      0,04     0,06  
Citrobacter spp.           1602      0,04     0,10  
Klebsiella spp.            3500      0,04     0,24  
Enterobacter spp.          3533      0,04     0,19  
Serratia spp.              1828      0,10     0,70  
Hafnia alvei               37        0,02     0,06  
Edwardsiella tarda         29        0,06     0,06  
Proteus mirabilis          2372      0,03     0,11  
Proteus vulgaris           689       0,03     0,05  
Providencia alcalifaciens  62        0,02     0,05  
Providencia rettgeri       310       0,13     1,57  
Providencia stuartii       568       0,26     1,69  
Morganella morganii        912       0,02     0,12  
Yersinia spp.              550       0,03     0,04  
----------------------------------------------------
Gramnegative Erreger                                
Vibrio ssp.                162       0,53     0,54  
Aeromonas ssp.             367       0,02     0,03  
Plesiomonas shigelloides   44        0,03     0,03  
Pasteurella multocida      20        0,01     0,02  
Haemophilus influenzae     1158      0,01     0,02  
Haemophilus ducreyi        325       0,01     0,03  
Gardnerella vaginalis      230       1,33     2,68  
Eikenella corrodens        44        0,01     0,02  
Capnocytophaga spp.        249       0,09     0,18  
Pseudomonas ssp.                                    
– P. aeruginosa            6546      0,20     0,71  
– P. maltophilia           590       2,22     6,22  
– P. fluorescens           118       0,19     0,81  
– P. cepacia               271       5,04     9,35  
– P. putida                116       0,19     2,52  
– P. pseudomallei          80        3,20     7,05  
– P. acidovorans           49        0,18     0,37  
– P. putrefaciens          32        0,11     0,76  
– P. stutzeri              47        0,14     0,28  
Agrobacterium spp.         20        0,06     0,06  
Legionella spp.            128       0,30     0,38  
Neisseria gonorrhoeae      1899      0,00     0,01  
Neisseria meningitidis     266       0,01     0,01  
Branhamella catarrhalis    209       0,05     0,10  
Acinetobacter spp.         1862      0,36     1,21  
Flavobacterium spp.        88        2,17     3,60  
Alcaligenes spp.           68        0,52     2,58  
Brucella melitensis        179       0,36     0,72  
Bordetella spp.            136       0,46     0,54  
Campylobacter spp.         1151      0,16     0,68  
----------------------------------------------------
Grampositive Erreger                                
Staphylococcus ssp.                                 
– S. aureus                3580      0,32     0,62  
– S. epidermidis           1304      0,18     0,35  
– S. saprophyticus         230       0,38     0,47  
– S. haemolyticus          91        0,20     0,35  
– S. hominis               61        0,17     0,33  
Streptococcus ssp.                                  
– S. pyogenes              524       0,85     2,22  
– S. agalactiae            976       0,70     1,32  
– S. pneumoniae            974       1,31     1,97  
– S. avium                 32        1        1,38  
– S. bovis                 83        1,85     3,15  
– S. viridans              350       1,60     3,42  
Enterococcus faecalis      2726      0,90     1,69  
– Enterococcus faecium     131       1,89     3,86  
Bacillus spp.              126       0,22     0,62  
Lactobacillus spp.         62        4        16    
Listeria monocytogenes     449       0,78     1,33  
Corynebacterium spp.       176       0,17     0,88  
Corynebacterium JK         102       0,54     0,98  
Actinomyces spp.           15        1,40     8     
Propionibacterium acnes    64        0,96     2,32  
----------------------------------------------------
Anaerobier                                          
Bacteroides spp.           3265      4,25     12    
Mobiluncus spp.            21        2,33     2,57  
Fusobacterium spp.         144       1,91     11    
Veillonella spp.           37        0,18     1,96  
Peptococcus spp.           182       1,11     2,58  
Peptostreptococcus spp.    448       1,15     4,72  
Clostridium spp.           1247      5,15     13    
Eubacterium spp.           62        4,29     11    
Bifidobacterium spp.       14        4        20    
----------------------------------------------------
Sonstige Erreger                                    
Borrelia burgdorferi       10        1        2     
Chlamydia trachomatis      67        0,99     1,63  
Mycoplasma hominis         139       0,64     1,32  
Ureaplasma urealyticum     168       5,09     9,61  
Mycobacterium ssp.                                  
– M. tuberculosis          649       0,73     1,62  
– M. avium                 135       29       49    
– M. chelonei              87        5,34     27    
– M. fortuitum             139       0,40     1,11  
– M. intracellulare        54        7,85     9,63  
– M. kansasii              118       4,05     30    
– M. marinum               13        1,73     2,70  
– M. xenopi                62        0,70     2,29  
Nocardia spp.              164       2,25     19    
Rhodococcus spp.           10        0,12     1     

Ciprofloxacin bei Milzbrand
Zur Abschätzung der therapeutischen Wirksamkeit beim Menschen wurden stellvertretend die bei Menschen gemessenen Serumkonzentrationen als so genannter Surrogatparameter für die Anwendung von Ciprofloxacin nach Inhalation von Milzbranderregern herangezogen.
Bei Erwachsenen und Kindern wurden nach Verabreichung der empfohlenen Dosen Ciprofloxacin durchschnittliche Plasmaspiegel erreicht, die gleich oder oberhalb der bei Rhesusaffen gemessenen liegen, die Milzbrandsporen inhaliert hatten und danach mit Ciprofloxacin behandelt wurden. Der Unterschied in der Mortalität der mit Ciprofloxacin behandelten Tiere zur unbehandelten Kontrollgruppe war zugunsten der behandelten Tiere statistisch signifikant (p= 0,001).
Die Pharmakokinetik von Ciprofloxacin beim Menschen ist umfassend untersucht (siehe auch «Pharmakokinetik»).
Bei Erwachsenen wurden im Steady State nach intravenöser Applikation von 400 mg alle 12 Stunden Serumspitzenspiegel von 4,56 µg/ml gemessen. Es wurden im Steady State 12 Stunden nach der letzten Applikation die so genannten Trough-Spiegel mit durchschnittlich 0,2 µg/ml bestimmt.
Bei 10 Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren wurden nach zweimaliger Infusion von 10 mg/kg über 30 Minuten im Abstand von 12 Stunden Serumspitzenkonzentrationen von 8,3 µg/ml erreicht, die Trough-Konzentrationen variierten zwischen 0,09 und 0,26 µg/ml. Im Anschluss nahmen die Kinder Ciprofloxacin in einer Dosis von 15 mg/kg ein.
Verträglichkeitsdaten nach Langzeitgabe an Kinder, inklusive der Wirkungen auf das Knorpelgewebe sind nur sehr begrenzt verfügbar (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
In einer Plazebo-kontrollierten Studie wurden Rhesusaffen einer zu inhalierenden Dosis von Milzbrandsporen ausgesetzt, die im Durchschnitt dem elffachen der LD 50 entsprach (ca. 5,5× 10 5 , Bandbreite 5–30 LD 50 ). Die minimale Hemmkonzentration (MHK 90 ) für den eingesetzten B. anthracis -Stamm war mit 0,08 µg/ml bestimmt worden.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach einer Infusion wurden maximale Serumkonzentrationen am Ende der Infusionen erreicht (1,8 mg/l nach Infusion von 100 mg während 30 min; 3,4 mg/l nach Infusion von 200 mg während 30 min; 3,9 mg/l nach Infusion von 400 mg während 60 min). Die Pharmakokinetik erwies sich dabei als linear.
Distribution
Ciprofloxacin Redibag Baxter ist an den Orten der Infektion, nämlich in den Flüssigkeiten und Geweben des Körpers, in mehrfach höheren Konzentrationen enthalten als im Serum. Das Verteilungsvolumen von Ciprofloxacin beträgt im «Steady state» 2–3 l/kg.
Da die Proteinbindung von Ciprofloxacin gering ist (20–30%) und die Substanz im Blutplasma überwiegend in nicht ionisierter Form vorliegt, kann nahezu die gesamte Menge der applizierten Dosis frei in den Extravasalraum diffundieren. Auf diese Weise können die Konzentrationen in bestimmten Körperflüssigkeiten und Geweben die korrespondierenden Serumspiegel deutlich überschreiten.
Nur geringe Konzentrationen von Ciprofloxacin gelangen in den cerebrospinalen Liquor, die Maximalkonzentration beträgt etwa 6–10% derjenigen des Serums.
Die Ciprofloxacinkonzentrationen sind in der Gallenflüssigkeit um ein Mehrfaches höher als im Serum.
Metabolismus/Elimination
Die durchschnittliche Serumhalbwertszeit beträgt ca. 4 Stunden. Nach intravenöser Infusion werden 71% der verabreichten Dosis mit dem Urin und weitere 17,8% mit den Fäzes ausgeschieden. Die nichtrenale Ausscheidung von Ciprofloxacin erfolgt hauptsächlich durch aktive transintestinale Sekretion als auch durch Metabolisierung.
Ca. 10–20% einer Einzeldosis werden als Metabolite ausgeschieden.
Die im Einzelnen wiedergefundenen Mengen der Metaboliten sind nachstehend aufgeführt.
Ausscheidung (in % der Ciprofloxacin-Dosis)

Substanz                    Harn        Fäces       
Ciprofloxacin               61,5        15,2        
Desethylenciprofloxacin     1,3         0,5         
Sulfociprofloxacin          2,6         1,3         
Oxociprofloxacin            5,6         0,8         
----------------------------------------------------
Summe                       71,0        17,8        

Ein viertes Abbauprodukt (Formylciprofloxacin) wurde zu weniger als 0,1% in nur einigen Proben gefunden.
Drei der vier Ciprofloxacin-Metaboliten zeigen eine der Nalidixinsäure vergleichbare bzw. geringere antibakterielle Aktivität. Der mengenmässig kleinste Metabolit (Formylciprofloxacin) ist gleichzeitig der aktivste und seine Wirksamkeit entspricht weitgehend der von Norfloxacin.
Mehr als 90% der renalen Ausscheidung erfolgt in den ersten 24 Stunden. Ein Vergleich der pharmakokinetischen Parameter einer zweimonatigen und dreimonatigen intravenösen Gabe erbrachte keinerlei Hinweise einer Kumulation von Ciprofloxacin und seinen Metaboliten.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten sollte die Kreatinin-Clearance geprüft werden, da die Eliminationshalbwertszeit verlängert sein kann.
Kinetik bei eingeschränkter Nierenfunktion
Erwachsene
Bei eingeschränkter Nierenfunktion (ab einer Kreatinin-Clearance <20 ml/min) ist die Dosis zu halbieren oder das Dosierungsintervall zu verdoppeln.
Kinder
Es liegen keine Angaben über Dosisanpassungen bei Kindern mit mässiger bis schwerer Niereninsuffizienz vor.
Kinetik bei eingeschränkter Leberfunktion
Aufgrund der geringen Metabolisierungsrate von Ciprofloxacin Redibag Baxter ist eine Kumulation bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion unwahrscheinlich.
Kinetik bei Kindern
Die Werte für die pharmakokinetischen Parameter C max und AUC sind unabhängig vom Alter. Die intravenöse Gabe von 9 mg/kg KG 2× täglich ergab bei Kindern vergleichbare Werte für C max und AUC wie bei Erwachsenen, welche mit der empfohlenen Erwachsenendosierung von 2× 500 mg täglich behandelt worden waren.

Präklinische Daten

Akute Toxizität
Die akute Toxizität von Ciprofloxacin kann als sehr gering eingestuft werden. Nach intravenöser Infusion betrug die LD 50 je nach Tierspezies 125–290 mg/kg.
Chronische Toxizität (Untersuchungen über 6 Monate)
In der höchsten Dosisgruppe (20 mg/kg) wurden bei Affen leicht erhöhte Harnstoff- und Kreatininkonzentrationen registriert sowie Alterationen der distalen Nierentubuli.
Kanzerogenitäts- und Mutagenitätsstudien
In Kanzerogenitätsstudien an Mäusen (21 Monate) und Ratten (24 Monate) mit Dosen bis zu 1000 mg/kg Körpergewicht pro Tag bei Mäusen und 125 mg/kg Körpergewicht pro Tag bei Ratten (Steigerung nach der 22. Woche auf 250 mg/kg KG pro Tag) ergaben sich bei keiner Dosisgruppe Hinweise auf eine kanzerogene Wirkung.
Die Resultate der in vitro und in vivo Mutagenitätsstudien ergaben keine Verdachtsmomente für eine mutagene Wirkung von Ciprofloxacin. Diese Bewertung steht im Einklang mit den negativen Ergebnissen der Kanzerogenitätsstudien an Ratten und Mäusen.
Reproduktionstoxikologische Untersuchungen
Die Fertilitätsleistungen, die intrauterine Entwicklung und die postnatale Entwicklung der Jungtiere sowie die Fertilitätsleistung der F1-Generation wurden durch Ciprofloxacin nicht beeinträchtigt. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte für embryotoxische oder teratogene Wirkungen durch Ciprofloxacin. Es wurden keinerlei Einflüsse auf die peri- und postnatale Entwicklung der Tiere festgestellt. Am Ende der Aufzuchtphase waren an den Gelenken der Jungtiere histologisch keine Schädigungen nachweisbar.
Spezielle Verträglichkeitsuntersuchungen: Untersuchungen zur Gelenkverträglichkeit
Wie auch von anderen Gyrasehemmern bekannt, verursacht Ciprofloxacin Schädigungen an den grossen, gewichttragenden Gelenken juveniler Tiere. Das Ausmass der verursachten Knorpelschäden ist alters-, spezies- und dosisabhängig, und eine Entlastung der Gelenke reduziert die Knorpelschäden erheblich. Die Studien mit juvenilen Tieren erfolgten ohne Kinetikuntersuchungen, ein Vergleich der Exposition bei Tier und Mensch und die Berechnung von Sicherheitsabständen war deshalb nicht möglich.
In den mit ausgewachsenen Tieren durchgeführten Studien (Ratte, Hund) fanden sich keine Hinweise auf Knorpelläsionen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien vorliegen, darf Ciprofloxacin Redibag Baxter nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Ciprofloxacin Redibag Baxter darf nur bis zum mit «EXP» angegebenen Verfalldatum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 25 °C und vor Licht geschützt lagern. Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung und für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Die Beutel sind ausschliesslich für den Einmalgebrauch bestimmt.
Nur Beutel mit klarer Lösung, ohne sichtbare Partikel und mit unversehrtem Behältnis verwenden.
Nicht mehrere Kunststoffbeutel miteinander verbinden. Ein solcher Gebrauch kann zu einer Luftembolie durch Lufteinschlüsse im Primärbeutel führen, die aspiriert werden können, bevor der Inhalt des Sekundärbeutels vollständig appliziert ist.
Die Lösung unter aseptischen Bedingungen mit einem sterilen Infusionssystem applizieren. Das Gerät sollte mit Lösung gespült werden, um zu vermeiden, dass Luft in das System gelangt.
Additiva sind nicht zulässig.
Nach einmaligem Gebrauch verwerfen.
Restmengen verwerfen.
Angebrochene Beutel nicht erneut anschliessen.
Öffnen
Dieses Arzneimittel ist lichtempfindlich. Den Infusionsbeutel deshalb erst unmittelbar vor Gebrauch aus der Aluminiumschutzhülle entnehmen und die Lösung nach Öffnen der Umverpackung sofort verwenden. Die Umverpackung schützt den Inhalt vor Licht und vor Verlust von Wasserdampf. Der Infusionsbeutel gewährleistet die Sterilität des Arzneimittels.
Den Innenbeutel fest zusammendrücken und so auf kleinste Undichtigkeiten überprüfen. Sind undichte Stellen vorhanden, die Lösung verwerfen, da die Sterilität nicht mehr gewährleistet ist.
Es kann vorkommen, dass der Kunststoffbeutel durch Feuchtigkeitsabsorption während des Sterilisierungsvorgangs eine geringe Trübung aufweist. Dies ist normal und beeinträchtigt weder Qualität noch Sicherheit der Lösung. Die Trübung nimmt langsam ab.
Prüfen, ob die Lösung klar ist und keine fremden Partikel aufweist. Wenn sie trübe ist oder fremde Partikel enthält, die Lösung verwerfen.
Vorbereitung zur Verabreichung
Für die Vorbereitung und Anwendung sterile Materialien verwenden.
Das Behältnis an der Halterung aufhängen.
Verabreichungs-Set anschliessen. Vollständige Anweisungen zum Anschliessen und Spülen des Sets und zur Verabreichung der Lösung sind den im Lieferumfang des Sets enthaltenen Informationen zu entnehmen.

Zulassungsnummer

59320 (Swissmedic).

Packungen

Menge

CHF

SM

Rückerstattungskat.

CIPROFLOXACIN Redibag Baxter 200 mg (aH 09/12)

10 Beutel 100 ml (aH 09/12)

A

20 Beutel 100 ml (aH 09/12)

A

CIPROFLOXACIN Redibag Baxter 400 mg (aH 09/12)

10 Beutel 200 ml (aH 09/12)

A

20 Beutel 200 ml (aH 09/12)

A

Zulassungsinhaberin

Baxter AG, 8604 Volketswil.

Stand der Information

März 2009.

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