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Fachinformation zu Aciclovir Labatec® i.v.:Labatec Pharma SA
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Schwere kutane Arzneimittelreaktionen:
Fälle von schweren kutanen Arzneimittelreaktionen (SCARs), einschliesslich toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), akuter generalisierter exanthematöser Pustulosis (AGEP), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) sowie Erythema multiforme (EM), wurden bei Patienten berichtet, die mit Aciclovir behandelt wurden.
Da SCARs lebensbedrohlich oder tödlich sein können, muss beim Auftreten von Anzeichen und Symptomen, die auf SCARs hindeuten, die Behandlung mit Aciclovir unverzüglich abgebrochen und eine alternative Behandlung eingeleitet werden. Patienten, bei denen unter der Anwendung von Valaciclovir oder Aciclovir SCARs aufgetreten sind, dürfen kein Aciclovir oder Valaciclovir mehr erhalten (vgl. "Kontraindikationen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Patienten:
Aciclovir wird renal ausgeschieden, daher muss die Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion reduziert werden (vgl. "Dosierung/Anwendung" ). Bei älteren Patienten besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Nierenfunktionsstörungen, die Notwendigkeit einer Dosisreduktion sollte in dieser Patientengruppe deshalb berücksichtigt werden. Sowohl bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wie auch bei älteren Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von neurologischen Störungen, sie sollten daher engmaschig auf Anzeichen für derartige unerwünschte Wirkungen überwacht werden. In den gemeldeten Fällen waren die Störungen im Allgemeinen reversibel nach Absetzen der Behandlung (vgl. "Unerwünschte Wirkungen" ).
Müssen höhere Dosen von Aciclovir Labatec infundiert werden, z.B. bei Herpes Enzephalitis, ist die Nierenfunktion, besonders bei dehydrierten Patienten, zu überwachen.
Aciclovir Labatec-Infusionslösung hat ungefähr einen pH von 11 und sollte daher nicht eingenommen werden.
Da Herpes genitalis eine sexuell übertragbare Krankheit ist, sollen Patientinnen und Patienten angewiesen werden, jeglichen Sexualkontakt zu vermeiden, solange sichtbare Läsionen erkennbar sind.
Aufgrund des potentiellen Risikos von Neutropenie sollte bei Neugeborenen welche i.v. mit Aciclovir Labatec behandelt werden, die Durchführung eines Blutbildes zweimal die Woche in Erwägung gezogen werden.
Dieses Arzneimittel enthält 25,8 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 1,3% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

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