Unerwünschte WirkungenZusammenfassung der Nebenwirkungen
Die untenstehenden Daten beinhalten Nebenwirkungen aus klinischen Studien sowie aus Spontanmeldungen. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Systemorganklassen Unerwünschte Wirkung
gemäss MedDRA en
Sehr häufig(≥1/10) Häufig(≥1/100, Gelegentlich(≥1/1'00 Selten(≥1/10'000,
<1/10) 0, <1/100) <1/1'000)
Infektionen und Sepsis Bronchitis
parasitäre Erkrankun Infektion der
gen oberen Atemwege
Infektion der
Harnwege
Gutartige, bösartige Myelodysplastisches
und nicht spezifizi Syndroma akute
erte Neubildungen myeloische Leukämiea
(einschl. Zysten
und Polypen)
Erkrankungen des Anämie (21,1%) Splenomegaliea Leukozytosea Milzruptura Sichelze
Blutes und des Thrombozytopenie Hämoglobin verminder llanämie mit Krisena
Lymphsystems (15,7%)a td Extramedulläre
Hämatopoese
Erkrankungen des Arzneimittelüber-emp Anaphylaktische
Immunsystems findlichkeit Überemp Reaktion
findlichkeita
Graft-versus-Host
Reaktionb
Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Hyperurikämie Absinken des Blutzuc
Ernährungsstörungen Anstieg der Laktatd Anstieg des Harnsäur kers Chondrokalzinos
ehydrogenase espiegels e pyrophosphat
(Pseudogicht)
Störungen des
Flüssigkeitsvolumens
Psychiatrische Schlaflosigkeit
Erkrankungen
Erkrankungen des Kopfschmerzen Schwindel Hypästhesi
Nervensystems (13,9%) e Parästhesie
Gefässerkrankungen Hypertonie Hypotonie Venenverschluss-kran Aortitis Angiopathie
kheit Kapillarlecksyndrom
a
Erkrankungen der Hämoptyse Dyspnoe Nicht kardiale Pulmonale Fibrosea
Atemwege, des Husten Oropharyngeal Brustschmerzen Kehlkopfschmerzen
Brustraums und des e Schmerzen Epistaxi Akutes Atemnotsyndro (pharyngolaryngeale
Mediastinums s ma Atemfehlfunktiona Schmerzen)
Pulmonales Ödema
Pulmonale Hämorrhagi
e Interstitielle
Lungenerkrankung
Lungeninfiltration
Hypoxie
Erkrankungen des Erbrechen (21,2%) Schmerzen im Mundd
Gastrointestinaltrak Übelkeit (19,5%) Verstopfungd
ts Durchfall (18,6%)
Leber- und Gallenerk Hepatomegalie Erhöhte Aspartat-Ami
rankungen Erhöhte alkalische notransferase
Phosphatase Erhöhte γ-Glutamyltr
ansferase
Erkrankungen der Alopezie (13,6%) Erythem Ausschlag Makulopapulöser Akute febrile
Haut und des Unterha Hautausschlag neutrophile Dermatos
utgewebes e (Sweet's syndrome)
Kutane Vaskulitisa
Skelettmuskulatur-, Muskuloskelettale Muskelkrämpfe Osteoporose Verminderung der
Bindegewebs- und Schmerzen (27,7%)c Knochendichte
Knochenerkrankungen Verschlimmerung
einer rheumatoiden
Arthritis
Erkrankungen der Hämaturie Dysurie Proteinurie Miktionsstörungen
Nieren und Harnwege Glomerulonephritis
Harnabnormalitäten
Allgemeine Erkrankun Fatigue (11,9%) Asthenie Schmerzen Reaktionen an der
gen und Beschwerden Schleimhautentzündun Unwohlseind Peripher Einstichstelle
am Verabreichungsort g (12,9%) Fieber e Ödemed
(28,9%)
Verletzung, Vergiftu Transfusionsreaktion
ng und durch Eingrif d
fe bedingte Komplika
tionen
a siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
b Es gibt Berichte über GvHD und Todesfälle bei Patienten nach allogener Knochenmarktransplantation
c einschliesslich Knochenschmerzen, Rückenschmerzen, Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in den Extremitäten, muskuloskelettale Schmerzen, muskuloskelettale Schmerzen im Brustkorb, Nackenschmerzen
d unerwünschte Ereignisse mit höherer Inzidenz bei Patienten unter Behandlung mit Filgrastim im Vergleich mit Placebo und in Verbindung mit Spätfolgen der zugrunde liegenden Krebserkrankung oder der zytotoxischen Chemotherapie
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen
Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter Anaphylaxie, Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem, Dyspnoe und Hypotonie, wurden bei Erst- und Folgebehandlung in klinischen Studien und nach Marktzulassung berichtet. Insgesamt wurden diese Symptome nach i.v. Verabreichung häufiger berichtet. In einigen Fällen traten die Symptome bei einer Reexposition erneut auf, was auf einen kausalen Zusammenhang hindeutet. Zarzio sollte dauerhaft abgesetzt werden, falls eine schwerwiegende allergische Reaktion auftritt.
Pulmonale Nebenwirkungen
In klinischen Studien und nach Markteinführung wurde über pulmonale Nebenwirkungen einschliesslich interstitieller Lungenerkrankung, Lungenödem und Lungeninfiltration berichtet, die in einigen Fällen zu einer Atemfehlfunktion oder einem akuten Atemnotsyndrom (ARDS) führten, welche tödlich verlaufen können (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Kapillarlecksyndrom
Nach Anwendung von Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktoren wurde über Fälle von Kapillarlecksyndrom berichtet. Diese sind im Allgemeinen aufgetreten bei Patienten mit fortgeschrittenen malignen Erkrankungen, bei Sepsis, bei Patienten, die mehrere chemotherapeutische Behandlungen erhalten haben oder die sich einer Apherese nach PBPC Mobilisierung unterzogen haben (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Splenomegalie und Milzruptur
Nach Anwendung von Filgrastim wurde über Fälle von Splenomegalie und Milzruptur berichtet. Einige Fälle von Milzrupturen verliefen tödlich (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Leukozytose und Thrombozytopenie
Nach Anwendung von Filgrastim wurde Leukozytose und Thrombozytopenie berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Sichelzellkrisen
In Einzelfällen wurde nach Markteinführung bei Patienten mit Sichelzellanlage oder Sichelzellanämie über Sichelzellkrisen berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Kutane Vaskulitis
Es wurde über kutane Vaskulitis bei Patienten berichtet, die mit Filgrastim behandelt wurden.
Myelodysplastisches Syndrom und akute myeloische Leukämie
Es wurde über gelegentliche Fälle von myelodysplastischem Syndrom [MDS] und akuter myeloischer Leukämie [AML] bei Brust- und Lungenkrebspatienten berichtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Kinder und Jugendliche
Daten aus klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen zeigen, dass die Sicherheit und Wirksamkeit von Filgrastim sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, die eine zytotoxische Chemotherapie erhalten, ähnlich sind. Es wird angenommen, dass es keine altersabhängigen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Filgrastim gibt. Das einzige immer wieder berichtete unerwünschte Ereignis war muskuloskelettaler Schmerz, was sich nicht von den Erfahrungen bei Erwachsenen unterscheidet.
Für eine weitergehende Beurteilung der Anwendung von Filgrastim bei Kindern und Jugendlichen liegen keine ausreichenden Daten vor.
Andere besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Insgesamt wurden keine Unterschiede in der Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten über 65 Jahre im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen (>18 Jahre), die eine zytotoxische Chemotherapie erhielten, beobachtet. Die klinische Erfahrung zeigt auch keine Unterschiede im Ansprechen zwischen älteren und jüngeren Patienten. Es gibt keine ausreichenden Daten, um die Anwendung von Filgrastim bei älteren Patienten für die anderen zugelassenen Filgrastim-Indikationen zu beurteilen.
Kinder und Jugendliche mit SCN
Bei Kindern und Jugendlichen mit schwerer chronischer Neutropenie, die eine chronische Behandlung mit Filgrastim erhielten, wurde über Fälle von verminderter Knochendichte und Osteoporose berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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