Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenBei intravenöser Infusion
Vancomycin Pfizer ist angezeigt zur Behandlung:
methicillinresistenter (betalactamresistenter) Staphylokokkeninfektionen;
schwerer Staphylokokkeninfektionen bei Penicillin-Allergikern oder bei Patienten, die auf Penicilline oder Cephalosporine nicht angesprochen haben;
schwerer Infektionen durch andere Vancomycin-sensible Erreger, die gegen andere Antibiotika resistent sind;
zur Initialtherapie bei Verdacht auf methicillinresistente Staphylokokken (nach Vorliegen des Ergebnisses der Empfindlichkeitstestung sollte die Therapie entsprechend angepasst werden).
Vancomycin Pfizer ist zur Behandlung der Staphylokokken-Endokarditis wirksam, sowie bei anderen durch Staphylokokken verursachten Infektionen, einschliesslich Septikämie sowie Infektionen der Knochen, unteren Atemwege, Haut und Weichteile. Bei lokalisierten, eitrigen Staphylokokkeninfektionen werden Antibiotika neben geeigneten chirurgischen Massnahmen angewandt.
Vancomycin Pfizer ist allein oder zusammen mit einem Aminoglykosid bei Endokarditis wirksam, die durch S. viridans oder S. bovis verursacht ist. Bei Enterokokken (E. faecalis)-Endokarditis ist Vancomycin Pfizer nur in Kombination mit einem Aminoglykosid wirksam. Vancomycin Pfizer ist gegen Endokarditis durch Diphteroide und in Kombination mit Rifampicin und/oder einem Aminoglykosid bei beginnender Klappenprothesen-Endokarditis durch S. epidermidis oder Diphteroide wirksam (Vancomycin-Therapiedauer 4–6 Wochen).
Es sollten Kulturen angelegt werden, um die ursächlichen Erreger und deren Empfindlichkeit gegen Vancomycin festzustellen.
Bei oraler Verabreichung
Zur Behandlung der Staphylokokken-Enterocolitis und der antibiotikabedingten pseudomembranösen Colitis durch C. difficile muss Vancomycin oral verabreicht werden (dafür steht eine orale Darreichungsform von Vancomycin zur Verfügung oder die 500 mg Stechampulle von Vancomycin Pfizer kann gelöst oral verabreicht werden).
Die gleichzeitige Verabreichung von oralem Vancomycin und Aminoglykosiden wird ausserdem zur Darmsterilisation bei Patienten mit Immunosuppression angewandt.
Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.
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