ch.oddb.org 
Deutsch | English | Français
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu Nevirapin-Mepha® :Mepha Pharma AG
Vollst. FachinformationDDDDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.Packungen
Reg.InhaberStand d. Info. 

Interaktionen

Nevirapinist ein Induktor der hepatischenCytochromP450 Enzyme (CYP3A, CYP2B). Daher ist es möglich, dass die gleichzeitige Anwendung zusammen mit Arzneimitteln, die stark durch CYP3A oder CYP2Bmetabolisiertwerden, in einer Verminderung deren Plasmakonzentrationen resultieren kann (siehe «Pharmakokinetik»). Wenn ein Patient,dermit einem durch CYP3A oder CYP2BmetabolisiertenArzneimittel eingestellt wurde, eineNevirapin-Therapie beginnt, können Dosisanpassungen nötig werden.
Die Resorption vonNevirapinwird durch Nahrungsmittel, Antazida oder Arzneimittel, die einen alkalischen Puffer enthalten, nicht beeinträchtigt.
Die Mehrzahl der Angaben zu Interaktionenwerdenals prozentuale Änderungen (geometrische Mittelwerte) mit einem 95%igen Prognose-Intervall (95% PI) angegeben.

Wirkstoffe nach Therapiegebiet

Interaktion

Empfehl

ungen für die Kombination

ANTIINFEKTIVA

Antiretrovirale Mittel

NRTIs

Didanosin

100-150 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Didanosin

AUC =

Didanosin

Cmax

=

Didanosin

Cmin

*

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination

mit

Didanosin

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Lamivudin

150 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Keine Unterschiede bezüglich der

scheinbaren

Clearance

oder des

Verteilungsvolumens von

Lamivudin

,

was nahe legt, dass

Nevirapin

keinen

Induktionseffekt auf die

Lamivudin

-

Clearance

hat

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination

mit

Lamivudin

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Stavudin

30/40 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage

)

Stavudin

AUC =

Stavudin

Cmax

=

Stavudin

Cmin

*

Nevirapin

: Im Vergleich mit früher

erhobenen Kontrollwerten waren die

Spiegel unverändert

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination

mit

Stavudin

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Tenofovir

(NVP 200 mg 1x tägl.)

Die

Tenofovir

-Spiegel bleiben

unverändert.

Tenofovir

hat keinen Effekt auf die

NVP-Spiegel

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination

mit

Tenofovir

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Zalcitabin

0,125-0

,25 mg

3x tägl. (NVP 200 mg 1x

tägl. x

14 Tage; 200 mg 2x tägl. x

14 Tage)

Zalcitabin

AUC =

Zalcitabin

Cmax

=

Zalcitabin

Cmin

*

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination

mit

Zalcitabin

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Zidovudin

100

-200 mg 3x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Zidovudin

AUC -24 (-69 bis +83)

Zidovudin

Cmax

-26 (-84 bis + 254)

Gepaarte Daten legen nahe, dass

Zidovudin

die

Pharmakokinetik

von

Nevirapin

nicht beeinflusst

Wenn

Nevirapin-

Mepha

in Kombination

mit

Zidovudin

eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

NNRTIs

Efavirenz

600 mg 1x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

400 mg 1x tägl. x 14 Tage)

Efavirenz

AUC -28 (-34 bis -14)   1  

Efavirenz

Cmax

-12 (-23 bis +1)   1  

Efavirenz

Cmin

-32 (-35 bis -19)   1  

Die gleichzeitige Anwendung von

Efavirenz

und

Nevirapin-Mepha

wird nicht empfohlen,

da diese zu einem höheren Risiko für das

Auftreten von unerwünschten Wirkungen

führen kann (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsm

assnahmen») Überdies führt die

gleichzeitige Verabreichung gegenüber einem

der NNRTI alleine zu keiner Verbesserung der

Wirksamkeit. In Kombination mit

Efavirenz

zeigte

Nevirapin-Mepha

in vitro

eine stark

antagonistische anti-HIV-1 Wirkung (siehe

auc

h «Eigenschaften/Wirkungen»)

Protease-Inhibitoren

Atazanavir

/

Ritonavir

300/100 mg 1x tägl.

400/100 mg 1x tägl.

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Atazanavir

300/100 mg:

Atazanavir

AUC -42 (-52 bis -29)   1  

Atazanavir

Cmax

-28 (-40 bis -14)   1  

Atazanavir

Cmin

-72 (-80 bis -60)   1  

Atazanavir

400/100 mg:

Atazanavir

AUC -19 (-35 bis +2)   1  

Atazanavir

Cmax

=

Atazanavir

Cmin

-59 (-73 bis -40)   1  

(verglichen mit 300/100 mg ohne NVP)

Nevirapin

AUC +25 (+17 bis +34)   1  

Nevirapin

Cmax

+17 (+9 bis +25)   1  

Nevirapin

Cmin

+32 (+22 bis +43)   1  

Wenn

Atazanavir

in Kombination mit

Nevirapin-Mepha

eingenommen wird, sollte

die Dosis von 400 mg

Atazanavir

zusammen

mit niedrig dosiertem

Ritonavir

100 mg

betragen

Darunavir

/

Ritonavir

400/100 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Darunavir

AUC =

Darunavir

Cmin

=

Nevirapin

AUC +27

Nevirapin

Cmin

+47

Darunavir

/

Ritonavir

erhöht die Plasma-

konzentration

von

Nevirapin

infolge einer

CYP3A4-Hemmung. Da der Unterschied

als nicht klinisch relevant betrachtet wird,

kann

Darunavir

zusammen mit

Nevirapin

-

Mepha

in Kombination mit 100 mg

Ritonavir

ohne Dosisanpassungen angewendet werden

Fosamprenavir

1400 mg

2x tägl. (NVP 200 mg

2x tägl.)

Amprenavir

AUC -33 (-45 bis -20)   1  

Amprenavir

Cmax

-25 (-37 bis -11)   1  

Amprenav

ir

Cmin

-35 (-51 bis -15)   1  

Nevirapin

AUC +29 (+19 bis +40)   1  

Nevirapin

Cmax

+25 (+14 bis +37)   1  

Nevirapin

Cmin

+34 (+21 bis +49)   1  

Nevirapin-Mepha

sollte nicht zusammen mit

Fosamprenavir

verabreicht werden, wenn

dieses nicht mit

Ritonavir

kombiniert wird

(

siehe «Warnhinweise und Vorsichts-

massnhmen

»)

Fosamprenavir

/

Ritonavir

700/100 mg 2x

tägl

.

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Amprenavir

AUC: nicht signifikant

verändert

Amprenavir

Cmax

nicht signifikant

verändert

Amprenavir

Cmin

-19 (-32 bis -5)   1  

Nevirapin

AUC +1

4 (+5 bis

+24)   1  

Nevirapin

Cmax

+13 (+3 bis +24)   1  

Nevirapin

Cmin

+22 (+10 bis +35)   1  

Wenn

Nevirapin-Mepha

zusammen mit

700/100 mg

Fosamprenavir

/

Ritonavir

zweimal täglich eingenommen wird, sind

keine Dosisanpassungen erforderlich

Indinavir

800 mg alle

8 Stunden (NVP 200 mg

1x tägl. x 14 Tage; 200 mg

2x tägl. x 14 Tage)

Indinavir

AUC -31 (-64 bis +30)

Indinavir

Cmax

-15 (-53 bis +55)

Indinavir

Cmin

-44 (-77 bis +39)

Keine klinisch relevante Veränderung

der

Nevirapin

-Plasmaspiegel nach-

gewiesen

Es wur

den keine endgültigen klinischen Schluss-

folgerungen

hinsichtlich der möglichen Aus-

wirkungen

einer gleichzeitigen Anwendung

von

Nevirapin-Mepha

und

Indinavir

erzielt.

Eine Dosiserhöhung von

Indinavir

auf

1000 mg alle acht Stunden sollte erwogen

werd

en, wenn

Indinavir

zusammen mit

Nevirapin-Mepha

, 200 mg zweimal täglich,

gegeben wird. Es liegen derzeit jedoch keine

Ergebnisse vor, die belegen, dass sich die anti-

retrovirale Kurz- oder Langzeitwirkung von

1000 mg

Indinavir

alle acht Stunden plus

200 mg

Nevirapin-Mepha

zweimal täglich von

der anti-retroviralen Wirkung von

Indinavir

in

einer Dosierung von 800 mg alle acht Stunden

und 200 mg

Nevirapin-Mepha

zweimal täglich

unterscheidet. Heutzutage wird

Indinavir

gewöhnlich zusammen mit RTV ange

wendet.

Es liegen begrenzte klinische Daten zur Inter-

aktion

von

Nevirapin-Mepha

mit

Indinavir

/

Ritonavir

vor

Lopinavir

/

Ritonavir

400/100 mg

2x tägl. (NVP 200 mg 2x

tägl.)

Lopinavir

AUC -27

Lopinavir

Cmax

-19

Lopinavir

Cmin

-46

Obwohl die klinische Bed

eutung dieser

Beobachtung nicht vollständig

unter-

sucht wurde, wird eine Erhöhung der

Dosis auf 533/ 133 mg

Lopinavir

/

Ritonavir

(4 Kapseln) zweimal täglich

mit einer Mahlzeit in Kombination mit

Nevirapin

empfohlen

Nelfinavir

750 mg 3x tägl.

(NVP 20

0 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Nelfinavir

: keine klinisch relevanten

Änderungen der

pharmakokinetischen

Parameter von

Nelfinavir

nach der

zusätzlichen Gabe von

Nevirapin

Gesamtexposition von

Nelfinavir

plus

dem Metaboliten AG1402:

AUC -20 (-72 bis +128)

Cmax

-12 (-61 bis +100)

Cmin

-35 (-90 bis +316)

Nevirapin

: Im Vergleich mit früher

erhobenen Kontrollwerten waren

die Spiegel unverändert

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination mit

Nelfinavir

eingenommen wird, sind keine

Dosisanpa

ssungen erforderlich

Ritonavir

600 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Die gleichzeitige Anwendung führt zu

keiner klinisch relevanten Änderung der

Plasmaspiegel von

Ritonavir

oder

Nevirapin

Ritonavir

AUC =

Ritonav

ir

Cmax

=

Ritonavir

Cmin

=

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination mit

Ritonavir

eingenommen wird, sind keine

Dosisanpassungen erforderlich

Saquinavir

600 mg 3x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x

14 Tage; 200 mg 2x tägl. x

21 Tage)

Saquinavir

AUC -38 (-47 bis

-11)   1  

Saquinavir

Cmax

-32 (-44 bis -6)   1  

Saquinavir

Cmin

*

Nevirapin-Mepha

sollte nicht zusammen mit

Saquinavir

verabreicht werden, wenn es nicht

mit

Ritonavir

kombiniert wird (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Saquinavir

/

Ritonavir

Die begrenzten erhältlichen

Daten mit

Ritonavir

geboosterten

Saquinavir

Weichgelatinekapseln lassen keine

klinisch relevanten Interaktionen

zwischen mit

Ritonavir

geboostertem

Saquinavir

und

Nevirapin

erwarten

Wenn

Nevirapin-Mepha

mit

Saquinavir

in

K

ombination mit

Ritonavir

angewendet wird,

sind keine Dosisanpassungen erforderlich

Tipranavir

/

Ritonavir

500/200 mg 2x tägl.

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Es wurden keine spezifischen Inter-

aktionsstudien

durchgeführt. Die

aus einer Phase

IIa

-Studie an HIV-

i

nfizierten Patienten verfügbaren

begrenzten Daten haben eine

klinisch nicht signifikante 20%ige

Reduktion der TPV

Cmin

gezeigt.

Eine signifikante Interaktion zwischen

Nevirapin

und

Tipranavir

in Kombination

mit niedrig dosiertem

Ritonavir

ist nicht zu e

rwarten

Wenn

Nevirapin-Mepha

mit

Tipranavir

in

Kombination mit

Ritonavir

angewendet wird,

sind keine Dosisanpassungen erforderlich

Fusionshemmer

Enfuvirtide

Klinisch signifikante

pharmakokinetische

Interaktionen mit

Enfuvirtide

in Kombination

mit dur

ch CYP450-Enzyme

metabolisierten

Arzneimitteln sind nicht zu erwarten

Aufgrund des Stoffwechselwegs von

Enfuvirtide

ist keine Interaktion zu erwarten. Eine

Dosisan

-

passung

wird deshalb nicht empfohlen, wenn

Enfuvirtide

zusammen mit

Nevirapin-Mepha

ange

wendet wird

Maraviroc

300 mg Einmalgabe

(NVP 200 mg 2x tägl.)

Maraviroc

AUC =

Maraviroc

Cmax

+

Im Vergleich mit früher erhobenen

Kontrollwerten.

Nevirapin

-

Konzentrationen

sind nicht gemessen worden. Ein Effekt

wird nicht erwartet

Der Vergleich mit frü

her erhobenen Kontroll-

werten legt nahe, dass

Maraviroc

300 mg

zweimal täglich zusammen mit

Nevirapin-Mepha

ohne Dosisanpassung verabreicht werden kann

Integrasehemmer

Raltegravir

Keine klinischen Daten erhältlich

Aufgrund des Stoffwechselwegs von

Raltegravir

ist keine Interaktion zu erwarten. Eine

Dosisan

-

passung

wird nicht empfohlen, wenn

Raltegravir

zusammen mit

Nevirapin-Mepha

angewendet wird

Antibiotika

Clarithromycin

500 mg

2x tägl. (NVP 200 mg 1x tägl.

x 14 Tage; 200 mg 2x tägl. x

14 Tage)

Clarithromycin

AUC -31 (-57 bis +9)

Clarithromycin

Cmin

-56 (-92 bis +126)

Metabolit 14-OH-Clarithromycin AUC +42

(-41 bis +242)

Metabolit 14-OH-Clarithromycin

Cmax

+47

(-39 bis +255)

Nevirapin

AUC +26

Nevirapin

Cma

x

+24

Nevirapin

Cmin

+28

Im Vergleich mit früher erhobenen

Kontrollwerten

Wenn

Clarithromycin

zusammen mit

Nevirapin

-

Mepha

eingenommen wird, wird für beide

Arzneimittel keine Dosisanpassung empfohlen.

Trotzdem wird eine engmaschige Überwachung

von Leb

erveränderungen empfohlen. Bei der

Behandlung von Patienten mit dem intrazellulären

Mycobacterium

avium

Komplex ist jedoch eine

alternative Therapie anstelle von

Clarithromoycin

in Betracht zu ziehen, da der aktive Metabolit in

diesem Fall nicht wirks

am ist

Rifabutin

150 oder 300 mg

1x tägl. (NVP 200 mg

1x tägl. x 14 Tage; 200 mg

2x tägl. x 14 Tage)

Rifabutin

AUC +17 (-53 bis +191)

Rifabutin

Cmax

+28 (-44bis +195)

Metabolit 25-O-Desacetyl-rifabutin

AUC +24 (-83 bis +787)

Metabolit 25-O-Desacetyl-r

ifabutin

Cmax

+29 (-67 bis +400)

Im Vergleich mit früher erhobenen

pharmakokinetischen

Daten

wurde ein

klinisch nicht relevanter Anstieg der

scheinbaren

Clearance

von

Nevirapin

(um 9%) berichtet

Wenn

Rifabutin

zusammen mit

Nevirapin-Mepha

eingenommen

wird, wird keine Dosisanpassung

empfohlen. Wegen der hohen interindividuellen

Variabilität kann es bei einigen Patienten zu

einem beträchtlichen Anstieg der

Rifabutin

-

Exposition und einem daraus resultierenden

erhöhten Risiko einer

Rifabutin

-

Toxizität

kommen.

Die gleichzeitige Anwendung sollte daher mit

Vorsicht erfolgen

Rifampicin

600 mg 1x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Rifampicin

Cmax

und AUC: keine

signifikante Veränderung

Nevirapin

AUC -58

Nevirapin

Cmax

-50

Nevirapin

Cmin

-68

Im Vergleich mit früher erhobenen

Daten

Nevirapin-Mepha

und

Rifampicin

sollten nicht in

Kombination verwendet werden. Es bestehen

begrenzte klinische Daten über eine Anpassung

der Dosis von

Nevirapin-Mepha

, wenn es zu-

sammen

mit

Rif

ampicin

eingenommen wird

(siehe auch «Warnhinweise und Vorsichts-

massnahmen

»). Für die Behandlung von Patienten,

die eine

Nevirapin-Mepha

-Therapie erhalten und

gleichzeitig mit Tuberkulose infiziert sind, sollten

Ärzte die Anwendung von

Rifabutin

in

Betracht

ziehen

Antimykotika

Fluconazol

200 mg 1x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x

14 Tage; 200 mg 2x tägl. x

14 Tage)

Fluconazol

AUC =

Fluconazol

Cmax

=

Fluconazol

Cmin

=

Nevirapin

-Exposition: +100% im

Vergleich mit früher erhobenen Daten,

wo

Nevirapi

n

allein verabreicht wurde

Wenn beide Arzneimittel gleichzeitig eingenommen

werden, sollte dies wegen der höheren

Nevirapin

-

Mepha

-Exposition mit Vorsicht erfolgen und die

Patienten sollten engmaschig überwacht werden

Itraconazol

200 mg 1x tägl.

(NVP 2

00 mg 1x tägl.)

Itraconazol

AUC -61

Itraconazol

Cmax

-38

Itraconazol

Cmin

-87

Es bestehen keine signifikanten

Unterschiede in den

pharmako

-

kinetischen Parametern von

Nevirapin

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination mit

Itraconazol

angewendet wird, sollte

für

Itraconazol

eine Dosisanpassung in Betracht gezogen werden

Ketoconazol

400 mg 1x tägl.

(NVP 200 mg 1x tägl. x 14 Tage;

200 mg 2x tägl. x 14 Tage)

Ketoconazol

AUC -72 (-95 bis +101)

Ketoconazol

Cmax

-44 (-86 bis +158)

Nevirapin

-Plasmaspiegel: +15-28

% im

Vergleich mit früher erhobenen

Kontrollwerten

Ketoconazol

und

Nevirapin-Mepha

sollten nicht

gleichzeitig angewendet werden (siehe auch

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

ANTAZIDA

Cimetidin

Nevirapin

Cmin

+7

Begrenzte Daten legen keine Dosisanpassung

nahe, wenn

Nevirapin-Mepha

mit

Cimetidin

angewendet wird

ANTITHROMBOTIKA

Warfarin

Die Interaktion zwischen

Nevirapin

und dem

Antithrombotikum

Warfarin

ist komplex. Bei gleichzeitiger Gabe

kann es sowohl zur

Verlängerung als

auch zur Verkürzung der Gerinnungszeit

kommen

Der resultierende Effekt der Interaktion kann

sich während der ersten Wochen der gleich-

zeitigen Anwendung oder nach Absetzen von

Nevirapin-Mepha

verändern. Deshalb ist eine

engmaschige

Überwachung der Gerinnungs-

parameter

erforderlich

KONTRAZEPTIVA

Depo-medroxyprogesteron

Acetat (DMPA) 150 mg jeden

3. Monat (NVP 200 mg 1x tägl.

x 14 Tage; 200 mg 2x tägl. x

14 Tage)

DMPA AUC =

DMPA

Cmax

=

DMPA

Cmin

=

Nevirapin

AUC + 20

Nevirapin

Cm

ax

+20

Wenn

Nevirapin-Mepha

in Kombination mit

DMPA angewendet wird, sind keine

Dosisan

-

passungen

erforderlich. Die gleichzeitige

Verabreichung von

Nevirapin

veränderte die

ovulationshemmende Wirkung von DMPA nicht

Ethinylestradiol

(EE) 0,035 mg

und

Norethindron

(NET) 1,0 mg

(Einmalgabe) (NVP 200 mg

1x tägl. x 14 Tage; 200 mg

2x tägl. x 14 Tage)

EE AUC -20 (-57 bis +52)

EE

Cmax

=

EE

Cmin

*

NET AUC -19 (-50 bis +30)

NET

Cmax

-16 (-49 bis +37)

NET

Cmin

*

Orale hormonale Kontrazeptiva dürfen von

Fra

uen, die

Nevirapin-Mepha

einnehmen,

nicht als einzige Verhütungsmittel verwendet

werden (siehe auch «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»). Angemessene Dosen

für hormonale Kontrazeptiva (oral oder in

anderen Anwendungsformen) mit Ausnahme

von DMPA s

ind in Kombination mit

Nevirapin

in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit

nicht ermittelt worden

OPIATE

Methadon

Individuell abgestimmt

Dosierung (NVP 200 mg

1x tägl. x 14 Tage; 200 mg

2x tägl. ≥7 Tage)

Methadon AUC -65 (-82 bis -32)

Methadon

Cmax

-5

0 (-67 bis -25)

Bei Patienten, die gleichzeitig mit

Nevirapin

-

Mepha

und Methadon behandelt wurden, ist

von Opiatentzugssyndromen berichtet worden.

Patienten unter Methadon, die eine

Nevirapin

-

Mepha

-Therapie  beginnen, sollten auf

Ent

-

zugssymptome

beob

achtet werden und die

Methadondosis ist entsprechend anzupassen

PFLANZLICHE ARZNEIMITTEL

Johanniskraut

(

Hypericum

perforatum

)

Nevirapin

-Serumkonzentrationen

können durch die gleichzeitige

Anwendung von pflanzlichen

Zubereitungen, die Johanniskraut

(

Hypericum

perforatum

) enthalten,

verringert werden. Dies geht auf

die Induktion von Arzneimittel

metabolisierenden

Enzymen bzw.

Transportproteinen durch

Johanniskraut zurück

Johanniskraut enthaltende Präparate sollten

nicht mit

Nevirapin-Mepha

kombin

iert werden.

Falls ein Patient bereits Johanniskraut zu sich

nimmt, sind

Nevirapin

- und möglichst auch

Virenkonzentrationen zu überprüfen und die

Einnahme von Johanniskraut abzubrechen.

Nach dem Absetzen von Johanniskraut können

die

Nevirapin

-Konzentr

ationen ansteigen. Die

Nevirapin

-

Mepha

-Dosierung kann bei Bedarf

angepasst werden. Die Induktionswirkung kann

über mindestens 2 Wochen nach dem Absetzen

von Johanniskraut anhalten (siehe auch

«Kontraindikationen»)

* =C min unterhalb der Nachweisgrenze des Tests.
+ Zunahme.
– Abnahme.
= Keine Auswirkung.
¹ Daten als geometrische Mittelwerte mit einem 90%igen Prognose-Intervall (90% PI).
Weitere Informationen
Inin-vitro-Studien mit humanenLebermikrosomenkonnte gezeigt werden, dass die BildunghydroxylierterNevirapin-Metaboliten in Anwesenheit vonDapson,Rifabutin,RifampicinundTrimethoprim/Sulfamethoxazolnicht beeinflusst wurde.KetoconazolundErythromycinhemmten die Bildung dieser Metaboliten signifikant. Klinische Studien wurden nicht durchgeführt.

2026 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home