Eigenschaften/WirkungenATC-Code
G04BC
Wirkungsmechanismus
Urocit ist ein alkalisierendes Kaliumpräparat, das metabolisierbare Anionen enthält. Das Citrat-Ion aus Alkalicitraten wird oxidativ zu CO2 bzw. Bikarbonat verstoffwechselt. Der durch die verbleibenden Alkaliionen resultierende Basenüberschuss wird renal eliminiert und bewirkt eine Erhöhung des Urin-pH-Wertes.
Somit kann durch die orale Gabe von Alkalicitraten dosisabhängig eine Neutralisierung oder Alkalisierung des Harns erreicht werden.
Die Gabe der empfohlenen Dosis an Urocit bewirkt einen Anstieg des Urin-pH-Wertes um 0,2–0,3 Einheiten. Dadurch erhöht sich der Dissoziationsgrad und somit die Löslichkeit von Harnsäure.
Ferner entsteht durch den negativen Basenüberschuss über die Verschiebung des intrazellulären pH-Wertes eine alkalotische Stoffwechsellage. Dies führt zu einer Alkaloseinduzierten Hemmung des renalen tubulären Citrat-Metabolismus, einer verminderten Citrat-Rückresorption und dadurch zu einer gesteigerten Citratausscheidung. Der renale Calciumtransport wird durch die Alkalisierung in der Form verändert, dass die Calciumausscheidung mit dem Urin signifikant abnimmt.
Harnalkalisierung, gesteigerte Citratausscheidung und reduzierte Calciumausscheidung bewirken eine Abnahme des Aktivitätsproduktes von Calciumoxalat, weil Citrat im schwach Basischen stabile Komplexe mit Calcium bildet.
Pharmakodynamik
Siehe unter "Wirkungsmechanismus"
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten verfügbar.
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