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Fachinformation zu Tamsulix T-Mepha® retard:Mepha Pharma AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bevor eine Therapie mitTamsulixT-Mepharetardbegonnen wird, sollen differentialdiagnostisch andere Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen werden. Vor der Therapie und anschliessend in regelmässigen Intervallen sollte der Patient rektal digital untersucht undevt. das Prostata-spezifische Antigen (PSA) bestimmt werden.
Wie bei anderen Alpha 1 -Blockern kann unterTamsulixT-Mepharetardin einzelnen Fällen ein Blutdruckabfall auftreten, der selten eine Synkope auslöst. Bei den ersten Anzeichen einerorthostatischenHypotonie (Schwindel, Schwäche) soll sich der Patient hinsetzen oder hinlegen bis die Symptome verschwunden sind.
Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit sowie bei Hypertoniker unterantihypertensiverTherapie istVorsichbei Behandlung mit Alpha 1 -Blockern geboten.
Die gleichzeitige Verabreichung anderer Alpha 1 -Adrenorezeptorenblocker kann zu einer (verstärkten) Senkung des Blutdruckes führen und wird nicht empfohlen.
Das intra-operative «Floppy-Iris»-Syndrom (IFIS) wurde bei Katarakt-Operationen bei einigen Patienten beobachtet, welche im Vorfeld der Operation oder zum Zeitpunkt des Eingriffes mit Alpha 1 -Adrenorezeptor-Antagonisten wieTamsulosinhydrochloridbehandelt wurden. Diese Form der Pupillenkonstriktion ist charakterisiert durch die Kombination einer schlaffen Iris (welche als Folge der intra-operativen Spülung wabert), einer progressiven intra-operativenMiose(trotz präoperativer Dilatation mit Standard-Mydriatika) und einem potentiellen Irisprolaps in Richtung derPhakoemulsifikations-Schnitte. Ein IFIS kann das Risiko für intra- und postoperative Komplikationen am Auge (z.B. Linsenverlust, Retina-Ablösung,Endophthalmitis)erhöhen.DerOperateur sollte daherüber die Einnahme vonTamsulosininformiert werden, um gegebenenfalls  seine operativen Techniken entsprechend anzupassen (wie z.B. Verwendung von Irishaken, Iris-Ringdilatatoren oderviskoelastischenSubstanzen).
Es wird empfohlen, bei Patienten, bei welchen eine Katarakt-Operation unmittelbar bevorsteht, keine Behandlung mitTamsulosineinzuleiten. Es ist hingegen nicht belegt, ob ein Absetzen vonTamsulosin1–2 Wochen vor der Katarakt-Operation einen Vorteil bringt. Teilweise wurde auch bei Patienten über ein IFIS berichtet, welcheTamsulosinbereits einige Zeit vor dem Eingriff abgesetzt hatten.
Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (KreatininClearance<10 ml/min.) sollten sehr vorsichtig behandelt werden, da keine Daten vorliegen.
Die gleichzeitige Behandlung mitTamsulosinhydrochloridund CYP3A4-Inhibitoren kann dieTamsulosin-Exposition erhöhen (siehe «Interaktionen»). Insbesondere besteht ein Risiko für eine signifikant erhöhteTamsulosin-Exposition bei CYP2D6poormetabolisern, welche gleichzeitig mit starken CYP3A4-Hemmern behandelt werden. Da der Polymorphismus für CYP2D6 ausserhalb klinischer Studien üblicherweise nicht bekannt ist, sollteTamsulosingrundsätzlich nicht zusammen mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z.B.Ketoconazol,Itraconazol,Voriconazol,Clarithromycin,Indinavir,Nelfinavir,Ritonavir,Saquinavir) gegeben werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit mässigen CYP3A4-Inhibitoren (z.B.Erythromycin,Fluconazol,Diltiazem,Verapamil) sollteTamsulosinhydrochloridnur mit Vorsicht eingesetzt werden.
Es ist möglich, dass Tablettenrückstände im Stuhl auftauchen.

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