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Fachinformation zu Dymista® Nasenspray, Suspension:MEDA Pharma GmbH
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Pharmakokinetik

Absorption
Es gab keine Hinweise auf pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Azelastinhydrochlorid und Fluticasonpropionat.
Nach intranasaler Gabe von Fluticasonpropionat (200 Mikrogramm/Tag) betrug die höchste im Steady-State gemessene Cmax 0,017 ng/ml. Die direkte Resorption in der Nase ist aufgrund der geringen Wasserlöslichkeit klein, der überwiegende Teil der Dosis wird geschluckt. Bei oraler Verabreichung beträgt die systemische Exposition aufgrund geringer Resorption und eines präsystemischen Metabolismus <1%. Die systemische Gesamtresorption, die aus der nasalen Resorption und der oralen Resorption der heruntergeschluckten Dosis resultiert, ist demzufolge in der Regel klein.
Nach wiederholter nasaler Applikation einer täglichen Dosis von 0,56 mg Azelastinhydrochlorid (entsprechend einem Sprühstoss pro Nasenloch zweimal täglich) betrug die Steady-State-Maximalkonzentration von Azelastin im Plasma bei gesunden Freiwilligen etwa 0,27 ng/ml. Die Konzentrationen des aktiven Metaboliten N-Desmethylazelastin lagen nahe oder unterhalb der Quantifizierungsgrenze (0,12 ng/ml).
Bei Patienten mit allergischer Rhinitis betrug die mittlere Plasmakonzentration von Azelastin im Steady-State nach Gabe einer täglichen Gesamtdosis von 0,56 mg Azelastinhydrochlorid (z.B. zwei Sprühstösse pro Nasenloch einmal täglich) zwei Stunden nach Verabreichung etwa 0,65 ng/ml. Eine Verdopplung der täglichen Gesamtdosis auf 1,12 mg Azelastinhydrochlorid (z.B. zwei Sprühstösse pro Nasenloch zweimal täglich) führt zu einer mittleren Plasmakonzentration von Azelastin im Steady-State von 1,09 ng/ml, was auf eine Dosisproportionalität innerhalb des Dosisbereichs hinweist.
Distribution
Fluticasonpropionat weist im Steady-State ein grosses Verteilungsvolumen auf (etwa 318 Liter). Die Plasmaproteinbindung beträgt 91%.
Das grosse Verteilungsvolumen von Azelastin lässt auf eine vorwiegende Verteilung in das periphere Gewebe schliessen. Die Proteinbindung liegt bei 80-90%. Darüber hinaus weisen beide Arzneimittel ein breites therapeutisches Fenster auf. Reaktionen aufgrund einer Umverteilung sind daher unwahrscheinlich.
Metabolismus
Fluticasonpropionat unterliegt einer raschen Clearance aus dem systemischen Kreislauf, vorwiegend durch Verstoffwechslung zu einem inaktiven Carboxylmetaboliten über das Cytochrom-P450-Enzym CYP3A4 in der Leber. Geschlucktes Fluticasonpropionat unterliegt ausserdem einem umfangreichen First-Pass-Metabolismus. Bei gleichzeitiger Verabreichung eines potenten CYP3A4-Inhibitors wie Ketoconazol oder Ritonavir ist Vorsicht geboten, da es potentiell zu einer erhöhten systemischen Exposition gegenüber Fluticasonpropionat kommen kann (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»).
Azelastin wird über verschiedene CYP-Isoenzyme, hauptsächlich CYP3A4, CYP2D6 und CYP2C19, zu N-Desmethylazelastin metabolisiert.
Elimination
Die Eliminationsrate von intravenös verabreichtem Fluticasonpropionat ist im Dosisbereich von 250-1'000 μg linear und von einer hohen Plasmaclearance (CL = 1,1 l/min) gekennzeichnet. Die Maximalkonzentration im Plasma nimmt innerhalb von 3-4 Stunden um etwa 98% ab, und mit der terminalen Halbwertszeit von 7,8 Stunden waren nur geringe Plasmakonzentrationen verbunden. Die renale Clearance von Fluticasonpropionat ist vernachlässigbar (<0,2%) und beläuft sich für den Carboxylmetaboliten auf weniger als 5%. Die Elimination findet hauptsächlich durch die Ausscheidung von Fluticasonpropionat und seinen Metaboliten in die Galle statt.
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit nach einmaliger Gabe von Azelastin beträgt etwa 20-25 Stunden für Azelastin und rund 45 Stunden für den therapeutisch aktiven Metaboliten N-Desmethylazelastin. Die Ausscheidung findet hauptsächlich mit den Fäces statt. Die anhaltende Ausscheidung geringer Mengen der Dosis in den Fäces lässt darauf schliessen, dass ein gewisser enterohepatischer Kreislauf stattfindet.

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