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Fachinformation zu Nitrofurantoin-Acino 100 retard, Kapseln:Acino Pharma AG
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Pharmakokinetik

Absorption
Nitrofurantoin wird schnell und fast vollständig aus dem Dünndarm resorbiert. Die makrokristalline Form wird langsamer freigesetzt, wodurch hohe Initialkonzentrationen im Serum vermieden werden und Magenunverträglichkeiten seltener vorkommen als bei der üblichen mikrokristallinen Form. Therapeutisch wirksame Serumspiegel werden nach Standard-Dosen nicht erreicht. Nach einer Einmalgabe von 100 mg Nitrofurantoin-Acino 100 retard betrug die mittlere maximale Plasmakonzentration 460 ng/ml. Die maximal erreichten Urinkonzentrationen lagen zwischen 13 und 88 ng/ml und wurden zumeist nach 2–6 Stunden erreicht.
Distribution
Das Verteilungsvolumen beträgt 0,3 – 0,7 l/kg, die Plasmaproteinbindung ca. 50–60%. Nitrofurantoin passiert die Plazenta und geht in die Muttermilch über.
Metabolismus
Im Organismus findet eine rasche Metabolisierung statt. Ca. 40–50% werden in der Leber durch Glucuronidierung und N-Acetylierung inaktiviert.
Elimination
Die Ausscheidung von Nitrofurantoin erfolgt hauptsächlich über die Nieren. Ca. 40% der verabreichten Dosis erscheint unverändert im Urin. Die restlichen 60% werden u.a. in der Leber metabolisiert. Nitrofurantoin wird zu 16,7% glomerulär filtriert und zu 83,3% tubulär sezerniert. Die Rückresorption ist abhängig vom pH-Wert des Urins. Nitrofurantoin unterliegt als schwache Säure der nicht-ionischen Diffusion. Bei zunehmender Harnsäuerung wird ein erheblicher Teil der proximal ausgeschiedenen Menge in den distalen Nephronabschnitten rückresorbiert, während ein Alkalisieren des Urins höhere Nitrofurantoin-Konzentrationen im Urin zur Folge hat. Ein Alkalisieren des Urins zur Behandlung von Harnwegsinfektionen ist jedoch wenig sinnvoll, da die antibakterielle Wirksamkeit von Nitrofurantoin dadurch herabgesetzt wird. Bei Personen mit normaler Nierenfunktion beträgt die Serumhalbwertszeit nur 20 Minuten.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion kumuliert Nitrofurantoin im Serum, die Plas-mahalbwertszeit beträgt dann bis zu 1 Stunde. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 45 ml/min darf Nitrofurantoin nicht gegeben werden, da Kumulationsgefahr und Wirkungsverlust zu erwarten sind (siehe «Kontraindikationen»).

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