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Fachinformation zu Nitrofurantoin-Acino 100 retard, Kapseln:Acino Pharma AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei renalen Funktionsstörungen ist grösste Vorsicht geboten (siehe auch Abschnitt «Kontraindikation»), da ungenügende renale Elimination zur Kumulation führen kann, gleichzeitig aber die Wirkstoffkonzentration im Harn wesentlich eingeschränkt wird; daher sollte Nitrofurantoin nur verabreicht werden, wenn risikoärmere Antibiotika und Chemotherapeutika nicht einsetzbar sind.
Bei einer Langzeittherapie ist die Lungenfunktion des Patienten (insbesondere bei älteren Patienten) regelmässig zu kontrollieren. Die frühzeitige Erkennung von Nitrofurantoin-induzierten Überempfindlichkeitsreaktionen der Lunge und gegebenenfalls sofortiges Absetzen der Nitrofurantoin-Behandlung sind wichtig, um die Progression zu erschweren und potentiell irreversible Schäden zu vermeiden.
Chronische Lungenreaktionen (Lungenfibrose und diffuse interstitielle Pneumonie inbegriffen) können sich unbemerkt entwickeln und bei älteren Patienten häufig auftreten.
Bei rezidivierenden oder schweren Fällen sollte ein chirurgischer Infektionsgrund ausgeschlossen werden.
Da vorbestehende Zustände Lungen- oder Leber-Nebenwirkungen maskieren können, sollte Nitrofurantoin bei Patienten mit Lungenkrankheiten, Leberfunktionsstörungen, Nervenbeschwerden und allergische Diathese mit Vorsicht angewendet werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Eine periphere Neuropathie und eine Anfälligkeit für periphere Neuropathie, die schwer oder irreversibel werden kann, wurden beobachtet und können lebensbedrohend werden. Bei den ersten Anzeichen von Nervenbefall (Parästhesie) ist die Behandlung abzusetzen.
Vorsicht ist geboten bei Anämie, Diabetes mellitus, Elektrolytstörungen, motorischer Schwäche und Vitamin-B-Mangel (insbesondere Folatmangel), weil in diesen Fällen das Risiko einer peripheren Neuropathie erhöht ist. Nitrofurantoin ist bei den ersten Anzeichen von Kribbeln oder Taubheit in den Extremitäten sofort abzusetzen.
Hepatotoxizität
Patienten sollten für Zeichen einer Hepatitis eng überwacht werden (insbesondere bei länger dauernder Anwendung) (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Leberreaktionen, einschliesslich Hepatitis, autoimmune Hepatitis, cholestatische Gelbsucht, chronisch aktive Hepatitis und Lebernekrose, treten selten auf. Es wurden Todesfälle berichtet. Das Einsetzen chronisch aktiver Hepatitis kann schleichend stattfinden, und Patienten müssen regelmässig auf Änderungen in biochemischen Tests hin überwacht werden, die auf eine Leberschädigung hinweisen können. Sollte Hepatitis auftreten, muss das Arzneimittel sofort abgesetzt werden, und es sind geeignete Massnahmen zu treffen.
Nach Nitrofurantoin-Anwendung kann der Harn gelb oder braun gefärbt sein.
Bei mit Nitrofurantoin behandelten Patienten kann es zu falsch positiven Harnglukose-Tests kommen, wenn auf reduzierende Substanzen im Harn geprüft wird.
Bei Patienten mit vermuteter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase Mangel ist Nitrofurantoin bei den ersten Anzeichen von Hämolyse abzusetzen.
Gastrointestinale Reaktionen können herabgesetzt werden, indem man das Arzneimittel mit Nahrung oder Milch einnimmt, oder durch Anpassung der Dosierung.
Bei einer Langzeittherapie ist der Patient um Auftreten von Leber- oder Lungensymptomen oder anderem Toxizitätsbeweis eng zu überwachen.
Kontrollen des Blutbildes, der Nieren- und Leberfunktion wie auch neurologische Untersuchungen sind bei länger dauernder Therapie unbedingt durchzuführen.
Beim Auftreten von Lungen-, Leber-, Blut- oder Nervensyndromen, die nicht anders erklärbar sind, ist Nitrofurantoin abzusetzen.
Nicht indiziert ist Nitrofurantoin bei Harnwegsinfektionen, die mit Parenchymbeteiligung und/oder Bakteriämie einhergehen können (Pyelonephritis, akute Zystitis beim Mann) sowie bei Urethritis (die meist durch Gonokokken, Chlamydien und/oder Mykoplasmen bedingt ist) oder Prostatitis (nicht ausreichende Penetration von Nitrofurantoin in das Prostatasekret).
Bei Anwendung von Nitrofurantoin kann es zum Überwuchern mit nicht empfindlichen Keimen (insbesondere Pseudomonas) kommen. Beim Auftreten solcher Superinfektionen muss eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

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