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Fachinformation zu Zydelig®:Gilead Sciences Switzerland Sàrl
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Unerwünschte Wirkungen

Das Sicherheitsprofil für Idelalisib beruht auf der Beurteilung von unerwünschten Wirkungen in sechs Studien der Phase 3 und sechs Studien der Phasen 1 und 2 mit insgesamt 1'816 Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen sowie auf Erfahrungen nach der Markteinführung. Von diesen Patienten erhielten 486 Patienten Idelalisib (in verschiedenen Dosierungen) als Monotherapie und 1'330 Patienten Idelalisib in Kombination mit einem monoklonalen anti-CD20-Antikörper (Rituximab oder Ofatumumab) oder in einer experimentellen Kombination.
Die unerwünschten Wirkungen welche im Verlauf der Behandlung mit Idelalisib als Monotherapie oder in Kombination mit einem monoklonalen anti-CD20-Antikörper (Rituximab oder Ofatumumab) oder in einer experimentellen Kombination gemeldet worden sind, sind im Folgenden nach Organsystem und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000) und sehr selten (<1/10'000).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen:
Sehr häufig: Pneumonie (18% bei Monotherapie, 17% bei Kombinationstherapie), Infektion der oberen Atemwege (18% bei Monotherapie, 18% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Sinusitis, Sepsis, Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie, CMV-Infektion.
Gelegentlich: Pilzinfektionen, disseminierter Herpes Zoster.
Selten: progressive multifokale Leukoenzephalopathie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Sehr häufig: Neutropenie (47% bei Monotherapie, 67% bei Kombinationstherapie), Anämie (33% bei Monotherapie, 44% bei Kombinationstherapie), Thrombozytopenie (29% bei Monotherapie, 37% bei Kombinationstherapie), Lymphozytose* (24% bei Monotherapie, 8% bei Kombinationstherapie), febrile Neutropenie (6% bei Monotherapie, 13% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Panzytopenie.
* Idelalisib-induzierte Lymphozytose sollte nicht als Krankheitsprogression angesehen werden, wenn weitere klinische Befunde fehlen.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: erhöhte Triglyceride (43% bei Monotherapie, 58% bei Kombinationstherapie), verminderter Appetit (12% bei Monotherapie, 17% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Hyperglykämie, Hyponatriämie, Hyperkalzämie.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen (12% bei Monotherapie, 15% bei Kombinationstherapie).
Gelegentlich: transitorische ischämische Attacke (TIA).
Psychiatrische Erkrankungen:
Sehr häufig: Schlaflosigkeit (9% bei Monotherapie, 13% bei Kombinationstherapie).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:
Sehr häufig: Husten (25% bei Monotherapie, 26% bei Kombinationstherapie), Dyspnoe (13% bei Monotherapie, 14% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Pneumonitis, respiratorisches Versagen.
Gelegentlich: Lungenödem, Organisierende Pneumonie.
Herz- und Gefässerkrankungen
Häufig: tiefe Venenthrombose, Lungenembolie.
Gelegentlich: Myokardinfarkt, Rechtsherzversagen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Rückenschmerzen (12% bei Monotherapie, 9% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Gelenkschmerzen.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Sehr häufig: Diarrhö (42% bei Monotherapie, 48% bei Kombinationstherapie), Übelkeit (27% bei Monotherapie, 37% bei Kombinationstherapie), Erbrechen (16% bei Monotherapie, 21% bei Kombinationstherapie), Obstipation (14% bei Monotherapie, 19% bei Kombinationstherapie), Bauchschmerzen (11% bei Monotherapie, 13% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Colitis.
Leber und Gallenerkrankungen
Sehr häufig: erhöhte Transaminasen (51% bei Monotherapie, 66% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Hepatozelluläre Schädigung.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Kreatininerhöhung, akutes Nierenversagen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Sehr häufig: Exanthem (19% bei Monotherapie, 27% bei Kombinationstherapie), Nachtschweiss (13% bei Monotherapie, 7% bei Kombinationstherapie).
Häufig: Urtikaria.
Gelegentlich: exfoliative Dermatitis, Angioödem.
Selten: Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Allgemeine Erkrankungen:
Sehr häufig: Pyrexie (31% bei Monotherapie, 45% bei Kombinationstherapie), Schüttelfrost (14% bei Monotherapie, 14% bei Kombinationstherapie), periphere Oedeme (12% bei Monotherapie, 12% bei Kombinationstherapie).
Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen
Infektionen
In klinischen Studien mit Idelalisib wurden in den Behandlungsarmen mit Idelalisib im Vergleich zu den Kontrollarmen insgesamt häufiger Infektionen, einschliesslich Infektionen des Schweregrads 3 und 4, beobachtet. Am häufigsten wurden Infektionen der Atemwege und septische Ereignisse festgestellt. In vielen Fällen wurde das Pathogen nicht identifiziert. Unter den identifizierten Pathogenen waren jedoch sowohl konventionelle als auch opportunistische Pathogene, einschliesslich PJP und CMV. Bei nahezu allen PJP-Infektionen, einschliesslich der tödlichen Fälle, wurde keine PJP-Prophylaxe durchgeführt. Auch nach Beendigung der Behandlung mit Idelalisib traten Fälle von PJP auf.
Exanthem
Exantheme waren in der Regel von leichter bis mittelgradiger Ausprägung und führten bei 3,6% der Patienten zu einem Behandlungsabbruch. In den Studien 312-0116/0117, 312-0119 und 312-0115 trat bei 29,8% der Patienten der Behandlungsarme in Kombination mit Idelalisib (Idelalisib + Rituximab oder Idelalisib + Ofatumumab oder Idelalisib in experimentellen Kombinationen) und bei 16,6% der Patienten der Kontrollarme ein Exanthem auf (gemeldet unter Verwendung der verschiedenen bevorzugten Terminologien gemäss der generellen Terminologie Exanthem). Bei 6,1% der Patienten der Behandlungsarme mit Idelalisib-Kombination und bei 0,7% der Patienten der Kontrollarme wurde ein Exanthem des Schweregrads ≥3 gemeldet. Eine Behandlung (z.B. mit topischen und/oder oralen Steroiden, Diphenhydramin) des Exanthems sowie die Unterbrechung der Anwendung von Zydelig in schweren Fällen führten in der Regel zum Abklingen des Exanthems (siehe «Präklinische Daten, Phototoxizität»).
Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse
Selten sind Fälle von SJS und TEN bei gleichzeitiger Anwendung von Idelalisib mit anderen Arzneimitteln aufgetreten, die mit diesen Syndromen assoziiert sind (Bendamustin, Rituximab, Allopurinol und Amoxicillin). SJS oder TEN, auch mit tödlichem Ausgang, traten innerhalb eines Monats nach Kombination der Arzneimittel auf.

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