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Fachinformation zu Daklinza®:Bristol-Myers Squibb SA
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Interaktionen

Interaktionspotential mit anderen Arzneimitteln
Daclatasvir ist ein Substrat von CYP 3A4 und von P-gp.
Starke oder moderate Induktoren von CYP 3A4 und P-gp können die Plasmaspiegel und die Wirksamkeit von Daclatasvir vermindern. Die Koadministration mit starken Induktoren von CYP 3A4 und P-gp ist kontraindiziert (siehe auch «Kontraindikationen»). Bei Koadministration von Daklinza mit moderaten Induktoren von CYP 3A4 und P-gp wird eine Dosisanpassung von Daklinza empfohlen. (siehe nachstehend «Tabellarische Übersicht zu den Interaktionen zwischen Daklinza und anderen Arzneimitteln»).
Starke Inhibitoren von CYP 3A4 können die Plasmaspiegel von Daclatasvir erhöhen. Die Koadministration von Daklinza mit moderaten und starken CYP 3A4 Inhibitoren sollte nur erfolgen, falls dies unbedingt erforderlich ist. In diesem Fall wird bei Koadministration von Daklinza mit manchen starken Inhibitoren von CYP 3A4 eine Dosisanpassung von Daklinza empfohlen (siehe auch nachstehend «Tabellarische Übersicht zu den Interaktionen zwischen Daklinza und anderen Arzneimitteln»).
Bei Koadministration mit Arzneimitteln, welche vorwiegend die Aktivität von P-gp hemmen (und nicht gleichzeitig starke Inhibitoren von CYP 3A4 sind), wird eine leicht erhöhte Exposition von Daclatasvir erwartet.
Daclatasvir ist ein Inhibitor von P-gp, den Organo-Anion-Transporter-Polypeptiden (OATP) 1B1 und 1B3 und dem Brustkrebs-Resistenz-Protein (BCRP). Die Anwendung von Daklinza kann die systemische Exposition von Arzneimitteln, die Substrate von P-gp, OATP 1B1/1B3 oder BCRP sind, erhöhen. Dies kann die therapeutische Wirksamkeit und die unerwünschten Wirkungen solcher Arzneimittel verlängern bzw. verstärken. Vorsicht ist geboten bei Arzneimitteln mit einem engen therapeutischen Fenster (siehe auch nachstehend «Tabellarische Übersicht zu den Interaktionen zwischen Daklinza und anderen Arzneimitteln»).
Ausserdem inhibierte Daclatasvir in in vitro Studien OCT1, OCT2 und BSEP. Die klinische Relevanz wurde nicht im Rahmen von klinischen Interaktionsstudien untersucht. Die Anwendung von Daklinza könnte die systemische Exposition von Arzneimitteln, die Substrate dieser Transporter sind, erhöhen.
Daclatasvir ist ein sehr schwacher Induktor von CYP 3A4 und bewirkte eine 13%ige Verminderung der Exposition von Midazolam. Eine Dosisanpassung von gleichzeitig verabreichten CYP 3A4-Substraten erscheint nach derzeitigem Wissensstand nicht erforderlich.
Siehe auch die Fachinformationen des Kombinations-Arzneimittels bzw. der Kombinations-Arzneimittel in Bezug auf deren Interaktionen.
Patienten, welche mit einem Vitamin-K-Antagonisten behandelt werden:
Da sich unter Behandlung mit Daklinza die Leberfunktion verändern kann, wird empfohlen, den INR-Wert (International Normalized Ratio Value) engmaschig zu überwachen.
Tabellarische Übersicht zu den Interaktionen zwischen Daklinza und anderen Arzneimitteln
Tabelle 5 enthält Informationen aus Interaktionsstudien mit Daclatasvir, inkl. klinischer Empfehlungen bei nachgewiesenen oder möglicherweise relevanten Arzneimittel-Interaktionen (es sind nicht alle Interaktionen in der Tabelle enthalten). Eine klinisch relevante Konzentrationserhöhung ist mit «↑» dargestellt und eine klinisch relevante Reduktion mit «↓». Eine klinisch irrelevante Veränderung ist mit «↔» bezeichnet. Soweit vorhanden, sind die Quotienten der geometrischen Mittel mit dem 90%-Konfidenzintervall in Klammern angegeben.
Die Studien wurden, soweit nicht anders erwähnt, bei gesunden erwachsenen Probanden durchgeführt; es existieren keine Interaktionsstudien in der pädiatrischen Population.
Tabelle 5: Zusammenfassung der Interaktionen zwischen Daklinza und anderen Arzneimitteln

Arzneimittel nach Therapiegebiet

Interaktion

Empfehlungen zur Koadministration

ANTIVIRALE ARZNEIMITTEL, HCV

Nukleotidanaloge Polymerase-Inhibitoren

Sofosbuvir 400 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)
Die Studie wurde bei Patienten mit chronischer HCV-Infektion durchgeführt.

↔ Daclatasvir *
AUC: 0,95 (0,82; 1,10)
Cmax: 0,88 (0,78; 0,99)
Cmin: 0,91 (0,71; 1,16)
↔ GS-331007 **
AUC: 1,0 (0,95; 1,08)
Cmax: 0,8 (0,77; 0,90)
Cmin: 1,4 (1,35; 1,53)
* Daclatasvir wurde mit Daten aus 3 Studien mit Daclatasvir 60 mg 1× tägl. in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin verglichen.
** GS-331007 ist der im Kreislauf befindliche aber pharmakologisch inaktive Hauptmetabolit des Prodrugs Sofosbuvir.

Keine Dosisanpassung von Daklinza oder Sofosbuvir erforderlich.

Protease-Inhibitoren

Boceprevir#

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Boceprevir CYP 3A4 inhibiert:

↑ Daclatasvir

Daklinza soll aufgrund fehlender Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit nicht in Kombination mit Boceprevir angewendet werden.

Simeprevir 150 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↑ Daclatasvir
AUC: 1,96 (1,84; 2,10)
Cmax: 1,50 (1,39; 1,62)
Cmin: 2,68 (2,42; 2,98)
↑ Simeprevir
AUC: 1,44 (1,32; 1,56)
Cmax: 1,39 (1,27; 1,52)
Cmin: 1,49 (1,33; 1,67)
Wahrscheinlicher Mechanismus:
Inhibition von CYP 3A4 und P-gp (geringfügig) durch Simeprevir und BCRP-Inhibition durch Daclatasvir; eine Inhibition von P-gp und OATP 1B1 durch Daclatasvir kann auch mitwirken.

Die klinische Relevanz dieser Interaktion ist nicht vollständig bekannt.
In derzeit laufenden Studien wird eine passende Dosis von Daclatasvir gesucht.
Bei Patienten mit chronischer HCV Infektion, welche Daklinza 30 mg einmal täglich mit Simeprevir erhielten, waren die Daclatasvir-Plasmakonzentrationen tiefer als bei denjenigen Patienten mit einer Dosis von 60 mg einmal täglich ohne Koadministration von Simeprevir.

Telaprevir# 500 mg alle 12 h
(Daclatasvir 20 mg 1× tägl.)
Telaprevir
# 750 mg alle 8 h
(Daclatasvir 20 mg 1× tägl.)

↑ Daclatasvir
AUC: 2,32 (2,06; 2,62)
Cmax: 1,46 (1,28; 1,66)
↔ Telaprevir
AUC: 0,94 (0,84; 1,04)
Cmax: 1,01 (0,89; 1,14)
↑ Daclatasvir
AUC: 2,15 (1,87; 2,48)
Cmax: 1,22 (1,04; 1,44)
↔ Telaprevir
AUC: 0,99 (0,95; 1,03)
Cmax: 1,02 (0,95; 1,09)
CYP 3A4-Inhibition durch Telaprevir.

Daklinza soll aufgrund fehlender Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit nicht in Kombination mit Telaprevir angewendet werden.

Andere antivirale Arzneimittel, HCV

Peginterferon alfa 180 µg 1× wöchentlich
+

Ribavirin 1000 mg oder 1200 mg/Tag in 2 geteilten Dosen

(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)
Die Studie wurde bei Patienten mit chronischer HCV-Infektion durchgeführt.

↔ Daclatasvir
AUC: ↔ *
Cmax: ↔ *
Cmin: ↔ *
↔ Peginterferon alfa
Cmin: ↔ *
↔ Ribavirin
AUC: 0,94 (0,80; 1,11)
Cmax: 0,94 (0,79; 1,11)
Cmin: 0,98 (0,82; 1,17)
* Die PK-Parameter von Daclatasvir, welches in dieser Studie in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin angewendet wurde, waren ähnlich wie die Parameter in einer Studie, in der HCV-infizierte Patienten eine 14-tägige Monotherapie mit Daclatasvir erhielten.
Die PK-Talspiegel von Peginterferon alfa waren bei Patienten unter Behandlung mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Daclatasvir ähnlich wie bei Patienten, die Peginterferon alfa, Ribavirin und Placebo erhielten.

Keine Dosisanpassung von Daklinza, Peginterferon alfa oder Ribavirin erforderlich.

ANTIVIRALE ARZNEIMITTEL, HIV oder HBV

Protease-Inhibitoren

Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 20 mg 1× tägl.)

↑ Daclatasvir
AUC*: 2,10 (1,95; 2,26)
Cmax*: 1,35 (1,24; 1,47)
Cmin*: 3,65 (3,25; 4,11)
Inhibition von CYP 3A4 durch Ritonavir.
Inhibition von CYP 3A4 durch Atazanavir.
* Resultate sind auf die Dosis von 60 mg normiert.

Bei Koadministration mit Atazanavir/Ritonavir oder mit einem anderen starken CYP 3A4 Inhibitor sollte die Daklinza-Dosis auf 30 mg 1× tägl. reduziert werden.

Atazanavir/Cobicistat

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Cobicistat CYP 3A4 inhibiert:

↑ Daclatasvir

Es kann keine gesicherte Dosisempfehlung gegeben werden. Bei Koadministration mit Cobicistat oder mit einem anderen starken CYP 3A4 Inhibitor sollte eine Reduktion der Daklinza-Dosis auf 30 mg 1× tägl. erwogen werden.

Darunavir 800 mg/Ritonavir 100 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 30 mg 1× tägl.)
Darunavir 600 mg Ritonavir 100 mg 2× tägl.

(Daclatasvir 30 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC§: 1,41 (1,32; 1,50)
Cmax§: 0,77 (0,70; 0,85)
↔ Darunavir
AUC: 0,90 (0,73; 1,11)
Cmax: 0,97 (0,80; 1,17)
Cmin: 0,98 (0,67; 1,44)
§ Resultate sind auf die Dosis von 60 mg normiert.

Eine Dosis-Anpassung ist weder von Daklinza 60 mg 1× täglich noch von Darunavir/Ritonavir erforderlich.

Darunavir/Cobicistat

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten

↑ Daclatasvir, da Cobicistat CYP 3A4 inhibiert

Es kann keine gesicherte Dosisempfehlung gegeben werden.

Lopinavir 400 mg/Ritonavir 100 mg 2× tägl.
(Daclatasvir 30 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC§: 1,15 (1,07; 1,24)
Cmax§: 0,67 (0,61; 0,74)
↔ Lopinavir
AUC: 1,15 (0,77; 1,72)
Cmax: 1,22 (1,06; 1,41)
Cmin: 1,54 (0,46; 5,07)
§ Resultate sind auf die Dosis von 60 mg normiert.
* der Effekt von 60 mg Daclatasvir auf Lopinavir könnte höher sein.

Eine Dosis-Anpassung ist weder von Daklinza 60 mg 1× täglich noch von Lopinavir/Ritonavir erforderlich.

Andere mit Ritonavir geboostete oder ungeboostete Protease-Inhibitoren

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Ritonavir und die Proteaseinhibitoren CYP 3A4 inhibieren:

↑ Daclatasvir

Aufgrund ungenügender Daten wird die Koadministration von Daklinza und anderen, nicht untersuchten, mit Ritonavir geboosteten oder ungeboosteten Proteaseinhibitoren nicht empfohlen.

Nukleosid-/Nukleotidanaloge Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs)

Tenofovir Disoproxil- fumarat 300 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC: 1,10 (1,01; 1,21)
Cmax: 1,06 (0,98; 1,15)
Cmin: 1,15 (1,02; 1,30)
↔ Tenofovir
AUC: 1,10 (1,05; 1,15)
Cmax: 0,95 (0,89; 1,02)
Cmin: 1,17 (1,10; 1,24)

Keine Dosisanpassung von Daklinza oder Tenofovir erforderlich.

Lamivudin
Zidovudin

Emtricitabin

Abacavir

Didanosin

Stavudin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ NRTI

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder dem NRTI erforderlich.

Nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTIs)

Efavirenz 600 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 120 mg 1× tägl.)

↓ Daclatasvir
AUC*: 0,68 (0,60; 0,78)
Cmax*: 0,83 (0,76; 0,92)
Cmin*: 0,41 (0,34; 0,50)
CYP 3A4-Induktion durch Efavirenz.
* Resultate sind auf die Dosis von 60 mg normiert.

Die Dosis von Daklinza sollte auf 90 mg 1× tägl. erhöht werden, wenn Daklinza in Kombination mit Efavirenz angewendet wird.

Nevirapin
(Daclatasvir 90 mg 1× tägl.)

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten aufgrund der CYP 3A4 Induktion durch Nevirapin:

↓ Daclatasvir

Die Dosis von Daklinza sollte auf 90 mg 1× tägl. erhöht werden, wenn Daklinza in Kombination mit Nevirapin angewendet wird.

Etravirin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Etravirin CYP 3A4 induziert:

↓ Daclatasvir

Aufgrund ungenügender Daten wird die Koadministration von Daklinza und Etravirin nicht empfohlen.

Rilpivirin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Rilpivirin

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder Rilpivirin erforderlich.

Integrase-Inhibitoren

Raltegravir

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Integrase-Inhibitor

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder Raltegravir erforderlich.

Dolutegravir

↔ Daclatasvir
AUC: 0,98 (0,83; 1,15)
Cmax: 1,03 (0,84; 1,25)
Cmin: 1,06 (0,88; 1,29)
↑ Dolutegravir
AUC: 1,33 (1,11; 1,59)
Cmax: 1,29 (1,07; 1,57)
Cmin: 1,45 (1,25; 1,68)
Inhibition von P-gp und BCRP durch Daclatasvir

Keine Dosisanpassung von Daklinza oder Dolutegravir erforderlich.

Stribild® (Elvitegravir, Cobicistat, Emtricitabine, Tenofovir Disoproxil- fumarat)

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Cobicistat CYP 3A4 inhibiert:

↑ Daclatasvir

Es kann keine gesicherte Dosisempfehlung gegeben werden. Bei Koadministration mit Cobicistat oder mit einem anderen starken CYP 3A4 Inhibitor sollte eine Reduktion der Daklinza-Dosis auf 30 mg 1× tägl. erwogen werden.

Fusions-Inhibitoren

Enfuvirtid

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Enfuvirtid

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder Enfuvirtid erforderlich.

CCR5 Receptor-Antagonisten

Maraviroc

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Maraviroc

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder Maraviroc erforderlich.

SÄUREHEMMENDE ARZNEIMITTEL

H2-Rezeptor-Antagonisten

Famotidin# 40 mg Einzeldosis
(Daclatasvir 60 mg Einzeldosis)

↔ Daclatasvir
AUC: 0,82 (0,70; 0,96)
Cmax: 0,56 (0,46; 0,67)
C24h: 0,89 (0,75; 1,06)
Erhöhung des gastrischen pH.

Keine Dosisanpassung von Daklinza erforderlich.

Protonenpumpen-Inhibitoren

Omeprazol 40 mg 1× täglich
(Daclatasvir 60 mg Einzeldosis)

↔ Daclatasvir
AUC: 0,84 (0,73; 0,96)
Cmax: 0,64 (0,54; 0,77)
Cmin: 0,92 (0,80; 1,05)
Erhöhung des gastrischen pH.

Keine Dosisanpassung von Daklinza erforderlich.

ANTIBIOTIKA

Clarithromycin
Erythromycin

Telithromycin
#

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da die Antibiotika CYP 3A4 inhibieren:

↑ Daclatasvir

Aufgrund ungenügender Daten wird die Koadministration von Daklinza und Claritromycin, Erythromycin oder Telithromycin nicht empfohlen.

Azithromycin
Ciprofloxacin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Azithromycin
↔ Ciprofloxacin

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza, Azithromycin oder Ciprofloxacin erforderlich.

ANTIKOAGULANZIEN

Dabigatran Etexilat

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Daclatasvir P-gp inhibiert:

↑ Dabigatran Etexilat

Aufgrund ungenügender Daten wird die gleichzeitige Verabreichung von Daklinza mit Dabigatran Etexilat, einem intestinalen
P-gp-Substrat mit engem therapeutischen Fenster, nicht empfohlen.

Warfarin#
Coumarin-Derivate/Vitamin-K-Antagonisten

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Warfarin

Vermutlich keine Dosisanpassung von Daklinza oder Warfarin erforderlich.
Bei Anwendung von Daklinza in Kombination mit einem Vitamin-K-Antagonisten wird empfohlen, den INR-Wert engmaschig zu überwachen, da sich die Leberfunktion unter Behandlung mit Daklinza verändern kann.

ANTIKONVULSIVA

Carbamazepin
Oxcarbazepin

Phenobarbital

Phenytoin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da diese Antikonvulsiva CYP 3A4 induzieren:

↓ Daclatasvir

Die Anwendung von Daklinza in Kombination mit Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin oder anderen starken Induktoren von CYP 3A4 ist kontraindiziert.

ANTIDEPRESSIVA

Selektive Serotonin-Reuptake-Inhibitoren

Escitalopram 10 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC: 1,12 (1,01; 1,26)
Cmax: 1,14 (0,98; 1,32)
Cmin: 1,23 (1,09; 1,38)
↔ Escitalopram
AUC: 1,05 (1,02; 1,08)
Cmax: 1,00 (0,92; 1,08)
Cmin: 1,10 (1,04; 1,16)

Keine Dosisanpassung von Daklinza oder Escitalopram erforderlich.

ANTIMYKOTIKA

Ketoconazol 400 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 10 mg Einzeldosis)

↑ Daclatasvir
AUC: 3,00 (2,62; 3,44)
Cmax: 1,57 (1,31; 1,88)
CYP 3A4-Inhibition durch Ketoconazol.

Auf der Grundlage dieser PK Daten erscheint eine Dosisreduktion von Daklinza auf 30 mg 1× tägl. angebracht,
wenn Daklinza in Kombination mit Ketoconazol angewendet wird. Mit der 30 mg-Dosis liegen allerdings weder PK Daten noch klinische Daten vor.

Itraconazol
Posaconazol

Fluconazol

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da diese Antimykotika CYP 3A4 inhibieren:

↑ Daclatasvir

Aufgrund ungenügender Daten wird die Koadministration von Daklinza und Itraconazol, Posaconazol oder Fluconazol nicht empfohlen.

Voriconazol

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

keine Abschätzung möglich

Aufgrund ungenügender Daten wird die Koadministration von Daklinza und Voriconazol nicht empfohlen.

ANTIMYKOBAKTERIELLE ARZNEIMITTEL

Rifampicin 600 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg Einzeldosis)

↓ Daclatasvir
AUC: 0,21 (0,19; 0,23)
Cmax: 0,44 (0,40; 0,48)
CYP 3A4-Induktion durch Rifampicin.

Die Anwendung von Daklinza in Kombination mit Rifampicin, Rifabutin, Rifapentin oder anderen starken Induktoren von
CYP 3A4 ist kontraindiziert.

Rifabutin
Rifapentin
#

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Rifabutin und Rifapentin CYP 3A4 induzieren:

↓ Daclatasvir

KARDIOVASKULÄRE ARZNEIMITTEL

Antiarrhythmika

Digoxin 0,125 mg 1× tägl.
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↑ Digoxin
AUC: 1,27 (1,20; 1,34)
Cmax: 1,65 (1,52; 1,80)
Cmin: 1,18 (1,09; 1,28)
P-gp-Inhibition durch Daclatasvir.

Digoxin sollte mit Vorsicht in Kombination mit Daklinza angewendet werden.
Es sollte anfänglich die niedrigstmögliche Digoxin-Dosis verschrieben werden.
Die Digoxin-Konzentration im Serum sollte überwacht und die Digoxin-Dosis anhand der Ergebnisse titriert werden, um die gewünschte klinische Wirkung zu erzielen.

Amiodaron

Interaktion nicht untersucht.

Nur anwenden, wenn keine alternative Behandlung verfügbar ist. Eine engmaschige Überwachung wird empfohlen, wenn Amiodaron gleichzeitig mit Daklinza plus Sofosbuvir angwendet wird (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen»).

Kalziumkanalblocker

Diltiazem
Nifedipin

Amlodipin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da diese Kalziumkanalblocker CYP 3A4 inhibieren:

↑ Daclatasvir

Die Anwendung von Daklinza in Kombination mit Diltiazem, Nifedipin oder Amlodipin kann zu erhöhten Plasmaspiegeln von Daclatasvir führen. Vorsicht bei der Anwendung.

Verapamil

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Verapamil CYP 3A4 inhibiert:

↑ Daclatasvir

Aufgrund ungenügender Daten wird die Ko-administration von Daklinza mit Verapamil nicht empfohlen.

KORTIKOSTEROIDE

Systemisches Dexamethason

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Dexamethason CYP 3A4 induziert:

↓ Daclatasvir

Die Anwendung von Daklinza in Kombination mit systemischem Dexamethason oder anderen starken Induktoren des CYP 3A4 ist kontraindiziert.

PFLANZLICHE HEILMITTEL

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Johanniskraut CYP 3A4 induziert:

↓ Daclatasvir

Die Anwendung von Daklinza in Kombination mit Johanniskraut oder anderen starken Induktoren des CYP 3A4 ist kontraindiziert.

HORMONELLE KONTRAZEPTIVA

Ethinylestradiol 35 µg 1× tägl. während 21 Tagen
+

Norgestimat
#
(0,180 mg 1× tägl. während 7 Tagen, dann 0,215 mg 1× tägl. während 7 Tagen, dann 0,250 mg 1× tägl. während 7 Tagen

(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Ethinylestradiol
AUC: 1,01 (0,95; 1,07)
Cmax: 1,11 (1,02; 1,20)
↔ Norelgestromin
AUC: 1,12 (1,06; 1,17)
Cmax: 1,06 (0,99; 1,14)
↔ Norgestrel
AUC: 1,12 (1,02; 1,23)
Cmax: 1,07 (0,99; 1,16)

Keine Dosisanpassung von Daklinza bei der Anwendung eines oralen Kontrazeptivums mit folgenden Bestandteilen:
Ethinylestradiol (35 µg) und Norgestimat (0,180 mg; 0,215 mg; 0,250 mg) erforderlich.
Andere orale Kontrazeptiva wurden nicht getestet.

IMMUNSUPPRESSIVA

Ciclosporin 400 mg
Einzeldosis

(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC: 1,40 (1,29; 1,53)
Cmax: 1,04 (0,94; 1,15)
Cmin: 1,56 (1,41; 1,71)
↔ Ciclosporin
AUC: 1,03 (0,97; 1,09)
Cmax: 0,96 (0,91; 1,02)

Keine Dosisanpassung beider Arzneimittel erforderlich, wenn Daklinza in Kombination mit Ciclosporin oder Tacrolimus verabreicht wird.
Eine Überwachung der Konzentrationen der Immunsuppressiva im Blut wird dennoch empfohlen.

Tacrolimus 5 mg Einzeldosis
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Daclatasvir
AUC: 1,05 (1,03; 1,07)
Cmax: 1,07 (1,02; 1,12)
Cmin: 1,10 (1,03; 1,19)
↔ Tacrolimus
AUC: 1,00 (0,88; 1,13)
Cmax: 1,05 (0,90; 1,23)

Sirolimus
Mycophenolat Mofetil

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Daclatasvir
↔ Immunsuppressivum

Vermutlich keine Dosisanpassung beider Arzneimittel erforderlich, wenn Daklinza in Kombination mit Sirolimus oder Mycophenolat Mofetil verabreicht wird.
Eine Überwachung der Konzentrationen der Immunsuppressiva im Blut ist erforderlich.

LIPIDSENKENDE ARZNEIMITTEL

HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren

Rosuvastatin 10 mg Einzeldosis
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↑ Rosuvastatin
AUC: 1,58 (1,44; 1,74)
Cmax: 2,04 (1,83; 2,26)
Inhibition von OATP 1B1/3 und BCRP durch Daclatasvir.

Eine begleitende Therapie mit Statinen sollte abgesetzt werden, es sei denn, die Weiterführung der Statin-Therapie ist unbedingt erforderlich. Falls eine begleitende Statin-Therapie erforderlich ist, sollte eine vorsichtige Titration der Statin-Dosis erfolgen, die geringste benötigte Dosis verwendet werden und die Sicherheit überwacht werden.

Atorvastatin
Fluvastatin

Simvastatin

Pitavastatin

Pravastatin

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten, da Daclatasvir OATP 1B1/3 und BCRP inhibiert:

↑ Konzentration des Statins

NARKOTISCHE ANALGETIKA

Buprenorphin/Naloxon 8 mg/2 mg bis 24 mg/6 mg 1× tägl. individualisierte Dosis*
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)
*
untersucht in opioid-abhängigen Erwachsenen unter stabiler Erhaltungstherapie mit Buprenorphin/Naloxon

↔ Daclatasvir
AUC: ↔ *
Cmax: ↔ *
Cmin: ↔ *
↔ Buprenorphin
AUC: 1,31 (1,15; 1,48)
Cmax: 1,30 (1,03; 1,64)
Cmin: 1,20 (1,15; 1,48)
↔ Norbuprenorphin
AUC: 1,62 (1,33; 1,96)
Cmax: 1,65 (1,38; 1,99)
Cmin: 1,46 (1,16; 1,83)
* im Vergleich zu historischen Daten

Eine Dosisanpassung von Daklinza oder Buprenorphin erscheint auf der Grundlage dieser PK Daten nicht
erforderlich.
Eine klinische Überwachung der Patienten wird empfohlen.

Methadon
40-120 mg 1× tägl. individualisierte Dosis
*
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)
*
untersucht in opioid-abhängigen Erwachsenen unter stabiler Erhaltungstherapie mit Methadon

↔ Daclatasvir
AUC: ↔ *
Cmax: ↔ *
Cmin: ↔ *
↔ R-Methadon
AUC: 1,08 (0,94; 1,24)
Cmax: 1,07 (0,97; 1,18)
Cmin: 1,08 (0,93; 1,26)
* im Vergleich zu historischen Daten

Keine Dosisanpassung von Daklinza oder Methadon erforderlich.

SEDATIVA

Benzodiazepine

Midazolam 5 mg Einzeldosis oral
(Daclatasvir 60 mg 1× tägl.)

↔ Midazolam
AUC: 0,87 (0,83; 0,92)
Cmax: 0,95 (0,88; 1,04)

Bei Verabreichung in Kombination mit Daklinza ist vermutlich keine Dosisanpassung von Midazolam oder anderen Benzodiazepinen erforderlich.

Triazolam
Alprazolam

Interaktion nicht untersucht.
zu erwarten:

↔ Triazolam
↔ Alprazolam

ARZNEIMITTEL VERSCHIEDENER SUBSTANZKLASSEN

Es ist keine klinisch relevante Beeinflussung der Pharmakokinetik beider Arzneimittel zu erwarten, wenn Daklinza in Kombination mit den folgenden Arzneimitteln angewendet wird:
·PDE-5-Inhibitoren
·ACE-Inhibitoren (z.B. Enalapril)
·Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (z.B. Losartan, Irbesartan, Olmesartan, Candesartan, Valsartan)
·Disopyramid#, Propafenon, Flecainid, Mexilitin#, Quinidin#
·Antacida

# in der Schweiz nicht zugelassen

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