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Fachinformation zu CABOMETYX® 20 mg, 40 mg, 60 mg Filmtabletten:Ipsen Pharma Schweiz GmbH
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Dosierung/Anwendung

Therapieeinleitung
Die Behandlung mit CABOMETYX sollte durch einen Arzt eingeleitet werden, der in der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs erfahren ist.
Art der Einnahme
CABOMETYX ist zum Einnehmen. Die Tabletten sollen im Ganzen geschluckt und nicht zerdrückt werden. Die Patienten müssen angeleitet werden, CABOMETYX oral auf leeren Magen einzunehmen (keine Nahrungsaufnahme mindestens 2 Stunden vor und 1 Stunde nach CABOMETYX-Einnahme) (siehe "Pharmakokinetik" ).
Übliche Dosierung
CABOMETYX als Monotherapie
Bei RCC, HCC, DTC und NET ist die empfohlene Startdosis CABOMETYX 60 mg einmal täglich.
Die Behandlung soll so lange fortgesetzt werden, bis der Patient klinisch nicht mehr von der Behandlung profitiert oder eine nicht akzeptable Toxizität auftritt.
CABOMETYX in Kombination mit Nivolumab bei fortgeschrittenem RCC in der ersten Linie
Die empfohlene Dosis ist einmal täglich 40 mg CABOMETYX, oral eingenommen, in Kombination mit 240 mg Nivolumab, verabreicht alle 2 Wochen als intravenöse Infusion. Die Behandlung mit CABOMETYX sollte bis zur Progression der Erkrankung oder bis zum Auftreten nicht akzeptabler Toxizität fortgesetzt werden. Nivolumab sollte fortgesetzt werden bis zur Progression der Erkrankung, nicht akzeptabler Toxizität oder bis zu 24 Monate bei Patienten ohne Krankheitsprogression (für Hinweise zur Dosierung siehe Fachinformation von Nivolumab).
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen
Zur Beherrschung vermuteter unerwünschter Wirkungen können eine vorübergehende Unterbrechung der CABOMETYX-Therapie und/oder eine Dosisreduktion erforderlich sein (siehe Tabelle 1 und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Wenn bei der Monotherapie eine Dosisreduktion notwendig ist, empfiehlt sich eine Senkung zunächst auf 40 mg täglich, und danach auf 20 mg täglich.
Bei Kombination von CABOMETYX mit Nivolumab wird empfohlen die Dosis von CABOMETYX auf 20 mg einmal täglich zu reduzieren, und danach auf 20 mg jeden zweiten Tag (Hinweise zur Dosisanpassung von Nivolumab entnehmen Sie bitte der Nivolumab Fachinformation).
Dosisunterbrechungen werden zur Beherrschung von Toxizitäten des Grades 3 oder höher gemäss CTCAE oder bei nicht tolerierbaren Toxizitäten des Grades 2 empfohlen. Dosisreduktionen werden bei Ereignissen empfohlen, die im Fall ihres Fortbestehens zu einem schwerwiegenden oder nicht tolerierbaren Zustand führen würden.
Tabelle 1: Empfohlene CABOMETYX-Dosisanpassungen beim Auftreten von unerwünschten Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen und   Anpassung der Behandlung
Schweregrad                  
Unerwünschte Wirkungen       Dosisanpassung ist normalerweise nicht erforderlich. Supportive
Grad-1 und Grad-2, die       Massnahmen einleiten, falls indiziert.
tolerierbar und leicht zu    
kontrollieren sind.          
Unerwünschte Wirkungen       Die Behandlung unterbrechen, bis die unerwünschte Wirkung auf Grad ≤1
Grad-2, die nicht            abgeklungen ist. Supportive Massnahmen einleiten, falls indiziert.
tolerierbar sind und mit     Die Wiederaufnahme mit reduzierter Dosis sollte erwogen werden.
Dosisreduktion oder          
supportiven Massnahmen       
nicht kontrolliert werden    
können.                      
Unerwünschte Wirkungen       Die Behandlung unterbrechen, bis die unerwünschte Wirkung auf Grad ≤1
Grad-3 (ausgenommen sind     abgeklungen ist. Supportive Massnahmen einleiten, falls indiziert.
klinisch nicht relevante     Die Behandlung mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen.
Laborwertabnormitäten)       
Unerwünschte Wirkungen       Die Behandlung unterbrechen. Angemessene medizinische Versorgung
Grad-4 (ausgenommen sind     anweisen. Wenn die unerwünschte Wirkung auf Grad ≤1 abgeklungen ist,
klinisch nicht relevante     die Behandlung mit reduzierter Dosis wiederaufnehmen. Wenn die
Laborwertabnormitäten)       unerwünschte Wirkung nicht abklingt, CABOMETYX dauerhaft absetzen.
Erhöhung der Leberenzymwert  
e bei RCC Patienten, die     
mit CABOMETYX und            
Nivolumab behandelt werden   
ALT oder AST > 3 x ULN       CABOMETYX und Nivolumab unterbrechen bis Nebenwirkungen auf Grad ≤1
aber ≤ 10 x ULN, ohne        zurückgegangen sind. Eine Behandlung mit Kortikosteroiden kann in
Gesamtbilirubin ≥ 2 x ULN    Betracht gezogen werden. Wiederaufnahme der Behandlung mit einem
                             Präparat oder nacheinander mit beiden Präparaten nach Abklingen der
                             Nebenwirkungen möglich. Bei Wiederaufnahme von Nivolumab siehe
                             Fachinformation von Nivolumab.
ALT oder AST > 10 x ULN,     CABOMETYX und Nivolumab dauerhaft absetzen. Eine Behandlung mit
oder > 3 x ULN mit           Kortikosteroiden kann in Betracht gezogen werden.
Gesamtbilirubin ≥ 2 x ULN    

 
Hinweis: Toxizitätsgrade entsprechen den National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events Version 4.0 (NCI-CTCAE v4).
ULN = oberer Normbereich (upper limit of normal)
ALT = Alanin-Aminotransferase
AST = Aspartat-Aminotransferase
Begleitmedikation
Begleitmedikationen, bei denen es sich um starke Cytochrom P450 (CYP) 3A4-Inhibitoren handelt, sind mit Vorsicht anzuwenden. Die begleitende Anwendung von starken CYP3A4-Induktoren sollte vermieden werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" sowie "Interaktionen" ).
Die Wahl einer alternativen Begleitmedikation ohne oder mit einem nur minimalen Potenzial zur Induktion oder Inhibition von CYP3A4 ist in Erwägung zu ziehen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit mittelschwer eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh B) können auf Basis der begrenzt verfügbaren Daten keine Dosisempfehlungen gegeben werden. Es wird eine engmaschige Überwachung allgemeiner Sicherheitsparameter dieser Patienten empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" ).
Für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) liegen keine klinischen Erfahrungen vor, deshalb wird die Anwendung von Cabozantinib bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe "Pharmakokinetik" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Cabozantinib sollte bei Patienten mit leicht oder mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden. Cabozantinib wird nicht für die Anwendung bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen, da Sicherheit und Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe nicht erwiesen sind.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten (≥65 Jahre) wird für Cabozantinib keine spezielle Dosisanpassung empfohlen.
Pädiatrische Population
CABOMETYX ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen.
Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion
Über die Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion liegen nur begrenzte Daten vor. Daher können keine spezifischen Dosisempfehlungen gegeben werden.
Ethnische Zugehörigkeit
Es sind keine Dosisanpassungen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ).
Verspätete Dosisgabe
Wenn der Patient die Einnahme einer Dosis versäumt, soll die versäumte Dosis nicht mehr eingenommen werden, wenn der Zeitraum bis zur Einnahme der nächsten Dosis weniger als 12 Stunden beträgt.

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