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Fachinformation zu Quinsair 240 mg Lösung für einen Vernebler:Chiesi SA
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Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit der empfohlenen Dosierung von Quinsair wurde an 472 CF-Patienten in zwei doppelblinden, placebokontrollierten Einzel-Zyklus-Studien sowie einer Studie mit aktiver Vergleichssubstanz mit optionaler nicht-kontrollierter Verlängerung beurteilt.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Husten/Husten mit Auswurf (54%), Geschmacksstörungen (30%) und Erschöpfung/Schwächegefühl (25%).
Tabellarische Zusammenfassung der unter Quinsair berichteten Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen, die zumindest als möglicherweise im Zusammenhang mit der Anwendung von Quinsair stehend eingestuft werden, sind nach MedDRA Systemorganklasse aufgelistet. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeit aufgeführt, beginnend mit den am häufigsten auftretenden Wirkungen. Die Häufigkeitskategorien sind gemäss folgender Konvention definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse                   Sehr häufig (≥1/10)   Häufig(≥1/100,        Gelegentlich(≥1/1'00
                                                          <1/10)                0, <1/100)
Infektionen und parasitäre                                Vulvovaginale         Orale Pilzinfektion
Erkrankungen                                              mykotische Infektion  
Erkrankungen des Blutes und des                                                 Anämie*, Neutropenie
Lymphsystems                                                                    *, erhöhte Eosinophi
                                                                                lenzahl*, verringert
                                                                                e Thrombozytenzahl*
Erkrankungen des Immunsystems                                                   Überempfindlichkeit*
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun  Appetitlosigkeit*     Erhöhte und verminde  
gen                                 (11%), Gewichtsabnah  rte Blutzuckerwerte*  
                                    me* (27.5%)                                 
Psychiatrische Erkrankungen                               Schlaflosigkeit*      Angstgefühl*,
                                                                                Depression*
Erkrankungen des Nervensystems      Geschmacksstörungen   Kopfschmerzen,        Minderung der
                                    (30%)                 Benommenheit*         Geruchswahr-nehmung*
                                                                                , Somnolenz*
Augenerkrankungen                                                               Sehstörungen*
Erkrankungen des Ohrs und des                             Tinnitus*             Hörverlust*
Labyrinths                                                                      
Herzerkrankungen**                                                              Tachykardie*,
                                                                                verlängertes QT-Inte
                                                                                rvall im EKG*
                                                                                (siehe "Warnhinweise
                                                                                 und Vorsichtsmassna
                                                                                hmen" )
Erkrankungen der Atemwege, des      Husten/Husten mit     Dysphonie, verminder  Bronchospasmus***,
Brustraums und Mediastinums         Auswurf (54%),        te Lungenfunktionste  bronchiale Hyperreag
                                    Dyspnoe (17.6%),      sts*, abnormes        ibilität, Obstruktiv
                                    Veränderungen des     Atemgeräusch*         e Atemwegserkrankung
                                    Bronchialsekrets                            
                                    (Volumen und Viskosi                        
                                    tät)* (23.9%),                              
                                    Hämoptoe* (16.3%),                          
                                    vermindertes forcier                        
                                    tes expiratorisches                         
                                    Volumen (9.9%)*                             
Erkrankungen des Gastrointestinalt                        Übelkeit Erbrechen,   Würgereiz, Dyspepsie
rakts                                                     Bauchschmerzen*,      *, Flatulenz*
                                                          Diarrhoe*, Obstipati  
                                                          on*                   
Leber- und Gallenerkrankungen                             Erhöhte Leberenzymwe  Hepatitis*, Hyperbil
                                                          rte (ALT, AST)        irubinämie*, abnorme
                                                                                 Leberfunktionstests
                                                                                , Erhöhung der
                                                                                alkalischen Phosphat
                                                                                ase im Blut*
Erkrankungen der Haut und des                             Ausschlag             Urtikaria*, Pruritus
Unterhautzellgewebes                                                            *
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-                          Arthralgie, Myalgie*  Tendinitis, Costocho
und Knochenerkrankungen                                                         ndritis, Gelenksteif
                                                                                igkeit
Erkrankungen der Nieren und                               Erhöhte Kreatinin-Ko  Nierenversagen*
Harnwege                                                  nzentration im        
                                                          Serum*                
Allgemeine Erkrankungen und         Erschöpfung/Schwäche  Fieber                
Beschwerden am Verabreichungsort    gefühl (25%),                               
                                    verminderte Belastba                        
                                    rkeit (13.3%)                               
* Unerwünschte Ereignisse, deren
Zusammenhang mit Quinsair nicht
sicher ist, die jedoch
bekanntermassen unter
systemischer Anwendung von
Levofloxacin auftreten und/oder
die in einem plausiblen
Zusammenhang mit Quinsair stehen
und in klinischen Studien
häufiger als unter Placebo
berichtet wurden. ** Fälle von
Aortenaneurysma und Aortendissekti
on, manchmal durch Rupturen
kompliziert (einschliesslich
tödlicher Fälle), und von
Regurgitation/Insuffizienz einer
der Herzklappen wurden bei
Patienten berichtet, die
Fluorchinolone erhielten (siehe
Abschnitt Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen). *** Weitere
Einzelheiten siehe folgenden
Absatz.

 
Tabellarische Auflistung zusätzlicher Nebenwirkungen, die nach systemischer Verabreichung von Levofloxacin berichtet wurden.
Die Nebenwirkungen, die zumindest als möglicherweise im Zusammenhang mit der Anwendung von Levofloxacin stehend eingestuft werden, sind nach MedDRA Systemorganklasse aufgelistet. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeit aufgeführt, beginnend mit den schwerwiegendsten Reaktionen. Die Häufigkeitskategorien sind gemäss folgender Konvention definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse     Häufig(≥1/100,        Gelegentlich(≥1/1'00  Selten(≥1/10'000,     Sehr selten(<1/10'00
                      <1/10)                0, <1/100)            <1/1'000)             0) oder nicht
                                                                                        bekannt**
Infektionen und                             Superinfektionen                            
parasitäre Erkrankun                        durch Pilze oder                            
gen                                         resistente Mikroorga                        
                                            nis-men                                     
Erkrankungen des                            Leukopenie                                  Panzytopenie**,
Blutes und des                                                                          Agranulozytose**,
Lymphsystems                                                                            hämolytische Anämie*
                                                                                        *
Erkrankungen des                                                  Angioödem             Anaphylaktischer
Immunsystems                                                                            Schock, anaphylaktoi
                                                                                        der Schock. Anaphyla
                                                                                        ktische und anaphyla
                                                                                        ktoide Reaktionen
                                                                                        können gelegentlich
                                                                                        nach der ersten
                                                                                        Einnahme auftreten.
Stoffwechsel- und                                                 Hypoglykämie und      Hypoglykämisches
Ernährungsstörungen                                               Hyperglykämie,        Koma
                                                                  besonders bei         
                                                                  Diabetikern           
Psychiatrische                              Verwirrtheit,         Psychotische Reaktio  Psychotische Reaktio
Erkrankungen                                Nervosität            nen (z.B. Halluzinat  nen mit selbstgefähr
                                                                  ionen, Paranoia),     dendem Verhalten,
                                                                  Agitiertheit,         einschliesslich
                                                                  abnorme Träume,       suizidaler Gedanken
                                                                  Albträume             und Handlungen
Erkrankungen des      Schwindel             Tremor                Krampfanfälle,        Periphere sensorisch
Nervensystems                                                     Parästhesie           e Neuropathie,
                                                                                        periphere sensomotor
                                                                                        ische Neuropathie,
                                                                                        Dyskinesie, extrapyr
                                                                                        amidale Störungen,
                                                                                        Ageusie, Parosmie,
                                                                                        einschliesslich
                                                                                        Anosmie, Synkope,
                                                                                        benigne intrakraniel
                                                                                        le Hypertonie.
                                                                                        Symptome anderer
                                                                                        Störungen der
                                                                                        Muskel-koordination
                                                                                        sind von anderen
                                                                                        Fluorochinolonen
                                                                                        bekannt.
Augenerkrankungen                                                                       Vorübergehender
                                                                                        Sehverlust, Uveitis
Erkrankungen des                            Schwindel                                   Hörstörungen
Ohrs und des Labyrin                                                                    
ths                                                                                     
Herzerkrankungen***                                               Palpitationen         Ventrikuläre Tachyka
                                                                                        rdie, ventrikuläre
                                                                                        Arrhythmie und
                                                                                        Torsade de pointes
                                                                                        (siehe "Warnhinweise
                                                                                         und Vorsichtsmassna
                                                                                        hmen" )
Gefässerkrankungen**                                              Hypotonie             Von anderen Fluoroch
*                                                                                       inolonen ist eine
                                                                                        allergische Vaskulit
                                                                                        is bekannt.
Erkrankungen der                                                                        Allergische Pneumoni
Atemwege, des                                                                           tis
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Erkrankungen des                                                                        Blutige Diarrhoe,
Gastrointestinaltrak                                                                    welche in sehr
ts                                                                                      seltenen Fällen
                                                                                        Ausdruck von Enterok
                                                                                        olitis einschliessli
                                                                                        ch pseudomembranöser
                                                                                         Kolitis sein kann
                                                                                        (siehe "Warnhinweise
                                                                                         und Vorsichtsmassna
                                                                                        hmen" ). Einzelfälle
                                                                                         von Pankreatitis.
Leber- und Gallenerk                                                                    Ikterus und schwere
rankungen                                                                               Leberschäden,
                                                                                        einschliesslich
                                                                                        Fälle von letalem
                                                                                        akutem Leberversagen
                                                                                        , Porphyrieanfälle
                                                                                        bei Patienten mit
                                                                                        Porphyrie
Erkrankungen der                            Hyperhidrose                                Toxische epidermale
Haut und des Unterha                                                                    Nekrolyse, Stevens-J
utzellgewebes                                                                           ohnson-Syndrom,
                                                                                        Erythema multiforme,
                                                                                         Photosensitivitätsr
                                                                                        eaktion, leukozytokl
                                                                                        astische Vaskulitis,
                                                                                         Stomatitis
Skelettmuskulatur-,                                               Muskelschwäche        Rhabdomyolyse,
Bindegewebs- und                                                  (Vorsicht bei         Sehnenriss, Bänderri
Knochenerkrankungen                                               Patienten mit         ss, Muskelriss,
                                                                  Myasthenia gravis,    Arthritis
                                                                  Exazerbation einer    
                                                                  Myasthenia gravis)    
Allgemeine Erkrankun                                                                    Schmerzen (einschlie
gen und Beschwerden                                                                     sslich Schmerzen im
am Verabreichungsort                                                                    Rücken, in der
                                                                                        Brust und in den
                                                                                        Extremitäten)
Untersuchungen                                                                          Es liegen Berichte
                                                                                        über Einzelfälle
                                                                                        von Blutungen
                                                                                        und/oder verlängerte
                                                                                        n Blutgerinnungspara
                                                                                        metern (PT, INR)
                                                                                        bei Patienten vor,
                                                                                        die gleichzeitig
                                                                                        mit Levofloxacin
                                                                                        und Vitamin-K-Antago
                                                                                        nisten behandelt
                                                                                        wurden; diese
                                                                                        können gelegentlich
                                                                                        schwerwiegende
                                                                                        Ausmasse annehmen.
* Häufigkeit auf
Grundlage der
verfügbaren Daten
nicht abschätzbar.
** Weitere Einzelhei
ten siehe folgenden
Absatz. *** Fälle
von Aortenaneurysma
und Aortendissektion
, manchmal durch
Rupturen kompliziert
 (einschliesslich
tödlicher Fälle),
und von Regurgitatio
n/Insuffizienz
einer der Herzklappe
n wurden bei Patient
en berichtet, die
Fluorchinolone
erhielten (siehe
Abschnitt Warnhinwei
se und Vorsichtsmass
nahmen).

 
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Falls nach der Inhalation von Quinsair eine akute symptomatische Bronchokonstriktion auftritt, kann die Anwendung eines kurzwirksamen inhalativen Bronchodilatators vor den nachfolgenden Dosen für die Patienten von Nutzen sein (siehe Abschnitte "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
In klinischen Studien wurde Gewichtsverlust als ein unerwünschtes Ereignis angegeben; dieser wurde jedoch in erster Linie als krankheitsbedingt und nicht arzneimittelbedingt angesehen.
Nach systemischer Gabe von Levofloxacin wurden schwerwiegende hämatologische Nebenwirkungen wie Panzytopenie, Agranulozytose und hämolytische Anämie berichtet. Ihre Häufigkeit ist jedoch auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Kinder und Jugendliche
In klinischen Studien erhielten 51 Jugendliche mit CF (≥12 bis <18 Jahre) Quinsair 240 mg zweimal täglich und 6 Jugendliche mit CF Quinsair 120 mg (n = 3) oder 240 mg (n = 3) einmal täglich. Darüber hinaus erhielten 14 Kinder mit CF (≥6 bis <12 Jahre) und 13 Jugendliche mit CF (≥12 bis <17 Jahre) Quinsair 180 mg oder 240 mg einmal täglich über 14 Tage. Auf der Grundlage dieser begrenzten Daten scheint kein klinisch relevanter Unterschied im Sicherheitsprofil von Quinsair in diesen Untergruppen der pädiatrischen Population im Vergleich zu Erwachsenen vorzuliegen. In klinischen Studien zur Anwendung von Quinsair bei Kindern wurden jedoch zwei Fälle von Arthralgie beobachtet, und insbesondere in Anbetracht der bei Tieren beobachteten Auswirkungen auf das Knorpelgewebe sowie den Erfahrungen aus klinischen Studien mit oral verabreichtem Levofloxacin an Kinder, muss auch bei der Anwendung von Quinsair bei Kindern mit Knorpelschäden gerechnet werden. Für Quinsair fehlen Daten zur Langzeitsicherheit (siehe Abschnitte "Dosierung/Anwendung" und "Präklinische Daten" ).
In sehr seltenen Fällen wurde im Zusammenhang mit der Anwendung von Chinolonen und Fluorchinolonen von anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensqualität beeinträchtigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, die verschiedene, manchmal auch mehrere Systemorganklassen und Sinnesorgane betrafen (einschliesslich Nebenwirkungen wie Tendinitis, Sehnenruptur, Arthralgie, Schmerzen in Extremitäten, Gangstörung, Neuropathien mit einhergehender Parästhesie und Neuralgie, Ermüdung, psychiatrische Symptome (inklusive Schlafstörungen, Angst, Panikattacken, Depression und Suizidgedanken) eingeschränktes Erinnerungsvermögen, Konzentrationsbeeinträchtigung, Beeinträchtigung des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Riechvermögens), in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren (siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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