Unerwünschte WirkungenCo-Olmesartan Amlo Spirig HC
Die Sicherheit von Co-Olmesartan Amlo Spirig HC wurde in klinischen Studien bei 7'826 Patienten untersucht, die Olmesartanmedoxomil in Kombination mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid erhalten haben.
Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien, Sicherheitsstudien nach der Zulassung und Spontanberichten sind in Tabelle 1 für Co-Olmesartan Amlo Spirig HC und auf Grundlage der bekannten Sicherheitsprofile der einzelnen Substanzen für die Einzelbestandteile Olmesartanmedoxomil, Amlodipin und Hydrochlorothiazid angegeben.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Die am häufigsten beschriebenen unerwünschten Wirkungen während einer Behandlung mit Co-Olmesartan Amlo Spirig HC sind periphere Ödeme, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl.
Nicht-melanozytäre Malignome der Haut (BCC und SCC): Basierend auf den verfügbaren Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein von der kumulativen Dosis abhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid (HCTZ)-Exposition und NMSC-Entwicklung beobachtet (siehe auch Abschnitte "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Unerwünschte Wirkungen sind geordnet nach Organsystem untenstehend aufgelistet. Die Häufigkeit ist definiert als: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, < 1/10), gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100), selten (≥1/10'000, < 1/1'000), sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Übersicht der unerwünschten Wirkungen von Co-Olmesartan Amlo Spirig HC und den Einzelkomponenten
MedDRA Systemorgankl Unerwünschte Wirkung Häufigkeit
asse en
Co-Olmesartan Amlo Olmesartan Amlodipin HCTZ
Spirig HC
Infektionen und Infektionen der Häufig
parasitäre Erkrankun oberen Atemwege
gen
Nasopharyngitis Häufig
Infektionen der Häufig Häufig
Harnwege
Sialadenitis Selten
Gutartige, bösartige Nicht-melanozytäre Nicht bekannt
und nicht spezifizi Malignome der Haut
erte Neubildungen [NMSC] (Basalzellkar
(einschl. Zysten zinom [BCC] und
und Polypen) Plattenepithelkarzin
om [SCC])
Erkrankungen des Leukopenie Sehr selten Selten
Blutes und des
Lymphsystems
Thrombozytopenie Gelegentlich Sehr selten Selten
Knochenmarkdepressio Selten
n
Neutropenie/Agranulo Selten
zytose
Hämolytische Anämie Selten
Aplastische Anämie Selten
Erkrankungen des Anaphylaktische Gelegentlich
Immunsystems Reaktion
Arzneimittelüberempf Sehr selten
indlichkeit
Stoffwechsel- und Hyperkaliämie Gelegentlich Selten
Ernährungsstörungen
Hypokaliämie Gelegentlich Häufig
Anorexie Gelegentlich
Glukosurie Häufig
Hyperkalzämie Häufig
Hyperglykämie Sehr selten Häufig
Hypomagnesiämie Häufig
Hyponatriämie Häufig
Hypochlorämie Häufig
Hypertriglyceridämie Häufig Sehr häufig
Hypercholesterinämie Sehr häufig
Hyperurikämie Häufig Sehr häufig
Hypochlorämische Sehr selten
Alkalose
Hyperamylasämie Häufig
Psychiatrische Verwirrtheitszuständ Selten Häufig
Erkrankungen e
Depression Gelegentlich Selten
Apathie Selten
Reizbarkeit Gelegentlich
Unruhe Selten
Gemütsschwankungen Gelegentlich
(inklusive Angst)
Schlafstörungen Gelegentlich Selten
(inklusive Insomnie)
Erkrankungen des Schwindelgefühl Häufig Häufig Häufig Häufig
Nervensystems
Kopfschmerzen Häufig Häufig Häufig Selten
Orthostatisches Gelegentlich
Schwindelgefühl
Präsynkopen Gelegentlich
Geschmacksstörung Gelegentlich
Hypertonus Sehr selten
Hypästhesie Gelegentlich
Parästhesien Gelegentlich Selten
Periphere Neuropathi Sehr selten
e
Somnolenz Häufig
Synkope Gelegentlich
Konvulsionen Selten
Appetitlosigkeit Gelegentlich
Tremor Gelegentlich
Extrapyramidale Nicht bekannt
Erkrankung
Augenerkrankungen Sehstörungen (inklus Häufig Selten
ive Diplopie,
verschwommenes
Sehen)
Verminderte Bildung Selten
von Tränenflüssigkei
t
Verschlechterung Gelegentlich
einer Kurzsichtigkei
t
Xanthopsie Selten
Aderhauterguss Nicht bekannt
(Choroidal effusion)
, akute Myopie,
akutes Engwinkelglau
kom
Erkrankungen des Schwindel Gelegentlich Gelegentlich Selten
Ohrs und des Labyrin
ths
Tinnitus Gelegentlich
Herzerkrankungen Palpitationen Häufig Häufig
Tachykardie Gelegentlich
Herzinfarkt Sehr selten
Arrhythmie (inklusiv Gelegentlich Selten
e Bradykardie,
ventrikuläre Tachyka
rdie und Vorhofflimm
ern)
Angina pectoris Gelegentlich Gelegentlich (einsch
liesslich Verschlech
terung einer Angina
pectoris)
Gefässerkrankungen Hypotonie Häufig Selten Gelegentlich
Flushing Gelegentlich Häufig
Orthostatische Gelegentlich
Hypotonie
Vaskulitis (einschli Sehr selten Selten
esslich nekrotisiere
nde Angiitis)
Thrombose Selten
Embolie Selten
Erkrankungen der Husten Gelegentlich Häufig Gelegentlich
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Bronchitis Häufig
Dyspnoe Häufig Selten
Pharyngitis Häufig
Rhinitis Häufig Gelegentlich
Akute interstitielle Selten
Pneumonie
Atemnot Gelegentlich
Lungenödem Selten
Akutes Atemnotsyndro Sehr selten
m (ARDS) (siehe
"Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen"
)
Erkrankungen des Diarrhoe Häufig Häufig Häufig
Gastrointestinaltrak
ts
Übelkeit Häufig Häufig Häufig Häufig
Verstopfung Häufig Häufig
Mundtrockenheit Gelegentlich Gelegentlich
Abdominalschmerzen Häufig Häufig Häufig
Veränderung der Häufig
Stuhlgewohnheiten
(inklusive Diarrhö
und Verstopfung)
Meteorismus Häufig
Dyspepsie Häufig Häufig
Gastritis Sehr selten
Magenreizung Häufig
Gastroenteritis Häufig
Zahnfleischhyperplas Sehr selten
ie
Paralytischer Ileus Sehr selten
Pankreatitis Sehr selten Selten
Erbrechen Gelegentlich Gelegentlich Häufig
Intestinales Angioöd Selten Selten
em
Sprue-ähnliche Sehr selten
Enteropathie
Leber- und Gallenerk Hepatitis Sehr selten
rankungen
Gelbsucht (intrahepa Sehr selten Selten
tischer cholestatisc
her Ikterus)
Akute Cholezystitis Selten
Autoimmunhepatitis* Nicht bekannt
Erkrankungen der Haarausfall Gelegentlich
Haut und des Unterha
utgewebes
Angioödem Selten Sehr selten
Allergische Dermatit Gelegentlich
is
Erythema multiforme Sehr selten
Erythema Gelegentlich
Kutane Lupus-erythem Selten
atodes-artige
Reaktionen
Exanthema Gelegentlich Gelegentlich
Exfoliative Dermatit Sehr selten
is
Hyperhidrose Gelegentlich
Photosensibilität Sehr selten Gelegentlich
Juckreiz Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich
Purpura Gelegentlich Gelegentlich
Quincke-Ödem Sehr selten
Hautausschlag Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich
Reaktivierung eines Selten
kutanen Lupus
erythematodes
Toxische epidermale Nicht bekannt Selten
Nekrolyse
Hautverfärbungen Gelegentlich
Stevens-Johnson Sehr selten
Syndrom
Urtikaria Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich
Skelettmuskulatur-, Muskelspasmen Häufig Selten Häufig
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Schwellungen der Häufig
Gelenke
Muskelschwäche Gelegentlich Selten
Knöchelschwellung Häufig
Gelenkschmerzen Gelegentlich
Arthritis Häufig
Rückenschmerzen Häufig Gelegentlich
Parese Selten
Myalgie Gelegentlich Gelegentlich
Skelettschmerzen Häufig
Erkrankungen der Pollakisurie Häufig
Nieren und Harnwege
Erhöhte Miktionsfreq Gelegentlich
uenz
Akutes Nierenversage Selten
n
Haematurie Häufig
Miktionsstörungen Gelegentlich
Nykturie Gelegentlich
Interstitielle Selten
Nephritis
Niereninsuffizienz Selten Selten
Erkrankungen der Erektile Dysfunktion Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich
Geschlechtsorgane
und der Brustdrüse
Gynäkomastie Gelegentlich
Allgemeine Erkrankun Asthenie Häufig Gelegentlich Häufig
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Periphere Ödeme Häufig Häufig
Müdigkeit/Abgeschlag Häufig Häufig Häufig
enheit
Schmerzen im Brustko Häufig Gelegentlich
rb
Fieber Selten
Grippeähnliche Häufig
Symptome
Lethargie Selten
Unwohlsein Gelegentlich Gelegentlich
Ödeme Sehr häufig
Schmerzen Häufig Gelegentlich
Gesichtsödem Gelegentlich
Untersuchungen Kreatinin im Blut Häufig Selten Häufig
erhöht
Harnstoff im Blut Häufig Häufig Häufig
erhöht
Harnsäure im Blut Häufig
erhöht
Kalium im Blut Gelegentlich
vermindert
Gamma-Glutamyl-Trans Gelegentlich
ferase erhöht
Alanin-Aminotransfer Gelegentlich
ase erhöht
Aspartat-Aminotransf Gelegentlich
erase erhöht
Leberenzyme erhöht Häufig Sehr selten (meist
in Zusammenhang mit
einer Cholestase)
Kreatinphosphokinase Häufig
im Blut erhöht
Gewichtsverlust Gelegentlich
Gewichtszunahme Gelegentlich
* Nach Markteinführung wurden Fälle von Autoimmunhepatitis mit einer Latenz von wenigen Monaten bis Jahre berichtet, die nach Absetzen von Olmesartan reversibel waren.
Einzelfälle von Rhabdomyolyse wurden in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten berichtet. Einzelfälle von extrapyramidalem Syndrom wurden bei mit Amlodipin behandelten Patienten berichtet.
Zusätzliche unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien oder im Rahmen der Postmarketing-Erfahrung mit einer fixen Kombination aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin beschrieben wurden und nicht bereits für Co-Olmesartan Amlo Spirig HC, eine Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder eine Amlodipin-Monotherapie genannt wurden oder unter der Zweifachkombination häufiger waren (Tabelle 2):
Tabelle 2: Kombination aus Olmesartanmedoxomil und Amlodipin
MedDRA Systemorganklassen Häufigkeit Unerwünschte Wirkungen
Erkrankungen des Immunsystems Selten Arzneimittelüberempfindlichk
eit
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Gelegentlich Oberbauchschmerzen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Gelegentlich Schmerzen in den Extremitäte
Knochenerkrankungen n
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Gelegentlich Verminderte Libido
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Häufig Eindrückbare Ödeme
Verabreichungsort
Gelegentlich Lethargie
Zusätzliche unerwünschte Wirkungen, die in klinischen Studien oder im Rahmen der Postmarketing-Erfahrung mit einer fixen Kombination aus Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid beschrieben wurden und nicht bereits für Co-Olmesartan Amlo Spirig HC, eine Olmesartanmedoxomil-Monotherapie oder eine Hydrochlorothiazid-Monotherapie genannt wurden oder unter der Zweifachkombination häufiger waren (Tabelle 3):
Tabelle 3: Kombination aus Olmesartanmedoxomil und Hydrochlorothiazid
MedDRA Systemorganklassen Häufigkeit Unerwünschte Wirkungen
Erkrankungen des Nervensystems Selten Bewusstseinsstörungen (z.B.
Bewusstseinsverlust)
Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich Ekzem
Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Gelegentlich Schmerzen in den Extremitäten
Knochenerkrankungen
Untersuchungen Selten Mittlere Hämoglobin- und
Hämatokrit-Werte leicht vermindert
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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